So wirst du zu zum YouTube Guru – Der Kick Off am 1.Oktober 2015

Am 1. Oktober war es soweit, ich durfte den ersten Schritt in Richtung YouTube-Guru nehmen und war damit einer von ca. 70 Teilnehmern des YouTube Workshops in der Met Film School in Berlin.

Nachdem wir uns durch das Circus Halli-Galli Studio durchgeschlängelt hatten, erwartete man uns am Empfang des YouTube Spaces. Zu Anfang gab es eine Farbentscheidung: Blau für Performance, Gelb für Kreativ und Rot für Media. Damit hätte man schon mal das Publikum, bestehend aus interessierten Agenturmitarbeitern, vorsortiert. Ich wählte Blau. Nach dem Durchqueren eines Labyrinths aus Fluren kam ich an unserem Setting für den Tag an. Ein großes Studio, in dem Stühle in Gruppen angeordnet standen, bot ausreichend Sitzgelegenheiten, um sich voll und ganz den Rednern des YouTube Guru-Programms zu widmen.

In verschiedenen Vorträgen und kleinen Aufgaben ging es von der Strategie den richtigen Content zu erstellen über zur Anvisierung der richtigen Zielgruppe bis hin zum Planen einer entsprechenden Kampagne. Den thematischen Abschluss bildete dann die Erfolgsmessung. Hierbei ging es um die wichtige Frage, ob das Ganze nach unseren Zielen erfolgreich war.

YouTube Guru Workshop

Dann kann es jetzt losgehen. Der Moderator des YouTube Guru Kick Offs erklärte, was wir beim YouTube Guru Programm zu erwarten hatten

Warum auf YouTube werben?

Die grundsätzliche Frage, warum man sich als Agentur mit YouTube beschäftigen sollte, wurde zu Anfang von Karen Stolberg, Head of SMB Sales, beantwortet. Sie zeigte anhand aktueller Statistiken auf, dass pro Monat mehr als eine Milliarde Unique Visitors auf der Video-Plattform unterwegs sind oder dass, entgegen aller Klischees über YouTubes sehr junges Zielpublikum, 19 % der User im Alter von 50 – 59 Jahren sind.

Der Schlüssel zur Aufmerksamkeit: Content Strategien

Im Anschluss an die Beantwortung der grundsätzlichen Fragen durch Karen ging es in Richtung Content weiter. Als Beispiel diente hierfür das Thema Haarpflege. Im Jahr gibt es zu diesem Thema rund 10 Mrd. Suchanfragen in der normalen Websuche. Zusätzlich kommen dazu 7,7 Mrd. Suchanfragen auf YouTube. Das zeigt, dass dieser Kanal an zweiter Stelle steht, um potentielle Interessenten abzuholen. Der Content-Teil verdeutlichte die Wichtigkeit von einer 360° zu einer 365 Tage Aufmerksamkeitsstrategie, die vor allem auf eine permanente Bewerbung der Zielgruppe mit verschiedenen Inhalte ausgelegt sein sollte.

Vor allem die Einteilung der Videos in drei Kategorien war sehr erkenntnisreich. Es gibt letztlich drei Kategorien von Content auf YouTube:

  1. Hero: Das bezeichnet Videos, die sich auch als Werbespot eignen würden. Hochwertig produziert, mit einem gewissen Kniff und vor allem aufmerksamkeitserregend.

BEISPIEL: FIRST MOON PARTY

  1. Hub: Diese Art von Videos dienen vor allem dazu die Zielgruppe zu Abonnement des YT-Kanals zu machen oder andersartiger Interaktion

BEISPIEL: NFC SMART TAG EXPLAINED BY MOBILE TECH EXPERT (O2 GURU)

  1. Hygiene: Diese Art von Videos sind dazu angelegt Dinge zu erklären und zu veranschaulichen, sprich vor allem How-to´s

BEISPIEL: HOW TO PACK LIKE A PRO

Schließlich gibt es aber noch Videos, die sich gar nicht in ein Raster einbauen lassen, wie das nachfolgende Video beweist:

BEISPIEL: VEGAN BLACK METAL CHEF:

YouTube Spaces und die Frage nach der Zielgruppe

Danach wurden die YouTube Spaces vorgestellt. An diesem Ort dürfen sich YouTube-Künstler nach vorheriger Anmeldung austoben. Hier wurden dann anhand der Formate von Künstlern, die live vor Ort waren, typische Content-Beispiele besprochen. Wichtig war vor allen den Künstlern, dass die Unternehmen / Agenturen mit den Künstlern ins Gespräch kommen, da YouTube anders funktioniert als Fernsehen und die Inhalte darauf abgestimmt werden müssen.

Karen Stollberg beim YouTube Guru Workshop

Karen Stolberg legte beeindruckende Zahlen des Videoportals vor

Die meistgenutzten Wörter der Veranstaltung bis hierhin lauteten:

  1. Content
  2. Community
  3. Marke

Diese geben passend das Spektrum wieder, in dem sich das YouTube Guru Programm bewegt.

Schließlich wurde die Frage nach den Zielgruppen und den Mitteln sie zu erreichen besprochen. Jovit Löhr unterstrich, dass es wichtig ist nicht mehr in den klassischen demografischen Zielgruppen zu denken, sondern die entsprechenden Menschen im richtigen Moment abzuholen, den sogenannten Mikromomenten.

Um mehr über die Zielgruppe zu erfahren, könne man AdWords nutzen oder Infos aus dem Displaynetzwerk ableiten. Zusätzlich gäbe es die neue Möglichkeit User nach Customer Match zu finden, der Integration von Emailadressen, um sie z.B. über Remarketing anzusprechen.

True View oder Google Preferred?

Für YouTube gibt es zwei Methoden der Werbeschaltung. Lu Tran erklärte, dass es auf der einen Seite die Google Preferred-Anzeigen gäbe. Das sind die nicht überspringbaren Videoanzeigen mit fester Reichweite, die man garantiert erhält.

Auf der anderen Seite gibt es die überspringbaren Videoanzeigen, das sogenannte TrueView-Format, das nach den ersten 5 Sekunden weggeklickt werden kann.

Wichtig ist hier zu wissen, dass die Preferred-Variante eher dem klassischen Werbebanner gleicht, da es die Aufmerksamkeit des Users bei der fest definierten Länge von 20 bis 30 Sekunden für sich einnimmt.

YouTube Werbung

Beispiel einer TrueView-Anzeige. Markenzeichen der TrueView-Formate ist der Button „Überspringen“ der nach 5 Sekunden eingeblendet wird

Die TrueView-Formate seien eher als eine Art Einladung zu betrachten, die bei Nichtgefallen übersprungen werden können. Dementsprechend sollten beide Formate nach dem passenden Zeitpunkt ausgespielt werden: Google Preferred direkt zu Anfang, um die entsprechende Reichweite zu bekommen, und True View im Nachgang.

Das kann sich messen lassen – Erfolgsmessung

Der letzte Vortrag behandelte das Thema der Erfolgsmessung. Vor allem wurden hier die Kennzahlen in AdWords wie Earned View / Subscriber View / Shared View sowie der Frequency Report näher besprochen. Interessante Statistiken wie z.B. dass YouTube vor allem TV-Wenignutzer über den Content abholt, rundeten das Bild ab.

Fazit

Aus dem YouTube Guru Programm ergaben sich interessante Einblicke, die im Laufe der kommenden Monate durch passende Hangouts intensiviert werden. Zwischen den einzelnen Vorträgen wurde das Programm durch Aufgaben gelockert, die in Gruppenarbeit der verschiedenen Agenturen gelöst wurden. Dementsprechend bin ich auf weitere Veranstaltungen des YouTube Guru Programms gespannt.

YouTube Guru Workshop

Und zum Schluss gab es den Ausblick, dass das YouTube Guru Programm mit Hangouts noch vertieft wird

 

Weitere Recaps

http://www.internetkapitaene.de/2015/10/05/das-youtube-guru-kickoff-meeting-in-berlin/

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