
Customer Journey - User Touchpoints bis zum Kauf
Quelle: https://think.storage.googleapis.com/docs/measure-what-matters-most_articles.pdf
Was ist eigentlich eine Customer Journey?
Laut dem Onlinemarketing-Praxis Glossar bezeichnet der Begriff der Customer Journey „die ‚Reise‘ (engl. Journey) eines potenziellen Kunden über verschiedene Kontaktpunkte mit einem Produkt, einer Marke oder einem Unternehmen (engl. Touchpoints), bis er eine gewünschte Zielhandlung durchführt.
Eine Customer Journey kann sich über mehrere Stunden oder Tage erstrecken. Gängige Zielhandlungen sind Käufe, Bestellungen oder Anfragen. Als Touchpoints wird jede Art von Kontaktpunkten bezeichnet, von klassischer Werbung (Anzeigen, TV- oder Radio-Spot, etc.) über Onlinemarketing-Maßnahmen bis hin zur Meinung eines Freundes oder Informationen auf Bewertungsportalen.“
Inhaltsverzeichnis
Alle On- und Offline Kanäle gemeinsam betrachten
Aktuell ist es meist so, dass Marketing-Verantwortliche sich hauptsächlich auf ihren Marketingkanal konzentrieren und das Budget dafür verplanen, unabhängig von anderen Kanälen. Dabei vergessen sie jedoch, dass der User nie nur über einen einzigen Kanal Kontakt zum Unternehmen aufbaut. Nehmen wir ein klassisches Online-Shop Beispiel:- Ein Besucher kommt an Tag A über die organische Suche auf die Seite, schaut an Tag B über per Direkteingabe noch einmal vorbei und kauft an Tag C über den Klick auf einen Remarketing Banner ein Produkt
- User A sieht einen Fernseh-Spot, besucht dann per Tablet den Online-Shop, geht am nächsten Tag in eine Filiale und kauft dann erst.
- User B sieht eine Display Werbung auf seinem Desktop Computer und meldet sich für den Newsletter an, sieht dann auf dem Nachhauseweg von der Arbeit ein Plakat und geht mit seinem Smartphone auf die Facebook Seite des Shops.

Google's Micro Moments
Quelle: https://think.storage.googleapis.com/docs/4-new-moments-every-marketer-should-know.pdf
Die Customer Journey tracken
Da wir jetzt wissen, dass der User meist mehr als nur einen Touchpoint hat, müssen wir einen Weg finden dies in Daten zu erfassen. Im Online-Bereich werden in diesem Zusammenhang oft mehrerer Begriffe genannt: Multi-Channel-Tracking Das Ziel des Multi-Channel-Trackings ist es, Werbekanäle nicht mehr isoliert zu betrachten, sondern übergreifend. Die Zielgruppe wird dabei durch Nutzung der Channel-spezifischen Vorteile auf unterschiedlichen Wegen erreicht und angesprochen. Diese Synergieeffekte sollen genutzt werden und zu einer Conversion-Maximierung führen, auch mit Hilfe optimierter Budgetverteilung. Cross-Device-Tracking Das Cross-Device-Tracking zielt vor allem auf die geräteübergreifende Erfassung von User Daten ab. Die Geräte sind dabei aktuell Desktop Computer, Tablets und Mobile/Smartphones. In der Theorie klingt dies schon ganz gut, aber wie setzen wir das jetzt um? Es gibt technischen Anbieter, die Ihre Software genau auf diese Fragestellung aufbauen, jedoch hilft die beste Software nicht, wenn wir keinen sogenannten „Identifier“ haben. Ein Identifier ist ein User Erkennungsmerkmal, welches wir definieren müssen, in der einfachsten Form ein Cookie mit User-ID. Haben wir im Bestfall einen Login Bereich, können wir pro User eine eindeutige User-ID vergeben, so dass wir nachvollziehen können, wie der User sich im Login Bereich verhalten hat, egal ob auf dem Desktop, Tablet oder Mobile Device.Online-Kanäle tracken
Ein Tool, das bereits einen Einblick in die Customer Journey ermöglicht, ist Google Analytics. Die Berichte im Bereich Conversions liefern Daten zu selbstdefinierten Ziellerreichungen und Kaufprozessen und geben einen Überblick über Conversions, Transaktionen, Umsatz und Produktverkäufen. Mit dem Multi-Channel-Trichter können wir beispielsweise feststellen, welche Rolle die einzelnen Kanäle bei der Erzielung von Conversions und Transaktionen spielen. So lässt sich nachvollziehen, welche Kontaktpunkte ein Kunde durchläuft, bevor er einen Kauf tätigt und wie viel Zeit zwischen dem ersten Kontaktpunkt und dem Abschluss liegt.Wie kann man Offline-Kanäle tracken?
Soweit zur Erfassung der digitalen Kanäle, aber wie bekommen wir die Offline-Kanäle mit in die Messung. Hier muss man etwas kreativ werden, aber folgende Identifier werden bereits für das Omni-Channel-Tracking genutzt:- Kundenkarte
- Rechnung vom Filialkauf per E-Mail zuschicken
- Ausgedruckte Gutscheine
- Kreditkarten Mapping
- Call Tracking
- Gutscheincodes/ QR Codes für Print/ Flyer/ Paketbeileger
- Near-to-Store/ In-Store Tracking


