Google streicht AdWords Anzeigen am rechten Bildrand

Google hat am Montag die wohl größte Änderung für alle AdWords Werbetreibenden in der Suchergebnis-Oberfläche durchgeführt. Ab sofort werden in den Desktop-Ergebnissen keine Anzeigen mehr auf der rechten Seite angezeigt. Bei mobilen Ergebnissen kennt man diese Ansicht schon. Dort ist die rechte Spalte aus Platz- und Usability Gründen nicht zu sehen. Einzige Ausnahme sind die Shopping Ads, diese wird man auf dem Desktop weiterhin rechts neben den regulären Textanzeigen finden.

Google SERP Update

Neue Ansicht der Google Suchergebnisse: Nur noch Shopping Anzeigen werden in der rechten Spalte eingeblendet

Was bedeutet das für AdWords?

Die Änderung gilt weltweit – oberhalb der organischen Suche werden seit gestern 4 Anzeigen eingeblendet. Unten auf der Seite findet man zwar noch 3 weitere Anzeigen, aber die Message für alle Werbetreibenden ist klar: Nach Position 4 wird es schwierig mit den Klicks und Conversions.

Konnte oder wollte man sich in der Vergangenheit die Top-Positionen 1-3 nicht leisten, so konnte man sein Dasein immer noch auf den Positionen 4-10 auf der rechten Seite fristen. Konsequenz der Umstellung sind also höherer Wettbewerb um Position 1-4 und natürlich auch höhere durchschnittliche CPCs für die Top-Positionen. Eine Herausforderung besonders für die kleinen Unternehmen, die nun noch stärker in den Sparring mit den großen Playern und Budgets treten.

Aus AdWords-Sicht bedeutet das zunächst, dass man sich die Klickentwicklung ganz genau anschauen muss und in den ersten Tagen regelmäßig die CPCs checkt und anpasst. Eventuell bedarf es sogar einer Änderung der Kampagnenstrategie. Der Qualitätsfaktor spielt natürlich weiter eine große Rolle, und ist besonders jetzt beim steigenden Wettbewerb ausschlaggebend für einen vergleichsweise geringeren Klickpreis und eine gute Anzeigenposition.

Auswirkungen auf SEO

Für die organische Suche hat dies natürlich auch Auswirkungen: Durch die neue Anzeigenreihenfolge werden die organischen Ergebnisse nach unten verschoben. In dem Fall befindet sich auch der Google Hotel Finder innerhalb der Ergebnisliste: Organische Ergebnisse sind ohne scrollen nicht sichtbar.

Neue SERP Ansicht

Die organischen Suchergebnisse sind nicht mehr ohne Scrollen zu sehen.

Auf den ersten Blick werden SEO & SEA Ergebnisse also noch stärker getrennt als in der Vergangenheit. Dabei sollten die zwei besonders jetzt zusammenhalten: Verluste in den Anzeigenpositionen aufgrund von mangelndem Budget kann man durch SEO & Content Maßnahmen auffangen. Wichtige SEO Keywords, die nicht direkt sichtbar sind, sollten als Keywords in AdWords eingebucht werden.

Fazit

Die rechte Seite hat sich ja schon lange der Konkurrenz durch Knowledge Graph, Shopping Ads und Co. aussetzen müssen. Durch den Fokus von Google auf mobile Endgeräte durch die übermächtige Anzahl von mobilen Suchanfragen kommt diese Entwicklung nicht ganz überraschend – bei vielen Beta Tests hat man solche Screens ja auch schon gesehen. Die Auswirkungen für (kleine) Werbetreibende aber auch für die organischen Suchergebnisse sind zum Teil gravierend. Spätestens jetzt sollte die Diskussion ob SEA oder SEO nichtig sein. Was man braucht ist eine gemeinsame Strategie. Auch Online Shops, die bisher AdWords, aber noch kein Google Shopping machen, sollten genau überlegen, ob sie nicht doch PLAs schalten wollen.

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