Content, Content, Content!!!
Wie mache ich Content Marketing in der Zeit des Content Shock? Rund um dieses Thema drehten sich die Inhalte der Content Days der Campixx Week. An drei Thementagen widmeten sich die einzelnen Speaker Fragestellungen zu Content Planung und Erstellung, der Wahl des richtigen Formats und der Vermarktung von Inhalten. Dabei gab es neben den theoretischen Vorträgen auch eine Reihe praktischer Workshops. Eines stach dabei deutlich hervor: Es geht nicht darum auf Teufel komm raus neue Inhalte zu erstellen. Diese müssen qualitativ gut sein, das Bedürfnis des Nutzers abdecken und sich zudem vom Wettbewerb abheben. Bei letzterem kann die Wahl des Formats ausschlaggebend sein. Bloggen tut inzwischen fast jeder. Video-Marketing gibt es aber zum Beispiel noch nicht ganz so viel. Einfach mal den Mut haben, etwas Neues zu machen, was bisher so noch niemand hat. Und lieber wenig hochwertigen Content produzieren als viele mittelmäßige Inhalte.Redaktionspläne und Produktionsprozesse der Content Erstellung
René Schröter von Team EISY ging in seinem Workshop auf verschiedene Arten von Redaktionsplänen ein. Von Listen, über Tabellen bis hin zu Mindmaps gibt es hier viele verschiedene Möglichkeiten, die alle ihre Vor- und Nachteile haben. Und auch bei den Attributen, die hier eingetragen werden, gibt es verschiedene Varianten. Neben Veröffentlichungsdaten, Artikelbeschreibung und der Streuung auf Sozialen Netzwerken können auch Punkte aufgeführt werden wie Keywords, zu denen der Artikel ranken soll, Medien, die in den Artikel integriert werden, und Ziele des Artikels. Tipps von René:- Tragt einen Termin für die Überarbeitung eurer Inhalte in euren Redaktionsplan mit ein. Nach spätestens 3 Monaten sollte ich überprüfen, ob eure Artikel noch aktuell sind
- Aktualisiert alte Inhalte, anstatt immer wieder neue Seiten zu erstellen
- Ein Redaktionsplan liefert euch eine super Übersichtsplan für den Kunden. Damit könnt ihr strukturiert darlegen, was ihr geleistet habt
- Themenspezifische Events wie zum Beispiel Messen gehören auch in den Redaktionsplan
- Plant für Bilder und Videos ein eigenes Zeitkontingent ein
Storytelling
Methoden und Herangehensweisen um Ideen für die Vermarktung von Produkten zu finden, stellten Birgit Scheuch und Eva-Maria Blank in ihrem Workshop vor. Zusammen mit den Teilnehmern probierten sie verschiedene Fragestellungen aus, die zur Ideenfindung genutzt werden können:Jetzt ist Kreativität gefragt im "Storytelling Lab" auf der #campixx #campixxweek pic.twitter.com/uQfsqZtDRE
— Ralph Günther (@exali) 9. März 2016
- Wie bringt dein Produkt Menschen zum Lachen, Weinen, etc.?
- Wenn dein Produkt reden könnte, was würde es erzählen?
- In welchem Film könnte dein Produkt die Hauptrolle spielen?
- Welche Rituale können durch dein Produkt entstehen?
Leadgenerierung mit Webinaren
Ben Harmanus von Unbounce zeigte in seinem Vortrag an einem Praxiscase, wie man Webinare vorbereitet, was man am Konferenztag selber beachten muss, welche Nachbereitungen sinnvoll sind und welche Erkenntnisse man in Bezug auf das nächste Webinar ziehen kann. Vorteile von Webinaren:- Sie sind als Content-Format noch nicht so weit verbreitet wie Blogartikel. Man kann sich daher damit gut vom Wettbewerb abheben.
- Sie sind sehr persönlich. Die Teilnehmer haben das Gefühl, den Sprecher tatsächlich schon einmal getroffen zu haben. Das macht den Aufbau von Beziehungen leichter
Nach dem Webinar ist Interesse am größten! Über 50% opening rate und 40% ctr bei Triggermails im Nachgang zum Webinar. @BenHarmanus #campixx — Roland Riethmüller (@RoliRi) 10. März 2016Die Folien zum Vortrag findet ihr hier: http://de.unbounce.com/campixxweek-2016/
Kontext und Connection – Marketing im Web 3.0
Michael Möhrs von SMA Development warf in seinem Vortrag die Frage auf, wie man in der schnelllebigen Welt des Internets dem Nutzer genau die Inhalte zur Verfügung stellt, die er haben möchte – und das am besten individuell auf jeden Einzelnen zugeschnitten. Das Internet bietet dem Nutzer inzwischen ein Überangebot an Informationen. Dabei ist es gar nicht so einfach noch zu dem entsprechenden Nutzer vorzudringen. Überhaupt ist der Nutzer inzwischen schwer zu fassen, denn er ist so gut wie immer online und das auf verschiedenen Geräten. Er denkt nicht in Kampagnen oder Kanälen, das erschwert es zusätzlich.Das Ziel muss also sein, responsiven Content zu erstellen, der auf den einzelnen Nutzer angepasst ist, ihn persönlich anspricht und sich transformiert, sobald sich auch das Bedürfnis des Nutzers ändert. Die Inhalte müssen dazu gar nicht alle auf einer Website liegen. Sie können auch an anderer Stelle gesammelt und ausgespielt werden. Wie das genau umgesetzt werden kann, steht allerdings noch in den Sternen. Ähnliche Ansätze gibt es aber schon in der Facebook-Timeline und in Googles personalisierter Suche.Responsiver Content muss sich in 5 Dimensionen anpassen: Ontologie, Stil, Zeit, Ort der Rezeption, Verhalten des Nutzers. M. Mörs #campixx
— Roland Riethmüller (@RoliRi) 11. März 2016
Inhalte an Journalisten pitchen
Wie man seine Inhalte am besten Journalisten verkauft, erklärte Lars Budde von t3n in seinem Vortrag. Er beleuchtete Arbeitsvoraussetzungen von Redakteuren und half so dabei, sich in sie hineinzuversetzen. Formate, die – je nach thematischen Schwerpunkten – für Redaktionen interessant sind:- Neuigkeiten / News
- Infografiken, E-Books etc. (wenig Aufwand für die Redaktion, denn der Inhalt ist bereits erstellt): Je größer die Hürde ist, die der Nutzer nehmen muss, um den Content zu konsumieren (Daten hinterlegen, bezahlen etc.), desto unwahrscheinlicher, dass der Inhalt veröffentlicht wird
- Gastartikel (das Thema muss die Leser allerdings interessieren): Hier sollte schon vor dem eigentlichen Schreibprozess eine Abstimmung mit dem Redakteur erfolgen. Je zuverlässiger der Kontakt, desto größer die Chance. Ein geringer Korrekturaufwand wird hier häufig stärker bewertet als inhaltliche Qualität
Wie du einen guten Content erfolgreich einen Journalisten pitchst? Mit @larsbudde #campixx pic.twitter.com/SlKq4M4oRN — FrauSchnax (@FrauSchnax) 11. März 2016Tipps zur Ansprache des Redakteurs:
- Eher per E-Mail, eventuell auch über Soziale Kanäle, teilweise auch über Telefon
- Den für das jeweilige Thema zuständigen Redakteur direkt ansprechen, anstatt die Redaktion zu kontaktieren
- Klarer Betreff: Worum geht es genau
- Kurz fassen
- Weiterführende Informationen (z.B. Pressemitteilung) im Anhang
- Klares Ziel in der Anfrage formulieren
- Nutzen für die Redaktion fokussieren
- Trigger verwenden (z.B. „Infografik exklusiv für euch“)
SEO Campixx
Am Wochenende dreht sich dann alles um Suchmaschinenoptimierung. Während es an den Content-Tagen noch recht beschaulich zuging, kamen zur SEO Campixx rund 500 Suchmaschinenoptimierer, um sich über neu Trends auszutauschen und interessante Insights zu erhalten.SEO für WordPress
Hans Jung stellte in seinem Vortrag Möglichkeiten zur Suchmaschinenoptimierung von WordPress vor. Eine Übersicht mit allen Themen und Links zu Plugins findet ihr in seinen Folien.SEO Leistungen strukturiert anbieten
Einen guten Überblick darüber, wie man SEO als Dienstleistung strukturiert anbieten kann, gab Stefan Godulla von CTS Media. Wichtige Learnings:- SEO ist ein Prozess und keine einmalige Investition
- Kein Angebot ohne eine Erstanalyse der Website
- Workshop als Kick Off für die SEO Strategie
- Eine monatliche Betreuung macht ab einem Manntag Sinn
- Kosten für Tools und Fremdkosten wie Content Erstellung sollten im Budget miteingerechnet werden
- Auch kurze Fragen sollten abgerechnet werden
- Ist-Analyse zu Anfang des Projekts (Keywords, Rankings, Contentanalyse, mobile friendly, Google Analytics, Monitoring)
Pinterest Optimierung
Yasmin Langhans von Architonic zeigte in ihrem Vortrag auf, welche Chancen man mit Pinterest hat und wie man seinen Pinterest Account optimieren kann. Warum ist dieser Kanal interessant?- Die Zielgruppe ist über 18 und kaufkräftig
- Viele Nutzer suchen nach Artikeln, die sie kaufen möchten (z.B. Inneneinrichtung)
Keyword aus Sicht von Linguisten, Textern und Algorithmen
Darauf, wie Google Texte verarbeitet und was das genau für Texter bedeutet, ging Sonja Kraus in ihrem Vortrag ein. Learnings:- Texte für Leser schreiben, nicht für Suchmaschinen
- Bei Nutzung von WDF*IDF Tools die SERPs zum Zeitpunkt der Analyse überprüfen, ob es hier spezielle News gibt, die das Ergebnis verfälschen
- Prüfen, welche Inhalte zu einem Thema bereits ranken und wie das Bedürfnis hinter einer Suchanfrage aussieht



