Responsive Anzeigen lassen sich sowohl für das Search- als auch für das Display-Netzwerk erstellen. Wir erklären euch in unserem Guide, was responsive Anzeigenformate sind und wo ihre Vorteile liegen. Außerdem zeigen wir euch, was ihr bei der Erstellung der responsiven Anzeigen beachten müsst und wie ihr das Beste aus den Anzeigen rausholen könnt.

Was sind Responsive Ads?

Die responsiven Anzeigen von Google basieren auf unterschiedlichen Bausteinen (auch Assets genannt), die sich bei der Ausspielung mithilfe von Maschine Learning zu der optimalen Anzeige zusammensetzen. Die Assets werden vorab im Kampagnen Manager angelegt und Google testet dann selbstständig die verschiedenen Kombinationen von Texten und Bildern durch. Dies bringt den Vorteil mit sich, dass die Anzeigen sich an die verfügbare Werbefläche automatisch anpassen, bei der Erstellung viel Zeit gespart wird und mit einer Anzeige verschiedene Zielgruppen erreicht werden können.

Schritt 1: Kenne deine Zielgruppe

Wie stellt man sicher, dass alle Personen die für sie richtige Botschaft erhalten? Damit diese zielgruppengenaue Ansprache möglich ist, sollten immer mehrere Zielgruppen mit unterschiedlicher Ausrichtung betrachtet werden. Einen Studenten könnt ihr zum Beispiel mit Rabatt-Aktionen erreichen, einen Rentner eher mit Qualitätsversprechen. Und genau bei dieser Differenzierung setzen die Responsive Ads an und erleichtern euch diese Zuordnung. So könnt ihr ein breites Spektrum von potentiellen Kunden erreichen.

Für ein besseres Verständnis eurer Zielgruppe stellt euch folgende Fragen:

  • Was ist meinen Kunden wichtig?
  • Wie hilft mein Unternehmen, die Bedürfnisse der Kunden zu erfüllen?
  • Wie verbinde ich meine Kunden-Insights und Unternehmens-Angebote zu Assets?
  • Passen meine Assets zu allen Zielgruppen?

Hier erfahrt ihr mehr zur Zielgruppendefinition.

Schritt 2: Erstelle deine Assets

Es gibt drei verschiedene Asset-Arten: Text, Bild und Video. Wofür genau welches Asset genutzt wird und was es zu beachten gibt, erklären wir jetzt.

Text Asset

Bei Text Assets erstellt ihr mehrere Überschriften und Beschreibungen, die vom Algorithmus durchgetestet werden und für jeden Nutzer individuell zusammengestellt werden.

Google Search – Responsive Search Ads (RSA)

Text Asset Min./Max. Anzahl Empfohlene Anzahl Maximale Länge
Anzeigentitel 5 / 15 15 30 Zeichen
Beschreibung 2 / 4 4 90 Zeichen

Google Display Ads – Responsive Display Ads (RDA)

Text Asset Min/Max Anzahl Empfohlene Anzahl Zeichenlänge
Kurzer Anzeigentitel 1/5 5 30 Zeichen
Langer Anzeigentitel 1 1 90 Zeichen
Beschreibung 1/5 5 90 Zeichen
Unternehmensname 1 1 25 Zeichen

Nutzt immer alle Möglichkeiten, die ihr habt! Je mehr Auswahl dem Algorithmus zur Verfügung stehen, desto besser kann dieser die Anzeigen auf die verschiedenen Personen ausrichten! Welche Tipps und Tricks ihr beachten solltet, erfahrt ihr in unserem Artikel zu Responsive Search Ads.

Bild Asset

Innerhalb des Display Netzwerkes könnt ihr die Responsive Display Ads verwenden. Ladet eigene Bilder hoch, durchsucht eure Website und sozialen Netzwerke oder nehmt Stock-Fotos für RDAs.

Bild Asset Seitenverhältnis / Pixel Maximale Größe
Marketing Bild 1 5 MB pro Bild
Marketing Bild 2 1 : 1

Mind.: 300 x 300

Empfohlen: 1200 x 1200

Logo 1 (optional aber sehr empfohlen) 1 : 1

Mind.: 128 x 128

Empfohlen: 1200 x 1200

Logo 1 (optional aber sehr empfohlen) 4 : 1

Mind.: 512 x 128

Empfohlen: 1200 x 300

Tipps:

  • Wählt ein Bild, auf dem sich euer Produkt im Vordergrund befindet
  • Stellt eine Auswahl an Bildern zusammen, mit verschiedenen, vielfältigen Menschen darauf, die euer Produkt nutzen
  • Verwendet keine verschwommenen Bilder
  • Fügt keine Buttons/Overlays hinzu, die keine Aktion bei einem Klick darauf ausführen
  • Nutzt keine Collagen

Mehr Tipps und Tricks könnt ihr euch hier gratis hier abholen:

Video Asset

Ebenfalls im Display Netzwerk sind die Video Anzeigen zu finden. Sie erregen immer mehr Aufmerksamkeit als statische Anzeigen. Dieses Format könnt ihr für die RDAs verwenden und solltet folgendes beachten:

Format Seitenverhältnis (Pixel)
Landschaft 16 : 9 (z.B. 1920 x 1080px)
Portrait 2 : 3 (z.B. 1280 x 1920px)
Quadrat 1 : 1 (z.B. 600 x 600px)

Empfehlungen:

  • Erstellt aus einem langen Video ein 10-sekündiges, ein 15-sekündiges und ein 30-Sekunden langes Video
  • Nutzt visuelle Sprache (Ton wird oft stumm gestellt!)
  • Überlagert eure Videos nicht mit Text oder Buttons! Lasst die Text & Logo Assets ihre Arbeit machen 😊

Schritt 3: Nutze Pins weise

Da bei Responsive Text Anzeigen alle Überschriften und Beschreibungen in Kombination getestet werden, könnt ihr mit Pins etwas Kontrolle über die Reihenfolge der Ausspielung bekommen. Wie bei einer Pinnwand fixiert die Nadel damit ein Asset an einer bestimmten Position. Allerdings behindert diese Fixierung auch die freie Entfaltung des Algorithmus. Sie sollten daher mit Bedacht eingesetzt werden. Ihr findet das kleine Pin-Nadelsymbol direkt neben dem Text und müsst dieses einfach nur anklicken wie in unserem Beispiel.

Position des Anzeigentitels mit Hilfe des Pins fixieren

Position des Anzeigentitels mit Hilfe des Pins fixieren

Wann sind Pins sinnvoll?

  • Wenn ihr eine saisonale Aktion bewerben möchtet
  • Wenn ihr einen Disclaimer zeigen wollt/müsst

Schritt 4: Kontrolliere deine Anzeigeneffektivität

Die Anzeigeneffektivität misst die Relevanzbewertung, Anzahl und Vielfalt eurer responsiven Anzeigen. Je besser der Wert ist, desto eher ist eure Anzeige erfolgreich.

Responsive Search Ads

Bei den Responsive Search Ads reichen die Bewertungen der Anzeigen von ,,Unvollständig“ bis zu „Sehr Gut“. Ihr solltet immer versuchen, mindestens ein ,,Gut“ zu erreichen. Die Bewertung findet ihr ganz oben beim Erstellen eurer RSAs.

Anzeigeneffektivität bei Responsive Search Ads

Anzeigeneffektivität bei Responsive Search Ads

Responsive Display Ads

Bei den RDAs ist das Bewertungssystem sehr ähnlich. Betrachtet werden die verschiedenen Bilder, die Anzeigentitel und Beschreibungen.

Anzeigeneffektivität bei Responsive Display Ads

Anzeigeneffektivität bei Responsive Display Ads

 

Schritt 5: Qualitätskontrolle und Optimierungen

Zentraler Punkt bei den Responsiven Anzeigen sind die Assets. Daher ist der Erfolg einer Kampagne sehr eng mit diesen verbunden. Google bietet euch die Möglichkeit, die Assets hinsichtlich ihrer Performance und ihres Erfolges zu betrachten durch die Asset-Reports.

Was ist das Asset Reporting? Das Asset Reporting, oder auch Asset Level Reporting genannt, dokumentiert die Effektivität der einzelnen Assets und hilft euch diese zu optimieren und zu erneuern oder auszutauschen.

Best Practice?

  • Überprüft die Performance in einem 2 Wochen Rhythmus.
  • Ersetzt die schwächsten Assets! Allerdings dürft ihr nicht zu viele gleichzeitig austauschen, da sonst der Algorithmus vor vorne zu lernen beginnt.

RSA Report

Die Textanzeigen werden mit den dazugehörigen erzielten Impressionen angezeigt. So seht ihr auf einen Blick, welche Texte funktionieren und welche nicht.

Asset Reporting bei Responsive Search Ads

Asset Reporting bei Responsive Search Ads

RDA Report

Hier werden sowohl eure Texte sowie auch eure Bilder/ Videos bewertet auf einer Skala von ,,Niedrig“ bis ,,Am Besten“.

Asset Reporting bei Responsive Display Ads

Asset Reporting bei Responsive Display Ads

Wenn ihr erfahren möchtet, ob der Einsatz der responsiven Anzeigen zu einer Steigerung eurer Kampagnen-Performance geführt hat, solltet ihr die Kampagne vor und nach Einführung der RSA/RDA vergleichen. Stellt sie auch den erweiterten Textanzeigen gegenüber.

Zurzeit befinden sich die Responsive Search Ads noch in einer Beta Phase. Das bedeutet, dass ihr bei der Nutzung dieses Formates ein Augenmerk auf die Kontrolle legen solltet, was zum Glück mit dem RSA Report gut funktioniert.

Fazit

Sobald ihr eure Zielgruppe kennt, ist das Erstellen von Text-, Bild- und Video-Assets kein Problem mehr. Diese Assets werden von den Responsiven Anzeigen in verschiedenen Kombinationen getestet, sodass für jeden User die ideale Kombination gefunden werden kann. Für etwas mehr Kontrolle über die Ausspielung könnt ihr Pins benutzten, solltet dies aber mit Vorsicht tun. Außerdem solltet ihr euch ca. alle zwei Wochen die Performance eurer Assets ansehen und die schwächsten Elemente austauschen.

Ihr wollt noch mehr Informationen aus erster Hand? Dann schaut euch diese Tutorials von Google an:

Chiara Kämpfe
Chiara kam 2019 als Werkstudentin zu lunapark, mittlerweile ist sie Trainee im Paid Ads Team. Während des Wirtschaftspsychologie-Studiums an der Hochschule Fresenius arbeitete sie unter anderem bei der Vierfreunde GmbH und war dort für die Facebook Kampagnen zuständig. Bei lunapark betreut sie neben Facebook- auch Display- und Search-Kampagnen.
    Share This