Was sind AMP Seiten?
Mit AMP Seiten kann der User eine, nennen wir es zur Veranschaulichung, abgespeckte Version einer Website, aufrufen. AMP Seiten basieren auf einem reduzierten HTML Code und eingeschränktem CSS (max. Größe 50 Kb). Außerdem werden AMP auf asynchronem JavaScript ausgeführt. Die Inhalte einer Seite werden damit sofort geladen, ohne, dass sie auf externe Skripte warten müssen. Falls der Einsatz von Drittanbietern notwendig ist, werden diese über iFrames eingebunden und nach dem Seitenaufbau geladen. Die Webpage wird dadurch vier Mal schneller geladen. Ziel ist es, die Mobile Experience zu optimieren und den User so zu mehr Conversions zu verleiten. Doch nicht nur für den User bietet das spezielle Websiteformat viele Vorteile, auch Google kann AMP deutlich schneller rendern und Website Inhalte schneller erfassen. Google bevorzugt AMP sinnvollerweise in den SERPs, nicht zuletzt, weil AMP genau dafür gedacht war. Der User soll so schnell wie möglich Zugriff auf die Inhalte erhalten, die er gerade auf seinem Smartphone abrufen will. AMP sind deshalb vor allem für SEO von Bedeutung. Startet ihr die Google-Websuche von eurem Smartphone aus, wird euch schon in den Suchergebnissen angezeigt, bei welchen Seiten es sich um AMP handelt. Diese sind mit einem kleinen Blitzsymbol ausgezeichnet: Wenn ihr auf so ein Ergebnis klickt, gelangt ihr auf eine AMP, die von Google-Servern gehosted wird. Da sie dadurch unabhängig vom Server des eigentlichen Publishers ist, wird die Seite noch einmal schneller geladen. Dass ihr auf einer AMP unterwegs seid, könnt ihr in der Regel an der URL erkennen: https://www.google.com/amp/s/www.luna-park.de/blog/29329-keywordanalyse/amp/ Wichtig für das Tracking der AMP-Seiten ist, dass die AMP aus dem Google Cache geladen wird. Wenn der User von einer AMP auf einen Link klickt, um auf eine andere Unterseite zu navigieren, gelangt er von der Google Domain, auf der die einzelne Seite angezeigt wird, zurück zum eigentlichen Website-Betreiber. Für den Nutzer selbst ist dieser Schritt kaum bemerkbar. Für das Tracking ist es aber enorm wichtig, diesen Umstand zu berücksichtigen. Dazu gleich mehr.AMP Tracking
Natürlich möchten wir auch wissen, was auf den AMP-Seiten passiert und wie sich Nutzer auf der Website bewegen, die dort einsteigen. Glücklicherweise lassen sich mit Google Analytics (GA) und dem Google Tag Manager (GTM) auch AMP-Seiten tracken. Es gibt allerdings, wie angekündigt, ein paar Hürden.Einrichtung des Trackings mit dem Google Tag Manager
Für AMP richten wir zu allererst einen neuen GTM ein. Hier wählt ihr unter „Zielplattform“ AMP aus. (Hier erfahrt ihr, wie ihr grundsätzlich bei der Einrichtung eines GTM-Kontos vorgeht) Wie gehabt, müsst ihr das GTM Code Snippet auf der Website einbinden. Danach legt ihr euren Pageview Tag an, um AMP Aufrufe zu erfassen. Damit ihr in Google Analytics AMP Seiten von Web-Seiten unterscheiden könnt, bietet es sich an eine Custom Dimension (Benutzerdefinierte Dimension) auf Hitebene einzurichten. Custom Dimensions auf Hitebene lassen sich nämlich in Google Analytics neben eure Events bzw. den Seitenaufruf legen. Den Wert setzt ihr dafür einfach auf „AMP“. Der AMP GTM Container ist leider etwas eingeschränkt. Ihr werdet beim erstmaligen Einrichten von AMP Tracking im GTM schnell merken, dass ihr nicht so viele Möglichkeiten habt, wie im Web GTM Container. Ihr wollt eine JavaScript Variable einbinden? Da muss ich euch enttäuschen, denn im AMP GTM könnt ihr JavaScript nicht verwenden. Cookies setzen kann man leider ebenfalls nicht. Auch dataLayer Variablen können nicht ausgelesen werden. Stattdessen gibt es AMP Variablen, die ihr im GTM Code selbst vordefinieren müsst.| <amp-analytics config="https://www.googletagmanager.com/amp.json?id=Tag Manager-XXXXXX;Tag Manager.url=SOURCE_URL" data-credentials="include"> <script type="application/json"> { "vars": { "author": "M. Müller", "ressort": "Sport" } } </script> </amp-analytics> |
Cross-Domain Problematik
Damit ist das Tracking schon mal rudimentär eingerichtet und Seitenaufrufe werden erfasst. Allerdings gibt es bei AMP-Seiten eine Besonderheit, die ihr beim Tracking berücksichtigen müsst. Normalerweise kann Google Analytics alle Aktionen eines Nutzers anhand einer selbst erzeugten Client ID erkennen und sie eben diesem Nutzer zuordnen. Dies geschieht mit Hilfe eines Cookies, das dem Nutzer mitgegeben wird. Wenn der User auf eine Website gelangt, wird dort der sogenannte First-Party-Cookie (‚ga‘) gesetzt.Kleiner Exkurs: Unser Cookie wird immer auf der Root Domain, also dem höchstmöglichen Domain-Level gespeichert, damit User, die zuerst auf eine Subdomain navigieren beim Seitenwechsel keine neue Client ID zugewiesen bekommen. Von der Root Domain aus aber können alle Subdomains auf die zugewiesene Client ID zugreifen und vergeben deshalb auch keine neue an den User.
Cross-Domain Tracking mit AMP einrichten
Für Cross-Domain Tracking von AMP haben wir mittlerweile eine simple Lösung von Google:- Conversion Linker
- Verweisausschlussliste
Noch ein Hinweis zum Datenschutz
Wenn ihr die Google AMP Client ID API nutzt, müsst ihr in eurer Datenschutzerklärung darauf hinweisen. AMP Seiten können außerdem zum aktuellen Stand noch nicht ins Web+App Tracking von Google einlaufen.Da die AMP-Inhalte im Cache nicht automatisch aktualisiert werden, ist es notwendig den Google AMP Cache manuell zu updaten. Das geht über eine update-cache-Anfrage. Mehr dazu findet ihr hier












