LinkedIn Ads: Werbung auf LinkedIn erfolgreich schalten

von lunapark | Sep. 2, 2026 | Social Ads

LinkedIn Ads ermöglichen es Unternehmen, berufliche Zielgruppen mit bezahlten Anzeigen zu erreichen. Besonders im B2B-Marketing ist die Plattform interessant, weil sich Kampagnen anhand beruflicher Merkmale ausrichten und mit unterschiedlichen Kampagnenzielen und Anzeigenformaten verbinden lassen. In diesem Artikel erfahrt ihr, wie LinkedIn Ads funktionieren, wie ihr eine Kampagne erstellt, welche Anzeigenformate zur Verfügung stehen und worauf ihr bei Budget, Tracking und Optimierung achten solltet.

Was sind LinkedIn Ads?

LinkedIn Ads sind bezahlte Werbeanzeigen, die über den LinkedIn Campaign Manager erstellt und gesteuert werden. Unternehmen können damit beispielsweise ihre Bekanntheit erhöhen, Website-Besuche fördern, Interaktionen mit Inhalten erzielen, Leads generieren oder Bewerber erreichen.

Je nach Anzeigenformat erscheinen die Anzeigen unter anderem direkt im LinkedIn Feed, im Nachrichtenbereich oder an weiteren Anzeigenpositionen der Plattform. Zu den verfügbaren Formaten gehören beispielsweise Single Image Ads, Video Ads, Carousel Ads, Document Ads, Text Ads und Dynamic Ads.

Der wesentliche Unterschied zu organischen LinkedIn-Beiträgen liegt in der gezielten Ausspielung. Während ein organischer Beitrag zunächst Follower und bestehende Netzwerke erreicht, könnt ihr mit LinkedIn Ads zusätzliche definierte Zielgruppen ansprechen. Die Auslieferung lässt sich über Kampagnenziel, Zielgruppe, Budget und weitere Einstellungen steuern.

Damit ist LinkedIn nicht nur ein zusätzlicher Kanal für klassische Display-Werbung. Die Kombination aus beruflichen Profildaten, Unternehmensinformationen und vorhandenen Interaktionen macht die Plattform insbesondere für Unternehmen interessant, deren Zielgruppen sich über ihre berufliche Rolle gut beschreiben lassen.

Für wen lohnen sich LinkedIn Ads?

LinkedIn Ads sind besonders interessant, wenn ihr Personen in einem beruflichen Kontext erreichen möchtet. Das betrifft nicht nur Recruiting. Auch Unternehmen mit erklärungsbedürftigen Produkten oder Dienstleistungen können LinkedIn nutzen, um Fachkräfte, Entscheider oder bestimmte Unternehmen anzusprechen.

Die Stärke der Plattform liegt in den beruflichen Informationen ihrer Mitglieder. Zielgruppen lassen sich beispielsweise anhand von Unternehmen, Branchen, Tätigkeitsbereichen, Karrierestufen oder Kenntnissen aufbauen. Dadurch könnt ihr eure Kampagnen stärker an beruflichen Zuständigkeiten orientieren als auf Plattformen, bei denen private Interessen oder allgemeines Nutzungsverhalten im Vordergrund stehen.

Ein Softwareanbieter möchte beispielsweise nicht zwangsläufig möglichst viele Menschen erreichen. Entscheidend sind vielleicht IT-Verantwortliche aus Unternehmen einer bestimmten Größe. Eine Unternehmensberatung wiederum möchte Fach- und Führungskräfte erreichen, die sich mit einem konkreten Geschäftsthema beschäftigen.

LinkedIn Ads eignen sich deshalb besonders für:

  • B2B-Produkte und Dienstleistungen, bei denen berufliche Funktion oder Unternehmen relevant sind
  • Content- und Lead-Kampagnen, beispielsweise für Fachartikel, Webinare, Whitepaper oder Beratung
  • Recruiting, wenn qualifizierte Fachkräfte oder bestimmte Berufsgruppen angesprochen werden sollen
  • Account-Based Marketing, wenn definierte Unternehmen im Fokus stehen

Das bedeutet allerdings nicht, dass LinkedIn für jedes B2B-Unternehmen automatisch der richtige Werbekanal ist. Ist eure Zielgruppe auf der Plattform nur schwer zu beschreiben oder besitzt ein Abschluss nur einen sehr geringen wirtschaftlichen Wert, können die vergleichsweise hohen Kontaktkosten problematisch werden.

Ob sich LinkedIn Ads lohnen, solltet ihr deshalb nicht allein anhand des Klickpreises bewerten. Entscheidend ist, welchen Wert die erreichte Zielgruppe und eine daraus entstehende Conversion für euer Unternehmen besitzen.

So ist der LinkedIn Campaign Manager aufgebaut

Der LinkedIn Campaign Manager ist die zentrale Oberfläche für LinkedIn Werbung. Hier verwaltet ihr Werbekonten, Kampagnen, Zielgruppen, Anzeigen und Ergebnisse.

Die Oberfläche hat sich seit der ursprünglichen Veröffentlichung dieses Artikels mehrfach verändert. Deshalb ist es sinnvoller, die grundlegende Logik zu verstehen, als einzelne Menüpunkte oder Screenshots auswendig nachzuvollziehen.

Account und Kampagnengruppen

Das Werbekonto bildet die organisatorische Grundlage. Dort werden unter anderem Zugriffsrechte, Abrechnung und weitere übergreifende Einstellungen verwaltet.

Kampagnengruppen helfen anschließend dabei, mehrere Kampagnen strukturiert zusammenzufassen. Das kann beispielsweise nach Produktbereich, Markt, Zielsetzung oder Zeitraum erfolgen.

Gerade bei größeren Werbekonten solltet ihr früh eine nachvollziehbare Benennung etablieren. Eine Kampagne mit dem Namen „Test Kampagne 2 neu“ mag am Tag der Erstellung verständlich sein. Einige Monate später erschwert sie jedoch Reporting und Optimierung.

Eine klare Struktur könnte beispielsweise Markt, Ziel, Zielgruppe und Zeitraum enthalten. Entscheidend ist weniger eine bestimmte Namenskonvention als die Tatsache, dass sie konsequent verwendet wird.

Kampagnen und Anzeigen

Auf Kampagnenebene legt ihr die zentralen Einstellungen eurer LinkedIn-Kampagne fest. Dazu gehören insbesondere:

  • Kampagnenziel
  • Zielgruppe
  • Anzeigenformat
  • Budget und Laufzeit
  • Gebotsstrategie
  • Conversion-Messung

Auf Anzeigenebene entsteht anschließend das Werbemittel, das die Nutzer tatsächlich sehen. Dazu gehören je nach Format beispielsweise Bild oder Video, Anzeigentext, Überschrift, Call-to-Action und Zielseite.

Ein wichtiger Grundsatz dabei: Kampagnenstruktur und Anzeigen sollten sich aus eurem Ziel ergeben und nicht umgekehrt. Nur weil ihr beispielsweise bereits ein Video produziert habt, muss daraus nicht automatisch eine Video-Kampagne entstehen. Prüft zunächst, welche Aufgabe die Kampagne erfüllen soll und welches Format diese Aufgabe am besten unterstützt.

LinkedIn Ads erstellen: Die wichtigsten Schritte

Eine LinkedIn-Kampagne sollte nicht mit dem Anzeigenmotiv beginnen. Zunächst muss klar sein, welches Ziel ihr verfolgt, wen ihr erreichen möchtet und welche Handlung die Kampagne unterstützen soll. Daraus ergeben sich Zielgruppe, Anzeigenformat, Budget und Erfolgsmessung. Die genaue Reihenfolge der Einstellungen kann je nach Kampagnen-Setup variieren. Grundsätzlich solltet ihr beim Erstellen von LinkedIn Ads jedoch sechs zentrale Entscheidungen treffen: Kampagnenziel, Zielgruppe, Anzeigenformat, Budget und Laufzeit, Conversion-Messung sowie die abschließende Prüfung.

Schritt 1: Kampagnenziel auswählen

LinkedIn arbeitet mit zielbasierter Kampagnenerstellung. Das gewählte Marketingziel beeinflusst, auf welches Ergebnis die Kampagne ausgerichtet wird und welche Funktionen beziehungsweise Anzeigenformate zur Verfügung stehen.

Grundsätzlich lassen sich die Kampagnenziele den Bereichen Awareness, Consideration und Conversion zuordnen. Dazu gehören beispielsweise Brand Awareness, Website-Besuche, Engagement, Videoaufrufe, Lead-Generierung, Website-Conversions und Recruiting-Ziele.

Kampagnenziele im LinkedIn Campaign Manager auswählen

LinkedIn ordnet die verfügbaren Kampagnenziele den Bereichen Awareness, Consideration und Conversions zu.

Wählt das Ziel nicht allein danach aus, welches im Campaign Manager am attraktivsten klingt. Fragt euch zunächst, welche konkrete Handlung die Kampagne unterstützen soll.

Wenn ihr ein neues Fachthema bekannt machen möchtet, kann ein Awareness- oder Video-Ziel passend sein. Möchtet ihr dagegen qualifizierte Anfragen erhalten, sollte die Kampagne auch auf ein entsprechendes Conversion-Ziel ausgerichtet und die gewünschte Handlung sauber gemessen werden.

Schritt 2: Zielgruppe definieren

Anschließend legt ihr fest, welche Personen eure Anzeigen erreichen sollen. LinkedIn bietet dafür berufliche Zielgruppenattribute sowie Matched Audiences, Predictive Audiences und automatisierte Targeting-Möglichkeiten.

Berufliche Kriterien sind einer der größten Unterschiede zu vielen anderen Werbeplattformen. Ihr könnt beispielsweise Unternehmen, Branche, Tätigkeitsbereich, Karrierestufe oder Kenntnisse berücksichtigen.

Wie ihr Zielgruppenattribute kombiniert, Matched Audiences einsetzt und eure Zielgruppengröße sinnvoll beurteilt, erklären wir ausführlich in unserem Artikel zum LinkedIn Targeting.

Tipp: Startet nicht mit möglichst vielen Targeting-Kriterien gleichzeitig. Wählt zunächst die Merkmale, die eure Zielgruppe wirklich unterscheiden, und prüft anschließend Reichweite und Performance. Zu detailliertes Targeting kann die Auslieferung unnötig einschränken.

Schritt 3: Anzeigenformat auswählen

Das Anzeigenformat sollte zu Kampagnenziel, Botschaft und Inhalt passen.

Anzeigenformat im LinkedIn Campaign Manager auswählen

Welche Anzeigenformate im LinkedIn Campaign Manager zur Auswahl stehen, hängt unter anderem vom gewählten Kampagnenziel ab.

Ein Video eignet sich beispielsweise, wenn ein Thema erklärt werden muss oder eine persönliche Ansprache wichtig ist. Ein Document Ad kann sinnvoll sein, wenn ihr einen Leitfaden, eine Präsentation oder andere Fachinformationen direkt auf LinkedIn zugänglich machen möchtet. Ein Single Image Ad eignet sich dagegen für eine schnell verständliche Botschaft mit klarer visueller Unterstützung.

Viele Formate können mehrere Aufgaben innerhalb des Funnels übernehmen. Deshalb gibt es keine starre Regel nach dem Muster „Video für Awareness, Bild für Conversion“.

Stellt euch stattdessen drei Fragen: Was soll die Zielgruppe verstehen? Wie viel Erklärung benötigt sie? Und welche Handlung soll danach folgen?

Schritt 4: Budget, Gebot und Laufzeit festlegen

Im nächsten Schritt legt ihr Budget, Laufzeit und Gebotsstrategie fest. Je nach Kampagnen-Setup erfolgen diese Einstellungen auf Kampagnen- oder Anzeigengruppen-Ebene.

Bei der Planung solltet ihr Zielgruppengröße, Laufzeit und Budget immer gemeinsam betrachten. Eine sehr kleine spezialisierte B2B-Zielgruppe lässt sich nicht beliebig skalieren. Eine große Zielgruppe benötigt wiederum ausreichend Budget, damit überhaupt genügend Personen erreicht und Daten gesammelt werden können.

Budget, Zeitplan und prognostizierte Ergebnisse im LinkedIn Campaign Manager

Beispiel für die Festlegung von Budget und Laufzeit im LinkedIn Campaign Manager. Die prognostizierten Ergebnisse geben eine Orientierung zur möglichen Auslieferung.

Auch die Lernphase einer Kampagne spielt eine Rolle. Wird das Budget ständig verändert oder werden Zielgruppen und Creatives nach wenigen Tagen grundlegend umgebaut, entstehen nur schwer belastbare Vergleichswerte.

Pauschale Aussagen wie „LinkedIn benötigt immer X Euro pro Tag“ sind deshalb wenig hilfreich. Die erforderliche Investition hängt stark von Markt, Zielgruppe, Kampagnenziel und Wettbewerb ab.

Schritt 5: Conversion-Tracking einrichten

Vor dem Start einer Performance-Kampagne sollte klar sein, welche Handlung als Erfolg gemessen wird.

Das können beispielsweise Kontaktanfragen, Registrierungen, Downloads, Bewerbungen oder Käufe sein. Für die Messung von Website-Aktionen stehen unter anderem der LinkedIn Insight Tag und die Conversions API zur Verfügung.

Gerade bei B2B-Kampagnen ist neben der Conversion selbst auch die spätere Lead-Qualität relevant. Ein Lead ist nicht automatisch wertvoll, nur weil ein Formular abgeschickt wurde. Entscheidend ist, ob der Kontakt grundsätzlich zu eurem Angebot passt.

Tipp: Messt nicht jede Interaktion als gleichwertige Conversion. Entscheidend sind Signale, die tatsächlich etwas über Interesse oder Geschäftserfolg aussagen.

Schritt 6: Kampagne prüfen und starten

Vor dem Start solltet ihr die wichtigsten Einstellungen noch einmal im Zusammenhang betrachten:

  • Passt das Kampagnenziel zur gewünschten Handlung?
  • Entspricht die Zielgruppe dem tatsächlichen Markt?
  • Passen Anzeige und Landingpage zusammen?
  • Ist das Conversion-Tracking eingerichtet?
  • Sind Budget und Laufzeit realistisch?

Prüft außerdem die Darstellung der Anzeigen auf verschiedenen Geräten. Gerade im Feed entscheidet häufig der erste Eindruck darüber, ob eine Person überhaupt weiterliest.

Nach dem Start braucht eine Kampagne genügend Daten, bevor ihr größere Schlussfolgerungen zieht. Gleichzeitig solltet ihr technische Probleme wie fehlerhaftes Tracking oder nicht erreichbare Zielseiten natürlich sofort korrigieren.

Welche Kampagnenziele gibt es bei LinkedIn Ads?

LinkedIn strukturiert seine Kampagnenziele entlang unterschiedlicher Marketingaufgaben:

  • Awareness: Brand Awareness
  • Consideration: Website-Besuche, Engagement und Videoaufrufe
  • Conversion: Lead-Generierung, Website-Conversions und Recruiting-Ziele

Diese Einteilung erleichtert das Kampagnen-Setup, bildet eine reale Customer Journey aber nur vereinfacht ab. Nutzer wechseln nicht automatisch nach einer einzelnen Anzeige von Awareness zu Consideration und anschließend zur Conversion.

Eine Person kann beispielsweise einen Fachbeitrag sehen, einige Wochen später ein Video ansehen und erst danach über eine weitere Anzeige auf der Website landen. Andere Nutzer kennen eure Marke bereits und steigen direkt später in den Prozess ein.

Deshalb sollte die technische Auswahl des Kampagnenziels immer in einen größeren Zusammenhang gestellt werden: Welche Rolle übernimmt diese Kampagne innerhalb unseres Marketingprozesses?

Wie unterschiedliche LinkedIn Ads entlang von Awareness, Consideration und Conversion zusammenspielen und welche Rolle Retargeting dabei übernimmt, zeigen wir ausführlich in unserem Artikel zu LinkedIn Ads entlang der B2B Customer Journey.

Welche LinkedIn-Anzeigenformate gibt es?

LinkedIn bietet unterschiedliche Anzeigenformate für verschiedene Inhalte und Kampagnenziele. Statt ein Format allein nach technischen Spezifikationen auszuwählen, solltet ihr überlegen, wie viel Erklärung euer Inhalt benötigt und wie Nutzer damit interagieren sollen.

Übersicht wichtiger Anzeigenformate für LinkedIn Ads

LinkedIn bietet unterschiedliche Anzeigenformate für verschiedene Inhalte und Kampagnenziele.

Single Image Ads

Single Image Ads bestehen aus einem einzelnen Bild mit begleitendem Text und erscheinen direkt im LinkedIn Feed.

Sie gehören zu den flexibelsten Formaten und können für Markenkommunikation, Content-Promotion, Eventbewerbung oder Lead-Kampagnen eingesetzt werden. Ihre Stärke liegt darin, dass die Kernaussage schnell erfassbar ist.

Das Motiv sollte den Anzeigentext unterstützen und nicht versuchen, sämtliche Informationen selbst abzubilden. Besonders bei mobilen Nutzern muss innerhalb kurzer Zeit erkennbar sein, worum es geht.

Video Ads

Video Ads eignen sich, wenn ein Thema von Bewegung, Erklärung oder persönlicher Ansprache profitiert. Mögliche Inhalte sind beispielsweise Expertenstatements, kurze Tutorials, Produktdemonstrationen oder Ausschnitte aus Webinaren.

Bei LinkedIn konkurriert ein Video jedoch genauso wie andere Beiträge um Aufmerksamkeit im Feed. Die wichtigsten Informationen sollten deshalb nicht erst nach einer langen Einleitung erscheinen.

Gerade bei B2B-Themen kann ein kurzes, präzises Video wirkungsvoller sein als eine aufwendig produzierte Imagefilm-Logik.

Carousel Ads

Carousel Ads kombinieren mehrere Karten innerhalb einer Anzeige. Dadurch können mehrere Aspekte eines Themas nacheinander dargestellt werden.

Das eignet sich beispielsweise für Prozessschritte, mehrere Produktvorteile, verschiedene Leistungen oder eine kleine Story innerhalb einer Anzeige.

Die einzelnen Karten sollten dabei einen nachvollziehbaren Zusammenhang besitzen. Werden lediglich mehrere unabhängige Motive nebeneinander gestellt, entsteht kaum zusätzlicher Mehrwert gegenüber mehreren einzelnen Anzeigen.

Document Ads

Mit Document Ads können Dokumente direkt im LinkedIn Feed bereitgestellt werden. Das macht das Format besonders für B2B-Inhalte wie Leitfäden, Checklisten, Reports oder Präsentationen interessant.

Nutzer können bereits auf LinkedIn einen Eindruck vom Inhalt erhalten. Dadurch sinkt die Hürde gegenüber einem sofortigen Wechsel auf eine externe Landingpage.

Document Ads können deshalb besonders interessant sein, wenn ihr Fachwissen vermitteln und gleichzeitig Interesse an weiterführenden Angeboten aufbauen möchtet.

Thought Leader Ads

Mit Thought Leader Ads können Unternehmen geeignete organische Beiträge von LinkedIn-Mitgliedern zusätzlich bewerben.

Der Vorteil liegt darin, dass der Inhalt weiterhin sichtbar einer Person und nicht ausschließlich einer Unternehmensseite zugeordnet ist. Das kann bei Fachthemen hilfreich sein, bei denen Expertise, persönliche Erfahrung oder eine klare fachliche Position wichtig sind.

Im Campaign Manager erscheinen Thought Leader Ads bei der Auswahl des Anzeigenformats nicht zwingend als eigene Option. Stattdessen wählt ihr zunächst ein unterstütztes Anzeigenformat, beispielsweise Single Image, Video, Event oder Article/Newsletter, und könnt anschließend einen geeigneten Beitrag als Thought Leader Ad bewerben.

Das Format sollte allerdings nicht lediglich dazu dienen, beliebige Mitarbeiterbeiträge mit Budget zu versehen. Der beworbene Inhalt muss auch ohne Paid-Unterstützung fachlich relevant und glaubwürdig sein.

Weitere Anzeigenformate

Je nach Kampagnenziel stehen weitere Formate wie Text Ads, Spotlight Ads, Event Ads, Single Job Ads sowie Sponsored Messaging zur Verfügung.

Nicht jedes Anzeigenformat ist für jedes Kampagnenziel verfügbar. Außerdem können sich technische Anforderungen, Zeichenlimits und Spezifikationen ändern.

Statt solche Werte dauerhaft in einem Blogartikel festzuschreiben, empfehlen wir deshalb, die aktuellen technischen Anforderungen unmittelbar vor der Erstellung zu prüfen. In der LinkedIn Marketing Solutions Hilfe findet ihr aktuelle Informationen zu Anzeigen, Targeting, Geboten, Optimierung und der Verwaltung von Kampagnen.

Was kosten LinkedIn Ads?

Für LinkedIn Ads gibt es keinen allgemeingültigen Klickpreis oder festen Preis pro Lead. Die tatsächlichen Kosten hängen unter anderem von Wettbewerb, Zielgruppe, Kampagnenziel, Gebotsstrategie und Anzeigenperformance ab.

Gerade im B2B kann LinkedIn zunächst teurer wirken als andere Werbeplattformen. Ein isolierter Vergleich des CPC sagt jedoch wenig darüber aus, ob die Kampagne wirtschaftlich sinnvoll ist.

Ein Klick für fünf Euro kann teuer sein, wenn daraus kaum relevante Kontakte entstehen. Derselbe Klickpreis kann bei einem Produkt oder einer Dienstleistung mit hohem Auftragswert problemlos vertretbar sein.

Für Lead-Kampagnen sollte deshalb nicht nur der Cost per Lead betrachtet werden. Entscheidend sind beispielsweise:

Werden die richtigen Unternehmen erreicht? Passen die Rollen der Leads? Werden aus den Anfragen tatsächlich Verkaufschancen?

Damit rückt neben dem CPL zunehmend die Lead-Qualität in den Mittelpunkt.

Auch Zielgruppengröße und Wettbewerb beeinflussen die Kosten. Besonders attraktive Entscheider-Zielgruppen können stärker umkämpft sein. Umgekehrt kann eine sehr kleine Audience die Auslieferung begrenzen und dazu führen, dass dieselben Personen sehr häufig erreicht werden.

Plant euer LinkedIn-Budget deshalb ausgehend von Ziel, Marktgröße und wirtschaftlichem Wert einer Conversion und nicht anhand allgemeiner CPC-Benchmarks.

LinkedIn Ads messen und optimieren

Welche Kennzahlen wichtig sind, hängt vom Kampagnenziel ab. Bei Awareness können beispielsweise Reichweite und Videoaufrufe relevant sein. Bei Traffic-Kampagnen stehen Website-Besuche stärker im Fokus. Bei Lead- und Conversion-Kampagnen solltet ihr insbesondere Conversions, Conversion Rate, Kosten pro Conversion und Lead-Qualität betrachten.

Wichtig ist, dass ihr die Kennzahlen nicht unabhängig voneinander bewertet. Eine hohe Klickrate ist positiv, wenn anschließend relevante Nutzer auf der Website landen. Sie hilft euch wenig, wenn die Anzeigen zwar neugierig machen, aber keine passenden Interessenten erreichen.

Ähnliches gilt für einen niedrigen CPL. Wenn viele Leads entstehen, von denen ein großer Teil später vom Vertrieb als ungeeignet eingestuft wird, optimiert die Kampagne möglicherweise auf Menge statt auf Qualität.

Für Website-Aktionen kann der LinkedIn Insight Tag eingesetzt werden. Die Conversions API ermöglicht zusätzlich die Übertragung serverseitiger Daten.

Bei längeren B2B-Verkaufsprozessen lohnt sich außerdem der Blick über die unmittelbare LinkedIn-Conversion hinaus. Informationen aus CRM und Vertrieb können zeigen, welche Kampagnen tatsächlich relevante Geschäftschancen erzeugen.

Optimiert deshalb nicht jede Kennzahl gleichzeitig. Definiert vor Kampagnenstart, welches Ergebnis für die jeweilige Kampagne entscheidend ist, und bewertet Änderungen daran, ob sie dieses Ergebnis verbessern.

Tipps für erfolgreiche LinkedIn Ads

Eine technisch korrekt eingerichtete Kampagne ist noch keine erfolgreiche Kampagne. Gute Ergebnisse entstehen aus dem Zusammenspiel von Zielgruppe, Angebot, Anzeigenbotschaft, Landingpage und Messung.

Besonders wichtig sind aus unserer Sicht:

  • Nicht unnötig übersegmentieren: Wählt die Merkmale, die eure Zielgruppe wirklich unterscheiden.
  • Botschaften und Creatives testen: Unterschiedliche Argumente und Formate können innerhalb derselben Audience deutlich unterschiedlich funktionieren.
  • Die richtige Conversion messen: Optimiert auf Signale, die tatsächlich mit eurem Geschäftsziel zusammenhängen.
  • Lead-Qualität berücksichtigen: Im B2B ist nicht nur entscheidend, wie viele Leads entstehen, sondern ob daraus relevante Geschäftschancen werden.

Verändert außerdem nicht alle Komponenten gleichzeitig. Wenn Zielgruppe, Anzeigenmotiv, Angebot und Landingpage parallel ausgetauscht werden, lässt sich anschließend kaum erkennen, was die Performance verbessert oder verschlechtert hat.

Formuliert besser konkrete Hypothesen. Beispielsweise: Reagieren Marketingverantwortliche stärker auf ein Praxisbeispiel als auf eine allgemeine Produktbotschaft? Oder: Funktioniert ein Document Ad für einen Fachleitfaden besser als ein klassischer Single Image Ad?

So entsteht aus der Kampagnenoptimierung ein strukturierter Lernprozess statt einer Reihe einzelner Änderungen.

Wenn ihr LinkedIn Ads strategisch planen, messen und kontinuierlich optimieren möchtet, findet ihr weitere Informationen zu unserem LinkedIn Kampagnenmanagement.

Fazit: LinkedIn Ads als B2B-Werbekanal

LinkedIn Ads ermöglichen Unternehmen, Werbung in einem beruflichen Umfeld gezielt auszuspielen. Die Plattform verbindet berufliche Zielgruppendaten mit unterschiedlichen Kampagnenzielen, Anzeigenformaten und Messmöglichkeiten.

Ihre Stärke liegt insbesondere dort, wo berufliche Rolle, Unternehmen oder Fachgebiet für die Kaufentscheidung relevant sind. LinkedIn Ads sind allerdings kein Selbstläufer. Für erfolgreiche Kampagnen müssen Kampagnenziel, Zielgruppe, Anzeigenformat, Botschaft und Conversion-Messung zusammenpassen.

Wer diese Grundlagen sauber aufsetzt, Kampagnen ausreichend Daten sammeln lässt und anschließend anhand relevanter Geschäftsergebnisse optimiert, schafft eine belastbare Grundlage für LinkedIn Werbung.

Häufige Fragen zu LinkedIn Ads

Was sind LinkedIn Ads?

LinkedIn Ads sind bezahlte Werbeanzeigen, die über den LinkedIn Campaign Manager erstellt und gesteuert werden. Unternehmen können damit definierte berufliche Zielgruppen erreichen und beispielsweise Bekanntheit aufbauen, Website-Besuche fördern, Leads generieren oder Bewerber ansprechen.

Wie schaltet man Werbung auf LinkedIn?

Im LinkedIn Campaign Manager legt ihr zunächst Kampagnenziel, Zielgruppe, Anzeigenformat und Budget fest. Anschließend erstellt ihr eure Anzeigen, richtet bei Bedarf Conversion Tracking ein und startet die Kampagne. Nach dem Start sollte die Performance anhand der zuvor definierten Ziele ausgewertet werden.

Welche Anzeigenformate gibt es bei LinkedIn?

Zu den Formaten gehören unter anderem Single Image Ads, Video Ads, Carousel Ads, Document Ads, Thought Leader Ads, Text Ads, Dynamic Ads und Sponsored Messaging. Welche Formate verfügbar sind, hängt teilweise vom gewählten Kampagnenziel ab.

Was kosten LinkedIn Ads?

Die Kosten hängen unter anderem von Zielgruppe, Wettbewerb, Kampagnenziel, Gebotsstrategie und Anzeigenperformance ab. Eine pauschale Aussage zu Klick- oder Lead-Kosten ist deshalb wenig sinnvoll. Gerade im B2B sollte zusätzlich berücksichtigt werden, welchen wirtschaftlichen Wert ein qualifizierter Lead besitzt.

Eignen sich LinkedIn Ads nur für B2B?

Nein. LinkedIn Ads können beispielsweise auch für Recruiting und andere beruflich relevante Angebote eingesetzt werden. Besonders stark ist die Plattform jedoch im B2B, weil Zielgruppen anhand beruflicher Merkmale und Unternehmensinformationen definiert werden können.

Wie lässt sich der Erfolg von LinkedIn Ads messen?

Der LinkedIn Campaign Manager stellt Kennzahlen für Auslieferung, Interaktionen und Conversions bereit. Website-Conversions können unter anderem über den LinkedIn Insight Tag erfasst werden. Welche Kennzahlen entscheidend sind, hängt vom Kampagnenziel ab. Bei B2B-Kampagnen sollte neben den direkten Conversions auch die Qualität der gewonnenen Leads berücksichtigt werden.

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