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LinkedIn-Kampagne erstellen
Zuerst müsst ihr zum Kampagnen-Manager von LinkedIn gehen und dort in eurem Account eine Kampagnengruppe erstellen. Dort hinterlegt ihr den Namen der Kampagnengruppe, das Budget und die Laufzeit. Im Nächsten Schritt erstellt ihr eine Kampagne. Zuerst wählt das für euch relevanteste Ziel für die Kampagne aus. Sobald ihr euer Ziel habt, erscheinen alle weiteren Optionen, die ihr für eure Kampagne festlegen könnt.Zielgruppen definieren
Als Erstes könnt ihr euch entscheiden zwischen bereits von euch „Gespeicherten Zielgruppen“ oder vordefinierten „LinkedIn Zielgruppen“. Diese könnt ihr zur Inspiration durchaus verwenden. Beispiele sind:- Mitglieder mit Bachelor-Abschluss
- Fachwissen im Bereich Biotechnologie
- Mitarbeiter von Personalabteilungen
- Kundendienstexperten
- Entscheider im Finanzbereich
- Event-Planer
- Neu auf dem Arbeitsmarkt
Tipp: Achtet später beim Speichern eurer Zielgruppen auf eine klare Benennung. Wenn ihr mehrere Accounts verwaltet, ist dies nötig, da ihr eine persönliche Bibliothek angelegt, nicht accountgebundene Zielgruppen und von allen Accounts auf darauf Zugriff habt. Erstellt ihr für Kunde A und B jeweils Zielgruppen und nennt diese nur „Interesse“, könnt ihr später nicht mehr anhand des Titels sehen, welchen Inhalt die Zielgruppe hat.
Standort
Egal für welche Möglichkeit ihr euch entscheidet, den Standort müsst ihr in beiden Fällen einstellen. Ihr habt dabei folgende Optionen:- Städte
- Bundesländer
- Länder
- Länderverbunde (z.B. Europäischer Wirtschaftsraum)
- Kontinente
Sprache
Bei den Spracheinstellungen von LinkedIn wird es etwas kompliziert. Hier gibt es einen Unterschied bei den Auswirkungen zwischen Sponsored Content und Messaging Anzeigen. Bei beiden gilt, ihr könnt nur eine Sprache auswählen. Sponsored Content Hierzu gehören die Anzeigenformate Bild, Video, Carousel, Spotlight und Textanzeigen. In diesem Fall sind alle Anzeigenformate gemeint, bis auf Messaging Anzeigen. Habt ihr euren Standort ausgewählt, ist die Nationalsprache automatisch im Targeting enthalten. Wenn ihr dann bei der Sprache eine andere als die Landessprache wähl, werden Personen mit einem Profil in der zweiten Sprache ebenfalls angesprochen. Das kann sehr nützlich sein, da viele User in Deutschland ihr Profil aus verschiedenen Gründen auf Englisch angelegt haben. Hier ein Beispiel: 1. Branche-Medizintechnik in Deutschland mit Profil auf Deutsch = 81.000 Personen In diesem ersten Fall werden nur Personen angesprochen, die ihr Profil auf Deutsch eingestellt haben. 2. Branche-Medizintechnik in Deutschland mit Profil auf Englisch = 100.000 Personen Im 2. Fall werden alle Personen angesprochen, die ihr Profil auf Deutsch ODER Englisch haben. Dadurch ergibt sich meistens eine deutlich größere Zielgruppe. Messaging Anzeigen Die Messaging Anzeigen „Messaging Ad“ und „Conversation Ad“ von LinkedIn bilden leider eine Ausnahme. Da bei diesen Formaten Personen Nachrichten in ihr Postfach erhalten, ist hier die von euch eingestellte Profilsprache die Einzige, die targetiert wird. Recherchiert man online zum Thema „Spracheinstellung bei LinkedIn“, herrscht nicht wirklich Einigkeit bei diesem Thema und deshalb haben wir uns diese Informationen direkt von der Quelle bestätigen lassen.Wer ist die Zielgruppe?
Nachdem ihr euren Standort und die Sprache definiert habt, könnt ihr jetzt detaillierte Targeting-Kriterien auswählen. Bei LinkedIn werden zwei übergeordnete Kategorien unterschieden. Die erste Kategorie wird von LinkedIn als „Zielgruppe“ im deutschen tituliert. Hier findet ihr alle Zielgruppenlisten, die ihr zum Beispiel mit Hilfe des Insight Tags erstellt habt. Die zweite Kategorie sind die „Zielgruppenattribute“. Hier werden von LinkedIn bereitgestellte Attribute ausgewählt und alle Personen auf LinkedIn werden zu bestimmten Attributen zugeordnet.Zielgruppen-Kategorien
Innerhalb dieser Kategorie unterscheidet LinkedIn zwischen:- Andere
- Drittanbieter
- Liste hochladen
- Lookalike
- Retargeting
- Listen hochladen
- Ihr könnt Listen mit Unternehmen oder Kontakten hochladen. Bei einer Unternehmensliste gilt ein Minimum von 1.000 bis maximal 300.000 Unternehmen. Kontaktlisten könnt ihr ab 10.000 Kontakten erstellen. Mehr erfahrt ihr hier.
- LinkedIn Event Targeting
- Habt ihr zuvor ein Event bei LinkedIn eingerichtet, könnt ihr alle Personen, die auf „teilnehmen“ gedrückt haben, in einer Liste sammeln.
- Lead Gen Form
- Wenn ihr eine Kampagne mit dem Ziel „Lead-Generierung“ erstellt habt, hinterlegt ihr bei den Anzeigen Leadformulare. Die Interaktion mit diesem Lead-Formular können dann in einer Liste zusammengefasst werden
- Unternehmensseite
- Ebenfalls ohne Pixel könnt ihr alle Personen zusammenfassen, die eure Unternehmensseite bei LinkedIn besucht haben oder auf einen CTA-Button geklickt haben
- Video
- Wenn ihr keinen Insight Tag einbauen könnt, ist das Retargeting von Video-Ads eine super Möglichkeit, um eure Zielgruppe erneut anzusprechen. Ihr habt hier die Auswahl, ob die Zielgruppe alle Personen beinhalten soll, die ein oder mehrere Videos mindestens zu 25%, 50%, 75% oder 97% angesehen haben.
- Lookalikes
- Lookalikes sind Zielgruppen, die bei Google zum Beispiel „Ähnliche Zielgruppen“ heißen. Hier hat man eine „Core Audience“, also eine Kernzielgruppe, und lässt das System selbständig Personen suchen, die ähnliche Merkmale wie die Kernzielgruppe aufweisen. Als Kernzielgruppe können fast alle von euch erstellen Listen bei den „Matched Audiences“ dienen (sofern diese mindestens 300 Mitglieder beinhalten).
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- Lookalike Zielgruppen können bis zu 15-mal größer sein als die Core Audience. Leider hat man hier nicht wie bei Facebook die Möglichkeit einzustellen, wie ähnlich die Lookalikes zu der Kernzielgruppe sein sollen. Bei Facebook kann man dies über einen prozentualen Regler steuern.
- Retargeting von Website Besucher
- Leider habt ihr zurzeit nur die Möglichkeit, bestimmte URLs auf eurer Domain zusammenzuschließen.
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- Ist eure URL Struktur eindeutig aufgebaut, könnt ihr hier mehrere Unterseiten zusammenschließen, indem ihr die Einstellung „beginnt mit“ verwendet.
- Ihr könnt keine Listen erstellen mit Personen, die eine bestimmte Handlung / Conversion ausgeführt haben. Wir sind uns aber sicher, dass auch das irgendwann möglich sein wird.
- Lookalike
- Von diesen Website-Besuchern könnt ihr dann wiederum Lookalike Zielgruppen erstellen.
Zielgruppenattribute
Abgesehen von den datenbasierten Zielgruppen, könnt ihr euch auch an einer Vielzahl von Interessen, demografischen Merkmalen und weiteren Attributen bedienen. Unterteilt werden diese in folgende Bereiche:- Unternehmen
- Demografische Daten
- Ausbildung
- Berufserfahrung
- Interessen und Merkmale
Unternehmen
In diesem Bereich könnt ihr Personen auswählen, die in bestimmten Unternehmen arbeiten. Ihr müsst aber nicht alle Unternehmen händisch mit dem Namen eintragen, sondern habt noch viele weitere Möglichkeiten. Branchen Jedes Unternehmen, dass auf LinkedIn vertreten ist, wird bestimmten Branchen zugeordnet. Diese Branchenliste ist sehr vielfältig, wenn auch nicht immer zu 100% akkurat. Damit ihr auf einen Blick eine Übersicht zu den verschiedenen Branchen habt, haben wir diese für euch in einemkostenlosen Dokument zusammengefasst: Branchenübersicht_LinkedIn. Es gibt immer eine übergeordnete Branche und dann noch Subbranchen dazu. Zum Beispiel:- Ausbildung
- Bildungsmanagement
- Hochschulwesen
- Fertigung
- Automobil
- Chemie
- Eisenbahnbau
Tipp: Schaut euch ggf. die LinkedIn-Seiten von Unternehmen passend zu eurer Zielgruppe an und seht dort nach, zu welcher Branche sie sich hinzugefügt haben. Dadurch erhaltet ihr eine erste Klassifizierung.
Tipp: Ihr könnt bis zu 200 verschiedene Unternehmen, Organisationen oder NGOs auswählen. Bei noch größeren Listen empfiehlt es sich jedoch, eine Liste über die „Matched Audiences“ hochzuladen.
- Ein-Personen-Unternehmen
- 2-10 Beschäftigte
- 11-50 Beschäftigte
- 51-200 Beschäftigte
- 201-500 Beschäftigte
- 501-1.000 Beschäftigte
- 001.-5.000 Beschäftigte
- 001-10.000 Beschäftigte
- 001+ Beschäftigte
Tipp: Wenn ihr ein Produkt anbietet, dass sich auf kleine oder mittelständische Unternehmen spezialisiert hat, könnt ihr die großen Größen auch sehr gut ausschließen, statt nur die kleinen einzuschließen. So werden auch alle Nutzer eingeschlossen, deren Unternehmen noch nicht auf LinkedIn sind.
- Schrumpfende Unternehmen
- Unternehmenswachstum von 0 bis 3%
- Unternehmenswachstum von 3 bis 10%
- Unternehmenswachstum von 10 bis 20%
- Unternehmenswachstum von mehr als 20%
Demografische Daten
Hier habt ihr die Auswahl zwischen Geschlecht und einer Altersschätzung der Mitglieder. Allerdings solltet ihr diese Funktion nur mit Vorsicht verwenden. Das Alter ist nur eine Schätzung von LinkedIn und das Geschlecht der Mitglieder wird „anhand von Angaben auf dem Profil“ bestimmt. Solltet ihr außerdem Personal-, Immobilien-, Ausbildungs- oder Kreditanzeigen schalten wollen, dürft ihr vom Gesetzgeber her diese Funktionen nicht nutzen. So soll Diskriminierung vorgebeugt werden.Ausbildung
In diesem Abschnitt könnt ihr alle Personen auswählen, die einen bestimmten Bildungsabschluss erreicht haben, an einer von euch definierten Hoch- oder Berufsschule waren oder ein bestimmtes Studienfach studieren. Leider gibt es hier keine vorgefertigten Kategorien oder Zusammenschlüsse von LinkedIn, sodass ihr händisch auf die Suche gehen müsst.Tipp: Möchtet ihr alle Personen einer bestimmten Universität erreichen, stellt sicher, dass ihr auch alle dazugehörigen LinkedIn Seiten mit aufnehmt. Es gibt nicht nur eine Harvard University, sondern auch noch die Harvard Business School, Harvard Law und Harvard Medical Seiten.
Berufserfahrung
Die Berufserfahrung bietet euch wieder viele verschiedenen Möglichkeiten der Einstellungen. Wir nutzen diese sehr gerne und haben bisher sehr positive Erfahrungen gemacht. Jahre an Berufserfahrung Hier könnt ihr Personen auswählen, die zwischen ein bis über 12 Jahren Berufserfahrung haben. Wie sinnvoll dies ist oder ob nicht andere Optionen eher für euch geeignet sind, müsst ihr individuell entscheiden.Tipp: Einige nützliche Kombinationen mit „Jahren an Berufserfahrung“(JaB) könnten sein:
- JaB & Ausbildungsgrad = Gebildete Professionals, die evtl. Interesse an Weiterbildung haben
- JaB & Kenntnisse = Experten in bestimmten Bereichen
Tipp 1: Entscheidet ihr euch dazu diese Funktion zu nutzen, müsst ihr allerdings bedenken, dass ihr diese nicht über eine „UND“ Verknüpfung mit „Karrierestufen“ oder „Tätigkeitsbereichen“ verbinden könnt. Ihr könnt diese Merkmale also dann nicht nutzen, um eure Zielgruppe weiter einzugrenzen.
Tipp 2: Achtet darauf, dass eure Zielgruppen nicht zu klein werden. Gegebenenfalls könnt ihr eure Zielgruppe erweitern, indem ihr von „aktuellen“ Jobs auf „aktuell oder früher“ umstellt.
- Unbezahlt
- Praktikum/Lehre
- Berufseinsteiger:in
- Berufserfahren
- Manager:in
- Director
- Vice President
- Geschäftsführung
- Unternehmensinhaber:in
- Partner:in
- Bildungswesen
- Buchhaltung
- Einkauf
- Finance
- Forschung
- Gemeinnützige und Sozialdienste
- Geschäftsentwicklung
- Gesundheitsdienste
- Immobilien
- Informationstechnologie
- Ingenieurwesen
- Kunst und Design
- Marketing
- Medien und Kommunikation
- Militär- und Schutzdienste
- Operations
- Personalwesen
- Produktmanagement
- Programm- und Projektmanagement
- Qualitätssicherung
- Rechtswesen
- Support
- Unternehmensberatung
- Unternehmertum
- Vertrieb
- Verwaltung
Tipp: Kombiniert zum Beispiel den Tätigkeitsbereich mit der Karrierestufe, um so die Entscheider mit einer gewissen Expertise zu erreichen. Möchtet ihr die Entscheider im IT-Bereich erreichen, wählt als Tätigkeitsbereich „Informationstechnologie“ und „Ingenieurwesen“ aus in Kombination mit den höheren Karrierestufen wie Manager:in oder Director.
Interessen und Merkmale
Nun sind wir auch schon bei der letzten Kategorie der Zielgruppenattribute angekommen. Bei den Interessen und Merkmalen geht es eher um die persönlichen Vorlieben einzelner Personen als um deren berufliche Ausrichtung. Allerdings ist es fraglich, inwiefern die Mitglieder auf LinkedIn ihre privaten Interessen verfolgen. Immerhin handelt es sich hier um ein berufliches Netzwerk. Gruppen Bei LinkedIn haben die Nutzer die Möglichkeit Gruppen beizutreten. Kennt ihr also relevante Gruppen auf LinkedIn, könnt ihr die dazugehörigen Personen direkt bespielen. Auch hier solltet ihr über die Suchfunktion die von euch gewünschten Gruppen finden und interessante Vorschläge erhalten. Diese Auswahl der Gruppen ist ein großer Vorteil gegen über zum Beispiel Facebook, da dies dort nicht möglich ist.Tipp: Die größten Gruppen erscheinen auch immer ganz oben in der Liste. So könnt ihr euch gut orientieren und eine effektive Zielgruppengröße kreieren.
- Beruflicher Branchenwechsel
- Im Ausland lebend
- Jobsuchend
- Kürzlicher Jobwechsel
- Offen für Ausbildungsangebote
- Umzugsbereit
- Viele Beiträge
- Vielreisende
- Vor Kurzem befördert worden
- Vor Kurzem umgezogen
Tipp: Nutzen könnt ihr diese Zielgruppen ebenfalls für Ausschlusslisten. Zum Beispiel sind Jobangebote für Personen, die gerade einen neuen Job angetreten haben, eher uninteressant. Diese Zielgruppen sind von Natur aus schon sehr spezifisch. Daher braucht ihr unter Umständen keine weiteren Kriterien auswählen.
Prognostizierte Werte
Sobald ihr Einstellungen bei den Zielgruppen vornehmt, könnt ihr auf der rechten Seite oben „Prognostizierte Ergebnisse“ sehen. Da solltet ihr bei der Erstellung der Zielgruppen immer ein Auge draufhaben!Tipp: LinkedIn selber hat die Faustregel aufgestellt, dass ihr bei 50.000 Personen in der Zielgruppe ca. 100€ Tagesbudget verwendet werden sollten. Allerdings halten wir uns auch nicht immer an diese Vorgabe und konnten schon bei größeren Zielgruppen mit niedrigerem Budget Erfolge erzielen.
Tipp: Wenn ihr mal nicht genau wisst, wen ihr targetieren sollt, startet lieber etwas breiter aufgestellt. Ihr könnt dann später über das Reporting sehen, wen genau ihr erreicht habt und welche Personen innerhalb eurer Zielgruppe am besten performt haben.
Zielgruppenverknüpfungen
Wie schon erwähnt, könnt ihr bei LinkedIn eure Zielgruppen noch genauer definieren, indem ihr diese ein- bzw. ausgrenzt. Das könnt ihr über die entsprechenden Punkte machen: Wenn ihr „Eingrenzen“ verwendet, wird eure Zielgruppe über eine „AND“-Verknüpfung mit den neuen Einstellungen verbunden und so die Größe reduziert. Wenn ihr „Ausschließen“ anwählt, könnt ihr hingegen eine bestimmte Zielgruppe komplett ausschließen. Am Ende könnte sich euch dieses Bild zeigen:Tipp: Um später auswerten zu können, welche Zielgruppen am besten performt haben, solltet ihr separate Kampagnen mit einzigartigen Zielgruppen aufsetzen.































