Google Keyword Planer für Keyword-Recherchen nutzen

von Markus Vollmert | Juni 29, 2026 | SEO Tools, Google Ads, SEO

Wer eine Keyword-Recherche durchführt, kommt am Google Keyword Planer kaum vorbei. Er liefert direkt von Google Daten zum Suchvolumen, zur Wettbewerbsintensität und zu neuen Keyword-Ideen und bildet damit eine solide Grundlage für SEO und Google Ads. Ganz gleich, ob ihr neue Inhalte plant, bestehende Seiten optimieren möchtet oder eine Google Ads-Kampagne vorbereitet: Der Google Keyword Planer hilft euch dabei, Themen zu identifizieren und Suchbegriffe zu priorisieren.

Der Google Keyword Planer ist ein Tool innerhalb von Google Ads. Sein ursprünglicher Zweck besteht darin, passende Keywords für Suchkampagnen zu finden und deren Potenzial einzuschätzen. Gleichzeitig liefert er Daten, die sich hervorragend für die Suchmaschinenoptimierung nutzen lassen. 

Zu den wichtigsten Funktionen gehören: 

  • neue Keyword-Ideen recherchieren 
  • Suchvolumen analysieren 
  • saisonale Entwicklungen erkennen 
  • Wettbewerb einschätzen 
  • Klickpreise und Prognosen abrufen 
  • Keyword-Listen exportieren 

Besonders hilfreich beim SEO ist das Tool zusätzlich für: 

  • Content-Planung 
  • Keyword-Mapping 
  • Longtail-Keywords 
  • lokale Keyword-Recherchen 
  • Priorisierung neuer Inhalte 

Der große Vorteil gegenüber vielen anderen Keyword-Tools: Die Daten stammen direkt von Google. Deshalb bildet der Google Keyword Planer fast immer den idealen Ausgangspunkt einer Keyword-Recherche. Anschließend können Analysen mit weiteren SEO-Tools und einem Blick auf die Suchergebnisse verfeinert werden.

 

Kann man den Google Keyword Planer kostenlos nutzen?

Ja. Für die Nutzung benötigt ihr lediglich ein Google Ads-Konto. Der Google Keyword Planer lässt sich auch dann öffnen, wenn ihr keine Anzeigen schaltet. 

Allerdings gibt es einen wichtigen Unterschied: Ohne Werbeausgaben zeigt Google häufig nur Suchvolumen-Bereiche wie 100 bis 1.000 oder 1.000 bis 10.000 monatliche Suchanfragen an. Für eine grobe Einschätzung genügt das häufig. Wer jedoch ähnliche Keywords miteinander vergleichen oder eine fundierte Keyword-Analyse erstellen möchte, stößt mit diesen Bereichen schnell an Grenzen. 

Mit aktiven Google Ads-Kampagnen stellt Google deutlich detailliertere Suchvolumen bereit. Dadurch lassen sich Unterschiede zwischen ähnlichen Suchbegriffen wesentlich besser erkennen. 

Unser Tipp: Nutzt den Google Keyword Planer unabhängig davon, welche Werte euer Konto ausgibt. Für die Priorisierung einzelner Keywords lohnt sich anschließend der Abgleich mit weiteren Datenquellen wie der Google Search Console oder alternativen SEO-Tools.

 

So öffnet ihr den Google Keyword Planer

Den Google Keyword Planer findet ihr innerhalb von Google Ads unter: 

Werkzeuge → Planung → Keyword-Planer 

Google Keyword Planer in Google Ads

Dort stehen euch zwei Funktionen zur Verfügung: 

  • Neue Keywords entdecken 
  • Suchvolumen und Prognosen abrufen 
Die zwei Auswahlmöglichkeiten im Keywordplaner von Google

Für die meisten Keyword-Recherchen beginnt die Arbeit mit „Neue Keywords entdecken". Die zweite Funktion eignet sich vor allem dann, wenn bereits eine Keyword-Liste vorliegt und ihr Suchvolumen oder Prognosen analysieren möchtet.

 

Neue Keywords entdecken

Die Funktion „Neue Keywords entdecken" bildet den Einstieg in die Keyword-Recherche. Ihr gebt zunächst ein oder mehrere sogenannte Seed Keywords ein. Das sind allgemeine, kurze Begriffe mit hoher Relevanz zu eurem Seitenthema, die als Ausgangsbasis für die Keywordrecherche dienen. Ihr könnt eure Website auch direkt analysieren lassen. Anschließend schlägt Google passende Suchbegriffe vor und ergänzt diese um wichtige Kennzahlen.

Das Keyword „SEO Marketing“ und darauf basierende Vorschläge wie „SEO Agentur“

Neben dem durchschnittlichen monatlichen Suchvolumen findet ihr unter anderem Angaben zum Wettbewerb und zu den geschätzten Klickpreisen. Achtet hier wieder darauf: Wenn ihr keine aktiven Kampagnen habt, sind die Suchvolumina breitere Spannen.  

Zusätzlich könnt ihr die Ergebnisse gezielt eingrenzen: 

  • Sprache: Legt fest, für welche Sprache die Suchanfragen berücksichtigt werden. Das ist besonders bei internationalen Websites oder mehrsprachigen Projekten wichtig.  
  • Region: Begrenzt die Keyword-Recherche auf ein Land, eine Stadt oder eine bestimmte Region. So lassen sich Suchvolumen für lokale oder internationale Märkte gezielt analysieren.  
  • Zeitraum: Analysiert Suchvolumen über verschiedene Zeiträume und erkennt saisonale Entwicklungen oder Veränderungen der Nachfrage.  
  • Suchnetzwerk: Wählt zwischen der Google-Suche oder der Google-Suche inklusive Suchnetzwerkpartnern. Für SEO empfehlen wir in der Regel die Auswertung der Google-Suche, da sie die organischen Suchanfragen am besten abbildet. 

Wer beispielsweise Inhalte für den deutschsprachigen Markt plant, sollte ausschließlich Deutschland und die Google-Suche auswählen. Für lokale Unternehmen lohnt sich außerdem eine regionale Analyse, da sich Suchvolumen je nach Standort deutlich unterscheiden können. 

 

Beispiele für Keywords

Der Google Keyword Planer liefert euch zu einem Thema zahlreiche Keyword-Ideen. Welche Suchbegriffe relevant sind, hängt von eurer Zielgruppe, der Suchintention und eurem Angebot ab. Beispiele seht ihr in folgender Tabelle:

 

Beispiel-Keywords Zielgruppe Suchintention
SEO, SEO Agentur, Suchschinenoptimierung, SEO für Unternehmen Unternehmen, Website-Betreiber, Marketing-Verantwortliche Informational, Commercial
SEO Marketing, SEO Marketing Strategie, SEO Marketing Maßnahmen Marketing-Manager, Einsteiger, Entscheider Informational
Google Ads, Google Ads Agentur, Google Ads Werbung Unternehmen mit Werbebudget, Marketing-Verantwortliche Informational, Commercial
Content Marketing, Cotent Strategie, Content Marketing Beispiele Content-Manager, Redaktionen, Marketing-Teams Informational

Hinweis: Nicht immer ist das Keyword mit dem höchsten Suchvolumen die beste Wahl. Häufig liefern Longtail-Keywords wie „SEO Marketing Strategie“ oder „Google Ads Agentur Köln“ qualifizierteren Traffic und passen besser zur Suchintention der Nutzer. 

 

Keyword-Ideen richtig bewerten

Der Google Keyword Planer liefert häufig mehrere hundert Keyword-Vorschläge. In der Regel lassen sich Keywords gut anhand dieser vier Fragen bewerten: 

  • Wie hoch ist das Suchvolumen? 
  • Welche Suchintention steckt dahinter? 
  • Passt das Keyword zum Angebot? 
  • Lässt sich das Thema sinnvoll mit bestehenden Inhalten verbinden? 

Die Suchintention spielt dabei eine immer größere Rolle. Sie beschreibt, welche Information oder Handlung Nutzer mit einer Suchanfrage erwarten. Ein Keyword kann beispielsweise informativ, transaktional oder kommerziell sein. Wer Inhalte plant, sollte deshalb nicht nur auf das Suchvolumen achten, sondern auch prüfen, welche Ergebnisse Google bereits für den Suchbegriff ausspielt. Gerade im Kontext von AI Overviews und KI-Suchmaschinen gewinnt die Suchintention weiter an Bedeutung. KI-Systeme orientieren sich weniger an einzelnen Keywords, sondern daran, ob Inhalte die zugrunde liegende Fragestellung umfassend und verständlich beantworten. Das macht die Suchintention zu einem zentralen Faktor für SEO und GEO 

Ebenso wichtig ist der Blick auf saisonale Entwicklungen: Suchbegriffe wie Black Friday, Weihnachtsgeschenke oder Steuererklärung weisen jedes Jahr deutliche Nachfrage-Spitzen auf. Der Google Keyword Planer macht diese Entwicklungen sichtbar und hilft dabei, Inhalte rechtzeitig zu veröffentlichen.

Praxis-Tipp: Vergleicht niemals ausschließlich das Suchvolumen. Prüft immer zusätzlich die Suchergebnisse und die Suchintention. Zwei Keywords mit identischem Suchvolumen können völlig unterschiedliche Inhalte erfordern. 

 

Keyword-Ideen exportieren

Habt ihr eure Keyword-Recherche abgeschlossen, könnt ihr die Ergebnisse direkt aus dem Google Keyword Planer exportieren. Rechts oben findet ihr einen Download-Button. Der Download steht unter anderem als CSV-Datei oder für Google Tabellen zur Verfügung und enthält neben den Keyword-Ideen auch Kennzahlen wie das durchschnittliche monatliche Suchvolumen, den Wettbewerb und gegebenenfalls weitere Prognosedaten. 

Der Export erleichtert die anschließende Auswertung erheblich. So könnt ihr Keywords filtern, priorisieren oder mit Daten aus anderen Tools zusammenführen und die Ergebnisse im Team weiterbearbeiten. 

Keyword-Ideen aus dem Google Keyword Planer exportieren.

 

Keywords weiterverarbeiten

Die Exportfunktion des Google Keyword Planers eignet sich vor allem, um die Keyword-Liste außerhalb des Tools weiterzuentwickeln. So könnt ihr Keywords bereinigen, thematisch gruppieren und für eure SEO- oder Google Ads-Strategie priorisieren. Für SEO-Projekte bietet es sich anschließend an, die Themencluster in einem Keyword Mapping den passenden URLs zuzuordnen. Danach folgt die eigentliche Optimierung der Inhalte. Wie Keywords sinnvoll in HTML-Elementen wie Title, Überschriften oder Meta-Daten eingesetzt werden, zeigen wir in unserem Beitrag HTML für SEO. 

Nutzt ihr die recherchierten Keywords anschließend für Ads-Suchkampagnen, solltet ihr neben der Keyword-Auswahl auch das Conversion Tracking sauber einrichten. Nur so lässt sich später bewerten, welche Suchbegriffe tatsächlich zu Anfragen oder Verkäufen führen. 

Suchvolumen und Prognosen abrufen

Wenn bereits eine Keyword-Liste vorhanden ist, eignet sich die Funktion „Suchvolumen und Prognosen abrufen". 

Hier fügt ihr eure Keywords ein oder ladet eine Liste hoch. Der Google Keyword Planer erstellt daraufhin Prognosen zu Klicks, Impressionen und durchschnittlichen Klickpreisen. 

Für SEO ist vor allem die Ansicht der bisherigen Messwerte interessant. Sie zeigt, wie sich das Suchvolumen einzelner Keywords entwickelt und erleichtert den Vergleich ähnlicher Suchbegriffe. 

Keyword-Recherche mit dem Google Keyword Planer: Schritt für Schritt

Der Google Keyword Planer liefert viele Daten. Damit daraus eine sinnvolle Content-Strategie entsteht, empfiehlt sich ein klarer Workflow für die Keyword-Analyse: 

  1. Hauptthema definieren 
  2. Seed Keyword eingeben 
  3. Filter für Sprache, Region und Zeitraum setzen 
  4. Keyword-Ideen sammeln 
  5. Suchvolumen vergleichen 
  6. Suchintention prüfen 
  7. Longtail-Keywords identifizieren 
  8. Priorisieren 
  9. Hauptkeyword ableiten 
  10. Keywords zu Themenclustern zusammenfassen 
  11. Keywords in ein Mapping übertragen 
  12. Content erstellen oder optimieren 

Gerade der letzte Schritt gewinnt zunehmend an Bedeutung. Suchvolumen allein reicht heute nicht mehr aus, um die Relevanz eines Themas zu bewerten. Mit AI Overviews und KI-gestützten Suchsystemen verändert sich die Art, wie Inhalte gefunden und zusammengefasst werden. Statt einzelne Keywords isoliert zu betrachten, analysieren Suchmaschinen verstärkt den thematischen Zusammenhang, die Suchintention und das Entitätenumfeld eines Inhalts. Das bedeutet: Ein gut strukturierter Artikel sollte nicht nur ein Hauptkeyword behandeln, sondern auch verwandte Begriffe, Fragen und Konzepte aufgreifen. So entsteht ein umfassendes Themencluster, das unterschiedliche Suchanfragen beantwortet und den fachlichen Kontext vollständig abbildet.  

 

Warum der Google Keyword Planer trotz AI Overviews wichtig bleibt

Mit AI Overviews und KI-gestützten Suchsystemen verändert sich die Darstellung der Suchergebnisse, nicht aber die Grundlage der Keyword-Recherche. Nutzer suchen weiterhin nach Informationen, Produkten oder Lösungen – und genau diese Suchnachfrage macht der Google Keyword Planer sichtbar. 

Das Tool unterstützt euch dabei, 

  • Themenpotenziale zu erkennen,  
  • Suchnachfrage zu validieren,  
  • direkte Nutzerfragen und Longtail-Keywords zu identifizieren,  
  • saisonale Entwicklungen frühzeitig zu erkennen.  

Der Google Keyword Planer bleibt damit die Ausgangsbasis jeder Keyword-Recherche. Der Unterschied liegt in der weiteren Nutzung der Daten: Statt einzelne Keywords zu optimieren, rücken Themencluster, Suchintentionen und das Entitätenumfeld stärker in den Fokus. So entstehen Inhalte, die sowohl in der klassischen Google-Suche als auch in AI Overviews und anderen KI-Suchsystemen relevant sind. 

 

Weiterführende Tools zum Google Keyword Planer

Der Google Keyword Planer bildet eine hervorragende Grundlage für die Keyword-Recherche. Je nach Fragestellung lohnt es sich, die Daten mit weiteren Tools zu ergänzen: 

  • Google Search Console: Die Google Search Console, über welche Suchanfragen Nutzer eure Website bereits finden und wo Optimierungspotenzial besteht.  
  • Google Trends: Hilft dabei, Suchtrends, saisonale Entwicklungen und das Interesse an Themen im Zeitverlauf zu analysieren.  
  • SISTRIX: Ergänzt die Keyword-Recherche um Daten zu Rankings, Wettbewerbern und der Sichtbarkeit in den Suchergebnissen. 

Wenn ihr ausschließlich das Suchvolumen einzelner Begriffe ermitteln möchtet oder nach weiteren kostenlosen Möglichkeiten sucht, findet ihr in unserem Beitrag zu den Alternativen zum Google Keyword Planer einen ausführlichen Überblick über weitere Keyword-Tools. 

Fazit

Der Google Keyword Planer gehört zu den wichtigsten Werkzeugen für die Keyword-Recherche. Er liefert direkt von Google Daten zum Suchvolumen, zeigt neue Keyword-Ideen und unterstützt sowohl bei der Planung von Google Ads-Kampagnen als auch bei der Entwicklung einer SEO-Strategie. 

Seine größte Stärke liegt in der zuverlässigen Einschätzung der Suchnachfrage. Gleichzeitig lohnt es sich, die Daten mit weiteren SEO-Tools und einem Blick auf die Suchergebnisse zu ergänzen. So entsteht aus einer einfachen Keyword-Liste eine fundierte Grundlage für Content-Strategien, Themencluster und erfolgreiche Google Ads-Kampagnen. 

FAQ: Häufig gestellte Fragen zum Thema "Google Analytics einbinden"

Ist der Google Keyword Planer kostenlos?

Ja. Für die Nutzung benötigt ihr lediglich ein Google Ads-Konto.

Kann ich den Google Keyword Planer ohne Kampagne nutzen?

Ja. Je nach Konto zeigt Google allerdings unterschiedlich detaillierte Suchvolumen an. 

Wie funktioniert eine Keyword-Recherche?

Ausgehend von einem Hauptthema recherchiert ihr Keyword-Ideen, bewertet Suchvolumen und Suchintention und fasst verwandte Begriffe zu Themenclustern zusammen. 

Wie finde ich Longtail-Keywords mit dem Google Keyword Planer?

Gebt ein allgemeines Keyword ein und analysiert anschließend die Keyword-Vorschläge. Häufig enthalten diese längere Suchphrasen mit einer konkreteren Suchintention.

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