growth marketing summit

growth marketing SUMMIT 2018 – Unser Recap

Am 06.09.2018 fand der growth marketing summit 2018 in Frankfurt unter dem Motto „The Customer Experience“ statt. Insgesamt war der Tag wieder einmal vollgepackt mit 11 spannenden Vorträgen von internationalen Speakern getreu dem Motto „Das Wissen einer 2-Tages Konferenz an nur einem Tag lernen“.

Maike und Nadia möchten euch natürlich einige Highlights aus den vier interessantesten Vorträgen nicht vorenthalten:

Concept! = Execution – Erin Weigel

Erin Weigel auf dem Growth Marketing Summit 2018

Erin Weigel auf dem Growth Marketing Summit 2018

Erin Weigel (Designerin bei booking.com) erinnerte uns daran, dass zum Testen auch das Scheitern dazu gehört. Bei booking.com zeigen 9 von 10 Testings zum Thema Performance Steigerung keine Erfolge. Das sollte jedoch nicht dazu führen, dass keine Testings mehr durchgeführt werden. Ganz im Gegenteil: Bei jedem Test sollten sich die Ergebnisse am Ende genau angeschaut werden, um zu erkennen warum der jeweilige Test nicht erfolgreich war.

Denn aus Fehlern lernt man und somit führen auf lange Zeit gesehen viele Fehler zu Erfolg: alle schlechten Ideen werden als diese erkannt und beiseitegelegt und die Guten können weiterentwickelt werden.

Ein weiteres wichtiges Keylearning, das Erin uns mit auf den Weg gegeben hat, ist folgendes: Wenn du etwas gelernt hast, rede darüber! Nur so ist es möglich, dass das gesamte Team / Unternehmen davon profitiert und sich langfristig weiterentwickeln kann.

Design For Happiness – Paul Marsden

Paul Marsden ist Consumer Psychologist und erzählt in seinem Vortrag, wie positive Psychologie die Nutzer beeinflusst. Daher ist es essenziell, dass die Nutzer z.B. bei einem Besuch einer Website oder bei einer Kaufabwicklung eine positive und glückliche Erfahrung haben. Hierfür nennt er 3 wichtige Faktoren, die einen Einfluss auf das Glücksempfinden haben:

1. Erwartungshaltung

Sobald etwas besser ist als erwartet, empfinden wir Glück. Um dies für Conversion Optimierung nutzen zu können, sollte versucht werden, die Erwartungshaltung von Kunden entlang der Customer Journey zu definieren und die Seiten dementsprechend zu optimieren.

2. ARC of Happines

ARC steht für Autonomy (Freiheit, Wahl und Kontrolle zu erfahren), Relatedness (Mitgefühl und Verbindung zu erfahren) und Competence (Erfolg zu erfahren und etwas zu erreichen). Diese 3 Faktoren beeinflussen ebenso das empfundene Glück. Nutzer, die alle drei Erfahrungen auf einer Website erleben, sind glücklich. Als Beispiel für Relatedness nennt Paul die Entscheidung von Nike Colin Kaepernick als Testimonial für die 30 jährige „Just Do It“ Kampagne zu verpflichten.

3. Erinnerungen (Peak End)

Paul Marsden über Positive Erinnerungen und Customer Happiness

Paul Marsden über Positive Erinnerungen und Customer Happiness

Positive Erinnerungen werden beeinflusst von dem Abschluss des Ereignisses und dem Höhepunkt eines Ereignisses. Als Beispiel hierfür nannte er eine Airline, bei der die Flugbegleiterin die Namen der Passagiere der First-Class auswendig lernte und diese dann persönlich verabschieden konnte. Somit wird die Erfahrung des Nutzers – in dem Fall, die der Passagiere, positiv beeinflusst mit der netten Geste der namentlichen Verabschiedung.

Überträgt man dies auf die Online-Präsenz von Unternehmen, sollte also darauf Wert gelegt werden, dass Nutzer gerade am Ende einer Sitzung mit einer positiven Erfahrung die Website verlassen. Ein verzweifelter / genervter Nutzer, der nicht das gefunden hat, was er sucht, wird höchstwahrscheinlich nie wieder zu euch zurückkommen.

Eating Our Own Dog Food – David Darmanin

David Darmanin über die Messbarkeit von Kundenerfahrung mit Hotjar

David Darmanin über die Messbarkeit von Kundenerfahrung mit Hotjar

Ein weiteres Highlight des Tages war der Vortrag von David Darmanin, Gründer und CEO von Hotjar, darüber wie das Unternehmen selbst mit dem eigenen Tool täglich die Kundenerfahrung mit der eigenen Website misst und verbessert. Eine Aussage, die bereits den gesamten Tag immer wieder in verschiedenen Vorträgen zu hören war, ist die folgende: Um die Kundenerfahrung eurer Website wirklich kontinuierlich zu verbessern, muss das gesamte Unternehmen und jeder Mitarbeiter „besessen“ sein vom Kunden.

Interessantes Takeaway von Davids Vortrag war sicherlich die Art und Weise wie mit Hilfe von Onsite-Surveys in verschiedenen Situationen wertvolles Feedback direkt vom Nutzer generiert werden kann, das dann die Basis für weitere Optimierungen bildet.

Folgende 6 Situationen nutzt Hotjar selbst für kurze Surveys an den Nutzer:

  • Point of Conversion

Wann? Sobald Nutzer konvertiert sind.

Fragen: Wie fühlt sich der Nutzer jetzt? Warum ist er beinahe nicht konvertiert? Wie kann die Erfahrung noch verbessert werden?

  • Proaktiver Customer Effort Score (CES)

Wann? Sobald Nutzer sich dafür entschieden haben Hotjar zu nutzen (Neukunden)

Fragen: Stimmen Nutzer damit überein, dass das Tool einfach zu nutzen ist?

  • Net Promoter Score (NPS)

Wann? Nach ca. 30 Tagen der ersten Anmeldung oder 15 Tage nachdem der Neukunde konvertiert ist. Jedes Jahr wiederholen.

Fragen: Wie geneigt bist du, Hotjar einem Kollegen oder Freund zu empfehlen? Was können wir tun, um das Tool zu verbessern?

  • Service CSAT

Wann? Wöchentliche Analyse der eingehenden Bug-Tickets

  • Kunden-Abwanderung & Loyalität

Wann? Sobald ein Nutzer sich dazu entschieden hat zu kündigen

Fragen: Was sind die Gründe für die Kündigung? Was könnte getan werden, um den Nutzer zu behalten?

  • Nutzer Feedback

Wann? On-demand

Fragen: Keine spezifischen. Offene Feedback Möglichkeit für Probleme, Rückmeldungen etc.

The Age of Disruption – Scott Stratten

Den finalen Showdown des diesjährigen Summits durfte in diesem Jahr der von der American Speaker Association als bester Keynote Speaker ausgezeichnete Scott Stratten begehen. Anhand eines Beispiels einer kanadischen Telekommunikationsfirma rüttelte der Autor und Speaker alle im Saal Anwesenden noch einmal wach und appellierte an die grundlegende Ethik, die jeder Conversion Optimierer, Growth Hacker und Marketer nie verlieren sollte. Denn: das Web basiert auf Vertrauen der Menschen und Nutzer untereinander. Wenn uns das verloren geht, erholen wir uns nie wieder davon.

Ein weiteres Learning, das wir mitgenommen haben: Metriken sind Eitelkeit ohne Aktion. Verliert euch nicht im Report und der Analyse sinnloser Metriken, sondern macht euch klar, welche Metriken tatsächlich für eure Website relevant sind und eine wichtige Aktion auf eurer Website wiederspiegeln.

Fazit

Insgesamt war der diesjährige growth marketing summit im Kap Europa ein Weckruf sich auf den Kunden zu konzentrieren, in den direkten Austausch mit ihm zu gehen (z.B. über Website Surveys wie in Hotjar verfügbar) und die Probleme, die Kunden haben, tatsächlich auch wahrzunehmen und eine Lösung hierfür zu finden. Um loyale und wertige Kunden zu generieren, sollten wir keine Angst haben Ideen zu testen, Fehler zu machen, daraus zu lernen und zu wachsen.

Unser Fazit: eine erleuchtende Konferenz mit spannenden Vorträgen und top Speakern in einer super Location. Nächstes Jahr gerne wieder!

OMT Wiesbaden 2018 – Unser Recap

Grundlagen und neue Trends rund um das Thema Online Marketing wurden letzte Woche auf dem Online Marketing Tag in Wiesbaden diskutiert. Die Konferenz von Veranstalter Mario Jung fand in diesem Jahr zum vierten Mal statt und war mit 350 Teilnehmern restlos ausverkauft. In drei parallelen Slots gab es insgesamt 21 Vorträge aus den Bereichen SEO, Social Media, Advertising, Web Analytics, Content Marketing und noch einigen mehr.

Unter anderem hielt auch lunapark Consultant Maxi einen Vortrag. Das bunt gemischte Programm richtete sich vor allem an Anfänger und Fortgeschrittene. Unsere Highlights haben wir hier für euch zusammengefasst.

Content Optimierung: Von der Keywordanalyse zur Texterstellung

Lunapark Consultant Maximiliane Mehnert feierte auf dem OMT ihre Speaker-Premiere und hielt eine Session zum Thema Content Optimierung. Sie zeigte auf,

  • wie sie bei einer Keywordanalyse vorgeht,
  • was bei dem anschließenden Keyword-Mapping zu beachten ist,
  • nach welchen Aspekten sie einen Optimierungsplan entwickelt,
  • warum man unbedingt auch ein Monitoring aufsetzen sollte und
  • wie sie schließlich an die Snippet Optimierung und Textoptimierung heran geht.
Maximiliane Mehnert referiert auf dem Online Marketing Tag in Wiesbaden über Content Optimierung

Maximiliane Mehnert referiert auf dem Online Marketing Tag in Wiesbaden über Content Optimierung

Im Detail könnt ihr das Vorgehen auch in unserem Blog Artikel „Content Optimierung für Suchmaschinen“ nachlesen.

Durch zielgruppenbezogene Anzeigentexte mehr Traffic generieren

Désirée Kellner von der Kölner Online Marketing Agentur morefire ging in ihrem Vortrag darauf ein, wie wichtig die Ansprache in Anzeigentexten in Google Ads ist und wie man diese zielgruppengerecht gestalten kann.

Zunächst zeigte sie auf, welchen Stellenwert Emotionen bei der Entscheidung für ein Produkt sind. Viele große Brands arbeiten mit Gefühlen wie Liebe, Freude, Gier, Sehnsucht nach Gewinn oder Anerkennung, Angst oder Scham, um ihre Produkte zu vermarkten. Es macht also Sinn, diese Emotionen auch beim Schreiben von Anzeigentexten zu vermitteln.

Moderatorin Daniela Malzer stellt Referentin Désirée Klenner vor

Moderatorin Daniela Malzer stellt Referentin Désirée Klenner vor

Als nächstes erklärte sie den Unterschied zwischen Features und Benefits. Oft werden in Anzeigentexten lediglich Features eines Produktes aufgezählt, also zum Beispiel bei einem MP3-Player, dass er 1 GB Speicherplatz hat. Diese Vorgehensweise wirkt relativ nüchtern und sachlich. Ein anderer Ansatzpunkt besteht darin, die Benefits für den potenziellen Käufer in den Fokus zu stellen, im Falle des MP3-Player zum Beispiel: Platz für alle deine Lieblingslieder. Diese Botschaft wirkt direkt viel persönlicher und emotionaler.

Mit diesen Gedanken im Hintergrund stellte Désirée einige Cases vor, bei denen sie durch Anpassung der Anzeigentexte auf verschiedene Zielgruppen Steigerungen in CTR und zum Teil auch im Umsatz generieren konnte.

Case 1: männlich vs. weiblich

Männer und Frauen haben unterschiedliche Ansprüche, wenn es um das Thema Shoppen geht. Und das kann man sich schon bei den Anzeigentexten zu Nutze machen. Zum Beispiel möchten Frauen tendenziell lieber eine große Auswahl haben, während Männer eher auf besonders hochwertige Produkte Wert legen (wie das im Detail aussieht, hängt natürlich auch immer vom Produkt ab).

Unterschiedliche Bedürfnisse bei Männer und Frauen

Unterschiedliche Bedürfnisse bei Männer und Frauen

Indem Désirée drei Anzeigengruppen erstellte – männlich, weiblich, unknown – und die Anzeigentexte auf die Bedürfnisse der entsprechenden Zielgruppe anpasste, konnte sie die Klickrate um 40% steigern. Und auch bei der Auswahl der Zielseiten für die jeweilige Anzeigengruppe orientierte sie sich am zugordneten Geschlecht. Durch beide Maßnahmen stieg die Conversion Rate um 96%.

Ob dieses Vorgehen sinnvoll ist, hängt vom Produkt und der Zielgruppe ab. Gibt es sehr viele unknown-User, ist der Aufwand eventuell auch zu hoch.

Case 2: jung vs. alt

Das zweite Beispiel drehte sich um eine Kampagne für Essen für Menschen mit Schluckbeschwerden. Hier gibt es zwei Zielgruppen: Betroffene, die meist altersbedingt nicht mehr richtig schlucken können, und Angehörige, die für Eltern oder Großeltern nach Produkten suchen. Beim Targeting wurde daher unterschieden zwischen Nutzern unter 65 (Angehörige) und Nutzern über 65 (Betroffene). Durch die Anpassung der Anzeigentexte auf die Bedürfnisse beider Zielgruppen konnte die Klickrate um 42% gesteigert werden.

Praxis-Übung: Akkuschrauber für Frauen

Zu guter Letzt zeigte Désirée auf, wie sie bei der Recherche und der Inspiration für Anzeigentexte vorgeht. Dafür wählte sie ein eher männlich ausgerichtetes Produkt wie den „Akkuschrauber“. Die Zielgruppe sollte nun aber weiblich sein. Sie zeigte auf, dass für Frauen Eigenschaften wie „leicht zu bedienen“, „wenig Gewicht“, „mit Tragetasche“ etc. wichtig sind. Darauf ausgerichtet gestaltete sie die Anzeigentexte.

Die Folien zum Vortrag bekommt ihr hier.

Misconceptions in SEO

Jens Fauldraht von gettraction stellte in seiner Session dar, woran SEO häufig scheitert und welche Grundlagen gegeben sein müssen, bevor man überhaupt mit SEO anfängt.

Häufig kommen Kundenanfragen zu neuen SEO Themen und wollen ein Konzept zu strukturierten Daten, PWA oder Ähnlichem. In vielen Fällen stimmen aber schon die SEO Grundlagen nicht.

Jens Fauldrath referiert auf dem Online Marketing Tag über SEO Misconceptions

Jens Fauldrath referiert auf dem Online Marketing Tag über SEO Misconceptions

Hier sind einige Basics, die stimmen müssen, bevor weiterführende Optimierungen angegangen werden können:

  • Serverkonfigurationen müssen stimmen.
  • Es gibt oft zu viele URLs, die nicht indexiert werden sollen, aber trotzdem gecrawlt werden.
  • Snippets müssen ordentlich optimiert sein.
  • Optimierung auf richtige Keywords, wird etwas nicht gesucht, bringt auch Platz 1 in Google nichts
  • Searchintent: Um Keywords abzudecken, hinter denen sich eine ganz konkrete Kaufabsicht verbirgt, sollte kein Ratgeber-Artikel erstellt werden. Die Suchintention ist in diesem Fall eine andere.
  • SERPs: Wenn ihr einen Wettbewerbsvergleich macht, schaut euch in den SERPs entsprechende Content Formate an. Shops und Ratgeber lassen sich schlecht vergleichen, da sie unterschiedliche Suchintentionen abdecken.
  • Brand schützen: Keywords und Keyword-Kombinationen rund um die eigene Brand lassen sich sehr einfach optimieren und sollten deshalb als erstes angegangen werden und auch regelmäßig kontrolliert werden. Hier sollte man überall auf Platz 1 ranken.

Häufig liegt auch ein falsches Verständnis für SEO vor und die SEO Strategie, die hinter den Maßnahmen steht, ist nicht zielgerichtet.

  • SEO sollte nicht als Reichweiten-Kanal verstanden werden. Grundsätzlich sollte man so optimieren, dass man nicht möglichst viele Nutzer anspricht, sondern vor allem die eigene Zielgruppe, die dann am Ende auch konvertiert.
  • SEO Budgets werden häufig falsch verteilt bzw. falsch eingeschätzt. Der Consultant bzw. die Agentur kostet nur einen kleinen Anteil des Budgets. Der Rest geht für IT, Lizenzkosten, Meetings, andere Abteilungen etc. drauf. Das muss man bei der Planung berücksichtigen.
  • Damit SEO überhaupt kosteneffizient ist, muss man die Möglichkeit haben, seine Maßnahmen auch umzusetzen, ansonsten bringt SEO gar nichts.
  • Monitoring ist wichtig, da sich Websites laufend verändern und man als SEO davon nur selten in Kenntnis gesetzt wird. Sinnvoll ist ein eigenes Template-basiertes Monitoring, da schwerwiegende Änderungen meist auf Template-Ebene vorgenommen werden.
  • Neue Inhalte: hier sollte man sich immer fragen, ob es überhaupt Sinn macht, immer weiter neue Inhalte zu schaffen, und vor allem, mit welchem Ziel man diese erstellt. Häufig ist es sinnvoller, bestehende Inhalte kontinuierlich zu aktualisieren, anstatt immer weiter neue zu erstellen.
  • Bei Reportings ist es wichtig, die richtigen KPIs an die richtigen Abteilungen zu kommunizieren. Ein Reporting für alle ist meist der falsche Ansatz. Zum Beispiel brauchen Redakteure ganz andere Kennzahlen als die Technik.
  • Abgleich von Rankings und Inhalten: Zu welchen Inhalten wird meine Seite gefunden, entspricht der Inhalt auch diesen Suchanfragen? Falls nicht, sollten Inhalte angepasst und erweitert werden.
  • Backend vs. Frontend: Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass das Backend auch das liefert, was das Frontend ausgeben soll. Betroffen sind davon technische Einrichtungen wie Weiterleitungen oder Index-Steuerung, aber auch ein guter Editor ist wichtig, damit Redakteure auch die ihnen zugewiesenen Aufgaben erledigen.

Im Großen und Ganzen ist klar geworden, wie vielschichtig die Gründe sein können, aus denen SEO Maßnahmen nicht umgesetzt werden oder aus denen Maßnahmen nicht den gewünschten Effekt zeigen.

„Was soll ich nur posten?“ – Selbsthilfe bei leerem Kopf

Neele Hehemann von Seokratie ging in ihrem Vortrag darauf ein, wie man Ideen für Social Media Posts finden kann.

Wichtig bei jedem Post ist es, sich zu überlegen, welches (Marketing-)Ziel damit erreicht werden kann, welche Funktionen ein Post braucht, um dieses Ziel zu erfüllen, welches Format der Inhalt haben soll und was der Anreiz für die Zielgruppe ist, mit dem Post zu interagieren. Wenn das Ziel des Posts zum Beispiel darin besteht, Traffic auf die Website zu holen, muss er auf jeden Fall einen Link zu dieser Website enthalten.

Neele stellte viele hilfreiche Inspirationsquellen und Tools vor, mit Hilfe derer man neue Ideen für Social Media Posts finden kann.

80.000+ Free organische Besucher pro Monat

Christian „Mr. Broccoli“ Wenzel von vegan.athletics hielt einen recht verstörenden Vortrag (Kann ich jetzt wirklich keine Haferflocken mehr essen?) zum Thema, wie man mehr „kostenlosen“ Traffic auf seine Website holt. Dabei konzentrierte er sich auf folgende drei Kanäle:

  • SEO
  • Pinterest
  • E-Mail

Im Bereich SEO gab Christian Vorgaben dazu, wie man einen Blog führt und Artikel optimiert:

  • Mediale Inhalte nutzen, zum Beispiel Videos
  • Inhaltsverzeichnisse verwenden, damit der Nutzer genau weiß, was auf ihn zukommt und wo er gerade ist
  • Second Reader Path berücksichtigen: Viele Nutzer scrollen schnell durch Artikel ohne sie richtig zu lesen. Durch gute Überschriften und durch eine fette Formatierung der wichtigsten Schlagwörter im Text kann der Inhalt des Textes trotzdem erschlossen werden
  • Authentisch schreiben: die besten Erfahrungen hat Christian mit Texten gemacht, in denen er klar seine eigene Meinung vertritt und nicht auf Suchmaschinen ausgerichtet schreibt
  • Gastautoren: Er gibt Gastautoren praktisch eine Plattform zur Selbstdarstellung, dadurch erhält er gute Texte von ihnen, für die andere viel Geld Wichtig sind dabei Verlinkungen zu den Social Media Profilen der Autoren, zum Beispiel zu Instagram
  • Artikel regelmäßig aktualisieren: Christian empfiehlt alte Artikel alle 6 Monate zu aktualisieren, um sie auf den neusten Stand zu bringen

Die anderen Punkte fielen leider etwas knapper aus, weil die Zeit fehlte.

Auf Pinterest lässt sich eine andere Zielgruppe ansprechen als auf Instagram: Frauen zwischen 28 und 40 Jahren. Diese haben mehr Kaufkraft als jüngere Nutzer, die sich eher auf anderen Social Media Plattformen tummeln. Pinterest sollte deshalb nicht vergessen werden. Wichtig ist hier, Boards nach bestimmten Themen zu erstellen und auch Pins von anderen Nutzern zu teilen.

Und auch über E-Mail-Marketing kann man viele Menschen erreichen und dieser Kanal sollte deshalb nicht vernachlässigt werden. Pro-Tipp von uns: Wenn man seine E-Mail-Kampagnen richtig vertaggt, laufen Nutzer, die über diese Kampagnen auf die Website gelangen, nicht als direct Traffic ein. So lässt sich der Anteil der Nutzer viel besser einschätzen.

Die Kunst digitaler … Berührung

Zu guter Letzt hielt Karl Kratz seine Keynote darüber, wie man Nutzer bzw. potenzielle Kunden richtig anspricht bzw. seine Produkte richtig vermarktet. Wichtig sind dabei zwei Punkte:

  • Der Nutzer muss sich selbst in dem Produkt wiedererkennen (Das bin ja ich!)
  • Der Nutzer muss es haben wollen (Das will ich haben!)
Karl Kratz auf dem Online Marketing Tag in Wiesbaden

Karl Kratz auf dem Online Marketing Tag in Wiesbaden

Besonders hilfreich, um dies zu erreichen, sind Emotionen. Wenn ein Produkt oder eine Marke starke Emotionen bei einem potenziellen Kunden hervorruft, ist die Wahrscheinlichkeit, dass er sich daran erinnert und es auch haben will, sehr hoch.

Schafft also Inhalte, die eure Nutzer berühren und in Erstaunen versetzen.

Organisation & Networking

Der OMT stach auch in diesem Jahr wieder durch eine unglaublich gute Organisation hervor. Mario Jung und das OMT Team waren auf alle Eventualitäten vorbereitet. Besonders gut finden wir am OMT, dass es zwischen den Vorträgen immer genug Zeit gibt, um sich mit Branchenkollegen auszutauschen. Man hetzt nicht von Raum zu Raum um bloß noch einen Platz zu erhalten, sondern kann sich in Ruhe überlegen, welchen Vortrag man sich als nächstes ansehen möchte.

Bei den Vorträgen war für jeden etwas dabei. Die Entscheidung, welcher Vortrag es ins Programm schaffte, lag wie auch im letzten Jahr, bei den Konferenz-Besuchern. Diese hatten im Vorfeld die Möglichkeit, aus den zahlreichen Bewerbern ihre Lieblingsthemen auszusuchen. Ein Konzept, dass sich in jedem Fall bewehrt hat!

Wir bedanken uns für eine tolle Konferenz mit vielen neuen Denkanstößen und freuen uns aufs nächste Jahr!

Weitere Recaps

Bilder SEO: Bildoptimierung für Suchmaschinen

Was wäre das Internet ohne Bilder? An den beliebten Foto-Sharing Plattformen Instagram und Pinterest ist gut zu erkennen, welchen Stellenwert Bilder im Web einnehmen. Auch für die Suchmaschinenoptimierung sind Bilder nicht ohne Belang. In diesem Artikel erfahrt ihr, warum Bilder SEO sich nach wie vor lohnt und welche Punkte ihr dabei beachten solltet.

Welche Vorteile bringt die Optimierung von Bildern?

Es gibt unterschiedliche Aspekte unter denen die Optimierung von Bildern sinnvoll ist. Auf der einen Seite macht es Sinn, Bilder für Suchmaschinen zu optimieren (Bilder SEO), um dort mit dem Bild gefunden zu werden. Suchmaschinen wie Google bieten neben der normalen Web-Suche auch eine Bildersuche an. Hier werden Bilder von Websites gelistet, die zum jeweiligen Suchbegriff passen.

Google Bildersuche: 29.08.2018

Google Bildersuche: 29.08.2018

Als Website-Betreiber habt ihr hierüber die Möglichkeit zusätzlichen Traffic zu generieren, wenn eure Bilder auf den vorderen Positionen ranken. Und um dies zu erreichen, könnt ihr eure Bilder entsprechend optimieren.

Gut optimierte Bilder unterstützen zudem auch das Ranking eurer Webseiten in der normalen Google Suche. Sowohl Nutzer als auch Suchmaschinen bewerten gute und zum restlichen Content passende Bilder positiv. Bei der Content Erstellung und -optimierung sollten Bilder daher nicht vergessen werden.

Ein zweiter Bereich der Bildoptimierung für das Web betrifft Bildgröße und Dateiformat. Durch eine optimal gewählte Dateigröße und das richtige Format lässt sich die Ladegeschwindigkeit eurer Website reduzieren. Dies wirkt sich nicht nur positiv auf die Nutzerfreundlichkeit eurer Website aus, sondern kann auch das Ranking verbessern. Denn die Ladegeschwindigkeit ist ein von Google bestätigter Ranking-Faktor.

In Bezug auf mobile Endgeräte wird die Wichtigkeit der Bildoptimierung noch deutlicher. Smartphones benötigen im Vergleich zu Desktop-PCs aufgrund der geringeren zur Verfügung stehenden Bandbreite und einem meist beschränkten Datenvolumen länger, um eine Webseite darzustellen. Damit eure Webseite auf mobilen Endgeräten schnell geladen wird, müssen die Bilder auch für mobile Geräte optimiert sein. Spätestens seit dem Google Speed Update gewinnt die Ladezeit auf mobilen Websites noch einmal an Bedeutung.

Bilder SEO: Ranking-Verbesserung durch Bilderoptimierung

Mit der Optimierung der Bilder eurer Website für Suchmaschinen lassen sich unterschiedliche Effekte erzielen. Auf der einen Seite ranken gut optimierte Bilder tendenziell höher in der Google Bildersuche. Bei bestimmten Suchanfragen werden Bilder auch direkt in der normalen Suche eingeblendet, zum Beispiel bei Personen:

Google Suchergebnis: 29.08.2018

Google Suchergebnis: 29.08.2018

Manchmal werden Bilder auch seitlich neben den Suchergebnissen angezeigt – zum Beispiel bei Prominenten – zusammen mit Informationen, die sich aus dem Knowledge Graph ziehen:

Google Suchergebnis: 29.08.2018

Google Suchergebnis: 29.08.2018

Bei  Suchanfragen, die sich speziell um Bilder drehen, werden diese ganz oben angezeigt:

Google Suchergebnis: 29.08.2018

Google Suchergebnis: 29.08.2018

Bei Klick auf das Bild gelangt der Nutzer dann automatisch in die Bildersuche.

Bildersuche: 04.09.2018

Bildersuche: 04.09.2018

In der Bildersuche selber hat der Nutzer dann die Möglichkeit, auf die Website zu gelangen, auf der sich das Bild befindet. Dazu muss er nur auf das Bild selber klicken oder auf den nebenstehenden Button „Besuchen“.

In der mobilen Ansicht auf dem Smartphone nehmen die Bilder und der Knowledge Graph teilweise sogar den kompletten sichtbaren Bereich ein. Um zu den anderen Suchergebnissen zu gelangen, muss man erst runter scrollen.

Mobile Ansicht der Google Suchergebnisse: 29.08.2018

Mobile Ansicht der Google Suchergebnisse: 29.08.2018

Hier kann es ein entscheidender Vorteil sein, mit einem Bild über den anderen Suchergebnissen zu ranken. Und auch so ziehen Bilder in den Suchergebnissen die Aufmerksamkeit auf sich und werden deshalb eventuell eher angeklickt als die anderen Suchergebnisse.

Auch auf dem Smartphone landet der Nutzer bei Klick auf das Bild in der Bildersuche und kann auch von hier aus wieder auf die Website gelangen, auf der sich das Bild befindet.

Bild in der Google Bildersuche: 29.08.2018

Bild in der Google Bildersuche: 29.08.2018

Neben dem Traffic, den ihr über die Bildersuche generieren könnt, wirkt sich die Optimierung aber wie oben schon erwähnt auch positiv auf die generellen Rankings aus. Die Bildoptimierung ist ein Teil der OnPage-Optimierung und gut optimierte Bilder stärken die Relevanz der Unterseite auf der sie eingebunden sind.

Suchmaschinenoptimierung für Bilder: Schritt für Schritt

Google ist eine textbasierte Suchmaschine. Bilder kann sie bisher noch nicht vollständig interpretieren. Um gute Rankings zu erzielen, ist es daher notwendig im Umfeld des Bildes entsprechende Keywords unterzubringen, zum Beispiel im Text der Seite oder im Quelltext. Aber auch Dateigrößen und Bildformate spielen bei der Optimierung eine Rolle.

Dateiname

Der erste Ansatzpunkt für die Optimierung eurer Bilder ist der Dateiname. Häufig werden Dateinamen willkürlich vergeben und haben nichts mit dem zu tun, was sich auf dem Bild befindet, zum Beispiel image04.jpg oder img15434.png. Der Suchmaschine sagt dies gar nichts über den Inhalt des Bildes.

Besser ist es, wenn ihr direkt beim Abspeichern des Bilds einen Dateinamen wählt, der thematisch zum Bild passt, zum Beispiel gelbe-sneaker.jpg oder til-schweiger.png. Einzelne Wörter sollten dabei durch einen Bindestrich getrennt werden.

Dateinamen nachträglich zu ändern ist relativ aufwändig. Zudem wertet Google Bilder komplett neu, wenn sich der Dateiname ändert. Bestehende Rankings gehen dadurch verloren. Deshalb raten wir eher davon ab. Wenn ihr neue Bilder hochladet, solltet ihr aber darauf achten, dass ihr sprechende Dateinamen wählt.

Dateigröße und Dateiformat

Ein weiterer Bereich der Bildoptimierung beeinflusst das Ranking eurer Website ebenfalls und sollte daher nicht vernachlässigt werden: Datei-Größe und Ladezeit.

Jedes Bild verzögert das Laden eurer Webseite. Wird ein Bild auf einer Seite (HTML-Dokument) eingebunden, muss dieses vom Speicherort (Webserver) angefragt werden. Wie lange die Anfrage (HTTP-Request) und das Übermitteln (HTTP-Response) zur Darstellung dauern, hängt auch von der Dateigröße des Bildes ab.

Die Dateigröße ist ein entscheidender Faktor, wenn es darum geht, die Ladezeit einer Webseite zu verringern. Der wohl häufigste Fehler, der bei der Einbindung von Bildern gemacht wird, besteht darin, dass Bilder unbearbeitet auf den Webserver geladen werden. Bilder, die mit einer Digitalkamera gemacht werden, haben meistens eine sehr hohe Auflösung und entsprechend lange Ladezeiten. Auch wenn ein solches Bild auf der Webseite nur klein dargestellt wird, lädt trotzdem das Original – in voller Größe. Anschließend wird es mittels HTML- und CSS-Formatierung auf die angezeigte Größe skaliert.

Um dies zu verhindern, solltet ihr jedes Bild vor dem Hochladen in der Größe abspeichern, in der es auf der Webseite angezeigt wird. Manche Content Management Systeme machen das auch von selbst bzw. es gibt Plugins, die dafür sorgen.

Auch die Wahl des Dateityps ist für die Dateigröße des Bildes entscheidend. Grundsätzlich sollten Bilder für Websites als .jpg (.jpeg), .png, .gif oder svg. gespeichert werden. Diese Dateitypen sind relativ klein und werden außerdem von allen gängigen Browsern unterstützt.

Wenn das Bild auf das entsprechende Format angepasst und das Datei-Volumen verkleinert wurde, gibt es eine weitere Möglichkeit die Dateigröße zu reduzieren. Viele gängige Bildbearbeitungsprogramme bieten die Möglichkeit, die Dateigröße zu komprimieren. Unter dem Menüpunkt „Für Web speichern“ ist dies zum Beispiel bei Photoshop möglich. Eine detaillierte Anleitung gibt es von t3n.

Durch Programme wie www.jpegmini.com oder www.tinypng.com lassen sich die Bilder außerdem noch einmal um rund ein Drittel verkleinern, ohne dabei zu viel an Bildqualität einzubüßen.

Bildgröße und Bildformat

Mit sehr kleinen Bildern wie Icons oder Thumbnails habt ihr es sehr schwer in der Google Bildersuche gut zu ranken. Verwendet am besten Bilder, die an einer Seite mindestens 300 Pixel groß sind. Zu groß sollten eure Bilder aber auch nicht sein, damit sie nicht unnötig die Ladezeit der Website beeinträchtigen. Speichert sie möglichst in der Größe ab, in der sie auch auf der Website ausgespielt werden.

Zudem werden Bilder im Querformat tendenziell häufiger angeklickt als hochformatige Bilder. Sie nehmen in der Bildersuche mehr Raum ein und ziehen so die Aufmerksamkeit mehr auf sich.

Hochformat vs. Querformat in der Google Bildersuche

Hochformat vs. Querformat in der Google Bildersuche

Welches Format am besten passt, hängt aber auch vom Bildinhalt und vom Aufbau der Unterseite ab, auf der das Bild eingebaut ist.

Alt-Tag und Title-Tag

Eines der wichtigsten Elemente, die ihr bei der Bildoptimierung für Suchmaschinen berücksichtigen solltet, ist das Alt-Tag. Dieses befindet sich im Quelltext und Suchmaschinen wie Google ziehen daraus Rückschlüsse über den Inhalt des Bildes. Auf der Website selber wird es nur angezeigt, wenn ein Bild nicht geladen werden kann. Dann wird anstelle des Bildes der im Quelltext hinterlegte Text angezeigt. Außerdem lesen Screenreader den Inhalt des Tags vor, wenn die Website über ein solches Gerät aufgerufen wird. Es trägt also dazu bei, dass die Website barrierefrei genutzt werden kann.

Beispiel-Bild aus unserem Blog

Beispiel-Bild aus unserem Blog

Alt-Tag im Quelltext der Website

Alt-Tag im Quelltext der Website

Im Alt-Tag sollte eine kurze Beschreibung des Bildinhaltes stehen. Idealerweise bringt ihr hier auch die Keywords unter, zu denen das Bild ranken soll. Reines Keyword-Stuffing, also das Aneinanderreihen von Keywords, solltet ihr hier aber vermeiden. Drei bis acht Wörter reichen in den meisten Fällen aus.

Ebenfalls im Quelltext befindet sich das Title-Tag. Dieses wird angezeigt, wenn ihr mit der Maus über das Bild fahrt.

Beim Überfahren des Bildes mit der Maus, wird das Title-Tag angezeigt

Beim Überfahren des Bildes mit der Maus, wird das Title-Tag angezeigt

Title-Tag im Quelltext

Title-Tag im Quelltext

Auch hier könnt ihr den Inhalt des Bildes noch einmal beschreiben. Allerdings wird das Title-Tag weniger stark gewertet als das Alt-Tag. Konzentriert euch also vor allem auf das Alt-Tag.

Pflegen könnt ihr beide Tags häufig direkt über euer Content Management System. Die meisten CMS stellen euch dafür eigene Felder zur Verfügung, die ihr beim Hochladen des Bildes befüllen könnt.

Alt-Tag und Title-Tag in WordPress pflegen

Alt-Tag und Title-Tag in WordPress pflegen

Sichtbarer Text auf der Website

Ein weiterer Aspekt, der für die Rankings von Bildern in der Bildersuche von Bedeutung ist, ist der Text, der das Bild auf der Website umgibt. Also zum Beispiel die Bildunterschrift, Zwischenüberschriften oder der Fließtext. Auch hier könnt ihr Keywords unterbringen.

Im Idealfall nutzt ihr Bilder, die zum Inhalt des Textes passen. Dann sollte diese Bedingung bereits erfüllt sein.

Strukturierte Daten

Damit Suchmaschinen Bilder besser interpretieren und richtig zuordnen können, lassen sich diese über Auszeichnungssprachen wie schema.org mit strukturierten Daten versehen. Wichtig ist dies, wenn Bilder per JavaScript nachgeladen werden. Auszeichnungsmöglichkeiten findet ihr direkt bei schema.org.

Keywordanalyse für Bildoptimierung

Um zu ermitteln auf welche Keywords ihr eure Bilder optimieren solltet, könnt ihr wie für Texte auch für Bilder eine eigene Keywordanalyse durchführen. Die Google Bildersuche hat eine eigene Suggest Funktion, die andere verwandte Suchanfragen ausspielt als die Websuche.

Wenn ihr zum Beispiel in der Websuche nach vw polo sucht, erhaltet ihr Suggest Vorschläge wie vw polo gebraucht, vw polo wiki und vw polo jahreswagen.

Google Suggest Websuche „vw polo“

Google Suggest Websuche „vw polo“

In der Bildersuche tauchen dagegen deutlich mehr Jahreszahlen und Farben auf.

Google Suggest Bildersuche „vw polo“

Google Suggest Bildersuche „vw polo“

Und auch die Verwandten Suchanfragen unterscheiden sich in beiden Suchen voneinander.

Google Bildersuche verwandte Suchanfragen „vw polo“

Google Bildersuche verwandte Suchanfragen „vw polo“

Weitere Anhaltspunkte liefert euch Pinterest. Hier werden weitere Tags vorgeschlagen, wenn ihr nach vw polo sucht.

Mit Pinterest weitere Keyword-Kombinationen finden

Mit Pinterest weitere Keyword-Kombinationen finden

Daraus könnt ihr schließen, dass ihr bei der Optimierung von Auto-Bildern grundsätzlich Baujahr, Model und Farbe des Autos in das Alt-Tag und eventuell auch in den Dateinamen mitaufnehmen solltet. Außerdem werden auch Bilder zur Innenansicht des Autos gesucht und ihr solltet sie euren Nutzern zur Verfügung stellen.

Dieses Vorgehen ist vor allem dann praktisch, wenn ihr eine große Anzahl von Produktbildern optimieren müsst und ein festes Schema dafür festlegen wollt.

Bilder-Traffic ermitteln mit der Google Search Console

Um herauszufinden, wie viel Traffic über Bilder generiert wird, könnt ihr einen Blick in die Google Search Console werfen. Unter dem Menüpunkt Suchanfragen / Suchanalyse stellt Google Daten zu den Suchzugriffen eurer Website zur Verfügung. Unter „Suchtyp“ lässt sich ein Filter aktivieren, der es euch ermöglicht, Daten auf Basis von Suchanfragen zu erhalten.

Google Search Console: Suchanalyse Suchanfragen, Suchtyp Bild

Google Search Console: Suchanalyse Suchanfragen, Suchtyp Bild

Auch URL basierte Daten werden bei der Auswahl des Punktes „Seiten“ bereitgestellt.

Google Search Console: Suchanalyse Seiten, Suchtyp Bild

Google Search Console: Suchanalyse Seiten, Suchtyp Bild

Hier könnt ihr feststellen, ob eure Optimierungen die gewünschten Ergebnisse zeigen.

Bilder Sitemaps: Zugang für Suchmaschinen erleichtern

Wie HTML-Dokumente werden auch Bilder beim Crawlen eurer Website erfasst und in der Regel automatisch in den entsprechenden Suchindex aufgenommen. Allerdings kommt es vor, dass Suchmaschinen Bilder nicht einwandfrei erkennen und deshalb nicht jedes Bild sofort in den Index gelangt. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn Bilder über JavaScript nachgeladen werden.

Um den Suchmaschinen den Zugang zu erleichtern, kann für Bilder eine separate XML-Sitemap erstellt werden. Diese enthält die Links zu allen Bildern der Website, die für die Suchmaschine interessant sein könnten, und die URLs der Unterseiten, auf denen diese Bilder eingebunden sind. Buttons und Icons müssen hier nicht eingetragen werden.

Durch die Bereitstellung wird den Suchmaschinen geholfen, nicht indexierte Bilder zu identifizieren und in den Suchindex aufzunehmen. Die Bilder-Sitemap wird wie die normalen Sitemaps in der robots.txt eingetragen und sollte anschließend auch in der Google Search Console hochgeladen werden. In der Search Console habt ihr dann die Möglichkeit nachzuvollziehen, wie viele eurer Bilder tatsächlich indexiert sind.

Indexierte Bilder in der Google Search Console

Indexierte Bilder in der Google Search Console

Fazit

Durch gezielte Bildoptimierung können Rankings und Ladezeiten einer Website verbessert werden. Über die Google Bildersuche kann zusätzlicher Traffic generiert werden. Gerade im Hinblick auf das Speed Update von Google gewinnt der Bereich der Ladezeitreduzierung zudem zunehmend an Bedeutung. Wer verhindern möchte, dass Nutzer aufgrund von langen Ladezeiten abspringen und Informationen auf anderen Websites suchen, sollte diese Faktoren bei der Bildoptimierung unbedingt beachten.

Planung von SEO gerechten Inhalten

Ein wichtiger Schritt in der Entwicklung einer Content Strategie ist die Planung und Erstellung von Inhalten. Je nach Kanal müssen eure Inhalte unterschiedlichen Anforderungen gerecht werden. Das solltet ihr bei der Planung von Anfang an berücksichtigen. In diesem Artikel erfahrt ihr, wie ihr Inhalte, die über Suchmaschinen gefunden werden sollen, richtig plant und Themengebiete identifiziert, die es sich lohnt, weiter auszubauen.

Zielgruppenrelevante Inhalte

Bevor ihr mit der Erstellung eurer Inhalte anfangt, solltet ihr diese genau planen. Das kostet euch zwar Zeit, aber am Ende habt ihr davon deutlich mehr, als wenn ihr einfach drauf los schreibt. Ihr stellt sicher, dass ihr genau die Inhalte erstellt, die eure Nutzer interessieren und verschwendet keine Ressourcen für irrelevanten Content oder nachträgliche Änderungen.

Eine entscheidende Vorarbeit für die Content-Erstellung und der Grundstein für treffende und hochwertige Inhalte ist die Zielgruppendefinition. Nur wer seine Zielgruppe kennt, kann auch auf sie abgestimmte Inhalte erstellen. Die Zielgruppenanalyse gibt euch bereits einen groben Überblick darüber, welche Themen für die Nutzer einer Website interessant sind.

Auf dieser Grundlage aufbauend könnt ihr nun weiterführende Themen entwickeln.

Holistischer Content: Themengebiete vollständig abdecken

Aber wie identifiziert ihr nun Themengebiete und vor allem wie grenzt ihr diese ein? Für welche Themen braucht ihr eine eigene Unterseite und was könnt ihr alles auf einer Unterseite zusammenfassen? Hierzu gibt es unterschiedliche Ansätze.

Vor einigen Jahren war es noch gängige Praxis, dass für jedes Keyword und für jede Keyword-Variation eine eigene Unterseite angelegt wurde. Diese sollte dann genau zu diesem Keyword ranken und das hat in der Regel auch funktioniert. Allerdings gab es dadurch viele verschiedene Unterseiten, deren Texte zwar nicht identisch aber inhaltlich gleich waren.

Dank diverser Updates ist Google inzwischen in der Lage, thematische Zusammenhänge zu erkennen. Das heißt, die Suchmaschine kann nun Synonyme und thematisch verwandte Suchbegriffe miteinander verknüpfen und spielt thematisch passende Seiten aus, auch wenn diese auf ein anderes Keyword optimiert sind. Das heißt, Unterseiten, die thematisch denselben Inhalt aufweisen, können nun bedenkenlos zusammengefasst werden. Man spricht dabei von Content-Verdichtung.

Ein anderer Trend, der sich in den letzte Jahren im SEO Bereich entwickelt hat, ist der Ansatz, Inhalte holistisch darzustellen: Themen sollen ganzheitlich abgedeckt werden. In der Praxis sieht das meistens so aus, dass ein Thema möglichst vollumfänglich auf einer Unterseite abgehandelt wird. Das Resultat sind ellenlange Texte, die völlig unfokussiert alle Aspekte eines Themas darstellen.

Es wird ein wenig der Eindruck erweckt, dass vor allem die Textlänge ausschlaggebend für gute Rankings ist. Dies entspricht aber nur bedingt der Wahrheit. Und für den Nutzer hat dies nur selten den gewünschten Mehrwert. (Mehr zum Thema holistische Inhalte und SEO könnt ihr bei Sistrix nachlesen).

Wenn ihr eure Inhalte plant, dann geht am besten immer von eurer Zielgruppe aus, also von euren Nutzern. Überlegt euch, welche Fragen eure Nutzer zu einem Thema haben, welche Aspekte eines Themas für sie interessant sind. Sind alle Aspekte, die für eure Zielgruppe interessant sind, abgedeckt, braucht ihr nicht zwangsweise noch mehr Hintergrundinformationen liefern.

Zur Veranschaulichung dient ein Beispiel: Stellen wir uns vor, es geht um einen Onlineshop für Geschenkartikel. Rechtzeitig zur Weihnachtszeit hat der Betreiber eine Unterseite zum Thema Weihnachtsgeschenke erstellt. Dieses Thema ist saisonal sehr wichtig und das Keyword Weihnachtsgeschenke hat ein hohes Suchvolumen (450.000 Anfragen im November und Dezember). Es handelt sich dabei aber um ein relativ unpräzises Keyword. Potenzielle Kunden geben meist spezifischere Suchbegriffe ein, z.B. Weihnachtsgeschenke für Frauen oder Weihnachtsgeschenke für Kunden.

Suchvolumen für Weihnachtsgeschenke

Suchvolumen für Weihnachtsgeschenke im November und Dezember

Diese Keywords haben zwar ein geringeres Suchvolumen, doch die Suchintention des Nutzers lässt sich viel einfacher bedienen. Anstatt also lediglich eine Unterseite zum Thema Weihnachtsgeschenke zu erstellen, auf der alle Keywords abgedeckt werden, ist es sinnvoller, das Thema weiter herunterzubrechen und verschiedene Landingpages zu erstellen.

An den unterschiedlichen Suchbegriffen lässt sich schon erkennen, dass es sich um unterschiedliche Zielgruppe handelt mit unterschiedlicher Suchintention. Wer nach Weihnachtsgeschenke für Frauen sucht, möchte vermutlich seiner Freundin oder Frau eine Freude machen. Das Geschenk sollte daher ganz anderen Ansprüchen gerecht werden als Geschenke, die man seinen Mitarbeitern oder Kunden macht. Entsprechend sollten auch andere Inhalte ausgespielt werden.

Ziel ist es, möglichst alle Unterthemen abzudecken, die für die definierte Zielgruppe oder Zielgruppen interessant sind. Wenn ihr bereits eine Themenanalyse gemacht habt, könnt ihr diese als Grundlage nehmen. Überprüft hier aber am besten, ob ihr nicht noch mehr ins Detail gehen könnt.

Themengebiete definieren und abstecken

Eine Keywordanalyse hilft euch dabei, Keywords zu Themengebieten zu bündeln und weitere verwandte Themen zu finden. Außerdem gibt sie Aufschluss darüber, mit welchen Suchbegriffen nach welchen Inhalten gesucht wird. Das ist wichtig, damit ihr das passende Wording für eure Zielgruppe wählen könnt und sie so auch erreicht.

1. Google Suggest und verwandte Suchanfragen

Google Suggest und die verwandten Suchanfragen der Google-Suche sind ein hilfreiches Werkzeug, um relevante Keyword-Kombinationen zu erschließen. Wenn ihr in der Google-Suche einen Suchbegriff eingebt, schlägt euch das Tool weitere ähnliche und häufig frequentierte Suchbegriffe vor.

Google Suggest für Weihnachtsgeschenke

Google Suggest für Weihnachtsgeschenke

Außerdem erscheint unterhalb der Suchergebnisse eine Liste mit weiteren verwandten Suchanfragen.

Verwandte Suchanfragen für Weihnachtsgeschenke

Verwandte Suchanfragen für Weihnachtsgeschenke

Beide Funktionen liefern Ideen für Keyword-Kombinationen und Themen. Um noch weiter ins Detail zu gehen und alle Teilgebiete eines Begriffes abzudecken, könnt ihr die vorgeschlagenen Keyword-Kombinationen wiederum in Google eingegeben. Auf diese Weise erhaltet ihr ein breit gefächertes Kontingent an verschiedenen Keywords und Keyword-Kombinationen.

Google Suggest für Weihnachtsgeschenke für Freundin

Google Suggest für Weihnachtsgeschenke für Freundin

Verwandte Suchanfragen für Weihnachtsgeschenke für Freundin

Verwandte Suchanfragen für Weihnachtsgeschenke für Freundin

Wenn euch die manuelle Eingabe in Google zu aufwändig ist, könnt ihr dazu auch verschiedene Tools nutzen, die dieselben Ergebnisse liefern. Hierzu zählen zum Beispiel Ubersuggest und HyperSuggest. Auch GoogleTrends kann hilfreiche Ideen liefern.

2. Suchintention und Wettbewerber

Für die Identifikation der richtigen Keywords hilft es auch, wenn ihr euch die aktuellen Suchergebnisse zu einem Thema anseht. Auf der einen Seite seht ihr so, auf welche Keywords sich euer Online-Wettbewerb konzentriert. Vielleicht gibt es hier noch Keyword-Variationen oder Synonyme, die ihr noch nicht berücksichtigt habt. Das bedeutet aber nicht, dass ihr Inhalte von anderen Websites kopieren sollt. Sie sollten lediglich der Inspiration dienen.

Auf der anderen Seite ist es hilfreich, sich auch die Inhalte anzusehen, die zu den jeweiligen Suchbegriffen ranken. So könnt ihr feststellen, mit welcher Intention ein Nutzer nach dem jeweiligen Suchbegriff sucht.

Zum Beispiel ranken zum Suchbegriff „Weihnachtsgeschenke für die Freundin“ auf den oberen Positionen ausschließlich die entsprechenden Produktkategorien von Onlineshops.

Suchergebnisse vom 09.08.2018

Suchergebnisse vom 09.08.2018

Komplett andere Ergebnisse erhaltet ihr, wenn ihr nach „Selbstgemachte Geschenke für die Freundin“ sucht. Hier rankt kein einziger Onlineshop, sondern vor allem kreative Seiten mit großen Bildergalerien.

Suchergebnisse vom 09.08.2018

Suchergebnisse vom 09.08.2018

Das ist nur logisch, denn Nutzer, die nach Geschenkideen zum selber machen suchen, möchten nichts kaufen. Sie suchen nach Ideen und nicht nach Produkten.

Wenn ihr Inhalte plant, solltet ihr die Suchintention immer im Hinterkopf behalten.

3. Suchvolumen prüfen

Habt ihr die Themen und Keywords recherchiert, gebt ihr sie in den AdWords Keyword Planer ein, um das Suchvolumen zu ermitteln. Dieses gibt euch Aufschluss darüber, wie häufig bestimmte Begriffe durchschnittlich im Monat gesucht werden. Ihr könnt das Tool aber auch nutzen, um weitere Keyword-Ideen zu sammeln.

Suchvolumen im Keyword Planner abrufen (September bis Dezember)

Suchvolumen im Keyword Planner abrufen (September bis Dezember)

Eine Anleitung zur Nutzung des Keyword Planers findet ihr in einem anderen Blogartikel von uns. Wer keine ordentlichen Daten im Keyword Planer ausgespielt bekommt, weil er keine AdWords Kampagnen schaltet, kann ein alternatives Keyword-Tool nutzen. Auch hier werden Suchvolumen angezeigt.

Nachdem das Suchvolumen der Keywords ermittelt ist, wisst ihr, welche Begriffe am häufigsten gesucht werden und für welche Themen es sich lohnt Inhalte zu erstellen. Bedenkt dabei aber auch, dass nicht immer das Keyword mit dem höchsten Suchvolumen die beste Option ist. Berücksichtigt auch den Wettbewerb und die Suchintention, wenn ihr entscheidet, welche Themen ihr abdecken möchtet.

So kann es für einen Onlineshop, der ausschließlich fertige Geschenkartikel verkauft, unter Umständen wenig bringen, wenn er Themen wie „Geschenke selber basteln“ in Angriff nimmt. Andere Keywords bieten sich hier eventuell eher an.

4. Themencluster und Keyword Mapping

Habt ihr alle Keywords gesammelt und entschieden, auf welche Bereiche ihr euch konzentrieren wollt, solltet ihr damit beginnen, die einzelnen Suchbegriffe nach Unterthemen zu gliedern. Also wirklich festzulegen, zu welchen Keywords ihr eigene Unterseiten anlegen wollt und welche Keywords ihr zusammen auf einer Unterseite abbilden könnt.

Am besten führt ihr dazu ein Keyword-Mapping durch. Für jede Unterseite definiert ihr dabei ein Hauptkeyword, auf das ihr diese Seite optimieren möchtet. Dabei könnt ihr euch am Suchvolumen orientieren oder ihr nehmt das Keyword, das eure Zielgruppe eher verwendet. Alle weiteren Keyword-Variationen, die zu diesem Thema passen, ordnet ihr ebenfalls der Unterseite zu. Am besten könnt ihr so eine Keyword-Map in einer Excel-Tabelle anlegen.

Zum Beispiel könnt ihr eine Unterseite zum Thema „Weihnachtsgeschenke für den Freund“ anlegen, der ihr dann Keyword-Varianten wie „Weihnachtsgeschenk Freund“, „Geschenk Freund Weihnachten“ oder „Weihnachtsgeschenk für Freund“ zuordnet. Auf den ersten Blick könnte man „Was schenke ich meinem Freund zu Weihnachten“ ebenfalls dieser Unterseite zuordnen. Werfen wir aber einen Blick in die Suchergebnisse dazu, werden ganz andere Content-Arten ausgespielt als bei den ersten drei Keyword-Kombinationen.

Bei den ersten drei Suchanfragen werden hauptsächlich Kategorieseiten von Onlineshops ausgespielt:

Suchergebnis vom 09.08.2018

Suchergebnis vom 09.08.2018

Bei der letzten Suchanfrage erscheinen dagegen vor allem Blogs und Foren.

Suchergebnis vom 09.08.2018

Suchergebnis vom 09.08.2018

Die Suchintention ist also wieder eine andere. Und ganz andere Ergebnisse erhaltet ihr, wenn ihr nach „Weihnachtsgeschenke für Freund selber machen“ sucht:

Suchergebnis vom 09.08.2018

Suchergebnis vom 09.08.2018

Wenn ihr nicht sicher seid, ob ein Keyword zu einem übergeordneten Thema gehört oder ob ihr dafür eine eigene Seite erstellen sollt, schaut also einfach mal in die Google-Suche. Werden euch für das Keyword andere Suchergebnisse angezeigt als für das übergeordnete Keyword? Dann braucht ihr eine eigene Seite.

Themenbereiche müssen klar voneinander abgegrenzt werden, damit Google besser erkennen kann, welche Unterseite zu welchem Keyword ranken soll und es nicht zu einer Kannibalisierung kommt. Im Zweifelsfall entsteht sonst das Problem, dass mal die eine Seite zu einem Keyword rankt und mal die andere. Auf Dauer ist es dann schwierig, stabile Rankings zu erhalten.

Am besten erstellt ihr das gesamte Themencluster, bevor ihr mit der Erstellung von Inhalten beginnt. Dadurch ist es später einfacher, die einzelnen Inhalte ineinandergreifen zu lassen und Artikel aufeinander aufzubauen. Besonders wichtig ist so ein Plan, wenn ihr mit unterschiedlichen Textern arbeitet.

Inhalte platzieren

Auch die Positionierung der Inhalte auf der Website spielt eine wichtige Rolle und ihr solltet diese schon bei der Planung der Inhalte berücksichtigen. Je nachdem an welcher Stelle ein Inhalt veröffentlich werden soll, muss er unterschiedliche Bedingungen erfüllen. Darauf sollte bei der Erstellung bereits geachtet werden.

In der Regel habt ihr verschiedene Möglichkeiten Inhalte auf eure Website zu platzieren. Sie lassen sich zum Beispiel auf einer eigenen Landingpage der Website veröffentlichen, auf einer Produktkategorie-Seite, einer Produkt-Seite oder in einem Blog. Je nachdem welches Content Management System oder Shop System eurer Website zu Grunde liegt, seid ihr aber häufig eingeschränkt bei der Positionierung des Contents. Manche Onlineshop-Systeme bieten zum Beispiel nicht die Möglichkeit, eigene Content-Seiten zu erstellen. Hier empfiehlt sich die Integration eines Blogs, der dann zum Beispiel über WordPress läuft.

Abgesehen von den technischen Gegebenheiten spielt auch die Art des Inhalts und die Suchintention des Nutzers eine Rolle dabei, an welcher Stelle dieser am besten integriert wird. Inhalte, die über einen langen Zeitraum interessant sind, können gut auf eigenen Content-Seiten platziert werden. Hier sind sie fest verankert und der Nutzer findet sie leicht wieder. Es bietet sich an, in diesem Fall einen Ratgeber oder Ähnliches aufzubauen.

Inhalte, die einen aktuellen Bezug haben und nach einigen Wochen oder Monaten nicht mehr von Interesse sind, lassen sich dagegen gut über einen Blog abbilden. Auf diese Weise bleibt der Inhalt zwar auch bestehen, wandert aber mit der Zeit ins Archiv und macht aktuelleren Inhalten Platz. Werden im Blog Inhalte platziert, die auch eine lange Zeit später noch interessant sind, kann auf sie z.B. per interne Verlinkung verwiesen werden. Auch dies funktioniert, wenn man es richtig angeht.

Geht es aber um ein Thema, bei dem der Nutzer hauptsächlich nach Produkten sucht, solltet ihr ihm diese auch anbieten. Die Wahrscheinlichkeit, dass ihr in diesem Fall mit einem Ratgeber oder einem Blogartikel rankt und gleichzeitig den Nutzer zufrieden stellt, ist eher gering.

Überlegt euch daher schon vor der Erstellung der Inhalte, wo ihr diese integrieren wollt und welche Art von Content sich für das Thema anbietet.

Redaktionsplan erstellen

Wenn ihr sehr viele Inhalte erstellen möchtet und/oder mit unterschiedlichen Textern arbeitet, solltet ihr einen Redaktionsplan erstellen. Überlegt euch, welches Thema wann angegangen werden soll. Themen, die für euch besonders wichtig sind, könnt ihr zuerst abarbeiten, andere später. Bei Themen wie „Weihnachtsgeschenke“, bei denen sich die Nachfrage abhängig von der Saison stark ändert, ist es wichtig, diese zur richtigen Zeit auf der Website zu präsentieren. Im Januar interessiert sich niemand mehr dafür.

Wann das Interesse an einem Suchbegriff am stärksten ausgeprägt ist, lässt sich mit Google Trends ermitteln.

Google Trends: Interesse an Weihnachtsgeschenken im zeitlichen Verlauf (2017)

Google Trends: Interesse an Weihnachtsgeschenken im zeitlichen Verlauf (2017)

Das Interesse an Weihnachtsgeschenken hat seinen Höhepunkt wie zu erwarten im Dezember. Doch schon ab Oktober ist eine Steigerung des Suchinteresses zu erkennen. Plant eure Inhalte so, dass sie bereits einige Wochen online sind, bevor das Interesse ansteigt. Im Redaktionsplan sollte das Thema Weihnachtsgeschenke deshalb bereits für September vorgemerkt werden.

Betrachten wir noch kurz zwei Unterthemen. Weihnachtsgeschenke für die Mitarbeiter werden bereits im November gesucht:

Google Trends: Interesse an Weihnachtsgeschenken für Mitarbeiter im zeitlichen Verlauf (2017)

Google Trends: Interesse an Weihnachtsgeschenken für Mitarbeiter im zeitlichen Verlauf (2017)

Das Geschenk für den Freund wird allerdings erst Anfang Dezember und das Geschenk für die Freundin erst kurz vor Weihnachten:

Google Trends: Vergleich Interesse an Weihnachtsgeschenken für den Freund und die Freundin (2017)

Google Trends: Vergleich Interesse an Weihnachtsgeschenken für den Freund und die Freundin (2017)

Fazit

Wie ihr seht, gibt es einiges zu berücksichtigen, wenn es um die Planung von Inhalten für Suchmaschinen geht. Ihr müsst euch darüber im Klaren sein, welche Themengebiete für eure Nutzer wichtig sind, welche Fragestellungen ihr behandelt wollt und wie ihr die Themen inhaltlich herunterbrecht, so dass ihr die Suchintentionen richtig bedienen könnt. Außerdem solltet ihr auch schon vor der Texterstellung überlegen, an welcher Stelle der Website ihr die Inhalte platzieren möchtet und wann ihr welche Themen angeht. Auch wenn dies auf den ersten Blick sehr aufwändig zu sein scheint, kann ich euch empfehlen, diese Vorarbeit zu leisten. Sie spart euch später viel Aufwand.

dmexco Party

dmexco Partys & Veranstaltungen 2018

In knapp 3 Wochen startet die dmexco 2018 in Köln, das Branchentreffen der digitalen Wirtschaft, unter dem Motto „Take C.A.R.E. Curiosity. Action. Responsibility. Experience.“ Neben Expo und Konferenz gibt es jedes Jahr spannende Partys, auf denen Erfahrungen mit anderen Branchen-Mitgliedern ausgetauscht werden können und das Networken großgeschrieben wird. Denn Wissenstransfer sowie Kontaktaufbau und -pflege sind wichtig in der Digital Marketing Branche. Wir haben für euch die interessantesten Event- und Party-Tipps zusammengestellt.

Warm-Up für die dmexco – 11.09.2018

Bereits einen Tag vor der dmexco erwarten euch spannende Branchen-Events und Partys, die euch auf die kommenden Messetage einstimmen.

Performance Night 2018

Seit 2005 gehört die Performance Night zu den Warm-up Partys der dmexco und stimmt euch nun schon zum 13. Mal auf zwei spannende Messetage ein. Trefft Kollegen, Freunde und Interessierte aus allen Bereichen der digitalen Wirtschaft und tauscht euch in entspannter Atmosphäre aus.

Datum 11. September 2018
Beginn: 19:00 Uhr
Veranstaltungsort: Wolkenburg Köln
Adresse: Mauritiussteinweg 59, 50676 Köln
Tickets: Tickets können kostenlos registriert werden

Online Ad Summit 2018

Ebenfalls am Vortag zur dmexco findet der Online Ad Summit statt. Hier dreht sich alles um das Thema „Zwischen Adblocking und Datenschutz: Die Digitalbranche wächst an ihren Herausforderungen“. Vorträge und der Austausch mit Experten auf dem Online Ad Summit machen euch fit im gesamten Bereich der Online-Werbebranche. Lernt von Best Practice Ansätzen und alternativen Lösungen.

Datum 11. September 2018
Einlass: 09:30 Uhr
Beginn: 10:00 Uhr
Veranstaltungsort: Hyatt Regency Köln
Adresse: Kennedy-Ufer 2a, 50679 Köln
Tickets: 299€, für BVDW-Mitglieder 239€

Pre-Party von Show Heroes und Smart AdServer

Auf der dmexco Pre-Party von Show Heroes und Smart AdServer könnt ihr bei guter Musik und vielen neuen Kontakten in die Messetage der dmexco 2018 starten. Auch hier steht das Networking in entspannter Atmosphäre im Vordergrund. Einige besondere Überraschungen warten auf euch!

Datum 11. September 2018
Beginn: 20:00 Uhr
Veranstaltungsort: Die Wohngemeinschaft
Adresse: Richard-Wagner-Str. 39, 50674 Köln
Tickets: Tickets können kostenfrei bis zum 7. September registriert werden

VIP Opening der dmexco

Das VIP Opening ist ein exklusives Event am Vorabend der dmexco in der Flora Köln. Stimmt euch auf die Messetage und den Kongress in entspannter Atmosphäre ein. Allerdings haben nur geladene Gäste Zutritt zu dem Networking-Event.

Veranstaltungen am ersten Messetag – 12.09.2018

Der erste Messetag hält die meisten Partys für euch bereit. Hierzu zählen gemütliche Standpartys direkt auf der Messe, aber auch abendfüllende Veranstaltungen.

Cologne Club – Executive Lunch auf der dmexco

Der Cologne Club ist ein exklusives Event für eingeladene Gäste. Bei einem gemütlichen Mittagessen könnt ihr euch austauschen und networken.

Webtrekk Standparty

Direkt im Anschluss an den ersten Messetag könnt ihr bei der Standparty von Webtreek weiter networken. Kollegen und Freunde sind auch eingeladen. Lasst den ersten Messetag ausklingen oder nutzt die Zeit um neue Kontakte zu knüpfen, bevor ihr in die Nacht auf einer der dmexco-Partys startet.

Datum 12. September 2018
Beginn: 18:30 Uhr
Veranstaltungsort: Messe Köln, dmexco, Halle 8, C 011/D018

Spryker Standparty

Auch Spryker lädt zu einer Standparty ein. Auf 350 qm habt ihr die Möglichkeit zu networken – Drinks & Food inklusive. Stoßt mit Freunden, Kollegen und Geschäftspartner auf einen ersten erfolgreichen Messetag an. Die ein oder andere Überraschung macht euch zudem bereit für eine lange Partynacht.

Datum 12. September 2018
Beginn: 18:00 Uhr
Veranstaltungsort: Messe Köln, dmexco, Halle 7, C21 – E24

Offizielle dmexco Party

Die offizielle Party der dmexco zum Ende des ersten Messetages findet in der Wolkenburg in Köln statt. Hier gibt es Outdoor-Bars, Dancefloor, Live Performances und DJs. Aber auch wer networken möchte, findet ein Plätzchen um mit Partnern und Kollegen ins Gespräch zu kommen. Essen und Getränke sind im Ticketpreis enthalten.

Datum 12. September 2018
Beginn: 20:30 Uhr
Veranstaltungsort: Wolkenburg Köln
Adresse: Mauritiussteinweg 59 | 5676 Köln
Tickets: 119€

OMClub

Die inoffizielle Messeparty zur dmexco findet dieses Jahr bereits zum elften Mal statt. Nach einem Tag voller guter Gespräche, könnt ihr im Anschluss an eine der Standpartys den Rest des Abends in der Halle Tor 2 zum Tag machen und das, mit einer fantastischen Show unter dem Motto „We’re all mad here!“. Die OMClub-Party im Schnapszahljahr wartet mit einigen besonderen Überraschungen auf euch.

Datum 12. September 2018
Beginn: 12:00 Uhr
Veranstaltungsort: Halle Tor 2
Adresse: Girlitzweg 30, 50829 Köln
Tickets: kein regulärer Vorverkauf, ihr habt die Möglichkeit Tickets über Gewinnspiele oder über Sponsoren zu erhalten

Rockstars Aftershow Party

Auch in diesem Jahr gibt es wieder die Rockstars Aftershow Party der Online Marketing Rockstars. Bei kühlen Getränken und guter Musik könnt ihr das Bootshaus in Köln rocken. Auch dieses Jahr sind wieder einige Special Guests wie Samy mit seinem Deluxe Soundsystem dabei.

Datum 12. September 2018
Beginn: 21:00 Uhr
Veranstaltungsort: Bootshaus Köln
Adresse: Auenweg 173 | 51063 Köln
Tickets: 135,66€

Damit ist das Party-Programm der dmexco auch in diesem Jahr wieder sehr umfangreich.

Wenn ihr uns auf der Messe selbst treffen möchtet, habt ihr jetzt noch die Gelegenheit einen Termin mit uns zu vereinbaren.

Fehlt noch eine Party auf unserer Liste? Dann sagt uns gerne Bescheid. Ansonsten viel Spaß auf der dmexco.

Infos zu weiteren Online Marketing Konferenzen

Die SEO Strategie als Grundlage für erfolgreiche Suchmaschinenoptimierung

Immer wieder stellen wir bei neuen SEO Projekten fest, dass Suchmaschinenoptimierung bisher nicht mit einer Strategie oder klaren Zielen verbunden war. Einzelne Optimierungsmaßnahmen wurden isoliert durchgeführt und nicht aufeinander abgestimmt. Doch nur wer weiß, wohin er möchte und dieses Ziel mit einer durchgehenden Strategie verfolgt, gelangt dort auch hin.

Ich möchte euch zeigen, warum eine SEO Strategie für uns in der Agentur so wichtig ist, welche Bausteine dabei berücksichtigt werden und wie Unternehmen selbstständig eine Strategie erarbeiten können.

Die SEO Strategie als Schlüssel zum Erfolg bei Google

Die SEO Strategie als Schlüssel zum Erfolg bei Google

SEO Strategie – was ist das eigentlich?

Suchmaschinen sind die Anlaufstelle Nummer 1 im Internet. Damit eure Produkte und Dienstleistungen im World Wide Web gefunden werden und um eure Marke richtig zu positionieren, solltet ihr SEO als einen wichtigen Teil eurer Online Marketing Strategie ansehen. Gute Rankings erhaltet ihr nicht über Nacht. Viele Faktoren spielen dabei eine Rolle und nur wer die einzelnen Bausteine richtig aufeinander abstimmt, wird langfristig erfolgreich sein.

Eine SEO Strategie hilft euch dabei. Sie ist für uns die Maßnahmenplanung und Herangehensweise, um definierte SEO- bzw. Website-Ziele zu erreichen.

Mögliche Ziele oder Teilziele sind zum Beispiel

  • Positionierung mit relevanten Suchbegriffen
  • Steigerung des organischen Traffics
  • Steigerung der Conversions
  • Internationale Platzierung
  • Lokale Auffindbarkeit

Bei der Entwicklung einer SEO Strategie gibt es bei uns 3 Phasen: Die Analyse, die Bewertung und die Maßnahmenplanung.

Phase 1: SEO Analyse

Bevor wir mit der Planung der SEO Maßnahmen beginnen, unterziehen wir jede Website einem SEO Audit. Mit seiner Hilfe identifizieren wir Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken des Internetauftritts. Gleichzeitig dient er dazu die Digitale Positionierung des Unternehmens und seines Wettbewerbs und Umfelds zu ermitteln. Die Analyse ist die Basis für alle weiteren Schritte. Durch sie erkennen wir, wo die Probleme eines Internetauftrittes liegen und wie wir sie beheben können. Erst wenn wir alle relevanten Daten zusammen haben, kann das Projekt effizient angegangen werden.

Um das Projekt richtig einschätzen zu können, fragen wir zunächst einige Punkte beim Kunden ab. Dazu gehören:

  • Welche Zielgruppe soll mit der Website angesprochen werden?
  • Ist eine regionale oder internationale Präsenz gewünscht?
  • Welche Themengebiete und Keywords sind besonders wichtig?
  • Welche Produkte stehen im Fokus?
  • Welche Branche soll besetzt werden?
  • Welche Wettbewerber (online & offline) gibt es?

Dies zeigt uns eine grobe Richtung, in die das Projekt gehen soll. Ob sich die Angaben später als richtig erweisen oder es zum Beispiel noch ganz andere Wettbewerber auf dem Online-Markt gibt, überprüfen wir in der Bewertungsphase.

Für die Analyse benutzen wir verschiedene Tools wie zum Beispiel die Google Search Console, Screaming Frog, Sistrix, SEMRush, Searchmetrics und Google Analytics (bzw. das Webanalyse Tool, das der Kunde gerade verwendet, z.B. AT Internet, Webtrekk, etracker oder Piwik). Diese Tools liefern uns unter anderem folgende Daten:

  • Sichtbarkeit (Desktop und Mobile)
  • Keywords und Rankings
  • Indexierte Seiten
  • Traffic
  • Backlinks
  • Technische Websitestruktur
  • Bestehende Inhalte
SEO Strategie - Bausteine Analyse / Audit

SEO Strategie – Bausteine Analyse / Audit

Wichtig ist jetzt, diese auch richtig zu bewerten, denn das bloße Sammeln von Daten bringt uns nicht weiter. Für gewöhnlich beziehen wir uns dabei auf Google. Auf Wunsch können aber auch weitere Suchmaschinen wie Bing, Yahoo, Yandex oder Baidu berücksichtigt werden.

Phase 2: Bewertung

Sind alle Daten ermittelt, folgt die Bewertung: Was läuft schon gut, was läuft weniger gut und wo besteht dringender Handlungsbedarf? In der Bewertungsphase bringen wir die Analysedaten und die zuvor benannten Ziele zusammen.

I. Zieldefinition

Was sind die „wahren Ziele“? Was soll im Zuge der Optimierung erreicht werden? Ziele bestehen aus unserer Sicht – und auch aus Sicht von Google – nicht darin mit einem vordefinierten Keywordset auf Position 1 zu stehen. Das mag kurzfristig zwar sinnvoll erscheinen, auf lange Sicht ist dies aber nicht weit genug gedacht. Ziele können unter anderem die Generierung von mehr relevantem Traffic, Leads oder Conversions sein. Top Platzierungen und eine hohe Sichtbarkeit sind Teilziele.

2. Wettbewerb

Wie steht der Internetauftritt im Vergleich zum Wettbewerb dar? Welche anderen Anbieter werden zu relevanten Keywords gefunden? Wichtig ist, dass hierbei nicht nur die klassischen Wettbewerber beachtet werden, sondern vor allem, wer bei Google auf den vorderen Plätzen rankt. Online- und Offline-Markt unterscheiden sich hier manchmal sehr stark voneinander. Vielen Unternehmen ist gar nicht bewusst, wer ihnen in Google Konkurrenz macht.

3. Onpage Faktoren

Aus der Analysephase können wir ableiten, welche technischen und strukturellen Probleme die Website aufweist. Nun geht es darum die Faktoren zu identifizieren, welche die Sichtbarkeit der Website negativ beeinflussen. Können alle Inhalte von Google richtig gelesen, interpretiert und indexiert werden? Sind zum Beispiel strukturierte Daten richtig ausgezeichnet?

Hierbei unterscheiden wir zwischen Aufgaben mit relativ geringem Aufwand, die aber schnell Resultate zeigen, und Aufgaben, die nicht von heute auf morgen behoben werden können, auf lange Sicht aber zum Erfolg führen. Zur ersten Kategorie gehört zum Beispiel die Optimierung der Meta-Snippets. Aufwändiger gestaltet sich dagegen eine Neustrukturierung der Navigation.

4. Inhalte

Welche Inhalte sind relevant und haben Potential? Und mit welchen Suchbegriffen suchen Nutzer danach? Mithilfe von Themen- und Keywordanalysen identifizieren wir relevante Themengebiete, die zu den Angeboten der Website passen. Außerdem schauen wir uns an, wer zu den entsprechenden Keywords bereits rankt und ob eine Platzierung in diesem Umfeld realistisch ist.

Durch einen Abgleich mit bestehenden Inhalten und Rankings ermitteln wir, welche Themen bereits gut vertreten sind, welche noch optimiert werden müssen und wo Inhalte fehlen. Hilfreich dabei ist auch ein Content Audit. Dieser liefert nicht nur eine Bestandsaufnahme aller Inhalte der Website, sondern auch eine Bewertung auf Grundlage des Traffics. Auf dieser Grundlage lässt sich dann eine Content Strategie entwickeln.

5. Links

Aus der Analyse wissen wir, wie viele Backlinks eine Website hat, woher sie kommen und wohin sie führen. Im Vergleich zum Wettbewerb ermitteln wir, ob eine Linkstrategie nötig ist, um neue Links aufzubauen und eventuell auch alte Links abzubauen.

6. Mobile

Laut Google werden über die Hälfte aller Suchanfragen über mobile Geräte wie Smartphones gestellt. Zudem hat Google im März 2018 damit begonnen für die Bewertungen von Websites deren mobile Version heranzuziehen. Wichtig ist daher, dass eine Website auch auf Smartphones richtig angezeigt und bedient werden kann.

Wir schauen uns an, ob es eine mobile Variante der Website gibt, ob diese technisch richtig umgesetzt und auch für mobile Geräte optimiert ist. Struktur und Aufbau einer Website unterscheiden sich häufig für mobile Geräte und Desktop. Es muss sichergestellt sein, dass auch die mobile Version richtig gecrawlt werden kann und Unterseiten richtig verlinkt sind. Ein Responsive Design allein reicht hier nicht aus.

7. Pagespeed

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Seitenladezeit einer Website. Müssen Nutzer lange warten, bis URLs geladen sind, führt dies zu einer schlechten Nutzererfahrung. Mit jeder zusätzlichen Sekunde, die verstreicht, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass der Nutzer zurück in die Suchergebnisse springt und eine andere Website aufruft. Gerade beim Surfen von unterwegs mit dem Smartphone ist die Qualität der Internetverbindungen häufig schlecht und langsame Websites sorgen für zusätzlichen Frust. Dies hat auch Google längst erkannt und erklärte die Seitenladezeit im Juli 2018 zum offiziellen Rankingfaktor für mobile Suchergebnisse.

Grund genug zu prüfen, ob die Website von der Performance her mit dem Wettbewerb mithalten kann und wo es noch Möglichkeiten gibt, die Seitenladezeiten zu verbessern.

8. Webanalyse

Mithilfe von Webanalyse Tools wie Google Analytics können wir einen noch tieferen Einblick in die Qualität der Website und ihrer Inhalte erlangen. Wie viel Traffic erhält die Internetpräsenz aktuell? Wie verhält sich der Traffic aus der organischen Suche zu den Zugriffen der restlichen Kanäle? Wie viel Traffic kommt zum Beispiel über Direktzugriffe oder Social Media? Was lässt sich über die Absprungrate sagen? Wie verhalten sich Desktop-Nutzer im Vergleich zu mobilen Nutzern?

Anhand der Datenanalyse und der Bewertung können wir einschätzen und bestimmen, wie weit die Website von den gewünschten Zielen entfernt ist und wie die Seite optimiert werden sollte.

9. Website-abhängige Sonderfälle

Abhängig vom Website-Typ gibt es noch weitere Punkte, die überprüft und bewertet werden müssen. Spezielle Fälle sind beispielsweise folgende:

Phase 3: Maßnahmenplanung

Nachdem wir in enger Abstimmung mit dem Kunden ermittelt haben, wo die Website steht, was gut ist und was schlecht ist, klären wir gemeinsam ab, wo unsere Maßnahmen ansetzen müssen. Es geht also an die Planung der konkreten Maßnahmen und die Erstellung eines Projektplans.

  • Welche Maßnahmen dienen dazu, die gewählten Ziele zu erreichen?
  • Wo liegen Schwerpunkte, was wird priorisiert?
  • Welche Punkte gehen wir wann an?

Im Projektplan legen wir die einzelnen Teilschritte fest. Dazu zählen auch die Abstimmung des Timings und die Klärung der Verantwortlichkeiten. Welche Aufgaben können wir alleine übernehmen, wo brauchen wir Feedback vom Kunden und bei welchen Bereichen sind wir auf die Unterstützung der IT angewiesen?

SEO Strategie für die Ewigkeit?

Nun könnte man davon ausgehen, dass die ausgearbeitete SEO Strategie und die damit verbundenen Maßnahmen einfach abgearbeitet werden können. Doch spätestens seit den Google Panda und Penguin Updates hat sich gezeigt, dass Google uns gerne einen Strich durch die Rechnung macht und bestimmte Maßnahmen durch entsprechende Updates ihren Zweck nicht mehr erfüllen können oder überflüssig werden. Maßnahmen müssen dann plötzlich ganz anders priorisiert werden.

Und auch das Suchverhalten der Nutzer ändert sich. Durch die verstärkte Smartphone-Nutzung werden immer mehr Suchanfragen von unterwegs gestellt. Inhalte müssen daher ganz anderen Anforderungen gerecht werden als noch vor ein paar Jahren. Und auch die Voice Search verändert die Art und Weise wie Inhalte optimiert werden müssen.

Eine regelmäßige Hinterfragung der Maßnahmen und eine Überprüfung ihres Erfolgs sind daher sehr wichtig. Erzielt eine Maßnahme nicht den gewünschten Effekt, muss man so flexibel sein, diese auch wieder rückgängig machen zu können oder abzuändern. Eine regelmäßige Qualitätskontrolle gehört deshalb für uns mit zu einer guten SEO Strategie.

Tipp: Wenn ihr euch für eine SEO Agentur entscheidet, solltet ihr besonders darauf achten, dass hinter den SEO Maßnahmen auch eine gut durchdachte Strategie steckt. Überprüft folgende Aspekte: Sind Ziele definiert? Gibt es klare Kennzahlen, die erreicht werden sollen? Wo geht es hin?

Die SEO Strategie im Marketing Mix

Was uns bei SEO Projekten immer wieder auffällt, ist, dass die SEO Aktivitäten und Maßnahmen, und damit auch die Strategie, losgelöst von anderen Marketingprozessen im Unternehmen gesehen werden. Dabei ist es für den Erfolg in Google und anderen Suchmaschinen sehr wichtig, dass alle Marketing Maßnahmen aufeinander abgestimmt sind, wie zum Beispiel Produkteinführungen, Werbemaßnahmen (auch im Offline Bereich) oder Mailings.

Die Präsenz im Internet und die dortige Ausrichtung soll das Unternehmen so widerspiegeln, wie es sich für seine Kunden präsentiert. Dazu gehören auch alle Marketing Maßnahmen. Die Abstimmung mit Marketing, IT und Geschäftsleitung ist daher sehr wichtig für uns.

Fazit

SEO und die Wichtigkeit von Google sind längst bei Unternehmen angekommen. Als SEO Berater müssen wir nicht mehr erklären, welchen Stellenwert Suchmaschinenoptimierung im Marketing einnimmt. Es geht vielmehr darum mit den richtigen Maßnahmen bessere Rankings und mehr relevante Nutzer auf die Website zu holen. Mit unserer SEO Strategie versuchen wir, eine kontinuierliche Optimierung zu erreichen, die langfristig Erfolg verspricht. Wichtig dafür ist

  • einen Internetauftritt laufend zu analysieren und zu bewerten,
  • Maßnahmen zu hinterfragen
  • und vor allem auch aktuelle Entwicklungen auf dem Suchmaschinenmarkt zu beobachten
  • und dabei trotzdem die Flexibilität zu behalten auf wichtige Trends zeitnah zu reagieren.

Content Optimierung für Suchmaschinen – SEO meets gute Inhalte

Der Begriff Content Optimierung ist in aller Munde. Renommierte Online Experten raten Webmastern dazu, ihre Inhalte für Suchmaschinen zu optimieren: seien es Bilder, Texte oder Überschriften. Aber was genau bedeutet Content Optimierung? Mit wie viel Aufwand ist sie verbunden und welchen Maßstab für guten oder schlechten Content gibt es? Im folgenden Artikel sollen diese Fragen geklärt und eine Vorgehensweise für Content Optimierung aufgezeigt werden.

Am Anfang war die Keywordanalyse

Ehe ihr euch der Optimierung eures Contents widmet, ist eine fundierte Keywordanalyse das A und O. Sie bildet die Grundlage für eure Arbeit. Plant ausreichend Zeit für diesen Arbeitsschritt ein, damit ihr das Themengebiet umfassend und, wenn es erforderlich ist, auch saisonal recherchieren könnt. Ermittelt relevante Keywords und deren Suchvolumina. Berücksichtigt neben Brandbegriffen, sofern ihr für eine Firma oder eine Marke arbeitet, auch generische Keywords und vergesst die Longtail Keywords nicht.

Es ist vor allem bei Themen, zu denen man bis dato keinen Zugang hatte, nicht immer leicht, Keywords geschickt zu recherchieren. Fragt an dieser Stelle Kollegen oder Freunde, was sie mit dem jeweiligen Thema verbinden. Zudem hilft euch bei eurer Recherche Google Suggest

Beispiel Suchanfrage zu plexiglas

Beispiel Suchanfrage zu plexiglas 

oder die ähnlichen Suchanfragen, die ihr am Ende der Suchergebnisse findet:

Beispiel Suchanfrage zu plexiglas

Beispiel Suchanfrage zu plexiglas

Der Keyword Planer von Google ist ebenfalls ein hilfreiches Tool bei der Recherche. Er ist kostenlos und zeigt nicht nur die Suchvolumina von bestimmten Keywords an, sondern liefert auch weitere Keyword Ideen, die ihr eventuell nutzen könnt.

Habt ihr ausreichend Keywords zusammen, sollten diese sinnvoll in Gruppen gegliedert werden. Eine ausführliche Anleitung, wie ihr bei einer Keywordanalyse vorgeht, findet ihr in unserem Blog.

Eine stimmige Gruppierung ist vor allem für den nächsten Arbeitsschritt sehr sinnvoll. Optimaler Weise stimmen diese Gruppen mit den Bereichen der Website überein, sodass ihr einzelnen Unterseiten schneller Haupt- und Nebenkeywords zuordnen könnt.

Zuordnung der Keywords

Im nächsten Schritt ordnet ihr euren Keywords den passenden Unterseiten zu. Bei dem sogenannten Keyword-Mapping solltet ihr auf zwei Dinge besonders achten:

  1. Sind alle wichtigen Themen und Keywords, die ihr in der Analyse ausgearbeitet habt, auf der Website vorhanden?

Ist dies nicht der Fall, solltet ihr euch für eure Content Optimierung direkt vormerken, dass ein Ausbau der jeweiligen Themen ratsam wäre.

  1. Gibt es zu jedem Keyword eine Seite oder sind mehrere Unterseiten, die dasselbe Keyword behandeln, vorhanden?
    Ist dies der Fall, solltet ihr das ebenfalls für eure Content Optimierung vormerken. Hier sind weitere Schritte erforderlich, um Duplicate Content zu vermeiden. Abhilfe leisten kann hier zum Beispiel ein Canonical Tag oder die Zusammenlegung der Inhalte.

Nach der Zuordnung habt ihr ein Dokument, in dem alle eure Unterseiten oder ausschließlich die Unterseiten, die ihr optimieren wollt, aufgelistet sind. Jeder URL ist dann ein individuelles Hauptkeyword und mehrere Nebenkeywords zugeordnet. Wie genau ihr bei einem Keyword-Mapping vorgeht, haben wir ebenfalls für euch im Blog zusammengefasst.

Mit der Keywordanalyse und dem -mapping habt ihr nun den Grundstein für eine erfolgreiche Content Optimierung gelegt. Als nächstes gilt es sich zu überlegen, mit welchen Unterseiten ihr beginnen wollt. Ein möglicher Ansatz ist zu schauen, welche Unterseiten am meisten Potential bieten. Wie hoch ist das Suchvolumen des jeweiligen Keywords? Gibt es für das Keyword bereits gute Wettbewerber oder sind die ersten Rankingplätze mit dürftigen Seiten besetzt? Ein weiterer wichtiger Faktor ist, ob das Thema der Unterseite saisonalen Schwankungen unterliegt. Bietet eine Tourismus-Website Unterseiten zu den Themen Wintersport und Freibäder, macht es durchaus Sinn, die Freibäder im Frühling und den Wintersport im Herbst zu optimieren.

Erstellt euch einen Optimierungsplan, in dem ihr euer Vorgehen für die nächsten sechs bis zwölf Monate plant und tragt hier auch eure Fortschritte ein.

Detaillierte Content Optimierung

Bei der detaillierten Optimierung betrachtet ihr folgende Faktoren auf den URLs, die ihr optimieren möchtet:

  • Meta-Daten
  • Überschriften
  • Text
  • Bilder
  • Interne Verlinkung

Dabei steht bei den unterschiedlichen Prüfpunkten stets das zuvor definierte Keyword der jeweiligen Unterseite im Vordergrund.

Meta-Daten

Der erste Berührungspunkt mit eurer Website ist für potenzielle Nutzer das Suchergebnis, das sogenannten Snippet. Dieses setzt sich aus den Meta-Daten Title und Description zusammen.

Schaut euch zunächst das bestehende Snippet an. Hierbei helfen euch unterschiedliche Tools, wie zum Beispiel das kostenlose Snippet-Tool von Sistrix. Wichtig beim Title und bei der Description ist, dass vor allem im Title das relevante Keyword erwähnt wird. Die Description bietet Platz für Nebenkeywords. Das Snippet sollte so formuliert sein, dass es zum Klicken anregt. Das Keyword sollte dabei im Title möglichst weit vorne stehen. Die Description sollte beschreiben, worum es auf der Seite geht und bestenfalls ein Call-To-Action-Element enthalten.

Snippet der lunapark Startseite

Snippet der lunapark Startseite

Auch hinsichtlich der Länge gibt es konkrete Vorgaben. Ein optimierter Title ist 55 bis 60 Zeichen inklusive Leerzeichen lang, bei der Description liegt der Richtwert zwischen 140 und 156 Zeichen. Ist das Snippet eurer Unterseite nicht optimiert, macht an dieser Stelle Vorgaben oder passt es direkt im CMS an. In unserem Blog findet ihr eine Anleitung für das Verfassen von Snippets.

Überschriften

Bei der detaillierten Content Optimierung prüft ihr auch die Überschriften. Hier könnt ihr entweder händisch vorgehen oder die Hilfe von Tools nutzen. Wenn ihr die Überschriften händisch kontrolliert, schaut euch die h-Tags im Quellcode an.

H-Tags im Quellcode überprüfen

H-Tags im Quellcode überprüfen

Alternativ gibt es Tools, die euch alle Überschriften übersichtlich zeigen. Das Website Success Tool von Ryte liefert euch folgende Informationen, wenn ihr die URL der jeweiligen Unterseite eingebt.

Website Success von Ryte

Website Success von Ryte

Hier seht ihr alle h-Überschriften geordnet, wie sie auf der Unterseite auftauchen. Neben Ryte gibt es auch kostenlose Tools, die euch eine solche Übersicht liefern. SEORCH ist ein Gratis-Tool, mit dem ihr eure Unterseiten analysieren könnt, unter anderem zeigt das Tool auch die Überschriften Hierarchie an.

Seitenanalyse mit SEORCH

Seitenanalyse mit SEORCH

Unabhängig davon, welches Tool ihr nutzt, ist es wichtig, dass auf jeder Unterseite nur eine h1-Überschrift vorhanden ist. Diese sollte nach Möglichkeit das wichtigste Keyword enthalten. Unterüberschriften sollten als h2 oder h3 formatiert sein.

Im Footer, in der Sidebar sowie in der Navigation ist die Verwendung von h-Tags nicht empfehlenswert.

Text

Der Text, der sich auf der Seite befindet, sollte zu dem jeweiligen Thema passen und informativ sein. Wichtig an dieser Stelle ist, dass er die Suchintention des Nutzers befriedigt. Der Text muss also genau die Antwort liefern, die der Nutzer haben möchte. Der Fokus liegt also auf dem Inhalt. Die Zeiten, in denen Keywordstuffing das Ranking positiv beeinflusst hat, sind längst vorbei.

Mittlerweile gibt es auch für das Texten einige Tools, die einem helfen, die richtigen Fragen zu beantworten und die richtigen Keywords zu nutzen. Wenn ihr nicht auf kostenpflichtige Tools zurückgreifen möchtet, ist ein geschicktes Vorgehen der Blick auf die Konkurrenz. Bleiben wir bei dem Beispiel Plexiglas. Wenn ihr den Begriff googlet und euch die ersten fünf Positionen anseht, bekommt ihr einen Eindruck davon, was ihr tun müsst, um besser zu ranken.

  • Welche Fragestellungen werden auf den Websites der Konkurrenz beantwortet?
  • Welche Keywords kommen vor und wie lang sind die Texte?
  • Gibt es Bilder auf der Seite?
  • Schaut euch auch das Snippet an, um hier Inspirationen zu erhaschen.

Wenn ihr die ersten vier oder fünf Positionen genau untersucht, notiert euch die Fragestellungen und die Themen, die auf der Seite behandelt werden. Daraus erarbeitet ihr eine stimmige Struktur für den Text für eure Unterseiten. Ist bereits Text auf eurer Seite vorhanden, baut diesen aus und schaut dabei, welche Fragestellungen ihr bereits beantwortet habt. Optimaler Weise ist euer Text am Ende länger, als der Text auf einer der Seiten, die auf den ersten vier oder fünf Positionen ranken.

Schaut auch, ob ihr in eurem Text relevante Keywords genutzt habt oder ob sich an der ein oder anderen Stelle noch einige ergänzen lassen. Hierbei hilft euch das Content Optimize Tool von Ryte.

Content Optimize Tool von Ryte

Content Optimize Tool von Ryte

Mit dem Tool könnt ihr entweder einen neuen Text schreiben oder einen bestehenden Text optimieren. Dazu gebt ihr in dem Feld einfach den Text ein und definiert ein Hauptkeyword. Ihr trefft eine Länder- und Sprachwahl. Das Tool liefert euch dann Vorschläge an Wörtern, die ihr häufiger, bzw. weniger häufiger benutzen solltet.

Bestehenden Text optimieren mit Ryte

Bestehenden Text optimieren mit Ryte

Lest den Text gründlich Korrektur und verlinkt andere Unterseiten an den Stellen, an denen es Sinn macht.

Bilder

Wenn ihr auf eurer Seite Bilder verwendet, prüft die Alt-Tags. Das Alt-Tag sollte grob beschreiben, worum es auf dem Bild geht.

Alt-Tags von Bildern im Quell-Code prüfen

Alt-Tags von Bildern im Quellcode prüfen

Wenn die Alt-Tags bei euch fehlen, ergänzt sie. Wenn sie nicht aussagekräftig sind, verbessert sie.

Es gibt unterschiedliche Wege, wie ihr die Alt-Tags prüfen könnt. Ihr findet sie im Quellcode der Seite, aber auch im Screaming Frog, bei Ryte oder SEORCH findet sich eine Übersicht der Alt-Tags.

Seitenanalyse mit SEORCH

Seitenanalyse mit SEORCH

Mehr zum Thema Bildoptimierung findet ihr im Artikel Bilder SEO: Bildoptimierung für Websites.

Interne Verlinkung

Ein weiteres Prüfkriterium bei der Content Optimierung ist die interne Verlinkung. Achtet hier darauf, dass ihr sowohl von der jeweiligen Unterseite aus auf andere Seiten verlinkt, als auch von anderen Seiten auf die jeweilige Unterseite.

Dabei ist es wichtig, dass der Anchortext (also der Linktext) des Links aus dem Haupt- oder den Nebenkeywords der Unterseite besteht, auf die der Link zeigt. Wichtig ist auch, dass ein Anchortext jeweils nur einer Seite zugeordnet ist und nicht auch für eine andere Unterseite verwendet wird.

Wenn ihr wissen wollt, wo die jeweilige Unterseite bereits verlinkt ist und welche Links sich auf ihr befinden, findet ihr das mit dem Screaming Frog heraus. Dazu müsst ihr zuvor einen kompletten Crawl der Website machen.

Interne Verlinkung mit dem Sreaming Frog prüfen

Interne Verlinkung mit dem Sreaming Frog prüfen

Hier könnt ihr euch die Inlinks (eingehenden Links) und die Outlinks (ausgehenden Links) einer Unterseite und auch die dazu gehörigen Anchortexte anzeigen lassen.

Besitzt eure Website eine schlecht ausgebaute interne Verlinkung, solltet ihr dies verbessern. Schaut hierzu, an welchen Stellen sich eine Verlinkung anbietet und achtet dabei darauf, dass ihr stets passende Anchortexte wählt. Übrigens: Die Suchmaschine wertet Links im Fließtext stärker, als an anderen Stellen. Achtet also besonders im Fließtext auf eine gute interne Verlinkung.

Wie kann ich überprüfen, ob meine Optimierungen etwas gebracht haben?

Eure Arbeit ist mit der Optimierung natürlich noch nicht getan. Schließlich wollt ihr ja wissen, ob eure Maßnahmen einen positiven Effekt haben. Also müsst ihr einen geeigneten Weg finden, um die Entwicklung der Unterseite zu monitoren. Hierzu ist es zunächst wichtig, dass ihr euch notiert, wann ihr die Änderung vorgenommen habt. Vor allem Textoptimierungen brauchen einige Zeit, bis sich ihre Auswirkungen zeigen. Ihr solltet euch also ein paar Wochen gedulden.

Wenn ihr ein Webanalyse-Tool verwendet, könnt ihr Fortschritte anhand des Traffics und anderen Kennzahlen nachverfolgen. Im Google Analytics Konto könnt ihr zum Beispiel unter Verhalten > Website Content > alle Seiten eure Unterseite auswählen. Wählt dann den Zeitraum aus, den ihr angezeigt bekommen wollt und stellt das Segment „organischer Traffic“ ein.

Optimierungserfolge mit Google Analytics nachvollziehen

Optimierungserfolge mit Google Analytics nachvollziehen

Wenn ihr gezielt die Keyword Rankings beobachten wollt, könnt ihr dafür bestimmte Monitoring Tools, wie Sistrix, AWR Cloud oder Keywordmonitor nutzen. Notiert euch den Traffic und die Rankings einmal monatlich, sodass ihr einen dokumentierten Verlauf erhaltet.

Fazit

Mit gezielten, auf die Wettbewerber abgestimmten Maßnahmen habt ihr die Möglichkeit, eure Rankings zu verbessern und den SEO Traffic zu steigern. Einige Maßnahmen funktionieren schneller, wie zum Beispiel die Snippet Optimierung. Andere Maßnahmen brauchen, wie oben bereits erwähnt, etwas Zeit. Natürlich ist die Content Optimierung kein Garant dafür, dass ihr irgendwann die Top Positionen in den Google Suchergebnissen erreicht. Wenn eure Seite technische Probleme oder andere Defizite aufweist, hilft auch die Content Optimierung nicht viel. Mit einem geschickt ausgearbeiteten Reporting könnt ihr die Entwicklung der jeweiligen Unterseite oder Unterseiten gut beobachten.

Daten Analyst und Chief Data Officer – Wen braucht mein Unternehmen für die Webanalyse?

Wir haben euch in unseren Artikeln „Finde das richtige Webanalyse-Tool“ und „Neues Webanalyse-Tool implementieren – Planung ist alles!“ bereits gezeigt, wie ihr das richtige Tool auswählt und wie ihr die Implementierung planen könnt. In diesem dritten Artikel möchten wir uns einem Bereich zuwenden, der häufig unterschätzt wird: Die Menschen, die mit dem Tool arbeiten.

Es reicht leider nicht, euren Mitarbeitern ein Tool aufzusetzen und diese dann mit dem Tool allein zu lassen. Um wirklich wertschöpfend mit einem Analyse-Tool zu arbeiten, braucht es ausreichend Ressourcen und eine sinnvolle Einarbeitung der beteiligten Mitarbeiter.

Dabei muss für euer Unternehmen geklärt werden, ob ein spezieller Analyst die Datenauswertung übernehmen soll, ob das Marketing die Aufgabe zusätzlich übernimmt oder ob jeder betroffene Bereich seine eigenen Daten analysiert. Dabei ist natürlich entscheidend, welche Ressourcen im Unternehmen freigemacht werden können.

Start in die Webanalyse

Was sollte ein guter Daten Analyst mitbringen?

In den letzten 1,5 Jahren hat ein Umdenken stattgefunden und den Unternehmen ist die Wichtigkeit der Datenanalyse bewusster denn je. Daher sind erfahrene Analysten heiß begehrt – aber auch schwierig zu finden. Der Aufbau von internem Know-how kann daher entscheidend sein.

Habt ihr Glück und euer Unternehmen verfügt über einen eigenen Analysten, so sollte dieser innerhalb des Unternehmens eine Schnittstellenposition einnehmen. Er arbeitet mit allen betroffenen Abteilungen zusammen und hat so eine Gesamtsicht auf das Thema. Er ist in der Lage, die einzelnen Arbeitsbereiche der Webanalyse zu bündeln – auch gegenüber der Geschäftsführung.

Was sollte ein Analyst mitbringen? Noch gibt es keine einheitliche Ausbildung zum Analysten, daher können Analysten sowohl aus der IT, als auch aus dem Marketing oder anderen Fachbereichen stammen. Technisches Basiswissen ist auf jeden Fall von Vorteil. Ein guter Analyst sollte zudem gerne und viel hinterfragen und sich mit anderen Beteiligten auseinandersetzen können – Kommunikationsbereitschaft ist daher essenziell wichtig. Oft reden einzelne Abteilungen (Technik, IT, Marketing, Vertrieb etc.) aneinander vorbei – der Analyst nimmt hier eine moderierende Rolle ein. Ein guter Analyst verfügt zudem über die Fähigkeit, Daten zu verdichten, sodass sie auch jemand versteht, der nicht so tief in den Daten steckt.

Ein guter Analyst ist also nicht auf reine Technik beschränkt. Allerdings ist die Rolle des Analysten vor allem dafür verantwortlich, aufzuzeigen, was auf der Webseite noch nicht so gut funktioniert – sicherlich nicht für jeden eine geeignete Aufgabe.

Webanalyse-Wissen intern aufbauen

Wenn euer Unternehmen intern Mitarbeiter für die Webanalyse ausbilden möchte (oder muss), ist es sinnvoll Unterstützung durch eine externe Agentur oder einen externen Berater in Anspruch zu nehmen. Wenn intern Kompetenzen fehlen, beschleunigt Hilfe von außen den Prozess, denn man profitiert von der externen Erfahrung. Muss das Wissen intern, ohne Hilfe von außen aufgebaut werden, braucht dies deutlich mehr Zeit.

Im Unternehmen muss ein Bewusstsein für die Arbeit mit Daten geschaffen werden: Das Tool ist nur Mittel zum Zweck, die eigentliche Analyse durchführen und damit Antworten auf das „Warum“ finden, können nur die Menschen hinter dem Tool.

Gerade für Personen, die noch nie mit Analytics gearbeitet haben, müssen Basics erklärt werden und es muss ein gewisses Grundvertrauen in die Daten geweckt werden. Denn: Bestehen Zweifel an der Richtigkeit der Daten, so werden auch alle Analysen in Zweifel gezogen. Grundlage muss daher sein, den Mitarbeitern zu vermitteln, wie Daten gesammelt und Metriken überhaupt berechnet werden.

Bei der Schulung der Mitarbeiter müssen alle beteiligten Personen einbezogen werden, um ein unabhängiges Arbeiten zu ermöglichen. Dafür ist wichtig, vorab genau festzulegen, wer mit den Daten arbeiten wird und dementsprechende Schulungen braucht. Es ist außerdem sinnvoll nicht nur einen einzelnen Mitarbeiter fortzubilden, damit das Wissen nicht mit dem Mitarbeiter das Unternehmen verlassen kann.

Neben Seminaren zu Grundlagen, bietet sich auch ein individuelles Coaching an. Jede Abteilung, die mit Webanalyse arbeitet, hat andere Bedürfnisse und benötigt unterschiedliche Daten und Analysen. Ganz konkrete Fragen können daher in diesem Rahmen besser beantwortet werden, als durch Seminare, die das Thema eher umfassend behandeln. Zusätzlich können externe Agenturen und Berater helfen, eine Nutzersicht einzunehmen und der natürlichen Betriebsblindheit entgegenzuwirken, die sich gerne einstellt.

Was den Mitarbeitern oft noch fehlt, selbst wenn die Bedienung des Tools bereits bekannt ist, sind die wichtigen Fragestellungen hinter der Analyse: Was kann ich mit den Daten anfangen? Was kann ich daraus lesen? Wie sieht unser Plan aus? Ziel eines sinnvollen Coachings dürfen also nicht nur technische Fragen sein, sondern auch der Blick auf das große Ganze: Wofür machen wir das überhaupt?

Die Erfahrung zeigt, dass es sich lohnt ein weiteres Coaching anzusetzen, wenn bereits einige Zeit mit dem neuen Tool gearbeitet wurde. Hier können ganz konkrete Fragen zur alltäglichen Arbeit mit dem Tool beantwortet werden, die vielleicht erst während der Nutzung aufgekommen sind.

Förderlich ist auch ein reger Austausch unter den Nutzern, beispielsweise im Rahmen eines monatlichen Meetings, in dem die aktuellen Herausforderungen oder Lösungen für angefallene Probleme besprochen werden. So wird auch der interne Wissenstransfer gefördert und wertvolle Arbeitszeit eingespart, weil sich nicht jeder einzeln mit einem Problem auseinandersetzen muss, das ein anderer vielleicht schon für sich gelöst hat.

Brauche ich einen Chief Data Officer?

In großen Unternehmen stellt sich zusätzlich zur Position des Analysten die Frage, ob ein Chief Data Officer (CDO) eingesetzt werden sollte. Gerade in Unternehmen, die viele oder besonders sensible Daten erheben, ist dies sinnvoll. Ob es sich dabei tatsächlich namentlich um einen CDO handelt, oder ob jemand anderes sich in dieses Thema einarbeitet und Verantwortung übernimmt, ist dabei zweitrangig. Wichtig ist, dass jemand im Unternehmen den Überblick behält, wo und wie Daten gesammelt und verarbeitet werden. Diese Person kann auch als Ansprechpartner fungieren, wenn Abteilungen spezielle Daten benötigen oder Fragen zur Datenerhebung haben.

Fazit

Die Webanalyse ist kein Selbstläufer, sondern benötigt Mitarbeiter, die den Sinn hinter den Daten verstehen und wissen, wie sie interpretiert werden können. Hierzu muss euer Unternehmen Ressourcen bereitstellen, um passendes Personal einzustellen oder Mitarbeiter intern weiterzubilden.

Domain-Wechsel: Von der ccTLD zur geoTLD und die Folgen für SEO

Bei der Suchmaschinenoptimierung internationaler Websites spielt die Wahl der richtigen Domain-Strategie eine entscheidende Rolle. Unter Umständen werden relevante Inhalte nicht oder nur sehr eingeschränkt im passenden Land ausgespielt, wenn ihr hier auf die falsche Domain setzt. In einem Fallbeispiel zeige ich euch, welchen Zuwachs an Sichtbarkeit die Umstellung von einer länderspezifischen Top-Level-Domain auf eine regionale Top-Level-Domain haben kann und dass sich der Aufwand durchaus lohnen kann.

Länderspezifische Top-Level-Domain vs. generische Top-Level-Domain

Kurz zum Hintergrund: Google bewertet länderspezifische Top-Level-Domains (ccTLD) anders als generische Top-Level-Domains (gTLD). Länderspezifische Domains besitzen eine Endung, die sich aus dem Country Code eines Landes zusammensetzt, wie zum Beispiel .de für Deutschland oder .it für Italien. Im zur Endung passenden Land haben diese Domains häufig einen Ranking-Vorteil. In anderen Ländern ranken sie tendenziell schlechter.

Generische Top-Level-Domains besitzen eine neutrale Endung wie .com oder .info. Sie haben keinen Ranking-Vorteil in einem bestimmten Land, dafür aber auch keinen Nachteil in anderen Ländern. Befinden sich auf einer Website Inhalte, die in mehreren Ländern gefunden werden sollen, macht es Sinn, eher eine generische Domain zu verwenden. Alternativ kann aber auch für jedes Land eine eigene länderspezifische Domain verwendet werden. Die Nutzung einer länderspezifischen TLD für alle Zielländer ist hingegen nicht zu empfehlen.

Seit einigen Jahren gibt es auch noch die geoTLDs. Diese Domains setzen sich zwar nicht aus dem Country Code eines Landes zusammen, weisen aber trotzdem einen geografischen Bezug auf. Zu ihnen zählen zum Beispiel Endungen wie .berlin oder .nrw. Bisher werden diese Domains von Google wie ganz normale generische TLDs behandelt. Es ist allerdings nicht auszuschließen, dass sich dies irgendwann ändert. Sollte Google Daten sammeln, die nahelegen, dass es sich bei den Inhalten auf Websites, die diese Domains nutzen, um regionale Inhalte handelt und diese vor allem in einem bestimmten Gebiet nachgefragt sind, können sich hier neue Ranking-Vorteile und -Nachteile ergeben.

Die Ausgangssituation

In meinem Beispiel geht es um eine Website, die eine österreichische Länder-Domain verwendete (.at). Auf der Website befinden sich Inhalte in Deutsch, Englisch, Niederländisch und Italienisch. Für jede Sprache gibt es ein eigenes Unterverzeichnis. Außerdem werden hreflang-Tags verwendet, um die Inhalte den entsprechenden Sprachen zuzuordnen.

Die Website wird regelmäßig gepflegt und erhält kontinuierlich neuen Content. In Österreich entwickelte sich die Sichtbarkeit entsprechend positiv.

Sichtbarkeit im österreichischen Google-Index (Quelle: Sistrix)

Sichtbarkeit im österreichischen Google-Index (Quelle: Sistrix)

In den anderen Ländern war zwar auch eine leichte Steigerung zu erkennen, im Vergleich zum österreichischen Google-Index blieb sie hier aber auf einem deutlich niedrigeren Niveau.

Vergleich: Sichtbarkeit in Österreich, Deutschland, den Niederlanden und Italien (Quelle: Sistrix)

Vergleich: Sichtbarkeit in Österreich, Deutschland, den Niederlanden und Italien (Quelle: Sistrix)

Hauptzielmarkt der Website war aber vor allem Deutschland und speziell die deutschen Inhalte sollten hier deutlich besser gefunden werden.

Das Ziel: Mehr Sichtbarkeit in anderen Ländern

Da die Inhalte der Website nicht nur für den österreichischen Markt von Interesse waren, beschlossen wir die bisherige länderspezifische Top-Level-Domain auf eine generischere Domain umzuziehen. Dadurch versprachen wir uns eine höhere Sichtbarkeit in den anderen Ländern. Als Alternative gab es eine geoTLD, die wir nutzen konnten.

Risiken, die gegen den Domain-Wechsel sprachen, waren:

  • Einbruch der Sichtbarkeit im österreichischen Google-Index, da der Ranking-Vorteil der ccTLD wegfiele
  • Bei der Bewertung einer Domain durch Google spielt auch ihr Alter eine Rolle. Je älter eine Domain ist, desto höher wird sie tendenziell eingestuft.
  • Backlinks: Die alte Domain hatte bereits eine ganze Reihe guter Backlinks, welche ihr eine Stärke verliehen, die eine neue Domain erst einmal aufbauen musste.

Durch die richtigen Weiterleitungen (per 301-Redirect) der alten Domain auf die neue Domain lässt sich die Stärke der alten Domain zu einem großen Teil übertragen. Allerdings konnte nicht ganz ausgeschlossen werden, dass dabei ein bestimmter Teil verloren ginge. Trotzdem entschieden wir uns dafür, dieses Risiko einzugehen.

Der Domain-Wechsel

Dem Domain-Wechsel stand also nichts mehr im Wege. Wichtig bei einem Domain-Wechsel sind folgende Punkte:

  • Teilt Google mit, dass es einen Domain-Wechsel gibt. Ihr müsst dazu beide Domains in der Google Search Console hinterlegt haben und die Inhaberrechte besitzen.
  • Richtet 301-Redirects ein, so dass jede Unterseite der alten Domain auf die entsprechende Unterseite der neuen Domain weiterleitet.
  • Überprüft die interne Verlinkung: Tauscht hier alle Links aus, die auf Unterseiten der alten Domain zeigen, auch wenn diese weitergeleitet werden. Die Links sollten auf die jeweilige URL auf der neuen Domain zeigen. Habt ihr ausschließlich relative Pfade bei der internen Verlinkung verwendet, entfällt dieser Punkt.

Eine detailliertere Anleitung zu diesem Thema findet ihr bei Sistrix.

Nach der Umstellung solltet ihr einige Monate beobachten, wie Google die Seite crawlt (ihr habt die Möglichkeit, dies in der Google Search Console einzusehen). Und behaltet auch die Indexierung im Auge. Hilfreich ist dabei die Erstellung einer XML-Sitemap, die ihr dann in der Google Search Console hinterlegt.

Das Ergebnis

Wir sind beim Domain-Wechsel wie oben aufgeführt vorgegangen und konnten schon nach wenigen Wochen die ersten Resultate beobachten.

Österreich (AT)

Nach der Umstellung auf die neue Domain zeigte die Sichtbarkeit im österreichischen Google-Index zunächst einen Rückgang. Dies lag daran, dass die hreflang-Tags die deutschsprachigen Inhalte fälschlicherweise nur für Deutschland auswiesen und so die Bedeutung für den österreichischen Markt zurückging. Nachdem dies korrigiert war, entwickelte sich die Sichtbarkeit wieder positiv.

Entwicklung im österreichischen Google-Index (Quelle: Sistrix)

Entwicklung im österreichischen Google-Index (Quelle: Sistrix)

Deutschland (DE)

Im deutschen Index ist mit der Umstellung ein Sprung der Sichtbarkeit zu erkennen, der auch Monate später noch weiter anhält.

Entwicklung im deutschen Google-Index (Quelle: Sistrix)

Entwicklung im deutschen Google-Index (Quelle: Sistrix)

Schweiz (CH)

Im schweizerischen Index konnten wir eine ähnlich positive Entwicklung beobachten, die ebenfalls dauerhaft anhielt.

Entwicklung im schweizerischen Google-Index (Quelle: Sistrix)

Entwicklung im schweizerischen Google-Index (Quelle: Sistrix)

Niederland (NL)

Entsprechend entwickelte sich auch die Sichtbarkeit in den Niederlanden.

Entwicklung im niederländischen Google-Index (Quelle: Sistrix)

Entwicklung im niederländischen Google-Index (Quelle: Sistrix)

Italien (IT)

Und auch im italienischen Google-Index ist eine deutliche Steigerung der Sichtbarkeit zu erkennen.

Entwicklung im italienischen Google-Index (Quelle: Sistrix)

Entwicklung im italienischen Google-Index (Quelle: Sistrix)

United Kingdom (UK)

Lediglich der UK-Index zeigt abweichende Werte. Hier scheint der Wechsel der Domain keine positiven Einflüsse zu haben.

Entwicklung im UK Google-Index (Quelle: Sistrix)

Entwicklung im UK Google-Index (Quelle: Sistrix)

USA (US)

Der US-Index zeigt hingegen eine positive Entwicklung. Allerdings ist die Sichtbarkeit hier nach wie vor sehr gering.

Entwicklung im US Google-Index (Quelle: Sistrix)

Entwicklung im US Google-Index (Quelle: Sistrix)

Fazit

Insgesamt sind wir mit dem Ergebnis der Domain-Umstellung von der länderspezifischen Top-Level-Domain (ccTLD) auf die generischere geoTLD sehr zufrieden. In fast allen Ländern, die berücksichtigt wurden, konnten wir eine positive Entwicklung erkennen. Lediglich die Sichtbarkeit im UK-Index zeigt keine Steigerung. Insgesamt liegt die Sichtbarkeit in Österreich allerdings immer noch deutlich über der in den anderen Ländern. Möglich, dass hier durch die geoTLD doch ein regionaler Ranking-Vorteil gegeben ist. Zumindest konnten wir keine negativen Entwicklungen beobachten.

Vergleich der Sichtbarkeit in Österreich, Deutschland, den Niederlanden und Italien nach Domain-Wechsel (Quelle: Sistrix)

Vergleich der Sichtbarkeit in Österreich, Deutschland, den Niederlanden und Italien nach Domain-Wechsel (Quelle: Sistrix)

Neues Webanalyse-Tool implementieren – Planung ist alles!

Euer Unternehmen nutzt die Möglichkeiten der Webanalyse noch nicht und ihr überlegt, ob es sinnvoll wäre dies zu ändern? Dann stellt euch einfach nur diese eine Frage:

Seid ihr mit eurem Unternehmen in irgendeiner Form online präsent?

Wenn ihr diese Frage mit „Ja“ beantwortet, dann ist ziemlich sicher: Euer Unternehmen kann von der Webanalyse profitieren und sollte die Möglichkeiten auf jeden Fall nutzen. Heißt im Klartext – Betroffen ist so ziemlich jedes Unternehmen.

Wie tief eure Einblicke durch die Webanalyse sind, kann variieren und hängt auch von der verfügbaren Manpower in eurem Unternehmen ab. Doch gerade größere Unternehmen, die das Thema Webanalyse professionell angehen möchten, brauchen einen Plan, damit die Implementierung nicht im Chaos versinkt oder nur halbherzig durchgeführt wird. Schließlich möchtet ihr am Ende Insights von wirklichem Wert erhalten.

Start in die Webanalyse

Schritt für Schritt zur Webanalyse

Die meisten größeren Unternehmen haben in der Regel schon mal in irgendeiner Form Analytics eingesetzt, in den meisten Fällen mit dem Standardprogramm Google Analytics. Das Bewusstsein für die Bedeutung von Analytics ist in den letzten Jahren stark gestiegen. Unternehmen müssen in der Regel also nicht mehr überzeugt werden, dass sie etwas tun müssen, sondern in welchem Umfang dies geschehen sollte.

Meist gibt es einen Auslöser, wie beispielsweise einen Relaunch, der dazu führt, dass sich Unternehmen näher mit der Webanalyse auseinandersetzen. Vielleicht ist sogar schon ein Analyse-Tool im Einsatz. Wenn es allerdings darum geht, die Daten zu analysieren, tauchen plötzlich jede Menge Fragen auf.

Wer den Bereich Webanalyse aktiv aufbauen (oder ausbauen) möchte, muss daher bereits vor Projektbeginn entscheiden, ob das Wissen intern aufgebaut werden soll oder ob externe Hilfe und Beratung hinzugezogen wird. Zu den Vor- und Nachteilen später mehr.

Die Anforderungen an ein Analytics-System können ganz unterschiedlich sein. Während ein Teil der Unternehmen ihren Umsatz direkt über die Seite generieren, nutzen andere die eigene Webseite zur Steigerung der Brand-Awareness. Lohnenswert ist die Analyse der Webseitenaktivitäten aber für alle gleichermaßen.

Wie tief die Analysen dann tatsächlich werden und wie intensiv die Daten aufbereitet und genutzt werden sollen, hängt auch immer von den unternehmenseigenen Ressourcen ab.

Die Projektplanung können wir in drei wichtige Schritte unterteilen:

  1. Finde das richtige Tool: Was genau soll überhaupt getrackt werden? Welche Anforderungen muss mein Tool erfüllen? Welches Tool entspricht am ehesten meinen Bedürfnissen? Schaut hierzu auch in unseren Blogartikel Finde das richtige Webanalyse-Tool.
  2. Die Implementierung: In welchem Zeitrahmen möchte ich das Projekt umsetzen? Welche Ressourcen stehen mir zur Verfügung? Nutze ich vorhandenes Personal oder stelle ich neu ein? Hole ich mir externe Hilfe?
  3. KPIs festlegen: Definiere die wichtigsten Kennzahlen, um Erfolge oder Probleme sichtbar zu machen.

Die Implementierung so detailliert wie möglich planen

Vor Projektbeginn muss nicht nur der Ablauf geplant werden, sondern auch der Zeitrahmen realistisch abgesteckt werden.

Zur Ermittlung des Status Quo sollten alle Beteiligten an einen Tisch geholt werden. Es geht darum, einen Überblick über eure Baustellen zu bekommen. Legt fest, welche Aufgaben Priorität haben, welche mit wenig Aufwand bewerkstelligt werden können und welche Schritte mehr Zeit beanspruchen werden. Oft kommen Unternehmen zu uns, die bereits über ein solides Vorwissen verfügen, denen aber die Struktur fehlt.

Zu diesem Zeitpunkt sollte das Tool bereits feststehen und Gegenstand der Planung sollten Implementierung, Umsetzung und Nutzung des Webanalyse-Tools sein.

Überprüft, ob ihr alle Fragen für euer Unternehmen beantworten könnt:

  • Sind die technischen Grundlagen vorhanden oder gibt es Punkte, die vor der Implementierung angefasst werden müssen?
  • Möchte ich das nötige Wissen zuerst intern aufbauen oder arbeite ich mit Dienstleistern zusammen?
  • Welche Abteilungen und Mitarbeiter sind in das Projekt involviert?
  • Habe ich ausreichend Manpower um ein solches Projekt intern umzusetzen?
  • Welche Aufgaben kann ich selbst erledigen und für welche bräuchte ich Hilfe externer Berater oder Agenturen?
  • Wie lange dauert die Schulung der Mitarbeiter, damit diese die Tools bedienen können und mit den Daten arbeiten können?

Google Analytics ist zwar relativ schnell implementiert, wenn ihr die Möglichkeiten der Webanalyse jedoch umfassend und vor allem auf die Bedürfnisse eures Unternehmens abgestimmt nutzen wollt, dann benötigt die Implementierung Zeit und ist ein längerer Entwicklungsprozess. Zudem ist jedes Unternehmen in Webanalyse-Fragen unterschiedlich aufgestellt. Einige verfügen schon über Tools und Daten und möchten die Abläufe nur professionalisieren oder optimieren, andere fangen bei null an.

Daher ist es oft schwierig genau vorherzusagen, wie lang die Umsetzung eines solchen Projektes tatsächlich dauert. Die Erfahrung zeigt aber, dass in größeren Unternehmen ein Zeitraum von 3-6 Monaten realistisch ist. In der Regel läuft die Umsetzung in zwei Schritten: Zuerst wird das Tool implementiert und die Mitarbeiter entsprechend geschult. Erfahrungsgemäß kommen bei der aktiven Nutzung weitere Fragen auf, daher empfiehlt sich eine weitere Schulungsrunde mit etwas zeitlichem Abstand.

KPIs und Ziele der Webanalyse festlegen

Ein KPI (Key Performance Indicator) ist eine Kennzahl, anhand derer ein Fortschritt gemessen werden soll. Auch in der Webanalyse ist es wichtig, die für euer Unternehmen relevanten KPIs festzulegen, um vergleichbare Werte zu schaffen. Es ist wenig sinnvoll sich mal die eine, mal die andere Metrik anzusehen – die Datenanalyse braucht konstante, langfristige Datenerhebungen der gleichen Metriken, um Veränderungen sichtbar machen zu können. Viele Unternehmen würden ihre KPIs am liebsten bereits im ersten Schritt festlegen, die Erfahrung zeigt aber: Die (richtigen) KPIs ergeben sich oft erst in der Praxis.

Daher verfolgen wir den Ansatz: Erstmal das Tool sauber aufsetzen, dann um die KPIs kümmern. Entkoppelt das Festlegen der KPIs vom Implementierungsprozess und überstürzt nichts.

Bei der Definition der KPIs ist die zentrale Frage: Was will euer Unternehmen anhand der Daten herausfinden und welche Zielwerte setzt ihr zur Orientierung an?

Häufig sind die Gedanken hinter den KPIs bereits richtig, bei rund 120 verschiedenen Metriken werden aber leider zu häufig die falschen Kennzahlen zugeordnet.

Im Gegensatz zu generellen KPIs sollten Campaign Parameter hingegen schon in den ersten Kick-Offs definiert werden. Zum einen, um festzulegen, welche Kanäle überhaupt genutzt werden und relevant sind. Zum anderen können, eventuell zum Tracking notwendige, UTM-Parameter nicht nachträglich eingefügt werden und sollten von Beginn an berücksichtigt werden.

Um die Datenqualität abschätzen zu können, braucht es stetige Kontrollen. Werden alle wichtigen Parameter berücksichtigt? Funktioniert alles? Können Daten nachvollzogen werden? Eine besonnene Vorgehensweise und intensives Testing sind Grundlage für saubere Auswertungen.

Bei Änderungen an der Webseite müssen Einstellungen zudem immer wieder nachjustiert werden, hierfür sollte auf jeden Fall ausreichend Manpower eingeplant werden. Es macht Sinn, sich selbst Alerts zu setzen, um über Schwankungen direkt informiert zu werden.

Die 3 wichtigsten Webanalyse-Tipps zum Abschluss

  1. Beim Versuch das Nutzerverhalten auf der Seite darzustellen und nachzuvollziehen, müssen Einstellungen, KPIs, Reports und Analysen immer wieder überprüft und angepasst werden. Die Webanalyse ist kein Selbstläufer, sondern erfordert konstante Anpassungen auch nach der Implementierungsphase.
  2. Es muss ein gewisses technisches Verständnis bei den Nutzern des Tools vorhanden sein, um das nötige Vertrauen in die Daten aufzubauen. Versucht zu hinterfragen, wie Daten überhaupt gesammelt werden, um ein tieferes Verständnis zu entwickeln.
  3. Vergesst nicht die Dokumentation! Besonders wenn mehrere Leute mit einem Tool arbeiten, kann nach gewisser Zeit nicht mehr nachvollzogen werden, wer welche Änderungen vorgenommen hat. Kommt es dann zu Fehlern oder Problemen, seid ihr mit einer gewissenhaften Dokumentation im Vorteil, weil Fehler schneller identifiziert und Verantwortliche ausfindig gemacht werden können. Wichtige Aktionen und Änderungen sollten daher immer aufgezeichnet werden.

Ihr habt jetzt richtig Lust bekommen mit der Webanalyse durchzustarten? Kein Problem, ihr müsst nicht auf ein besonderes Ereignis, wie z.B. einen Relaunch, warten. Plant lieber unabhängig, am Ende bekommt man ohnehin nicht alles unter einen Hut.

Ihr fühlt euch vom Umfang der Aufgabe noch etwas erschlagen? Das ist ganz normal! Es ist absolut sinnvoll, sich der Komplexität bewusst zu sein, nur Angst vor der Aufgabe dürft ihr nicht haben. Am Ende wird euer Unternehmen profitieren – Wir wünschen gutes Gelingen!

Segmente in Google Analytics: Segmente anlegen und nutzen

Möchtet ihr euch in Google Analytics das Verhalten einer bestimmten Nutzergruppe eurer Website ansehen? Zum Beispiel nur die Nutzer, die über die organische Suche auf eure Website gelangt sind? Oder ausschließlich Nutzer, die eine Bestellung getätigt haben? In Google Analytics könnt ihr Daten genau nach solchen Kriterien segmentieren und auswerten. Wie ihr Segmente anwendet, welche Möglichkeiten sie euch bieten und wie ihr eigene benutzerdefinierte Segmente anlegt, erfahrt ihr hier.

Was sind Segmente in Google Analytics?

Segmente helfen euch dabei, unterschiedliche Nutzergruppen in Google Analytics genauer zu analysieren und miteinander zu vergleichen. Im Grunde ist die Segmentierung eine Filterung der Analyse Daten auf Grundlage bestimmter Nutzergruppen. Der Vorteil, den euch Segmente gegenüber anderen Filtermöglichkeiten in Google Analytics bieten, besteht darin, dass sie sich auch rückwirkend auf die Daten anwenden lassen. Filter, die ihr auf Property oder Datenansicht-Ebene vornehmt, gelten hingegen immer nur ab dem Zeitpunkt, an dem sie vorgenommen wurden.

Mögliche Nutzergruppen sind zum Beispiel:

  • Nutzer, die über eine organische Suche auf eure Website gelangt sind
  • Nutzer, die durch eine bestimmte Kampagne auf eure Website aufmerksam geworden sind
  • Nutzer, die eure Website über ein bestimmtes Gerät aufrufen, etwa ein Mobilgerät

Für all diese und noch viele weitere Besuchergruppen bietet Google Analytics eine Fülle an vorgefertigten Segmenten, die sich auf fast alle Standard-Reports und benutzerdefinierte Reports anwenden lassen.

Übersichts-Report mit Segmenten in Google Analytics

Übersichts-Report mit Segmenten in Google Analytics

Für spezifischere Auswertungen könnt ihr außerdem auch eigene benutzerdefinierte Segmente anlegen. Sie sind dann genau auf eure Anforderungen zugeschnitten. Dies bietet euch die Möglichkeit, Segmente für sehr kleinteilige Nutzergruppen anzulegen. Dabei sind euch kaum Grenzen gesetzt.

Mögliche benutzerdefinierte Segmente sind:

  • Sitzungen, die über eine Kampagne auf eure Seite gelangt sind und ein mobiles Endgerät genutzt haben
  • Nutzer, die zwischen 18 und 24 Jahre (funktioniert nur mit freigeschalteten demografischen Daten) alt sind und eine bestimmte Abfolge von Seiten aufgerufen haben
  • Nutzer, die einen Conversion-Wert von mehr als 50 € erzielt haben und die über eine organische Suche auf eure Website gekommen sind

Standardsegmente in Google Analytics anwenden

Die Segmente könnt ihr in fast allen Reports anwenden. Ihr findet das Segmente-Menü in den Berichten oberhalb der Trendgrafik. Hier könnt ihr das passende Segment auswählen.

 Segmente-Menü öffnen

Segmente-Menü öffnen

Wenn ihr auf ALLE NUTZER klickt, öffnet sich das Segmente-Menü, und es erscheint eine Übersicht der Standardsegmente.

Übersicht der Standardsegmente

Übersicht der Standardsegmente

Hier könnt ihr nun zwischen den verschiedenen bereits integrierten Segmenten wählen. Sehr praktische Segmente sind die zu den einzelnen Kanälen: DIREKTE ZUGRIFFE, ORGANISCHE ZUGRIFFE, VERWEISZUGRIFFE oder BEZAHLTE ZUGRIFFE. Sie beziehen nur solche Sitzungen in die Auswertung mit ein, die über den genannten Kanal auf eure Website gelangt sind.

Außerdem gibt es Segmente zu Nutzertypen, zum Beispiel:

  • NUTZER MIT EINER SITZUNG
  • NEUE NUTZER
  • WIEDERKEHRENDE NUTZER
  • NUTZER MIT MEHREREN SITZUNGEN

Und Segmente, die sich auf das Gerät beziehen, mit dem die Nutzer eure Website aufgerufen haben:

  • ZUGRIFFE ÜBER TABLETS UND DESKTOPS
  • ZUGRIFFE ÜBER TABLETS
  • ZUGRIFFE ÜBER MOBILTELEFONE.

Anstatt der Kacheln könnt ihr euch die Segmente auch als Liste anzeigen lassen. Dann werden die Beschreibungen nicht abgeschnitten und es ist zum Teil klarer, was genau das einzelne Segment für Sitzungen beinhaltet.

Ausschnitt aus der Listendarstellung der Segmente inklusive Filtermöglichkeiten und Suche

Ausschnitt aus der Listendarstellung der Segmente inklusive Filtermöglichkeiten und Suche

TIPP: Wenn ihr nicht genau wisst, welche Nutzergruppe ein Segment beinhaltet, klickt einfach innerhalb der Segmente-Kachel des Segmentes oben rechts auf den Pfeil und wählt KOPIEREN aus.

Kopieren eines Standardsegments

Kopieren eines Standardsegments

Anschließend zeigt euch Google Analytics die Bedingungen an, die das Segment erfüllen muss.

Bedingung des Standardsegments »Zugriffe über Tablets und Desktops«

Bedingung des Standardsegments »Zugriffe über Tablets und Desktops«

Wenn ihr bestimmte Segmente sehr häufig verwendet, könnt ihr diese mit einem gelben Stern markieren. Die favorisierten Segmente sind so besser sichtbar. Außerdem habt ihr in der Navigationsleiste die Möglichkeit, nur markierte Segmente anzeigen zu lassen.

Auch über die Suche oben rechts im Menü findet ihr schnell das passende Segment. Ansonsten hilft euch auch die Filterung zwischen ALLE, SYSTEM, BENUTZERDEFINIERTE und MARKIERTE weiter, um die Segmentgruppen einzeln anzuzeigen. Unter GEMEINSAM GENUTZT findet ihr die Segmente, die euch ein anderer Google-Nutzer freigegeben hat.

Wenn ihr nun ein Segment ausgewählt habt und es auf einen Report anwenden wollt, könnt ihr das einfach durch einen Klick auf das betreffende Segment oder mittels Drag & Drop umsetzen. Dazu zieht ihr das gewählte Segment in die Zeile oberhalb des Segmente-Menüs.

Auf einen Report lassen sich bis zu vier Segmente gleichzeitig anwenden. Wählt also gezielt aus, welche Segmente ihr miteinander vergleichen möchtet. Um ein Segment zu entfernen, klickt ihr oben rechts auf den Pfeil im Segment und wählt ENTFERNEN. Wenn ihr mit der Auswahl zufrieden seid, klickt ihr auf den Button ANWENDEN und der Bericht wird für diese Segmente neu erstellt. Um die Segmente zu ändern, klickt ihr wieder in das Segmente-Menü und könnt dann wie oben beschrieben erneut Anpassungen vornehmen.

Nachdem ihr die Segmente ausgewählt habt, werden sie zum Vergleich in den Reports angezeigt.

Zielseiten Report segmentiert nach „Zugriffe über Mobiltelefone“ und „Zugriffe über Tablets“

Zielseiten Report segmentiert nach „Zugriffe über Mobiltelefone“ und „Zugriffe über Tablets“

Benutzerdefinierte Segmente

Mit den Standardsegmenten könnt ihr bereits sehr gute Auswertungen durchführen. Doch was ist, wenn die Segmente in Google Analytics nicht aussagekräftig genug sind? Dann helfen euch die benutzerdefinierten Segmente weiter.

Google Analytics bietet euch die Möglichkeit, Segmente auf Basis von

  • Metriken
  • Dimensionen
  • Datum
  • Aktionen
  • und sogar Abfolgen

zu erstellen. Ihr könnt Segmente anhand von Sitzungsdaten oder Nutzerdaten anlegen, oder ihr kombiniert beide miteinander.

Was sind Sitzungsdaten und was sind Nutzerdaten?

Sitzungsdaten beschränken sich auf das Verhalten eines Nutzers während einer Sitzung. Darunter fallen zum Beispiel die Anzahl der Ziele, die er erreicht hat, oder auch der Umsatz, der bei der Sitzung erzielt wurde.

Bei Nutzerdaten werden die Daten aller Sitzungen innerhalb des gewählten Zeitraums (maximal aber 90 Tage) mit eingerechnet. Das heißt, es können auch mehrere Zielvorhaben oder Transaktionen in diesem Zeitraum addiert werden.

Benutzerdefinierte Segmente in Google Analytics anlegen

Um ein eigenes Segment anzulegen, navigiert ihr zuerst in das Segment-Menü, und klickt von dort aus auf den Button + NEUES SEGMENT. Nun öffnet sich ein weiteres Menü, in dem ihr in der linken Navigation zwischen verschiedenen Kategorien wählen könnt.

Einrichtung von benutzerdefinierten Segmenten

Einrichtung von benutzerdefinierten Segmenten

Standardmäßig sind die Bedingungen zu den demografischen Merkmalen eingeblendet. Nutzt die linke Navigation, um zu den einzelnen Elementen zu gelangen. Nachdem ihr die einzelnen Bedingungen ausgefüllt habt, werden sie in der rechten Bildhälfte angezeigt. So behaltet ihr den Überblick, welche Bedingungen für dieses Segment erfüllt sein müssen.

Ihr könnt bei der Einstellung der Bedingungen viele Filtermöglichkeiten nutzen, darunter die gleichen wie bei der normalen Report-Filterung. Ihr könnt auch reguläre Ausdrücke verwenden. Diese bieten euch die Option, mehrere Bedingungen in einem Element zusammenzufassen und somit effektiver zu arbeiten.

Beispiele für benutzerdefinierte Segmente

Um die Möglichkeiten, die benutzerdefinierte Segmente euch bieten, besser aufzuzeigen, findet ihr hier einige Bespiele:

Beispiel für ein benutzerdefiniertes Segment

Beispiel für ein benutzerdefiniertes Segment

Die Sitzungen aus dem obigen Beispiel-Segment müssen folgende Anforderungen erfüllen: Die Sitzungen müssen über die AdWords-Kampagne „Rabatt Aktion“ mit dem Keyword „Korkenzieher“ auf die Website gelangt sein.

Hier ist noch ein weiteres Beispiel, das ihr mit den beiden Punkten BEDINGUNGEN und ABFOLGEN umsetzen könnt.

Weiteres Beispiel für ein benutzerdefiniertes Segment

Weiteres Beispiel für ein benutzerdefiniertes Segment

Das zweite Beispiel-Segment umfasst

  • alle männlichen Nutzer,
  • die zwischen 25 und 34 Jahren alt sind,
  • über die Anzeigengruppe der Kampagne „Vinothek“ auf die Seite gekommen sind
  • und die Registrierungsseite aufgerufen haben.

Hier ein paar weitere Beispiele für benutzerdefinierte Segmente:

DEMOGRAFISCHE MERKMALE: Hiermit segmentiert ihr die Nutzer nach demografischen Merkmalen wie Alter, Geschlecht und Interessen. Das funktioniert nur, wenn demografische Daten aktiviert sind.

  • Weibliche Nutzer, die zwischen 25 und 34 Jahren alt sind und gerne TV schauen
  • Männliche Nutzer, die zwischen 35 und 44 Jahren alt sind, sich für Essen interessieren und aus München kommen

TECHNOLOGIE: Hier könnt ihr die Sitzungen der Nutzer nach Betriebssystem, Browser oder Gerät segmentieren.

  • Sitzungen, die durch einen Windows 8-PC erfolgt sind und in denen ein Chrome-Browser genutzt wird
  • Sitzungen, die mittels Mobilgerät (inklusive Tablet) erfolgt sind

VERHALTEN: Hier segmentiert ihr eure Nutzer nach Anzahl der Sitzungen oder durchgeführten Transaktionen.

  • Nutzer, die pro Sitzung länger als fünf Minuten auf der Seite waren
  • Nutzer, die mehr als drei Transaktionen durchgeführt haben

DATUM DER ERSTEN SITZUNG: Hier könnt ihr Nutzer auswerten, deren erste Sitzung nach einem bestimmten Datum stattgefunden hat.

  • Nutzer, deren erste Sitzung nach dem Startdatum der Kampagne erfolgt ist

BESUCHERQUELLEN: Segmentiert die Nutzer nach den Quellen, über die sie auf eure Website gekommen sind.

  • Sitzungen, die über eine bestimmte AdWords-Kampagne auf die Seite gelangt sind
  • Nutzer, die in organischen Suchmaschinen ein bestimmtes Keyword gesucht haben und so auf die Website gekommen sind

E-COMMERCE: An dieser Stelle könnt ihr Nutzer nach gekauften Produkten oder Umsatz segmentieren.

  • Nutzer, die mehr als 300 € Umsatz generiert haben
  • Nutzer, die ein bestimmtes Produkt gekauft haben

BEDINGUNGEN: Hier könnt ihr mehrere Bedingungen angeben, die gelten sollen. Diese Funktion könnt ihr nutzen, um Bedingungen zu konfigurieren, die euch die anderen Punkte nicht liefern.

  • Nutzer, die in der internen Suche einen bestimmten Begriff eingegeben haben
  • Nutzer, die ein Ereignis der Kategorie „Download“ ausgeführt haben
  • Neue Besuche, die das Zielvorhaben „Kontaktanfrage abgeschickt“ erreicht haben und über einen Direkteinstieg gekommen sind

ABFOLGEN: Hiermit segmentiert ihr Nutzer und deren Besuche nach bestimmten Schrittabfolgen, die sie gemacht haben müssen.

  • Besuche, die über die Quelle „Verweis“ gekommen sind und auf der Zielseite /produkte/korkenzieher/uebersicht gelandet sind
  • Besuche, die zuerst die Seite /kampagnenzielseite und dann die Seite /produkte/warenkorb aufgerufen haben

Einschränkungen bei benutzerdefinierten Segmenten

Allerdings gibt es bei den benutzerdefinierten Segmenten auch ein paar Einschränkungen, die ihr beachten solltet:

  • Ihr könnt maximal 100 Segmente pro Datenansicht und Nutzer festlegen.
  • Wenn ihr benutzerdefinierte Segmente anlegt, die auf nutzerbasierten Daten beruhen, können diese über einen Zeitraum von maximal 90 Tagen erstellt werden. Diese 90 Tage beginnen ab dem von euch festgelegten Startdatum. Es kann also sein, dass neuere Daten nicht mit einbezogen werden.
  • Auch bei der Bedingung zum DATUM DER ERSTEN SITZUNG gibt es eine Einschränkung: Der Zeitraum, den ihr hier auswählen könnt, ist auf maximal 31 Tage beschränkt.
  • Demografische Daten werden nur auf einen Teil der Nutzer angewandt. Daher geben Segmente mit dieser Bedingung auch nur einen Teil der Nutzer wieder.

Benutzerdefinierte Segmente testen

Wenn ihr benutzerdefinierte Segmente anlegt, zeigt euch Google Analytics sofort an, wie viele Nutzer und Sitzungen eure Kriterien erfüllen.

Beispielhafter Test eines benutzerdefinierten Segments

Beispielhafter Test eines benutzerdefinierten Segments

So könnt ihr sicher sein, dass die Bedingungen, die ihr für eure Segmente ausgewählt habt, auch funktionieren. Manchmal sind die Einstellungen nämlich so eng gewählt, dass es kaum Sitzungen gibt, die alle Bedingungen erfüllen. Oder ihr kombiniert Bedingungen so unglücklich, dass sie sich gegenseitig ausschließen. Ihr erhaltet dann keine Daten in den Auswertungen.

Außerdem habt ihr die Möglichkeit das Segment im geöffneten Report zu testen, indem ihr auf den Vorschau-Button klickt. Dann seht ihr direkt, welche Daten sich im Report ändern.

Fazit

Segmente in Google Analytics helfen euch dabei, Daten bestimmter Nutzergruppen getrennt voneinander zu betrachten und sie miteinander zu vergleichen. Sollten die von Google zur Verfügung gestellten Standard-Segmente nicht ausreichen, habt ihr die Möglichkeit benutzerdefinierte Segmente anzulegen, die noch kleinteiligere Analysen ermöglichen.

Alternativen zum Google Keyword Planer

Kostenlose Alternativen zum Keyword Planer

Der Keyword Planer ist für viele im Online-Bereich – sowohl für SEOs als auch SEAs – eines der wichtigsten kostenlosen Tools und Hilfsmittel bei Keyword Recherchen, Content Analysen und vielem mehr. Seit einem Update im Sommer 2016 können vor allem kleinere Unternehmen oder Blogger ohne große AdWords Ausgaben den Keyword Planer nicht mehr (bzw. nur bedingt) sinnvoll nutzen, da nur noch ungefähre Bereiche des geschätzten monatlichen Suchvolumens angezeigt werden. Für all diejenigen unter euch, die dieses Problem haben, haben wir nach sinnvollen und praktikablen kostenlosen Alternativen zum Google Tool gesucht und stellen sie euch hier vor.

So sehen die Daten aus dem Keyword Planer aus, wenn ein geringes Kampagnen Budget verwendet wird:

Bei niedrigem AdWords Budget zeigt der Keyword Planer nur noch ungenaue Werte an

Bei niedrigem AdWords Budget zeigt der Keyword Planer nur noch ungenaue Werte an

Im Vergleich: So sehen die Ergebnisse im Keyword Planer eines Kontos mit ausreichend AdWords Ausgaben mit exaktem monatlichem Suchvolumen aus:

Vollständigere Daten bei höheren AdWords Budgets

Vollständigere Daten bei höheren AdWords Budgets

Es gibt einige weitere Keyword Recherche Tools auf dem Markt, allerdings solltet ihr immer darauf achten, woher die Tools ihre Daten ziehen, und diese kritisch hinterfragen. Im Folgenden stellen wir euch vier kostenlose Alternativen für die Keyword Recherche vor:

Keyword Finder

Der Keyword Finder wird von vielen als die beste Alternative für die Keyword Recherche mit dem Keyword Planer gehandelt. Ein großer Pluspunkt ist, dass das Tool ein exaktes durchschnittliches monatliches Suchvolumen angibt, das dem des Google Keyword Planers oft ähnlich ist, oder sogar genau gleich.

Ein weiterer Pluspunkt sind zusätzliche Daten zum monatlichen Suchvolumen der letzten 12 Monate, so dass schnell ein Trend erkennbar wird.

Außerdem bietet der Keyword Finder die Metrik „SEO Difficulty“: Basierend auf Daten des SEO Ranks und der Domain Authority von Moz wird angezeigt, wie groß der SEO Wettbewerb auf der ersten Suchergebnisseite ist und wie schwierig es ist, sich mit dem gewünschten Keyword zu platzieren.

Der Keyword Finder ist eine Alternative zum Keyword Planer

Der Keyword Finder ist eine Alternative zum Keyword Planer

Zusätzlich ist es möglich, eine Liste mit bis zu 50 Keywords zu importieren und somit direkt das Suchvolumen dieser Keywords abzufragen. Anschließend kann diese Liste als CSV Datei exportiert werden.

Bei der Keyword Recherche ist es außerdem möglich, mit Hilfe von Filtern die Ergebnisse zu spezifizieren und auf den individuellen Bedarf anzupassen (siehe Screenshot).

Ergebnisse können beim Keyword Finder mit Hilfe von Filtern spezifiziert werden

Ergebnisse können beim Keyword Finder mit Hilfe von Filtern spezifiziert werden

Neu ist außerdem auch die Funktion häufig gestellte Fragen der Nutzer rund um das gesuchte Keyword dargestellt zu bekommen über den Tab „Questions“.

Häufig gestellte Fragen analysieren

Häufig gestellte Fragen analysieren

Fazit zur Keyword Recherche mit dem Keyword Finder

Für ein kostenloses Tool ist der Keyword Finder relativ mächtig und bietet euch einige nützliche Metriken und Features, die ihr in ähnlicher Weise vom Keyword Planer kennt. Hier ein kurzer Überblick:

  • Einmaliges Registrieren per E-Mail
  • Die kostenlose Version bietet aktuell:
    • 5 Keyword-Abfragen pro 24 Stunden
    • 50 verwandte Keywords pro Keyword-Abfrage
    • 50 Keywords über Listenimport nach Suchvolumen abfragen
    • 3 SERP Statistiken Anfragen (inkl. SEO Difficulty)
    • 100 Backlinkabfragen pro 24 Stunden
  • Außerdem gibt es noch folgende Staffelungen von kostenpflichtigen Versionen – Basic, Premium & Agency – die Basic Variante startet mit 25,90€ pro Monat und enthält u.a. folgendes:
    • 100 Keyword-Abfragen pro 24 Stunden
    • 200 verwandten Keywords pro Keyword-Abfrage
    • 200 Keywords über Listenimport nach Suchvolumen abfragen

Moz Keyword Explorer

Der Moz Keyword Explorer ist Teil des kostenpflichtigen Moz Pro Services. Allerdings könnt ihr dieses Tool eingeschränkt auch kostenlos nutzen, wenn ihr euch einmalig bei Moz registriert. Die Keyword Recherche ist jedoch auf 10 Keywords pro Monat beschränkt und da es (anders als beim Keyword Finder) keine Möglichkeit eines Bulk-Imports in der kostenlosen Version gibt, könnt ihr mit diesem Tool deutlich weniger Keywords pro Tag analysieren.

Das monatliche Suchvolumen ist außerdem nicht in einem absoluten Wert dargestellt, sondern wird ähnlich wie beim Keyword Planer in einem Bereich (von xy – bis xyz) angegeben.

Zusätzlich bietet das Tool von Moz weitere Metriken (Schwierigkeit, Organische CTR & Priorität), die euch dabei helfen, den Wettbewerb um ein Keyword besser einzuschätzen. Wie auch im Keyword Finder sind außerdem Daten in eingeschränkter Form zum Thema SERP Analyse und verwandte Keywords vorhanden.

Keyword Recherchen sind auch mit dem Moz Keyword Explorer möglich

Keyword Recherchen sind auch mit dem Moz Keyword Explorer möglich

Neu ist außerdem, dass ihr nun auch anhand einer vollständigen URL, einem Verzeichnis oder einer Subdomain relevante Keywords recherchieren könnt, bspw. indem ihr auswertet zu welchen Keywords euer Wettbewerb gut platziert ist.

Weitere Keyword Recherche anhand einer Domain, Subdomain oder exakten Seite mit Moz Keyword Explorer

Weitere Keyword Recherche anhand einer Domain, Subdomain oder exakten Seite mit Moz Keyword Explorer

Fazit zur Keyword Recherche mit dem Moz Keyword Explorer

Das Moz Keyword Explorer Tool ist im Zusammenspiel mit dem kostenpflichtigen Moz Pro Service sicherlich deutlich stärker, allerdings bietet auch die kostenlose Version in eingeschränkter Fassung einen schnellen Überblick über ein paar wenige Keywords. Für eine umfassendere Keyword Recherche ist das Tool allerdings nicht geeignet, da hier die Beschränkung auf 10 Keyword-Abfragen pro Monat einfach zu wenig ist. Hier ein kurzer Überblick:

  • Einmalige Anmeldung und Login via Email
  • 10 Keyword-Abfragen pro Monat kostenlos
  • Suchvolumen in granulareren Bereichen angegeben, als beim Keyword Planer
  • Zusätzliche Metriken zur Wettbewerbsanalyse
  • Verwandte Keywords & SERP Analyse der ersten Suchergebnisseite vorhanden
  • Keyword Recherche auf URL, Domain, Verzeichnis oder Subdomain möglich

Searchmetrics ResearchCloud

Über die Searchmetrics ResearchCloud könnt ihr ebenfalls kostenlos Zugang zur Keyword Recherche und weiteren nützlichen Analysefunktionen erhalten. Hierzu müsst ihr euch nur einmal mit einer E-Mail-Adresse registrieren.

Allerdings ist der Bereich „Keyword Research“ in der kostenlosen Version für Nutzer ebenfalls eingeschränkt: Zwar könnt ihr ohne Limit Keyword-Abfragen stellen, jedoch geht dies nur einzeln, d.h. ihr könnt nicht das Suchvolumen für mehrere Keywords gleichzeitig händisch abfragen oder diese per Liste importieren. Das mag für einige von euch unpraktisch sein.

Außerdem fällt auf, dass das monatliche Suchvolumen stark vom Suchvolumen im Google Keyword Planer abweicht – dies solltet ihr im Hinterkopf haben und prüfen, ob zumindest die Tendenz bzw. das Verhältnis zwischen den einzelnen Keywords stimmig ist und dem Verhältnis aus dem Keywords Planer ähnelt.

Zusätzlich werden euch nur drei weitere verwandte Keywords inkl. Suchvolumen, CPC und Universal Search Integrationen und monatlicher Suchvolumen Trend angezeigt, der Rest ist erst mit einer kostenpflichtigen Version einsehbar.

Die Searchmetrics ResearchCloud eignet sich in der kostenlosen Version für kleinere Keyword Analysen

Die Searchmetrics ResearchCloud eignet sich in der kostenlosen Version für kleinere Keyword Analysen

Eine Analyse der ersten Suchergebnisseite ist ebenfalls vorhanden. So könnt ihr sehen, welcher Wettbewerber aktuell bei Suchanfragen zu diesem Keyword präsent ist.

Fazit zur Keyword Recherche mit der Searchmetrics ResearchCloud

Positiv an der kostenlosen Version der ResearchCloud ist, dass es keine Begrenzung in der Anzahl an Keyword-Abfragen pro Tag zu geben scheint. Ihr könnt also so oft ihr wollt nach einem bestimmten Keyword recherchieren. Allerdings ist dies für eine umfassendere Keyword Recherche recht impraktikabel, da es keine Möglichkeit gibt größere Listen mit bereits recherchierten und möglicherweise relevanten Keywords hochzuladen, um sie auf ihr Suchvolumen zu prüfen.

Die Anzahl an vorgeschlagenen ähnlichen Keywords ist mit drei außerdem sehr gering. Für kleinere Keyword Recherchen und einzelne Abfragen des Suchvolumens ist das Tool dennoch gut geeignet.

Bing Schlüsselwort Recherche

Ein weiteres kostenfreies Tool ist die Bing Keyword Planer. Um dieses Tool nutzen zu können, müsst ihr euch allerdings bei Bing Ads mit einem Microsoft Konto anmelden, ähnlich wie beim Keyword Planer mit einem Google Konto.

Insgesamt ist das Tool von der Handhabung her dem Keyword Planer sehr ähnlich. Ihr könnt nach Keywords mit Bezug zu einem Wort suchen, oder euch Keyword Vorschläge auf Basis einer Website anzeigen lassen. Außerdem ist es möglich, eure Keywords für verschiedenste Länder und Regionen zu recherchieren oder die Suche auf verschiedene Gerätekategorien (z.B. nur Smartphones oder nur Desktops/Laptops) auszurichten und hier das entsprechende Suchvolumen herauszufinden. Außerdem könnt ihr hier ebenfalls Keywordlisten importieren und zusammen abfragen.

Der Bing Keyword Planer ist von der Handhabung dem alten AdWords Keyword Planer sehr ähnlich

Der Bing Keyword Planer ist von der Handhabung dem alten AdWords Keyword Planer sehr ähnlich

Das Suchvolumen in der Bing Schlüsselwort Recherche basiert, wie der Name bereits vermuten lässt, auf indexbasierten Suchvorgängen in Bing. Aktuell liegt der Anteil der Suchmaschine im deutschen Markt jedoch bei unter 5%, d.h. die Daten, die ihr hier zum Suchvolumen erhaltet, sind als absolute Zahlen nicht repräsentativ für den gesamten deutschen Markt.

Dies solltet ihr unbedingt im Hinterkopf behalten, da ihr zwar ein absolutes monatliches Suchvolumen vom Tool für eure Keywords ausgegeben bekommt, dieses jedoch deutlich geringer ausfällt als beispielsweise das Suchvolumen im Keyword Planer. Qualitativ gesehen könnt ihr mit dem Schlüsselwort Recherche Tool von Bing jedoch interessante Einblicke in das Nutzerinteresse an verschiedenen Begriffen erhalten.

Zusätzlich bietet das Tool die Möglichkeit Keywords als CSV-Datei zu exportieren und in Excel weiterzubearbeiten.

Vorschläge für ähnliche Keywords gibt das Tool ebenfalls aus, allerdings nur wenn ausreichend Daten vorhanden sind. Bei der obigen Suche nach „Schwertransport“, einem Keyword mit geringem Suchvolumen in Bing, schlägt das Tool keine weiteren Keywords vor. Bei häufiger verwendeten Begriffen, wie beispielsweise „Friseur“, „Frisur Männer“ und „Frisur Frauen“, wirft das Tool weitere möglicherweise relevanten Keywords aus:

Die Bing Schlüsselwort recherche zeigt verwandte Suchbegriffe an, wenn diese genug Suchvolumen aufweisen

Die Bing Schlüsselwort Recherche zeigt verwandte Suchbegriffe an, wenn diese genug Suchvolumen aufweisen

Fazit zur Keyword Recherche mit der Bing Schlüsselwort Recherche

Generell bietet das Tool interessante Einblicke in die Daten zur Suche in der zweitgrößten textbasierten Suchmaschine weltweit. Allerdings können die Daten zum Suchvolumen nicht als absolute Werte verwendet werden, da das Suchvolumen für die meisten Begriffe in Bing sehr viel geringer ist, als in Google.

Dennoch lassen sich mit diesem Tool Trends und Tendenzen erkennen, sowie unbegrenzt ähnliche Keywords recherchieren. Der Bing Keyword Planer ist also durchaus nützlich für eine generelle Keyword Recherche zu einem bestimmten Thema und um sich einen Überblick über dessen Relevanz zu verschaffen.

Fazit: Ein adäquater kostenloser Ersatz des Keyword Planers ist schwer zu finden

Insgesamt ist es auffallend schwer ein Tool wie den Keyword Planer, der über Jahre hinweg so existenziell für viele war, adäquat zu ersetzen. Oftmals sind alternative kostenlose Tools bei der Anzahl an Keyword Recherchen pro Tag oder Monat begrenzt und bieten nicht die Möglichkeit eines Listen-Imports – für mehr muss bezahlt werden.

Solltet ihr jedoch weiterhin nach einem kostenlosen Weg suchen, dann habt ihr mit dem Keyword Finder aktuell eine gute Alternative, da das Tool verlässliche Daten liefert, die nahe am Suchvolumen vom Keyword Planer liegen. Außerdem bietet euch dieses Tool die Möglichkeit die meisten Keywords pro Tag zu recherchieren, bzw. zusätzlich Listen mit bis zu 50 Keywords zu importieren und auf das Suchvolumen hin zu prüfen.

Der Moz Keyword Explorer gibt leider nur einen Bereich vom Suchvolumen an, ist hier jedoch sehr viel granularer in der Unterteilung als Google. Außerdem könnt ihr mit dem Tool eine gute Einschätzung des Keyword Potentials mit Hilfe der weiteren Metriken vornehmen. Die fehlende Möglichkeit eines Listenimports und die Begrenzung auf nur zehn Keyword Recherchen im Monat schränken den Nutzen des Tools jedoch ein.

Die Searchmetrics ResearchCloud ist in der kostenlosen Version relativ ungeeignet für eine umfassende Keyword Recherche, da nur wenige ähnliche Keywords bei einer Suchabfrage angezeigt werden und es keine Möglichkeit eines Listen-Imports gibt. Es können also nur einzelne Keywords abgefragt werden. Positiv ist jedoch, dass die Abfrage von Keywords nicht auf eine bestimmte Anzahl pro Tag begrenzt ist.

Der Bing Keyword Planer sollte von all denjenigen verwendet werden, die sich einen ersten Überblick über ein Thema auf Keyword-Basis verschaffen wollen. Es lassen sich anhand der relativen Zusammenhänge zwischen den einzelnen Keywords bereits erste Aussagen über gefragte und weniger häufig verwendete Keywords treffen. Für absolute Zahlen zum Suchvolumen, solltet ihr jedoch ein anderes Tool verwenden, beispielsweise den Keyword Finder, da er aussagekräftigere Werte für die Google Suche liefert.

 

Titelbild © tashatuvango – Fotolia.com

Google Advanced Analysis: Neues GA360 Webanalyse Tool in der öffentlichen Beta

Am 17. Mai 2018 gab Google via Blog bekannt, dass mit Advanced Analysis ein neues Analyse-Tool innerhalb von Google Analytics 360 ausgerollt wurde. Wir haben uns dieses Tool direkt einmal für euch angeschaut und bieten euch nun einen ersten Überblick sowie Empfehlungen für die Verwendung dieses neuen GA360 Features, das laut Google vor allem für die bessere Analyse der Customer Journey eurer Kunden, sowie deren Erfahrungen mit eurer Website verwendet werden sollte.

Zu finden ist das neue Tool in allen GA360 Accounts am linken unteren Rand über den Bereichen „Entdecken“ und „Verwaltung“:

Advanced Analysis im Google Analytics Konto

Advanced Analysis im Google Analytics Konto

Wenn ihr auf den Schriftzug klickt, öffnet sich ein neues Fenster im Browser mit der „Startseite“ von Advanced Analysis, auf der, ihr ähnlich wie bei Data Studio, eine Übersicht über die angelegten oder für euch freigeschalteten Reports erhaltet. Außerdem könnt ihr von hier aus ganz einfach neue Reports und Analysen erstellen mit Hilfe von Vorlagen oder einer blanken Seite.

Advanced Analysis Oberfläche

Advanced Analysis Oberfläche

Insgesamt ist das Tool in drei Unterbereiche unterteilt, die verschiedene Möglichkeiten bieten mit euren Daten zu arbeiten, sie zu analysieren und / oder grafisch auszuwerten. Diese drei Bereiche sind die folgenden:

  • Erkundung: Hier könnt ihr ähnlich wie bei benutzerdefinierten Berichten mit mehreren Tabs in Analytics oder im Data Studio eigene Reports anlegen, Segmente darüberlegen und die Daten als Pivot, Kreis- oder Liniendiagramm darstellen lassen. Seit neuestem scheint das Tool auch eine Verknüpfung zu den benutzerdefinierten Berichten in Analytics zu haben, denn diese werden nun ebenfalls in der Übersicht der Reports in Advanced Analysis dargestellt. D.h. ihr könnt in Advanced Analysis auch mit bereits bestehenden benutzerdefinierten Berichten aus Google Analytics arbeiten und diese ggf. weiterentwickeln. Die Reports können auch als .csv oder Google Tabelle exportiert werden. Insgesamt ist alles grafisch etwas schöner dargestellt. Außerdem können mehrere Filter über die Berichte gelegt werden, wenn man z.B. nur Nutzer mit einem Umsatz von größer als 100 € o.ä. betrachten möchte. Der Erkundungsbereich ist also ein guter Ausgangspunkt für eine tiefere Analyse.
  • Segmentüberschneidung: Diese hilft euch bei der grafischen Auswertung von Nutzern in verschiedenen Segmenten und deren Überschneidung, z.B. könnt ihr hier recht einfach darstellen, wie groß der Anteil an Nutzern ist, die einen Kauf tätigen im Paid Traffic Segment.
  • Trichteranalyse: In diesem Bereich könnt ihr individuelle Conversion Funnel definieren und anlegen, unabhängig von den in Google Analytics 360 definierten Zielvorhaben-Trichtern. Besonders hilfreich ist dieser Bereich, wenn euch z.B. im Erkundungs-Tab etwas aufgefallen ist, das ihr nun genauer unter die Lupe nehmen wollt.

Vorteile von Advanced Analysis im Vergleich zum bisherigen Analytics Reporting

Das neue Tool vereinfacht euch einige, in Google Analytics sehr aufwändige, Prozesse für die Analyse der Customer Journey sowie speziellen Zielgruppen-Segmenten. Folgende Punkte sind meiner Meinung nach die wichtigsten Vorteile im Vergleich zu den bisherigen Reporting-Funktionen im Google Analytics Umfeld:

  1. Insgesamt könnt ihr in Advanced Analysis sehr einfach und schnell Zielgruppen oder Segmente anlegen, per Rechtsklick auf die jeweiligen Daten. Außerdem ist es möglich insgesamt flexibler mit den Nutzerdaten dieser Segmente zu interagieren und zu arbeiten. Diese erstellten Segmente könnt ihr sowohl im Tool selbst als auch in Google Analytics nutzen.
  2. Das Drag & Drop Interface vereinfacht die Arbeit und das Anlegen von Reports deutlich – wobei diese Funktion so ähnlich auch in Data Studio möglich ist und hier sogar noch Drittanbieter Daten über Community Connectors hinzugeholt werden können, was aktuell bei Advanced Analysis nicht möglich ist.
  3. Ihr könnt benutzerdefinierte Funnels anlegen mit bis zu zehn Schritten und es können bis zu vier Segmente nebeneinander in den Funneln verglichen werden.
  4. Der Bereich Segmentüberschneidung hilft euch dabei, festzustellen inwiefern sich die von euch definierten Segmente überschneiden und die gleichen Nutzer enthalten. Hier könnt ihr bis zu 3 Segmente nebeneinanderlegen. Diese Funktion finde ich recht hilfreich, wenn es darum geht das Verhalten von unterschiedlichen Zielgruppen granularer auszuwerten. Bevor man in die tiefere Analyse der Daten geht, könnt ihr mit Hilfe dieser Funktion testen, ob sich die von euch definierten Zielgruppensegmente wirklich stark voneinander unterscheiden, oder ob ihr viele Nutzer habt, die sich sowohl in Segment A UND B
  5. Per Rechtsklick können außerdem individuelle Nutzer im Nutzerexplorer von Google Analytics 360 dargestellt und analysiert werden oder wie bereits erwähnt Segmente / Zielgruppen angelegt werden.
Segemente und Zielgruppen

Segmente und Zielgruppen

Zu beachten ist allerdings, dass es ein Limit von max. 10 Segmenten pro Advanced Analysis Report gibt, die ihr importieren könnt. An sich sollte das Maximum aber ausreichen für die meisten Anforderungen. Zusätzlich solltet ihr wissen, dass ab 100 Millionen Sitzungen Sampling auftreten kann. Alles, was unter diesem Wert liegt, wird nicht gesampelt, sodass ihr mit den Rohdaten arbeiten könnt.

Abgrenzung zum Reporting mit Data Studio

Wenn ihr vor der Entscheidung steht ein Reporting mit Data Studio oder Advanced Analysis zu erstellen, solltet ihr euch folgende Unterschiede anschauen. Momentan gibt es einige Möglichkeiten, die euch Advanced Analysis bietet, Data Studio allerdings nicht:

  1. Grafische Darstellung von Funneln
  2. Darstellung von Segment Überschneidungen
  3. Rechtsklick: Darstellung individueller Nutzer und anlegen von Segmenten / Zielgruppen

Wenn ihr also Reporting-Anforderungen habt, die die oben genannten Punkte miteinschließen, dann würde ich euch empfehlen auf Advanced Analysis zurückzugreifen, statt ein Data Studio Reporting aufzusetzen.

Anwendungsfälle und Beispiele zur Arbeit mit Advanced Analysis

Der Erkundungsbereich bietet euch, wie bereits gesagt, die Möglichkeit benutzerdefinierte Reports neu anzulegen oder aus Google Analytics zu importieren, zu bearbeiten und die Daten mit Hilfe von mehreren Segmenten gleichzeitig auszuwerten.

Ein gutes Beispiel hierfür ist die Arbeit mit farbigen Heatmaps:

Farbige Heatmaps in Advanced Analysis

Farbige Heatmaps in Advanced Analysis

In diesem Report könnt ihr beispielsweise recht schnell und einfach auswerten, über welchen Kanal die meisten neuen Nutzer gekommen sind und welche Channel hauptsächlich mobile Traffic auf eure Website bringen.

Mit Hilfe der Segmentüberschneidung könnt ihr neben einer Überprüfung eurer definierten Zielgruppensegmente auch Performance Auswertungen durchführen bzw. grafisch darstellen wie groß z.B. im Paid oder Organic Bereich der Anteil von Nutzern ist, die einen Kauf getätigt haben. Mit Hilfe der Segmentüberschneidung könnt ihr diese einfach und übersichtlich darstellen:

Segmentüberschneidung in Advanced Analysis

Segmentüberschneidung in Advanced Analysis

Im Funnel Bereich könnt ihr, wie bereits angedeutet, Conversion Funnel auf eurer Website Schritt für Schritt auswerten – dies ist deutlich granularer möglich, als in den benutzerdefinierten Funnels in Google Analytics 360 selbst. Ihr könnt ganz einfach einzelne Schritte für einen Funnel definieren und anlegen. Allerdings ist es aktuell nicht möglich einen Funnel aus bestehenden Zielvorhaben-Trichtern in Analytics zu nutzen, sondern ihr müsst diese einzeln nachbauen, z.B. auf URL-Basis. Es können bis zu 4 Segmente über einen solchen Funnel gelegt werden, um die Performance dieser miteinander zu vergleichen. Zum Beispiel könnt ihr so den Conversion Funnel für mobile und Desktop Nutzer vergleichen:

Funnel abbilden mit Advanced Analysis

Funnel abbilden mit Advanced Analysis

Fazit

Insgesamt ist Advanced Analysis für alle unter euch von großem Nutzen, die viel und häufig mit Segmenten und / oder Big Query arbeiten, um Nutzer- oder Zielgruppenverhalten auszuwerten.

Vor allem durch die grafische Aufbereitung von euren Segmenten und Nutzerdaten bietet sich das Tool durchaus bei Präsentationsvorbereitungen an, oder wenn ihr die Aussagen eurer Analysen recht schnell und einfach mit Grafiken unterstützen möchtet.

Da das Tool einige Funktionen, vor allem in Bezug auf die Auswertung und Darstellung von Conversion Funnels bietet, die es aktuell so nicht im Data Studio gibt, lohnt es sich definitiv für solche Auswertungen einen Bericht in Advanced Analysis anzulegen. Während Data Studio also für allgemeinere Reportings nützlich ist, bietet Advanced Analysis – wie auch der Name schon sagt – die Möglichkeit spezifischere Auswertungen zu fahren und grafisch aufzubereiten.

Für alle Google Analytics 360 Kunden, die aktuell Analysis noch nicht in ihren Accounts sehen: das Tool soll laut Google bis Ende Mai / Anfang Juni komplett ausgerollt sein, habt also noch etwas Geduld 😊