Recap zum SEA Camp in Hannover 2018

Am 2. November 2018 fand zum zweiten Mal das SEA Camp im Novotel in Hannover statt. Die Veranstaltung richtete sich an SEA- und PPC-Spezialisten und solche, die es werden wollen. Das Camp war nach nur wenigen Wochen ausverkauft, was bestätigt, dass die Veranstaltung großen Anklang findet und eine schöne Plattform für einen regen Austausch bietet. Nadia und Katharina von lunapark waren auch vor Ort mit dabei.

Nach einer kurzen Begrüßung der Veranstalter – Thomas Grübel, Andreas Horcher, David Schlee und Olaf Kopp – wurden die Vorträge kurz und knackig vorgestellt.  Das Line-Up sah dieses Jahr wie folgt aus:

Programm vom SEA Camp 2018 in Hannover

Programm vom SEA Camp 2018 in Hannover

Wir möchten nun gerne unsere persönlichen Highlights der Vorträge vorstellen:

So geht jedes Tracking-Setup daneben: Böse Fehler in GA & GTM und wie ihr sie vermeidet

Die Basis für jede gute Auswertung und Planung sind qualifizierte Daten. Doch hier gibt es einige Stolpersteine, welche die Qualität der Daten beeinträchtigen können. In seinem Vortrag erklärte uns Christian Ebernickel die 13 häufigsten Tracking-Fails und deren Folgen. Natürlich stellte er uns auch seine Lösungsansätze vor, damit das Tracking künftig nicht mehr daneben gehen kann.

Der wohl schwerwiegendste Fehler steht im Zusammenhang mit der DSGVO und neuen Cookie-Bestimmungen. Die Daten werden erst ab dem Opt-in korrekt in Google Analytics verarbeitet. Die Folge an dieser Stelle sind falsche Landingpages und signifikante Steigerung der Zuordnung von Sitzungen zu den direkten Zugriffen. Umso wichtiger ist es, den Nutzer dazu zu bewegen, die Cookie-Einstellungen zu übernehmen oder die Daten anderweitig zwischenzuspeichern, bis der Opt-In erfolgt ist.

Ein ebenso häufiger Fail sind fehlende Richtlinien für Benennungen für Kampagnentagging, Events und Strukturen im GTM. Dadurch wird das Konto mit Unmengen an verschiedenen Einträgen gefüllt, welche die Auswertung der Daten erschweren. Insgesamt sehr spannende Insights, die uns zum Nachdenken angeregt haben. Alle Fails und Lösungen findet ihr zusammengefasst im Blog von Christian Ebernickel.

Effizientere Google Ads-Kampagnen dank stimmiger Entscheidungsarchitekturen

Wo beginnt eigentlich Conversion-Optimierung? Einen Ansatz zur Beantwortung dieser entscheidenden Frage bietet der spannende Vortrag von Thomas Gruhle. Anders als es der Titel vermuten lässt, setzt die Kampagnen- und insbesondere Conversion-Optimierung bereits weit vor der Google-Ads-Kampagne an: auf der Seite des Werbetreibenden.

Basierend auf den Theorien von Kahnemann (Schnelles Denken, langsames Denken) und Thaler und Sunstein (Nudge), übrigens lesenswerte Bücher, die wir jedem ans Herz legen können, wird die Relevanz der Seitengestaltung deutlich. Menschen wollen bei ihren Entscheidungen unterstützt werden. Je einfacher und selbsterklärender der Conversion-Pfad gestaltet ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass die gewünschte Handlung zustande kommt. Realisiert werden kann dies beispielsweise durch kurze, strukturierte Schritte und gestalterische Hervorhebung relevanter Elemente wie Buttons.

Genauso wichtig ist eine selbstredende Bezeichnung und CTA. Wenn der Kunde nicht versteht, was er für die Conversion machen soll oder zu viele Schritte durchlaufen muss, bricht er die Handlung eher ab als diese bis zu Ende durchzuführen. In diesem Fall bringt auch eine gut geplante Ads-Kampagne nur wenig Leistung.

Hier wird deutlich, dass die Aufgabe der Agentur nicht auf die operative Umsetzung von Google-Ads-Kampagnen beschränkt sein sollte. Vielmehr ist es relevant, den Kunden bereits vor der Kampagne im Hinblick auf Zielerreichung zu unterstützen und einen ganzheitlichen Ansatz zu bieten.

Diskussion Panel: Die Zukunft des Google-Ads Managers in Zeiten von KI und Automatisierung

Der Abend endete für uns mit dem Diskussion Panel. Hier wurde aufgezeigt, wie sich die Rolle des Google-Ads Managers in Zeiten von KI und Automatisierung verändert. Wir konnten für uns mitnehmen, dass in Zukunft weniger Zeit mit manuellen Gebotsanpassungen und dem Schreiben von Anzeigentexten verbracht wird. Stattdessen verlagert sich das Aufgabenprofil des Ads Managers von operativen Tätigkeiten zu strategischer Planung und Beratung der Kunden.

Die Zeit, welche für manuelle Einstellungen und Kontrolle bisher eingenommen wurde, kann zukünftig verwendet werden, um verschiedene Szenarien zu planen, zu testen und damit den Kunden bei der Erreichung der Ziele noch effizienter zu unterstützen.

Fazit

Insgesamt war das SEA Camp für uns wie immer eine gelungene Veranstaltung mit großartigen Vorträgen, bei denen für jedes Niveau etwas dabei war. Wir freuen uns schon auf das nächste Event!

Weitere Recap:

SEO Day

SEO Day 2018 Recap: Voice Search, SEO Trends und mehr

Voice Search, Amazon SEO, technisches SEO, Content und vieles mehr – der SEO Day 2018 hielt viele abwechslungsreiche Themen für die rund 900 Besucher bereit. Die SEO Konferenz fand im RheinEnergieStadion in Köln statt und konnte sich, was das fachliche Niveau betrifft, noch einmal steigern. Geballtes SEO Wissen in über 30 Vorträgen in 3 parallelen Slots erwartete die Teilnehmer. Judith, Saskia, Mareike und Maxi waren vor Ort mit dabei.

Top Alexa Skills und was wir über Voice Search lernen können

Der SEO-Day startete im Onsite/Offsite Raum mit einem Vortrag von Gero Wenderholm zum Thema Voice Search. Der erfahrene SEO-Spezialist Gero zeigte auf unterhaltsame Weise, welch großes Potenzial das Thema Voice Search für die Zukunft bietet. Noch wird die Sprachsuche auch unter Marketern kritisch beäugt, zu neu und ungewohnt ist die Nutzung – Zumindest für Erwachsene. Kinder und Jugendliche gehen bereits heute viel natürlicher mit den Sprachassistenten um. Und vor einigen Jahren hat schließlich auch niemand daran geglaubt, dass das Handy sich zum beliebtesten Device für Online-Shopping entwickelt.

Am Beispiel von Amazons Alexa stellt Gero die Vor -und Nachteile von Voice Search für SEO vor. Ein Problem: Häufig beantworten die Sprachassistenten Fragen direkt, es findet also kein Webseitenbesuch statt und oft wird nicht mal eine Google-Suche ausgelöst. In Analytics können diese Suchanfragen zum jetzigen Zeitpunkt also nur selten abgebildet werden. Eventuell scheint es sogar so, als würde Traffic verloren gehen, weil er sich in Richtung Voice Search verschoben hat – Die fehlende Messbarkeit ist ein Grund warum Unternehmen dem Thema häufig noch kritisch gegenüberstehen.

Alexa arbeitet jedoch mit sogenannten „Skills“, also kleinen Apps für den Sprachassistenten, die es dem Nutzer erleichtern, konkrete Informationen zu einem Thema abzufragen. Unternehmen können mit einem Alexa-Skill bestehende Webseiteninhalte schnell und relativ simpel verfügbar machen und so zum Beispiel einen vollautomatisiertes FAQ bereitstellen.

Der Vorteil: Dein Skill liefert dir wertvolle Daten! Über den Skill erhältst du eine komplette Aufzeichnung der Kommunikation zwischen der App und dem Nutzer, ähnlich einem Gesprächsprotokoll. So kannst du genau nachverfolgen, welche Fragen gestellt, welche Antworten gegeben wurden und an welcher Stelle die Nutzer ausgestiegen sind. Anhand dieser wertvollen Daten kann dann auch die Webseite besser, in Hinblick auf die tatsächlichen Nutzerbedürfnisse, optimiert werden.

Geros Fazit: Es lohnt sich auf jeden Fall jetzt schon einzusteigen, denn zum jetzigen Zeitpunkt verzeihen die Nutzer noch großzügiger Fehler und Startprobleme.

JavaScript SEO: Unerlässliche Optimierungen für Frameworks wie Angular, React, Vue.js und Konsorten

SEO Berater René Dhemant ging in seinem Vortrag auf das Thema JavaScript und SEO ein. Reine HTML-Websites sind einfach zu crawlen. Wird JavaScript verwendet, beeinträchtigt dies häufig die Crawling-Geschwindigkeit oder führt dazu, dass eine Website gar nicht mehr gecrawlt werden kann. Damit Google auch Webseiten crawlt, die JavaScript verwenden, sollten Optimierungen am Framework sowie dem verwendeten JavaScript Code selbst vorgenommen werden.

Grundsätzlich hat Google kein Problem damit, auch JavaScript basierte Websites zu indexieren. Für das Crawling benutzt Google allerdings eine Technologie, die auf dem Chrome Webbrowser Version 41 beruht. Dieser Browser ist schon über drei Jahre alt und kann daher einige Features nicht richtig interpretieren, die der aktuelle Chrome bereits darstellen kann. Welche das genau sind, könnt ihr euch hier einsehen. Um dieses Problem zu umgehen, könnt ihr einen Polyfill verwenden. Dabei handelt es sich um einen Code-Baustein, der in älteren Browsern neuere Funktionen, die diese nicht unterstützen, nachrüstet.

René Dhemant und Maximiliane Mehnert auf dem SEO Day 2018

René Dhemant und Maximiliane Mehnert auf dem SEO Day 2018

Was ihr außerdem wissen müsst: GoogleBot indexiert zunächst kein JavaScript, sondern crawlt nur die HTML-Website. JavaScript wird vom Indexer Caffeine verarbeitet und indexiert. Allerdings lässt dieser sich für die Verarbeitung von JavaScript oftmals sehr viel Zeit. Bis JavaScript Inhalte indexiert werden, kann es daher bis zu einem Monat länger dauern als bei reinem HTML. Inhalte, die für SEO wichtig sind wie Seitentitel, Meta-Description etc. sollten daher möglichst nicht per JavaScript eingefügt werden! Es gibt auch Fälle, in denen das JavaScript zu komplex, zu langsam oder fehlerhaft ist und Google es gar nicht rendern kann. Inhalte sind dann für Google nicht sichtbar und können nicht indexiert werden.

Umgeht dieses Problem, indem ihr Server Side Rendering (auch Pre-Rendering genannt) nutzt! Dabei wird der Inhalt eurer Website schon auf eurem Server gerendert und so an den Crawler übergeben, als handle es sich dabei um reines HTML. Google muss euer JavaScript also nicht mehr selbst rendern. Ein Tool, dass ihr dafür verwenden könnt und welches auch von Google empfohlen wird, ist Puppeteer. Ihr habt auch die Möglichkeit externe Service-Anbieter dafür zu nutzen. Der Nachteil dabei besteht aber darin, dass diese relativ teuer werden können und wenn der Server des Anbieters nicht richtig funktioniert, funktioniert auch das Crawling auf eurer Website nicht.

Welches JavaScript Framework ihr wählt, ist eigentlich egal. Alle haben ihre Vor- und Nachteile. Wichtig ist, dass ihr eine Entscheidung trefft und dann damit arbeitet.

Fazit: Überlasst das Rendern von JavaScript NICHT Google (kein Client Side Rendering) sondern setzt langfristig auf SSR (Server Side Redendering).

Die Slides von René stehen hier zum Download bereit.

OnPage SEO-Audit – Was sollte wann betrachtet werden

Bei Jens Fauldraths Vortrag stand das Thema OnPage SEO-Audit im Fokus. Der Audit ist der Stand der Dinge im Abgleich mit dem, wie es sein sollte. Er ging darauf ein, dass ein Tool allein keinen Audit durchführen kann, da Tools lediglich Ergebnisse liefern, ein Audit aber immer Problemlösungen und Ursachen unter Berücksichtigung der Ressourcen enthält.

Beim SEO-Audit nutzt Fauldrath folgende Kennzahlen: Leistungswerte aus z.B. Google Analytics, die Suchanfragen & Impressionen/ Klicks aus der Google Search Console, dann Informationen zur Nutzerführung. Ein kurzer Content Audit sowie eine Wettbewerbsanalyse sind außerdem enthalten. Dazu wird auch ein Pagespeed Check durchgeführt und insgesamt das Verhältnis der verschiedenen URLs auf der Website begutachtet. Aus diesen Informationen werden dann Fehler- und Optimierungsansätze gebildet. Wichtig ist, dass Fehlerklassen anhand der Seitentypen bzw. der Seitenstruktur gebildet werden. So können wiederkehrende Fehler identifiziert und einfach behoben werden.

Im zweiten Teil des Vortrags führte Jens Fauldrath dieses Vorgehen exemplarisch an einem Online Shop vor.

7 wirkungsvolle Online-Marketing Hebel für Online Shops

Julian Dziki, Geschäftsführer von Seokratie, stellte in seiner Session einfache Maßnahmen vor, mit denen man die Performance eines Online Shops verbessern kann. Viele dieser Maßnahmen lassen sich aber auch auf andere Websites anwenden. Besonders gut hat mir gefallen, dass er auch immer angegeben hat, wie lange es dauert, bis eine Maßnahme greift.

1. Content dezimieren

URLs, die nicht aufgerufen werden, Inhalte, die nicht mehr aktuell sind, ähnliche und doppelte Inhalte blähen Websites unnötig auf. Google muss unnötig Ressourcen aufwenden, um diese Inhalte zu crawlen. Deshalb ist es sinnvoll, regelmäßig genau diese Inhalte auszusortieren. Google mag Websites, die nur relevante Inhalte aufweisen und belohnt sie in der Regel mit besseren Rankings.

Besonders Doppelrankings einzelner Keywords (Keyword-Kannibalisierung) sollte vermieden werden. Erstellt euch dafür eine Keyword-Map und prüft regelmäßig, ob die zugeordneten Seiten mit den richtigen Keywords ranken. Falls es Überschneidungen gibt, solltet ihr prüfen, ob sich die Unterseiten nicht zusammenlegen lassen.

Bis sich die Auswirkungen dieser Maßnahme bemerkbar machen, dauert es zwischen einer Woche und bis zu drei Monaten.

2. Snippets optimieren

Die Snippet Optimierung gehört zu den absoluten SEO Basics, wird auf vielen Websites aber immer noch sträflich vernachlässigt. Dabei führt gerade diese Maßnahme häufig sehr schnell zum Erfolg, schon nach drei Tagen machen sich manchmal die ersten Auswirkungen bemerkbar. Bei großen Websites kann dies allerdings auch bis zu drei Monaten dauern. Wie ihr Snippets richtig optimiert, erfahrt ihr in unserem Artikel zur Snippet Optimierung.

3. Content Marketing

Content Marketing in Form eines Unternehmensmagazins oder eines Blogs braucht zwar etwas Zeit, bis es Wirkung zeigt, aber dann kann man dadurch sehr viel Traffic generieren.

4. Conversion Optimierung

Mit ein paar kleinen Kniffen könnt ihr anstatt mehr Traffic auf eure Website zu holen, auch einfach die Conversion Rate der vorhandenen Nutzer erhöhen. Folgende Maßnahme können eure Conversion Rate erhöhen:

  • Kostenlosen Versand anbieten
  • Bei Kontaktformularen nur wenige Informationen abfragen
  • Kunden auch als Gast bestellen lassen

Die Maßnahmen zeigen sofort ihre Wirkung.

5. Video Marketing

Mit Video-Marketing könnt ihr die Reichweite eures Online Shops auf andere Plattformen ausweiten. Zudem haben Videos und Video Ads auf Social Media Kanälen mehr Reichweite. Allerdings dauert es einige Monate, bis sich diese Maßnahme bemerkbar macht.

6. Vertrauen durch USPs schaffen

Überlegt euch, welche Vorteile der Nutzer dadurch erhält, dass er bei euch bestellt und kommuniziert diese offen auf eurer Website. Welchen Service bietet ihr an, den eure Konkurrenz nicht hat? Am besten fragt ihr hierzu auch mal eure Stammkunden. Von dieser Maßnahme profitiert ihr praktisch sofort.

7. WhatsApp nutzen

Viele Unternehmen versenden E-Mail-Newsletter, doch nur wenige nutzen bisher WhatsApp für die Kundenkommunikation. Dabei haben WhatsApp Nachrichten eine viel höhere Öffnungsrate. Und Kunden geben direkte Antworten über den Instant Messenger Dienst. Auf E-Mail-Newsletter antwortet in der Regel niemand.

8 Neue Denkanstöße für ein erfolgreiches SEO

Marco Janck von Sumago verriet seinen Zuhörern 8 neue Denkansätze, um der SEO-Strategie noch einmal einen Schub zu geben.

  1. Gute Inhalte: Wichtig beim Content ist die Kombination aus schnellen Antworten und umfassenden Informationen aus verschiedenen Perspektiven, zusammengefasst auf einer holistischen Landingpage (HLP). Sein Credo: Mindestens 5000 Wörter oder 500 Wörter mehr als der stärkste Mitbewerber!
  2. Pillar Pages und Content Hubs als Cluster der Website
  3. High Performance Format ausbauen: Hier steckt der Ansatz hinter, dass bereits erfolgreiche Bereiche der Webseite auf neue Seiten abfärben.
  4. Neue Bilder SEO: Jancks Ansatz geht davon aus, dass gut optimierte Bilder einen positiven Einfluss auf das „Hauptranking“ einer Seite haben.
  5. YouTube Analytics Daten auf Website übertragen
  6. Podcast bzw. Blogcast: Hier empfiehlt Marco Janck Inhalte z.B. aus dem Blog auch als Audio-Datei den Nutzern zur Verfügung zu stellen.
  7. Gemischte Inhalte: Auf einer guten HLP sollten verschiedene Medienformaten wie Video, Bilder, Podcasts usw. ergänzt werden, um die HLP zu erweitern.
  8. Influencer Marketing

Kostenlose SEO-Tools

Stephan Czysch stellte in seinem Vortrag einige kostenlose SEO-Tools vor. Hier war für alle Bereiche der Suchmaschinenoptimierung ein passendes Tool dabei.

Keywords & Content

  • Answer the Public
  • Ubersuggest
  • Keywords everywhere
  • Sistrix SERP Generator

OnPage

  • Crawler BeamUsUp
  • Xenu Crawler
  • Google Structured Data Markup Helper
  • Google Data Highlighter für Google Search Console
  • Google mobile friendly Test
Data Highlighter in der Google Search Console

Data Highlighter in der Google Search Console

Monitoring

  • SimilarWeb
  • SEMrush Sensor
  • Trust Agents OnPage Monitoring Tool
  • Rank Tank

Webmaster Tool

  • Google Search Console
  • Search Analytics for Sheets
  • Bing Webmastertools

OffPage

  • Open Link Profiler
  • Simple SERP Scraper (als Download)
  • Google erweiterte Suche
  • Google Alert
Googles erweiterte Suche

Googles erweiterte Suche

Braucht Google deine Webseite? – Johannes Beus

Johannes Beus, Gründer und Geschäftsführer von SISTRIX warf in seinem Vortrag einen Blick auf den Status Quo und die Zukunft von SEO und fragte provokant „Braucht Google deine Webseite?“.

Die Frage stellt sich, da Google Fragen zunehmend selbst beantwortet und der Nutzer kaum mehr organische Suchergebnisse anklicken muss, bzw. erst gar nicht ausgespielt bekommt. Google möchte die Nutzer idealerweise komplett im eigenen Ökosystem halten. Doch wo besteht dann noch Potenzial für organische Rankings, wo lohnt es sich für SEOs überhaupt noch zu optimieren?

Anhand von Punkt 12.7. „Understanding User Intent“ von Googles General Guidelines untersucht Johannes, an welchen Stellen sich eine Optimierung weiterhin lohnt.

Auszug Google General Guidelines

Auszug Google General Guidelines

Visit-in-Person

Visit-in-Person ist eine klassische lokale Suchanfrage (z.B. nach Restaurants, lokalen Geschäften oder Dienstleistungen), zu der von Google zumeist ein Google Maps Suchergebnis ausgespielt wird. 15,4% der untersuchten Keywords beziehen sich auf lokale Suchen, insgesamt machen lokale Suchanfragen 13,8% des Traffics aus. Zahl der Keywords und zu erwartender Traffic sind also relativ deckungsgleich.

Optimierungspotenzial: Kaum Chancen für Drittanbieter/SEO, daher sollte Maps Eintrag vorhanden und Google My Business Profil gepflegt sein.

Website

Was Google „Website query“ nennt, ist auch unter dem Begriff „navigational“ bekannt. Der Nutzer sucht hier eine spezifische Webseite, dessen (Brand-) Name ihm bereits bekannt ist.

Navigationale Keywords machten 8,7% der untersuchten Keywords aus, vereinten jedoch 33,2% des Traffics auf sich. Das Suchvolumen ist hier also besonders hoch.

Optimierungspotenzial: Hier besteht weiterhin Optimierungspotenzial zur Steigerung der Brand-Awareness

Do

Mit „Do queries“ beschreibt Google transaktionale Suchanfragen, denen ein eindeutiges Kaufinteresse (buying intent) zugrunde liegt, z.B. „iphone kaufen“ oder „kreditkarte beantragen“. Zu diesen Suchanfragen werden in der Regel viele Werbeanzeigen in den SERPs ausgespielt, da transaktionale Keywords der klassische Anwendungsfall für Google Ads sind. 27,7% der berücksichtigten Keywords waren transaktionaler Art, sie vereinten jedoch nur 15,7% des Traffics auf sich. Hier scheint es also eine starke Differenz zwischen Angebot und Nachfrage zu geben – Ein Problem für Google und die Effizienz der geschalteten Werbeanzeigen.

Optimierungspotenzial: Reines SEA-Thema, kaum Chancen auf relevanten Traffic an Ads vorbei.

Know

„Know queries“ sind auch als „informational“ bekannt, sind also ausgerichtet auf die Suche nach bestimmten Informationen. Dabei wird zwischen zwei verschiedenen Arten der SERPs entschieden.

Bei „Know“ werden zumeist drei organische Treffer auf den Top-Positionen angezeigt (z.B. Wikipedia). Bei „Know Simple“ spielt Google die Antwort direkt im Knowledge Panel aus, sodass der Nutzer kein Suchergebnis mehr klicken muss.

Bei informationalen Suchanfragen vereinen 36,5% der Keywords 62,2% des Traffics auf sich. Informationale Suchanfragen sind also weiterhin die häufigsten Suchen.

Optimierungspotenzial:

Know Simple: Kaum Optimierungsmöglichkeiten.

Know: Größtes Optimierungspotenzial aller Bereiche, durch Bereitstellen der gesuchten Informationen.

Fazit:

Das Optimieren auf transaktionale Keywords macht kaum noch Sinn, die Konkurrenz zu Google Ads ist zu groß. Konzentriert euch in euren Optimierungsbemühungen auf navigationale und informationale Keywords, indem ihr eure Brand stärkt und bei informativem Content in die Tiefe geht.

100 Tage DSGVO: Was uns das neue Datenschutzrecht (außer Abmahnungen) gebracht hat und was Webseiten Betreiber jetzt beachten müssen!

Datenschutzrechtexperte Christian Solmecke gab einen unterhaltsamen Einblick in die Praxis der ersten 100 Tage mit der Datenschutz-Grundverordnung. Seit Inkrafttreten der DSGVO im Mai 2018 hagelte es vor allem Abmahnungen. Die Gründe für Abmahnungen reichten von der fehlenden/fehlerhaften Datenschutzerklärung über fehlende SSL-Verschlüsselung bei Formularen hin zu der Verwendung von Google Fonts oder des Google Tag Managers ohne darüber aufzuklären.

Vielen kleinen Webseitenbetreibern ist nicht klar, dass sie über all diese verwendeten (Google-) Produkte aufklären müssen. Gerade Google Fonts gelten als „das trojanische Pferd“, da die Schriftarten von Google zwar gratis zur Verfügung gestellt werden, gleichzeitig durch sie aber Daten zu Google, und damit ins außereuropäische Ausland, übertragen werden.

Abmahner suchen sich gezielt diese Schlupflöcher und mahnen fast willkürlich vor allem Kleinunternehmer ab.

Doch nicht jede Abmahnung ist auch rechtens. So müssen Abmahnungen konkret formuliert sein. Ein Schreiben darf also nicht einfach einen Datenschutzverstoß abmahnen, sondern muss diesen auch konkret definieren. Zudem dürfen nur unmittelbare Wettbewerber, die von dem Datenschutzverstoß einen Wettbewerbs-Nachteil erwarten können, abmahnen. Diese Voraussetzungen können zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch recht weit ausgelegt werden, sodass z.B. eine Firma mit dem Zusatz im Namen „Handel von Gütern aller Art“ quasi jeden abmahnen könnte.

Hierzu sollen die Gesetze in naher Zukunft verschärft werden, damit ein echtes Wettbewerbsinteresse nachgewiesen werden muss. Diese Maßnahme soll die massenhaften Abmahnungen eindämmen.

In den vergangenen 100 Tagen gab es zudem ein bedeutendes Urteil zu Facebook-Fanpages. Dieses Verfahren beschäftigte sich mit der Frage, wer für die Inhalte einer Facebook-Fanpage verantwortlich ist – Facebook oder das Unternehmen, welches die Fanpage pflegt? Das Gericht kam zu dem Entschluss, dass es sich hier um eine Partnerschaft mit einem Technologie-Dienstleister handelt und daher nicht allein Facebook für die Inhalte verantwortlich gemacht werden kann, sondern dass der jeweilige Fanpage-Betreiber ebenfalls Mitverantwortung trägt. Um die Wogen zu glätten und das massenhafte Schließen von Fanpages zu verhindern, bietet Facebook betroffenen Betreiber an, Probleme für sie zu klären. Hierzu sollten sich betroffene Unternehmen direkt an Facebook wenden.

Fazit: Die ersten 100 Tage DSGVO haben vor allem für viel Verwirrung und eine Abmahnwelle gesorgt. Die Voraussetzungen für gerechtfertigte Abmahnungen zu verschärfen scheint hier ein geeigneter Weg, um dieses Problem einzudämmen.

Google Q/A

Spannend erwartet wurde auch in diesem Jahr wieder das Q/A mit Googles John Müller, der diesmal leider nicht persönlich anwesend sein konnte und daher per Google Hangouts aus dem Nähkästchen plauderte. John hielt im Rahmen des Q/A einen spannenden Kurzvortrag zum Thema war „Technical SEO 2019“ und verriet Details zu einigen Trend-Themen.

Mobile First Index:

  • Fehlen Texte, Meta-Daten, Alt-Tags oder strukturierte Daten kann es zu Problemen bei der Indexierung kommen
  • Neue Domains erscheinen momentan noch zuerst im Desktop-Index, bevor sie Mobile First indexiert werden.

Canonicalisierung:

  • Hreflang, Crawl-Budget und robots.txt sind auch weiterhin gute Gründe, Seiten zu canonicalisieren.
  • Canoncials machen Sinn, da weniger gecrawlte URLs ein positives Signal sind und einzelne Seiten stärken kann.
  • Müller betont explizit, dass Duplicate Content keine Penalty nach sich zieht.
  • Canonicalisiert werden kann mit Hilfe von Redirects, rel=canonical, internen & externen Links, Sitemaps, hreflang, https und Parameter-Handling.
  • Wichtig sind klare Signale! Verschiedene Faktoren führen den GoogleBot zu einer Seite und erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass diese Seite berücksichtigt wird.
  • Getestet werden kann der Indexierungs-Status mit der Google Search Console und site: Abfragen.

JavaScript & Crawl Budget:

  • JavaScript wird wichtiger, erhöht aber das Crawl-Budget.
  • Geplant ist, den GoogleBot Anfang nächsten Jahres upzudaten. Momentan läuft er noch auf Chrome Version 41. Zukünftig sollen die Anpassungen an neue Versionen schneller erfolgen.
  • SEOs und Entwickler müssen noch enger zusammenarbeiten
  • Pre-Rendering und schnelle Server/Seiten helfen das Crawl-Budget zu schonen

Speed & Structured Data

  • Speed bleibt wichtig, allerdings muss zwischen Browser-Speed und Crawling-Speed unterschieden werden.
  • Sauberes HTML hilft bei der Auszeichnung von strukturierten Daten.
  • Überlegt, wie ihr in den SERPs erscheinen wollt und welche strukturierten Daten ihr dafür braucht. Unnötige strukturierte Daten blähen die Seitengröße künstlich auf.

9 Tricks & Hacks für den Google Tag Manager – So geht es einfacher

„Master of Data“ Michael Jansen stellte in seinem Vortrag einige Tricks vor, die die Arbeit mit dem Google Tag Manager vereinfachen.

In der Theorie ist der Einbau von Marketing Tags mit dem Google Tag Manager kinderleicht. Der Code des Tag Managers muss nur einmal in die Website eingebaut werden und danach ist man nicht mehr auf die IT angewiesen. In der Praxis sieht das Ganze aber doch ein bisschen anders aus. Erstmal findet die IT es gar nicht gut, dass jeder mit Hilfe des Tag Managers Code in die Website einbauen kann, weil dadurch die komplette Funktionalität der Seite beeinträchtigt werden kann. Es entsteht Chaos, weil jeder eigene Tags anlegen darf und so schnell der Überblick verloren geht.

Michael Jansen über Hack für den Google Tag Manager

Michael Jansen über Hack für den Google Tag Manager

Damit der Umgang mit dem Tag Manager trotzdem funktioniert, sollten folgende Hacks berücksichtigt werden:

  1. Tag Manager kennenlernen: Setzt euch damit auseinander, was der Tag Manager genau ist und was er eigentlich macht.
  2. Marketing Tags verstehen: Warum baut ihr ein Tag ein und welche Funktion hat es?
  3. Immer testen, bevor ihr etwas live stellt: Im Vorschau Modus könnt ihr überprüfen, ob eure Tags funktionieren. Es schadet auch nichts, eine zweite Person drüber schauen zu lassen.
  4. Gebt niemandem Zugriff, der keine Ahnung vom Tag Manager hat.
  5. Nutzt verschiedene Arbeitsbereiche: Legt eure Tags nicht im Default Workspace an. Man kann hier keine einzelnen Tags veröffentlichen. Nutzen mehrere Personen den Default Workspace, veröffentlicht ihr eventuell Tags von anderen Nutzern, die noch nicht fertig sind.
  6. Dokumentation: Gebt jeder Version, die ihr anlegt, eine Beschreibung anhand derer ihr erkennt, was ihr geändert habt. Alte Versionen können nachträglich wiederhergestellt werden. Tags, Trigger und Variablen sollten mit sinnvollen Namen ausgestattet werden.
  7. Lernt wichtige Sachen um eure eigenen Tags zu schreiben und zu verstehen: Kenntnisse zu HTML und CSS, RegEx und JavaScript Grundlagen können nicht schaden, wenn man mit dem Google Tag Manager arbeitet.
  8. DataLayer auf Vorrat ausfüllen: Wenn ihr euren DataLayer von der IT befüllen lasst, lasst hier direkt alles mit reinschreiben, was ihr in Zukunft braucht. Die IT hat bekanntlich nicht so viel Zeit und wenn sie schon mal dran ist, trägt sie am besten gleich alles ein.
  9. Legt ein Admin Konto für alle Tools an: Das Admin Konto sollte nicht im privaten Account eines Mitarbeiters liegen, da der Zugang sonst weg ist, wenn der Mitarbeiter das Unternehmen verlässt.

Abschließend wies Michael noch daraufhin, dass nicht alles, was man mit dem Tag Manager machen kann, auch sinnvoll ist. Außerdem riet er dazu, sich mit der IT anzufreunden, da man eben doch immer noch auf ihre Hilfe angewiesen ist – spätestens, wenn der DataLayer genutzt wird.

Die Folien zum Vortrag findet ihr hier.

App-Hijacking: Mikrosuchsysteme als Alternativen zu Google & Co. nutzen (Gianna Brachette-Truskawa)

Gianna Brachetti-Truskawa, Senior International SEO Manager bei bold ventures, ging in ihrem Vortrag darauf ein, wie man seine Inhalte und Services für App-interne Suchen optimieren kann und so entweder Traffic auf seine Website ziehen oder zumindest den Bekanntheitsgrad seiner Marke steigern kann.

Dank Smartphones sind Nutzer zwar rund um die Uhr online, doch sie sind nicht immer nur auf Websites unterwegs. Viele nutzen auch Apps wie Spotify oder Reddit. Diese Apps verfügen meist über eine Such-Funktion und hier kann man seine eigenen Inhalte ganz gut platzieren, wenn man ein wenig um die Ecke denkt – auch ganz ohne Ads zu schalten.

Gianna zeigte beispielhaft, wie sich eine Band in folgenden Apps platzieren könnte: Spotify, Reddit und Lovense Remote.

Spotify

Spotify liegt gerade im Bereich Musik sehr nahe. Der Streamingdienst bietet eine Suche nach Genres und bestimmten Kategorien an. Besonders praktisch: Spotify Playlists erscheinen auch in den Google Suchergebnissen. Wer also bei Spotify gut gelistet ist, kann damit ebenfalls in der organischen Google Suche punkten. Über die Api können Inhalte zudem auch in andere Dienste eingebunden werden.

Damit nun die Inhalte (in diesem Fall die Lieder der Band) weit oben in den Suchen erscheinen, müssen diese häufig abgespielt werden. Für eine eher unbekannte Band scheint dies auf Anhieb sehr schwierig. Es gibt aber die Möglichkeit, seine Lieder in anderen Playlistes mit vielen Followern unterzubringen. Dies erreicht man meist nur, indem man den Kontakt zum Ersteller der Playlist herstellt oder eben selbst so gute Playlists baut, dass andere auf einen aufmerksam werden.

Reddit

Auf Reddit können Posts, Statements, News etc. geteilt werden. Vorteil hier: Auch Hyperlinks können in ein Posting integriert und so Nutzer auf die eigene Website gelockt werden. Welche Postings oben angezeigt werden, hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie Alter der Kommentare, Votes etc.

Ziel muss es also sein, Postings zu generieren, mit denen viel interagiert wird. Eine Möglichkeit sind sogenannte Ask me Anything Sessions. Voraussetzung ist, dass man etwas besonders gut kann und die Nutzer dann Fragen stellen lässt. Ein Beispiel in diesem Bereich wäre: „Ich bin ein Vollzeitmusiker, fragt mich alles!“

Lovense Remote

Relativ weithergeholt erscheint das letzte Beispiel. Bei Lovense Remote handelt es sich um eine App, mit der man Sextoys fernsteuern, eigene Vibrationsmuster erstellen und diese mit anderen Nutzern teilen kann. Unter anderem spielt diese App auch Spotify Playlists ab. Indem man ein Vibrationsmuster erstellt – zum Beispiel passend zur Musik – und dieses sehr häufig geteilt wird, kann man auch hier die Bekanntheit seiner Marke (oder in diesem Fall seiner Band / Musik) stärken.

Im Grunde nutzt man also beim App-Hijacking die Funktionalität anderer Apps. Diese können auch themenfremd sein und mit Marke oder Produkt erstmal nichts zu tun haben.

Fazit

Der SEO Day gehört zu den Pflichtveranstaltungen in der deutschen SEO Szene. Die Vorträge haben in diesem Jahr nochmal an Tiefe gewonnen. Gefühlt gab es noch mehr fachlichen Input als in den Jahren zuvor und auch die Auswahl der Speaker war sehr gut.

Das Programm war sehr straff gehalten und die Pausen zwischen den einzelnen Vorträgen hätten ruhig etwas länger ausfallen können. Vielleicht wäre eine Aufteilung auf 4 Räume mit gleicher Anzahl der Sessions besser gewesen, da sich so die 900 Teilnehmer auch etwas besser verteilt hätten. So haben wir zwischendurch einige Vorträge ausfallen lassen, weil wir nicht mehr aufnahmefähig waren oder einfach keinen Platz mehr bekommen haben. Insgesamt hat der SEO Day aber wieder gerockt!

Vielen Dank an Fabian und Julia für die super Organisation!

Infos zu weiteren Online Marketing Konferenzen

Local SEO: Tipps & Tricks für die lokale Auffindbarkeit

Lokale Suchmaschinenoptimierung spielt für regionale Unternehmen mit stationären Ladengeschäften eine wichtige Rolle und sollte daher in der allgemeinen SEO Strategie berücksichtigt werden. Doch was genau versteht man überhaupt unter Local SEO und für wen lohnt sich diese Maßnahme besonders? In diesem Artikel erhaltet ihr Informationen zu Hintergründen und Grundlagen der lokalen Optimierung und erfahrt, wie ihr eure eigenen Internetauftritte lokal optimiert.

Lokale Suche

Was bedeutet lokale Suche bzw. Local Search?

Die lokale Suche umfasst alle Suchanfragen, die einen regionalen Bezug haben. Hierzu zählen zum Beispiel Suchanfragen, bei denen ein Nutzer nach einem Geschäft, einem Restaurant oder einer Dienstleistung in seiner Nähe sucht und einen konkreten Ortsnamen bei der Suche verwendet. Aber auch Suchanfragen, die keinen konkreten Ortszusatz enthalten, aber häufig einen lokalen Bezug aufweisen, gehören dazu.

Da Google und auch andere organische Suchmaschinen bemüht sind, jedem Nutzer das für ihn passendste Suchergebnis zu liefern, werden in diesem Kontext stark personalisierte Suchergebnisse ausgespielt. Dazu bezieht die Suchmaschine nutzerbezogene Daten mit ein, wie zum Beispiel den Standort des Nutzers. Je nachdem wo sich dieser aufhält, werden die Suchergebnisse angepasst. Die Optimierung auf Suchanfragen mit lokalem Bezug nennt man Local SEO.

Aber nicht nur organische Suchmaschinen wie Google und Bing tauchen im Kontext der Local Search auf. Nutzer ziehen auch Kartendienste für die lokale Suche heran. Daher ist nicht nur die Optimierung eurer Website Bestandteil von Local SEO, sondern auch die Optimierung für Kartendienste wie Google Maps, Bing Maps oder Apple Maps.

Warum ist Local SEO wichtig?

Suchanfragen mit einem regionalen Bezug sind inzwischen ganz alltäglich. Während früher noch das Branchenbuch bemüht wurde, um Öffnungszeiten oder Ähnliches zu recherchieren, wird dafür heute auf das Smartphone zurückgegriffen, das auch unterwegs immer griffbereit ist. Schon 2015 kam eine Studie zum lokalen Suchverhalten von Google zu folgenden Ergebnissen:

  • Neun von zehn Konsumenten nutzen Suchmaschinen, um nach Dienstleistungen, Bewertungen und Produkten in ihrer Nähe zu suchen.
  • Gerade von unterwegs aus sind Suchanfragen mit lokalem Bezug weit verbreitet.
  • Die meisten Konsumenten suchen in diesem Kontext nach Geschäftsadressen, Wegbeschreibungen und Öffnungszeiten.
  • Nutzer, die auf dem Smartphone nach Dienstleistungen oder Produkten in ihrer Nähe suchen, stehen tendenziell kurz vor der tatsächlichen Kaufentscheidung.

Nutzer suchen also von unterwegs nach Produkten und Dienstleistungen, die sie in diesem Moment gerade benötigen und kaufen möchten. Da Google den Standort des Nutzers bei der Ausspielung der Suchergebnisse miteinbezieht, bietet sich für Unternehmen die Möglichkeit, genau die Nutzer anzusprechen, die sich gerade in der Nähe befinden und die angebotenen Produkte oder Dienstleistungen in Anspruch nehmen möchten. Wer in diesem Moment mit den passenden Informationen in der lokalen Suche erscheint, hat große Chancen diese Nutzer zu Kunden zu machen.

Lokale Suchanfragen in der Google Suche

Grundsätzlich lässt sich – wie oben schon erwähnt – grob zwischen drei verschiedenen Arten von lokalen Suchanfragen unterscheiden:

  • Suchanfragen mit Ortsangabe
  • Suchanfragen, die für gewöhnlich einen lokalen Bezug haben
  • Gezielte Suchanfrage nach Unternehmensstandort

Suchanfragen mit Ortsangabe

Sehr klar ist der lokale Bezug, wenn der Nutzer in seiner Suchanfrage einen Ort nennt, also zum Beispiel bei der Suchanfrage „Autowerkstatt München“. Hier kann Google genau zuordnen, was der Nutzer sucht und spielt entsprechende Suchergebnisse aus, nämlich Autowerkstätte in München.

Google Suche 23.10.2018

Google Suche 23.10.2018

Im Beispiel sieht man gut, dass hier nicht nur die normalen organischen Suchergebnisse ausgespielt werden, sondern Google auch auf Local Listings zurückgreift. An dieser Stelle wird bereits deutlich, dass eine reine Fokussierung auf die Website eures Unternehmens bei der Optimierung für die lokale Suche nicht ausreicht. Aber dazu später mehr.

Suchanfragen, die für gewöhnlich einen lokalen Bezug haben

Allerdings gibt es auch viele Suchanfragen, die keinen konkreten Ort beinhalten, aber trotzdem einen lokalen Bezug haben. Eine Studie von Google hat gezeigt, dass Nutzer inzwischen Suchergebnisse erwarten, die auf ihren Standort ausgelegt sind – auch wenn keine konkrete Ortsangabe in ihrer Suchanfrage enthalten ist.

Um passende Ergebnisse auszuspielen, bezieht Google in diesem Fall den Standort des Nutzers mit ein. Die Informationen zum Standort erhält die Suchmaschine über IP-Adressen, GPS, W-LAN und andere Funktionen.

Sucht ein Nutzer in Köln beispielsweise nach „Autowerkstatt“, erhält er automatisch Vorschläge für Autowerkstätten in Köln und der näheren Umgebung.

Google Suche in Köln, 23.10.2018

Google Suche in Köln, 23.10.2018

Befindet sich der Nutzer hingegen in München und stellt dieselbe Suchanfrage, werden ihm vorzugsweise Autowerkstätte in München ausgespielt – auch wenn er München nicht explizit in der Suchanfrage genannt hat.

Gezielte Suchanfrage nach einem Unternehmensstandort

Häufig weiß der Nutzer aber bereits, wo er hin möchte und sucht ganz gezielt nach dem Unternehmensnamen oder dem Unternehmensnamen mit Ortsbezug.

Google Suche, 23.10.2018

Google Suche, 23.10.2018

Alle diese Suchanfragen solltet ihr in eurer Local SEO Strategie berücksichtigen.

Für wen macht Local SEO Sinn?

Friseure, Supermärkte, Ärzte, Tankstellen, Restaurants, Steuerberater, Hotels, Autowerkstätte und viele mehr: Im Grunde ist lokale Suchmaschinenoptimierung für jeden Unternehmer sinnvoll, der einen Standort hat, an dem er Waren oder Dienstleistungen anbietet oder Kunden bzw. Klienten empfängt. Bietet euer Unternehmen lokale Dienstleistungen an und eure Zielgruppe ist auf einen regionalen Umkreis beschränkt, solltet ihr dies bei der Gestaltung eures Internetauftrittes auf jeden Fall berücksichtigen und auf Keywords und Themen mit regionalem Bezug optimieren.

Vor allem Unternehmen, die ihre Produkte und Dienstleistungen vorzugsweise offline anbieten, können von der lokalen Suchmaschinenoptimierung profitieren und durch eine bessere Auffindbarkeit in der Google Suche neue Kunden in ihre Ladenlokale locken – egal ob das Unternehmen aus nur einem Ladengeschäft besteht oder viele einzelne Filialen in ganz Deutschland umfasst.

Lokale Suchergebnisse

Doch nicht nur die Optimierung eurer Website spielt bei Local SEO eine Rolle. Werfen wir einen Blick in die Suchergebnisse zu lokalen Suchanfragen, fällt auf, dass die generischen Suchtreffer, in denen ihr mit eurer Website erscheinen könnt, erst sehr weit unten platziert sind:

Google Suche, 23.10.2018

Google Suche, 23.10.2018

An erster Stelle werden Google Ads mit lokalem Bezug eingeblendet. Diese könnt ihr mit Suchmaschinenoptimierung allein nicht beeinflussen, sondern müsst entsprechende Kampagnen schalten.

Darunter folgen Google Maps / Google Local Listings. Hier werden passende Unternehmen mit Adresse, Telefonnummer, Öffnungszeiten und Bewertungen angezeigt. Durch einen Klick auf eines dieser Ergebnisse landet ihr nicht direkt auf der Website des Unternehmens. Stattdessen öffnet sich eine größere Karte und ihr erhaltet weitere Informationen zum Unternehmen.

Google Local Listings, 24.10.2018

Google Local Listings, 24.10.2018

Zum Beispiel erfahrt ihr, wann ein Geschäft besonders häufig besucht wird und ihr könnt euch Rezensionen von anderen Kunden anzeigen lassen. Hier habt ihr auch die Möglichkeit, weitere Ergebnisse anzuklicken und euch diese direkt auf der Karte anzeigen zu lassen. Um euer Unternehmen hier zu platzieren, müsst ihr einen Google My Business Eintrag anlegen. Erst danach kommen die ersten organischen Ergebnisse, in denen eure Website erscheinen kann.

Viele Nutzer suchen auch direkt über Google Maps oder einen anderen Kartendienst. Auch hier könnt ihr durch eine gute Optimierung dafür sorgen, dass ihr unter den ersten Treffern gelistet werdet.

Google Maps Suche 26.10.2018

Google Maps Suche 26.10.2018

Bei Klick auf das Suchergebnis werden auch hier wieder Daten zum Unternehmen angezeigt, die aus Google My Business stammen.

Google Maps Treffer

Google Maps Treffer

Local SEO Rankingfaktoren

Um eurem Unternehmen hier mehr Sichtbarkeit zu verleihen, solltet ihr folgende Bereiche optimieren:

  • Google My Business: Das ist Googles eigenes Branchenbuch. Es ist zuständig für die Ausspielung der Google Maps Treffer und Google Local Listings.
  • Optimierung eurer eigenen Website: Sorgt dafür, dass alle relevanten Informationen auf eurer Website vorhanden sind und optimiert sie auf Suchanfragen mit Ortsbezug. Außerdem solltet ihr das für euer Unternehmen passende Markup verwenden.
  • Citations: Einträge in anderen Online-Branchenbüchern und Verzeichnissen.

Laut Google sind die wichtigsten Faktoren für ein Ranking in der lokalen Suche

  • die Relevanz des Suchergebnisses für den Nutzer
  • die Entfernung des Ergebnisses vom Nutzer oder von der Ortsangabe in der Suchanfrage
  • die Bekanntheit des Unternehmens im Allgemeinen

Branchenexperten nennen noch weitere lokale Rankingfaktoren:

  • ein gut gepflegtes Google My Business Profil
  • externe Links von anderen Websites
  • Onpage Optimierung der Website
  • Nennung des Unternehmens auf anderen Websites und in Verzeichnissen
  • Positive Online-Bewertungen des Unternehmens
  • Nutzersignale
  • Social Signals

Alle diese Punkte sollten in eurer Local SEO Strategie berücksichtigt werden.

Konsistenz eurer Unternehmensdaten (NAP)

Bevor ihr mit der lokalen Optimierung beginnt, ist noch zu sagen, dass die Konsistenz eurer Unternehmensdaten auf den verschiedenen Instanzen im Internet ebenfalls eine wichtige Rolle spielt. Wie weiter oben schon erwähnt, setzt sich eine gute Local SEO Strategie aus verschiedenen Bausteinen zusammen: dem Google My Business Eintrag, eurer Website und Einträgen in anderen Branchenverzeichnissen. Außerdem erscheinen eure Unternehmensdaten eventuell auch in Sozialen Netzwerken wie Facebook, Xing oder Twitter.

Wichtig ist, dass ihr überall dieselben Unternehmensdaten (NAP = Name, Adress, Phone Number) angebt:

  • Unternehmensname (Name eures Unternehmens in Kombination mit eurer Dienstleistung und / oder eures Standorts)
  • Adresse (achtet hier auf eine einheitliche Schreibweise)
  • Telefon Nummer (wählt hier immer dasselbe Format)

Am besten erstellt ihr eine Excel Tabelle, in der ihr diese Daten festhaltet und greift immer wieder auf sie zurück, wenn ihr eure Unternehmensdaten irgendwo eingebt. Dies ist besonders praktisch, wenn ihr mehrere Filialen oder Standorte habt.

Lokale Onpage Optimierung auf eurer Website

Eure eigene Website könnt ihr relativ einfach auf lokale Suchanfragen optimieren. Wichtig ist hier vor allem, dass ihr die richtigen Keywords und Themen auswählt.

Keywordanalyse & Keyword-Strategie

Mit Hilfe einer Keywordanalyse könnt ihr herausfinden, welche Keywords mit regionalem Bezug häufig gesucht werden. Möglicherweise gibt es hier regionale Unterschiede in der Bezeichnung einer Dienstleistung oder eines Produktes. Solltet ihr mehrere Filialen in verschiedenen Regionen eines Landes haben, ist es sinnvoll dies zu berücksichtigen.

Achtet bei der Auswahl der Keywords sowohl auf Keywords mit Ortsnennung (z.B. „Pizzeria Köln“) als auch auf generischere Keywords, die zwar keine Ortsnennung beinhalten, aber häufig mit lokalem Bezug verwendet werden (z.B. „Pizzeria“). Außerdem solltet ihr überprüfen, ob eure Dienstleistung auch in Kombination mit Stadtteilen oder Postleitzahlen gesucht werden. Hier wird das Suchvolumen zwar tendenziell geringer, aber ihr habt auch mit weniger Konkurrenz zu kämpfen und könnt genau die Nutzer ansprechen, die in eurem Viertel suchen.

Google Suggest zeigt Suchbegriffe mit lokalem Bezug

Google Suggest zeigt Suchbegriffe mit lokalem Bezug

Je nachdem wie euer Unternehmen aufgebaut ist, macht es nicht nur Sinn mit eurer Filiale zu ranken sondern auch mit einzelnen Dienstleistungen. Wenn ihr zum Beispiel ein Kosmetikstudio in Köln betreibt, solltet ihr folgende Keywords berücksichtigen und prüfen:

  • Unternehmensart und Synonyme ohne Ortsbezug: „Beauty Salon“, „Kosmetikstudio“, „Schönheitssalon“, „Kosmetiksalon“
  • Mit Ortsbezug: „Beauty Salon Köln“, „Beauty Salon Köln Innenstadt“, Kosmetikstudio Köln“, „Kosmetikstudio Köln Deutz“
  • Anwendungen: „Waxing Köln“, „Nageldesign Köln“, „Wimpernverlängerung Köln“

Anhand der Keywordanalyse könnt ihr ermitteln, welche Art von Landingpages ihr braucht.

Content Optimierung für lokale Websites

Nachdem ihr die Keywords ermittelt habt, für die eure Website ranken soll, könnt ihr anfangen Content zu erstellen oder anzupassen. Grundsätzlich wichtige Inhalte für lokale Websites sind:

  • Adresse des Geschäfts / der Filiale / des Standortes
  • Öffnungszeiten
  • Telefonnummer
  • Informationen zu den angebotenen Dienstleistungen, Produkten, Services

Ganz wichtig in Bezug auf eure NAP-Daten (Name, Adresse und Telefonnummer) ist, dass diese konsistent sind und überall gleich angegeben werden. Wenn ihr nur einen einzigen Standort habt, könnt ihr diese Daten im Footer unterbringen. Bei mehreren Filialen solltet ihr dies möglichst vermeiden. Stattdessen legt ihr für jeden Standort eine eigene Unterseite an, welche dann wiederum nur die Unternehmensdaten dieses Standortes enthält. Dazu später mehr.

Bei der lokalen Suchmaschinenoptimierung eurer Inhalte geht ihr genauso vor, wie bei der normalen Content-Optimierung, nur dass ihr den lokalen Bezug berücksichtigt. Achtet darauf, dass euer Unternehmensname, eure Dienstleistung und euer Standort in folgenden Bereichen der Website Erwähnung finden:

  • Snippet (Title und Meta-Description)
  • Überschriften / besonders wichtig in der H1-Überschrift
  • Text
  • Alt-Tags von Bildern
  • URL (Falls dies bei den bestehenden URLs nicht der Fall ist, ändert dies nicht. Achtet aber darauf, wenn ihr neue URLs anlegt.)

Erweitern könnt ihr den Content auf eurer lokalen Landingpage, indem ihr folgende Themen mit einbringt:

  • Einzigartige Beschreibungen eurer Dienstleistungen
  • Integration von Kundenbewertungen (ausgezeichnet mit dem richtigen Schema.org Markup erscheinen diese in den Suchergebnissen als Rich Snippet)
  • Integration einer Karte, in der euer Firmenstandort markiert ist
  • Einbindung von Bildern eures Standorts
  • Einbindung von Videos zum Standort
  • Anfahrtsbeschreibung mit dem Auto, dem Fahrrad und öffentlichen Verkehrsmitteln
  • Beschreibung der Parksituation
  • Vorstellung des Filialleiters und / oder des Teams
  • Angaben dazu, in welchem regionalem Umfeld Dienstleistungen und Produkte angeboten werden

Macht euch vorab genau Gedanken, was eure Zielgruppe wissen möchte, und nutzt auch die Informationen aus der Keywordanalyse.

Unternehmen, die nur in einer einzigen Region aktiv sind, können auch über weiteren regionalen Content die lokale Relevanz ihrer Website steigern. Greift zum Beispiel über Blogartikel regionale Themen auf und schreibt darüber.

Lokale Landingpages bei mehreren Filialen

Wenn ihr ein Unternehmen mit mehreren Filialen oder Standorten habt, solltet ihr für jeden Standort eine eigene Landingpage erstellen. Bei mehreren Filialen in einer Stadt bietet es sich außerdem an, eine übergeordnete Landingpage für die Stadt zu erstellen, von der die einzelnen Filialen aus verlinkt sind. Dies kann sich auch in der URL-Struktur widerspiegeln. Zum Beispiel ist folgende Struktur möglich:

https://www.domain.de/standorte/

https://www.domain.de/standorte/köln/

https://www.domain.de/standorte/köln/deutz/

https://www.domain.de/standorte/köln/lindenthal/

https://www.domain.de/standorte/köln/ehrenfeld/

Achtet vor allem bei mehreren Filialen in einer Stadt darauf, dass ihr hier genaue Keyword-Abgrenzungen vornehmt und nicht alle Seiten nur auf die Stadt optimiert. Gebt immer den Stadtteil mit an. Eventuell macht es auch Sinn die Postleitzahl mitaufzunehmen.

Strukturierte Daten

Wichtig an dieser Stelle ist auch die Auszeichnung strukturierter Daten mit Schema.org. Mit schema.org könnt ihr auf eurer Website Daten wie Adressen, Öffnungszeiten etc. auszeichnen, so dass Suchmaschinen sie besser erkennen und interpretieren können.

Vorgaben speziell für lokale Unternehmen findet ihr auf schema.org und bei Google. Hier gibt es bereits viele Vorgaben für unterschiedliche Unternehmen, die ihr nutzen könnt.

Darüber hinaus bietet Google selbst auch ein Markup Tool an, das euch dabei hilft, eure Daten richtig zu kennzeichnen.

Googles Markup Tool für Strukturierte Daten

Googles Markup Tool für Strukturierte Daten

Den erstellten Code könnt ihr anschließend in den HTML Code eurer Website einfügen. Falls ihr diese Möglichkeit nicht habt, lassen sich strukturierte Daten zur Not auch über den Google Tag Manager auszeichnen.

Mobile Optimierung

Ein großer Anteil der lokalen Suchanfragen wird von unterwegs über Smartphones getätigt. Daher sollte eure Website auch für mobile Geräte optimiert sein. Stellt sicher, dass alle Elemente bedienbar sind und eure Seite auch auf Smartphones schnell lädt. Informationen wie Öffnungszeiten, Adresse und Wegbeschreibungen sollten auch auf dem Smartphone sofort sichtbar sein.

Google stellt euch ein Testing-Tool zur Verfügung, mit dem ihr eure Website auf Mobile Friendliness prüfen könnt.

Googles Mobile friendly Test

Googles Mobile friendly Test

Google My Business

Der Google My Business Account ist ein weiterer zentraler Punkt in eurer Local SEO Strategie. Google My Business ist im Grunde Googles eigenes Online-Branchenverzeichnis. Es sorgt dafür, dass euer Unternehmen in Google Maps und den Google Local Listings angezeigt wird. Diese werden zur Zeit über den anderen organischen Suchergebnissen eingeblendet und erhalten daher noch mehr Aufmerksamkeit als die regulären organischen Ergebnisse.

Außerdem werden Daten wie die Adresse, Öffnungszeiten, Bilder und Bewertungen aus Google My Business gezogen und direkt in den Suchergebnissen angezeigt. Ihr findet sie für gewöhnlich, wenn ihr nach einem Unternehmen sucht auf der rechten Seite neben den Suchtreffern.

Google My Business spielt Daten in den Suchergebnissen aus

Google My Business spielt Daten in den Suchergebnissen aus

Die Registrierung bei Google My Business ist kostenlos. Ihr braucht dafür lediglich einen Google Account. Füllt euer Profil möglichst vollständig aus und haltet es immer auf dem neusten Stand. Auch hier könnt ihr für jede einzelne Filiale einen Eintrag anlegen. Wichtig ist, dass ihr genau dieselben Unternehmensdaten (NAP) verwendet, die ihr auch auf eurer Website und in anderen Branchenverzeichnissen angegeben habt. Wichtige Punkte, die ihr ausfüllen solltet:

  • Unternehmensname
  • Standort
  • Telefonnummer
  • Adresse
  • Kategorie
  • Öffnungszeiten
  • Fotos
  • Unternehmensbeschreibung

Je vollständiger euer Eintrag ist, desto besser kann Google einschätzen, ob euer Unternehmen relevant für eine Suchanfrage ist. Wie ihr euren Eintrag optimiert, erfahrt ihr im Artikel „Google My Business“.

Bing Places for Business

Wie Google hat auch Bing sein eigenes Branchenverzeichnis. Auch in diesem könnt ihr kostenlos einen Eintrag für euer Unternehmen anlegen und habt so die Möglichkeit, auch in den Local Listings der Bing Suche und in Bing Maps zu erscheinen.

Local Listings bei Bing

Local Listings bei Bing

Auch wenn Bing deutlich weniger genutzt wird als Google, besitzt Miscrosofts Suchmaschine weltweit immerhin noch einen Marktanteil von knapp 3 %. Außerdem dauert es nicht lange einen Eintrag anzulegen. Achtet auch hier auf die Einheitlichkeit eurer Unternehmensdaten, füllt euer Profil möglichst vollständig aus und haltet die Daten aktuell.

Apple Maps

Um auch Apple Nutzer abzuholen, solltet ihr der Vollständigkeit halber einen Eintrag in Apple Maps anlegen. Der Aufwand dafür ist relativ gering und ihr werdet auch über die Siri Suche auf iPhones gefunden.

Apple Maps

Apple Maps

Local Citations: Branchenverzeichnisse und Webkataloge

Um die Relevanz eures Unternehmens zu steigern, könnt ihr dieses noch in weitere Online-Verzeichnisse eintragen. Achtet dabei aber darauf, dass ihr relevante Branchenbücher wählt. Zum Beispiel gibt es Verzeichnisse, die nur für bestimmte Branchen interessant sind. Und es gibt Kataloge, die nur für bestimmte Regionen sinnvoll sind wie koeln.de. Außerdem werdet ihr bei der Recherche mit Sicherheit auf Verzeichnisse stoßen, die überhaupt keine Relevanz haben, da sie kaum Sichtbarkeit aufweisen und eigentlich gar nicht genutzt werden.

Beschränkt euch hier also auf die für euer Unternehmen wichtigen Branchenbücher. Der thematische Zusammenhang muss auf jeden Fall stimmen. Bei den Angaben zu eurem Unternehmen achtet wieder darauf, dass ihr denselben Unternehmensnamen wählt und Adresse und Telefonnummer identisch mit den Angaben bei Google My Business und auf eurer Website sind. Grundsätzlich müsst ihr auch hier wieder für jeden einzelnen Standort eigene Einträge anlegen.

Inzwischen gibt es einige kostenpflichtige Tools, die die Aufgabe übernehmen, euer Unternehmen in relevante Verzeichnisse einzutragen. Hierzu zählen zum Beispiel uberall und yext. Mit diesen Tools könnt ihr zentral eure Einträge verwalten und geht auch sicher, dass die NAP Daten überall gleich sind. Diese Tools bieten sich besonders für Unternehmen an, die eine Vielzahl an Filialen oder Standorten verwalten müssen.

Backlinks

Wie bei jeder Suchmaschinenoptimierung sind auch in der Local Search Backlinks ein wichtiger Rankingfaktor. Eine weitere Möglichkeit, um die Auffindbarkeit eurer Website in der lokalen Suche zu verbessern stellen daher Links von anderen Websites dar. Damit die lokale Relevanz eurer Website gestärkt wird, solltet ihr hier vor allem auf regionale Links setzen.

Mögliche Websites sind zum Beispiel IHKs, Handwerkskammern, regionale Zeitungen und Magazine, Händler und Lieferanten sowie lokale Institutionen aber auch private Blogs. Voraussetzung für gute Links ist, dass ihr Inhalte auf eurer Seite habt, die es sich zu verlinken lohnt. Achtet grundsätzlich auf die Qualität der Links. Ein unnatürlich wirkendes Linkprofil kann dazu führen, dass eure Website abgestraft wird. Wie ihr hierbei vorgehen könnt, erfahrt ihr im Artikel „6 Maßnahmen für eine erfolgreiche Linkaufbau-Strategie“.

Bewertungen und Reviews

Ebenfalls wichtig für eine Steigerung der Sichtbarkeit in der Local Search sind positive Bewertungen zu eurem Unternehmen.

  • Nicht nur Nutzer lesen Bewertungen von anderen Kunden und entscheiden auf deren Grundlage, welchen Dienstleister oder welches Angebot sie wählen.
  • Auch Google stützt sich auf eure bestehenden Online-Rezensionen, um die Relevanz eures Unternehmens einzuschätzen.
  • Zudem zeigt Google die durchschnittliche Bewertung in Form von Sternchen in den Suchergebnissen an, wenn ihr mindestens sechs Bewertungen erhalten habt.

Dabei ist es nicht nötig nur positive Bewertungen zu erhalten. Die ein oder andere durchschnittliche oder auch negative Bewertung lassen euer Unternehmen authentischer wirken. Ein durchweg positiv bewertetes Unternehmen erweckt hingegen schnell den Verdacht manipuliert zu haben. Viel wichtiger ist, dass ihr auf negative und durchschnittliche Bewertungen reagiert. Allerdings solltet ihr schon darauf achten, nicht zu viele negative Bewertungen zu erhalten. Eine positive Gesamtbewertung zieht nicht nur die Aufmerksamkeit auf sich, sie erhöht auch die Wahrscheinlichkeit, dass Nutzer euer Unternehmen anklicken.

Wichtig sind an dieser Stelle, dass regelmäßig neue Bewertungen hinzukommen. Liegt die letzte Bewertung bereits einige Jahre zurück, kann dies auch negativ gewertet werden. Ein Weg an neue Bewertungen zu gelangen, besteht darin eure Kunden dazu aufzufordern, euch zu bewerten. Fangt bei euren Stammkunden an oder weist nach einem erfolgreichen Verkauf daraufhin, dass ihr euch über eine Bewertung freuen würdet.

Am besten sagt ihr euren Kunden auch gleich, auf welcher Plattform sie euch bewerten sollen. Im Internet gibt es nämlich eine Vielzahl an unterschiedlichen Bewertungsportalen. Wie bei den Branchenverzeichnissen ist es auch hier wichtig, dass ihr thematisch passende Portale berücksichtigt. So bieten sich Google My Business, Yelp und Kennstdueinen.de für alle möglichen Branchen an. Für Hotels und Restaurants ist zusätzlich Tripadvisor besonders wichtig oder für Ärzte Jameda.

Mehr zum Umgang mit Bewertungen erfahrt ihr Im Artikel „Online Bewertungen für lokale Unternehmen“.

Fazit

Für Unternehmen, die lokale Dienstleistungen anbieten oder Ladengeschäfte haben, ist Local SEO ein wichtiger Bestandteil der Suchmaschinenoptimierung. Dank der weiten Verbreitung von Smartphones ist es möglich Nutzer auch unterwegs anzusprechen und sie auf Dienstleistungen und Produkte aufmerksam zu machen, die sie gerade suchen. Dabei ist nicht nur die Berücksichtigung organischer Suchmaschinen ein wichtiger Bestandteil, sondern auch die Optimierung von Kartendiensten. Wenn ihr euer Unternehmen so in der lokalen Suche platzieren könnt, dass Nutzern im richtigen Moment relevante Inhalte ausgespielt werden, habt ihr große Chancen, diese Nutzer zu Kunden zu machen.

Wichtig für eine gute Auffindbarkeit in der lokalen Suche sind eine auf lokale Suchanfragen optimierte Website, ein gut gepflegter Google My Business Eintrag und Einträge in weiteren relevanten Online-Branchenverzeichnissen sowie überwiegend positive Bewertungen und Reviews eures Unternehmens.

 

Titelbild © Rawpixel – Fotolia.com

Google Ads News: Längeres Textanzeigen-Format bei ETAs und RSA

Neben der Namensänderung von Google AdWords auf Google Ads und den zahlreichen Änderungen in der neuen Google Ads Oberfläche gibt es zwei Neuheiten bei den Textanzeigen, über die es sich lohnt zu berichten. Vor kurzem hat Google ein neues Anzeigenformat – die Responsive Search Ads (RSA) gelauncht. Fast zeitgleich gab es eine Änderung bei den bereits bestehenden Expanded Text Ads (ETA). Hervorzuheben ist, dass beide neuen Features mehr Platz für eure Werbebotschaften in den Textanzeigen schaffen und es euch dadurch erleichtern, das Interesse der potenziellen Kunden zu wecken. Wie genau dies aussieht und worauf ihr hierbei achten müsst, erfahrt ihr im folgenden Blog Beitrag.

Neues bzw. erweitertes Textanzeigen-Format – „erweiterte-erweiterte“ Textanzeigen

Zuerst steht die Neuerung bei den bestehenden Textanzeigen im Vordergrund. Diese wurden Ende August um einen dritten Anzeigentitel und eine zweite Beschreibung erweitert, welche jetzt jeweils 90 Zeichen umfassen dürfen. Mit diesem neuen Feature ist es zukünftig möglich, noch mehr Platz bei der Anzeigenschaltung in den Suchergebnissen einzunehmen.

Des Weiteren ermöglichen größere und auffälligere Anzeigen eine deutlichere Abgrenzung gegenüber den Wettbewerbern und verschaffen euch dadurch einen Vorteil. Es können schlichtweg mehr relevante Informationen in die Anzeigen aufgenommen werden, um potenziellen Kunden überzeugende Gründe und den Mehrwert der Produkte und Dienstleistungen aufzuzeigen. Die Ausspielung der Anzeigen-Assets erfolgt analog der Reihenfolge, in welcher die Assets erstellt worden sind.

Bisherige Expanded Text Ads (ETA) Neue Expanded Text Ads (ETA)
Anzeigentitel 1 mit max. 30 Zeichen Anzeigentitel 1 mit max. 30 Zeichen
Anzeigentitel 2 mit max. 30 Zeichen Anzeigentitel 2 mit max. 30 Zeichen
  Anzeigentitel 3 mit max. 30 Zeichen
Textzeile 1 mit max. 80 Zeichen Textzeile 1 mit max. 90 Zeichen
Textzeile 2 mit max. 90 Zeichen
URL-Pfad mit 2 max. 15 Zeichen URL-Pfad mit 2 max. 15 Zeichen

 

Erstellung der „erweiterten-erweiterten“ Textanzeigen

Die Erstellung der neuen „erweiterten-erweiterten“ Textanzeigen kann entweder im Google Editor oder direkt im Google Ads Interface erfolgen. Zur Erweiterung einer bestehenden Anzeige klickt ihr entweder direkt in die Anzeige oder aber ihr klickt bei dem Tab „Anzeigen und Erweiterungen“ auf das Plus , um eine neue Anzeige zu erstellen. Dort erscheinen zwei optionale Felder, welche nicht zwingend ausgefüllt werden müssen. Es ist auch möglich, weiterhin die normale Anzeige – mit zwei Anzeigentiteln und einer Description – zu verwenden.

Erweiterte Textanzeige

Erweiterte Textanzeige

Erweiterte Textanzeige

Erweiterte Textanzeige

  1. Ein dritter Anzeigentitel mit jeweils max. 30 Zeichen:

Nutzer achten besonders auf Anzeigentitel, deswegen ist es wichtig bereits hier relevante Keywords mitaufzunehmen, um das Interesse zum Weiterlesen zu wecken. Bisher sind die ersten zwei Anzeigentitel verpflichtend und der Dritte kann optional ausgefüllt werden. Der dritte Titel hat ebenfalls eine Länge von 30 Zeichen. Der hinzugewonnene Platz aus der dritten Überschrift macht es möglich, beispielsweise auf spezielle Rabattaktionen oder Versandoptionen aufmerksam zu machen. Mit einem Call-To-Action (CTA) könnt ihr die Kunden direkt zu einem Produkt- oder Dienstleistungs-Kauf animieren. Je nach Bildschirmgröße des Kunden werden die drei Überschriften nebeneinander ausgespielt oder aber rutscht die Dritte in die nächste Zeile.

  1. Zweite Textzeilen mit jeweils max. 90 Zeichen:

Durch diesen zusätzlich geschaffenen Platz habt ihr die Möglichkeit, noch mehr relevante Informationen in den Beschreibungen zu platzieren. Mit weiteren wichtigen Informationen rund um die Produkte oder Dienstleistungen oder mithilfe eines Call-to-Actions kann das Nutzerinteresse weiter geweckt werden, um die gewünschte Aktion zu erreichen.

Bei der Erstellung der längeren Textanzeige ist zu beachten und zu bedenken, dass diese in ihrer vollen Länge nur bei vorhandenem Platz ausgespielt wird. Ist nicht genug Platz vorhanden, wird die dritte Überschrift und die zweite Description weggelassen. Deswegen muss bei der Erstellung darauf geachtet werden, dass die ersten zwei Überschriften und die erste Textzeile auch alleinstehend Sinn ergeben und nicht aufeinander aufbauen.

Hier ein Beispiel, wie so eine Anzeige aussehen kann:

Beispiel: Erweiterte Textanzeige

Beispiel: Erweiterte Textanzeige

Beispiel: Erweiterte Textanzeige

Beispiel: Erweiterte Textanzeige

Darüber hinaus empfehlen wir auch weiterhin die Verwendung von Anzeigenerweiterungen, um so noch mehr relevante Informationen für den Kunden bereitzustellen. Hierzu zählen Informationen rund um das Unternehmen wie Anrufschaltflächen, Standortanzeigen, ergänzender Text und weitere Links zu wichtigen Unterseiten der Website. Damit erleichtert ihr dem Kunden das zu finden, was er sucht, und geht verstärkt auf die Kundenwünsche ein.

Differenzierung Responsive Search Ads vs. Erweiterte-erweiterte Anzeigen

Die erweiterten-erweiterten Anzeigen dürfen nicht mit den Responsive Search Ads (RSA) verwechselt werden. Google Ads passt diese Anzeigen variabel an die Suchanfragen eurer potenziellen Kunden an, um diesen jeweils die richtige Botschaft zu präsentieren.

Responsive Search Ads (RSA)

Die Responsive Search Ads haben ebenfalls drei Überschriften und zwei Beschreibungen. Der Unterschied zu den erweiterten Textanzeigen liegt in der möglichen Erstellung von bis zu 15 Anzeigentitel und bis zu vier Textzeilen. Google Ads wählt aus den erstellten Assets dann jeweils die aus, welche am besten zu der vom Kunden gestellten Suchanfrage passt und kreiert so eine individuelle Anzeige – zugeschnitten auf die jeweiligen Kundenbedürfnisse.

Die Assets können in beliebiger Reihenfolge erscheinen. Deswegen ist bei der Erstellung darauf zu achten, dass die Assets sowohl einzeln als auch miteinander Sinn ergeben. Es werden automatisch verschiedene Kombinationen getestet, die das Google System mit der Zeit erkennt, wodurch eine Leistungssteigerung der Kampagnen entsteht.

Bisherige Expanded Text Ads (ETA) Neue Expanded Text Ads (ETA) Responsive Search Ads
Anzeigentitel 1 mit max. 30 Zeichen Anzeigentitel 1 mit max. 30 Zeichen Anzeigentitel 1 mit max. 30 Zeichen
Anzeigentitel 2 mit max. 30 Zeichen Anzeigentitel 2 mit max. 30 Zeichen Anzeigentitel 2 mit max. 30 Zeichen
  Anzeigentitel 3 mit max. 30 Zeichen Anzeigentitel 3 mit max. 30 Zeichen
Anzeigentitel 4-15 mit max. 30 Zeichen
Textzeile 1 mit max. 80 Zeichen Textzeile 1 mit max. 90 Zeichen Textzeile 1 mit max. 90 Zeichen
Textzeile 2 mit max. 90 Zeichen Textzeile 2 mit max. 90 Zeichen
Textzeile 3-4 mit max. 90 Zeichen
URL-Pfad mit 2 max. 15 Zeichen URL-Pfad mit 2 max. 15 Zeichen URL-Pfad mit 2 max. 15 Zeichen

Erstellung Responsive Search Ads

Für die Erstellung im Editor oder im Google Ads Interface sind mindestens drei Anzeigentitel und zwei Beschreibungen erforderlich. Ihr könnt selbst entscheiden, wie viele weitere Überschriften und Beschreibungen ihr erstellt. Ziel dieser kombinierbaren Anzeigen ist es, die richtige Nachricht an den potentiellen Kunden auszuspielen.

Responsive Search Ad

Responsive Search Ad

Responsive Search Ad

Responsive Search Ad

  1. Anzeigentitel:

Achtet darauf, mindestens eines der relevanten Keywords in den Titel mitaufzunehmen und beachtet, dass die Überschriften in beliebiger Reihenfolge ausgespielt werden können. Je mehr Überschriften bereitgestellt werden, umso mehr verschiedene Variationen kann Google erstellen und testen. Wenn die Überschriften sich aber zu ähnlich sind, ist es für das Google System oft schwierig, verschiedene und gute Kombinationen zusammenzustellen. Also erstellt dementsprechend unterschiedliche Anzeigentitel, mit denen unterschiedliche Kombinationsmöglichkeiten verfügbar sind.

  1. Beschreibungen:

Auch bei den Beschreibungen solltet ihr darauf achten, dass diese gemeinsam ausgespielt werden können. Als Beispiel könnt ihr hier immer nochmals erwähnen, welche Vorteile euer Produkt oder eure Dienstleistung hat und welche Problemlösung es bietet. Außerdem könnt ihr eure Kunden wiederum mit einem Call-To-Action zu einer bestimmten Aktion auffordern.

Erwähnenswert an dieser Stelle ist, dass es möglich ist, bestimmte Assets an gewünschte Positionen zu fixieren. Hierfür müsst ihr auf das „Stecknadel“ Symbol neben der gewünschten Position klicken.

Assets fixieren im Google Ads Interface

Assets fixieren im Google Ads Interface

Assets fixieren im Google Editor

Assets fixieren im Google Editor

Zum Vergleich der Performance empfehlen wir in einer Anzeigengruppe eine RSA mit mindestens einer erweiterten Textanzeige laufen zu lassen. Auch hier gilt es im Hinterkopf zu behalten, dass die Anzeige aufgrund von Platzmangel oder sonstigen Gründen nicht in ihrer kompletten Länge erscheint.

Aufschluss darüber, welche Assets am meisten ausgespielt wurden, gibt der Button „Assetdetails aufrufen“, welcher unter jeder RSA Anzeige im Google Ads Interface zu finden ist.

Assetsdetails aufrufen

Bei Erstellung der Responsive Search Ads gibt es im Interface einen „Anzeigenstärke Indikator“, welcher euch zeigt, wie stark eure erstellte Anzeige ist und was gegebenenfalls verbessert werden kann. Der Indikator erscheint bei Erstellung einer RSA, ebenfalls wird es eine neue Spalte im Interface dafür geben.

Anzeigenstärke Indikator

Anzeigenstärke Indikator

Fazit

Zusammenfassend ist der Unterschied zwischen den neuen erweiterten-erweiterten Textanzeigen und den Responsive Search Ads, dass die RSA mehr Flexibilität in der Ausspielung bieten. Diese können die Reihenfolge der Assets je nach Suchanfrage variierend ausspielen und somit genau auf den Suchbegriff des Users eingehen. Der Aufbau der beiden Anzeigentypen ist mit drei Anzeigentiteln und zwei Beschreibungen der gleiche.

Der Vorteil der erweiterten-erweiterten Textanzeigen ist, dass mehr relevante Informationen für potenzielle Kunden bereitgestellt werden können, und dadurch eine positive Auswirkung auf die Anzeigenperformance erzielt wird.

Die Vorteile der Responsive Search Ads liegen auf der Hand: Es lassen sich in kurzer Zeit flexible Anzeigen erstellen, mit welchen ihr mehr potentielle Kunden erreichen könnt. Die Anzeigen sind individuell und auf den Suchbegriff des Kunden abgestimmt.

Da diese neuen Features keine Kosten verursachen, empfehlen wir diese auf jeden Fall zu testen und wünschen viel Spaß beim Ausprobieren!

Google Updates

Google Updates – Die wichtigsten Änderungen am Google Algorithmus

Panda, Penguin, Hummingbird, Phantom, Fred, mobile-first und wie sie alle heißen – Google testet und verändert laufend seinen umfassenden Algorithmus. Im Juli 2018 wurde ein neues Update publik, das die Relevanz von mobilem Traffic noch einmal betont, denn im Hinblick auf Google Updates stand das Jahr 2018 ganz im Zeichen von mobile-first. Doch dazu später mehr.

Hier möchten wir euch einen Überblick über die wichtigsten Google Updates der letzten Jahre geben und euch Einblicke in ihre Auswirkungen bieten. Anschließend solltet ihr bestens gewappnet sein und wissen, worauf ihr achten solltet, um möglichst nicht vom nächsten Google Update betroffen zu sein.

Basics: Update vs. Data Refresh

Bevor wir euch jedoch die wichtigsten Updates vorstellen, ist ein kleiner Exkurs nötig. Denn nicht alle Optimierungen, die Google durchführt, sind automatisch Updates. Jeder, der sich tiefer mit dem Thema Google Updates beschäftigt, wird früher oder später auch über den Begriff „Data Refreshs“ stoßen.

Der Unterschied ist schnell erklärt: Unter einem Update versteht man eine tatsächliche Änderung des Google Algorithmus, wie zum Beispiel die Panda oder Penguin Updates. Solche Updates sind quasi Filter, die über den Algorithmus gelegt werden und sich auf einen bestimmten Aspekt des gesamten Algorithmus, bestehend aus zigtausend Rankingfaktoren, beziehen. Diese Filter brauchen aber immer eine Datenbasis, auf der sie funktionieren können. Wenn Google einen Filter, wie beispielsweise Penguin verbessert und einzelne Faktoren des Filters anders gewichten möchte, dann wird hierfür nur die Datenbasis aktualisiert. Es wird also ein Data Refresh durchgeführt. Wenn Google jedoch neue Signale und Aspekte identifiziert und in den Filter mit aufnimmt, dann handelt es sich um ein Update.

Updates haben deshalb einen sehr viel größeren Effekt auf Websites und deren Ranking, als ein Data Refresh (Quelle: Sistrix.de).

Panda Update

Das Panda Update wurde erstmalig im Jahr 2011 ausgerollt und dient als Qualitätsfilter für Google in Bezug auf Website-Inhalte. Mit Hilfe des Filters wird der Content von Websites auf Qualität und vor allem den Mehrwert für den Nutzer geprüft. Das Update gilt als Zusatzmodul, welches an den Core-Algorithmus von Google angehängt wurde.

Seit dem ersten Roll-out wurden bereits vier aktualisierte Versionen in unregelmäßigen Abständen veröffentlicht. Vor allem die Panda Updates 4.0 und 4.1 im Jahr 2014 haben erheblichen Einfluss auf Website-Rankings in den Suchergebnissen gehabt.

Google-Panda-update

Welche Ziele verfolgt Google mit dem Panda Update?

Mit Hilfe dieses Updates hat sich Google vor allem das Ziel gesetzt qualitativ hochwertige und einzigartige Inhalte auf Websites zu identifizieren, die einen echten Mehrwert für den Nutzer bieten.

Welche Auswirkungen hat das Panda Update?

Websites mit unseriösem und schlechtem Inhalt werden einerseits mit schlechteren Rankings abgestraft, andererseits konnten Websites mit eigenem gutem redaktionellem Inhalt bessere Rankings erzielen. Mit jedem weiteren Panda Update fügt Google mehr Signale zum Filter hinzu, die dabei helfen qualitativ hochwertige Inhalte von minderwertigen zu unterscheiden. Laut Searchmetrics waren vom Update 4.1 teilweise internationale Größen, wie HRS.de oder Nokia.com betroffen. Kleinere und mittlere Seiten mit hochqualitativem Inhalt konnten von den Updates profitieren. Kurz nach dem Update vermutete Julian Dziki, dass auch einzelne gut recherchierte Artikel besser ranken.

Um vom Panda Update zu profitieren, ist es also wichtig, dass ihr eigene hochwertige Inhalte auf der Website bereitstellt, die vor allem den Mehrwert der Nutzer als Ziel haben. Doppelte Inhalte und Informationen externer Quellen, die 1-zu-1 übernommen wurden, solltet ihr vermeiden.

Penguin Update

Das Penguin Update wurde erstmalig im April 2012 ausgerollt und von Google kommuniziert. Neben dem Panda Update ist das Penguin Update ein weiterer Qualitätsfilter von Google und ist seit Penguin 4.0 in den Core Algorithmus integriert. Fokussiert sich das Panda Update jedoch hauptsächlich auf Website-Inhalte, so dreht sich beim Penguin Update alles um das Identifizieren von Spam, Verlinkungen und Backlinks.

Seit dem ersten Roll-out gab es vier aktualisierte Versionen des Updates. Seit September 2016 werden diese Updates nicht mehr extra kommuniziert da Penguin nun in Echtzeit agiert. Aktualisierungen am Filter werden laut Google kontinuierlich vorgenommen, ohne Ankündigung.

Welche Ziele verfolgt Google mit dem Penguin Update?

Google erkennt mit Hilfe dieses Filters im Algorithmus Websites, die unnatürliche Backlinkmuster aufweisen oder Keyword-Stuffing betreiben. Diese werden abgestraft, indem sie Rankings verlieren oder tatsächlich ganz aus dem Google Index gestrichen werden. Seit dem Penguin Update 4.0 ist der Qualitätsfilter laut Google noch besser geworden: Der Filter ist nun in der Lage nicht mehr die Rankings einer ganzen Website zu beeinflussen und bei spammigen Links abzuwerten, sondern auf URL-Basis Spamsignale zu identifizieren und nur die URLs mit spammigen Links abzuwerten.

Welche Auswirkungen hat das Penguin Update?

Websites, die unnatürlichen und unseriösen Linkaufbau betrieben haben, oder mit Hilfe von Keyword-Stuffing ihre Seite künstlich in den Rankings nach vorne gebracht haben, werden von Google rigoros abgestraft. Mittlerweile ist Google in der Identifizierung von unnatürlichen Backlinks sehr gut und feinfühlig geworden. Ein nachhaltiger Linkaufbau ist also unerlässlich! Mehr Tipps zum Thema Linkbuilding gibt es beim OMT.

Als Penguin noch nicht in Echtzeit im Core Algorithmus integriert war, sondern manuell durch Google ausgerollt werden musste, konnte die Auswirkung eines Penguin Updates stets gut erkannt werden anhand einer Steigerung der Sichtbarkeit einer Website oder dem Verlust derselben. Da Penguin nun in Echtzeit bei jedem Crawl einer URL in Kraft tritt, sind die Auswirkungen deutlich weniger einfach zu benennen. Generell ist die Funktion des Filters in Echtzeit jedoch positiv, da von Penguin betroffene Seiten somit nicht bis zum nächsten Roll-out warten müssen, sondern direkt die Auswirkungen ihrer Arbeit im Linkaufbau sehen.

Hummingbird Update – ein neuer Google Algorithmus

Im August 2013 bestätigte Google den Launch einer neuen Generation des Google Algorithmus – passend zum 15. Geburtstag der Google Suche. Hummingbird war und ist nicht nur eine Änderung im Algorithmus, sondern stellt einen gänzlich neuen Algorithmus dar, der seitdem die Basis der Suche bildet. Knapp 90% aller Suchanfragen waren zum Zeitpunkt des Roll-outs von Hummingbird betroffen.

Der Name Hummingbird (dt. „Kolibri“) soll laut Google darauf hindeuten, dass die Suchergebnisse nun schneller und vor allem präziser ausgeliefert werden können. Dieses Update ist ein weiterer Schritt in Richtung der semantischen Suche und stellt die Weiche zu einer neuen Generation der Suche dar, die mit RankBrain (siehe unten) fortgeführt wurde.

Wie funktioniert der neue Suchalgorithmus?

Anstatt nach einzelnen Wörtern in der Suchanfrage eines Nutzers zu suchen und diese dann einzeln zu interpretieren, ist Google seit Hummingbird in der Lage die Suchanfrage insgesamt zu analysieren und eine semantische Beziehung zwischen den einzelnen Wörtern herzustellen. Dadurch wird die Nutzer-Intention hinter der Suchanfrage deutlicher und auch die Ausrichtung und Intention einer Website kann so mit Hilfe von Hummingbird besser ausgelesen werden. Vor allem die Suche mittels Sprachfunktion soll so enorm verbessert werden, weil hier ebenfalls der ganze Satz interpretiert werden kann.

Welche Ziele verfolgt Google mit dem Hummingbird Update?

Das Ziel hinter Hummingbird ist, dass Google die Nutzer-Intention hinter einer Suchanfrage besser erkennen und interpretieren möchte. Vor allem konversationelle Suchanfragen, also Suchanfragen, die im Stil einer Unterhaltung oder einer Frage gestellt werden, können besser interpretiert werden. Beispielsweise kann Google mittlerweile die Absicht hinter Suchanfragen, wie „Zeige mir Bilder des Kölner Doms“ oder „Wird es heute regnen?“ sehr gut erkennen:

Suchergebnis zur Suchanfrage "Wird es heute regnen?"

Suchergebnis zur Suchanfrage „Wird es heute regnen?“

Suchergebnis zur Suchanfrage: "Zeige mir Bilder vom Kölner Dom"

Suchergebnis zur Suchanfrage: „Zeige mir Bilder vom Kölner Dom“

Welche Auswirkungen hat das Hummingbird Update?

Laut Searchmetrics nahm die Diversität der Suche nach Hummingbird ab, da ähnlichere Resultate für semantisch gleiche Suchanfragen ausgespielt werden. Die Anzahl an unterschiedlichen URLs in den Suchergebnissen hat um knapp 6% abgenommen. Vor allem bei Keywords mit semantischer Ähnlichkeit ist das oft der Fall.

Ein kleiner Tipp am Rande: Mit strukturierten Daten könnt ihr eure Website besser auf die semantische Suche ausrichten, da so die auf der Website vorhandenen Daten von Suchmaschinen besser ausgelesen und interpretiert werden können.

Google Mobile Update & mobile-first Index

Im Februar 2015 kündigte Google ein Mobile Update für den 21. April 2015 an und startete somit die Offensive, die mobile Suche benutzerfreundlicher zu gestalten. Da immer mehr Nutzer per Smartphone Google-Suchen durchführen kommt Google diesen Nutzern hiermit entgegen.

Von den Medien wurde dieses Update als „Mobilegeddon“angekündigt, weil befürchtet wurde, dass mit erheblichen Auswirkungen auf die Suche zu rechnen sei. Einige Webmaster haben trotz der langen Frist bis zum Update im April letzten Jahres die Zeit nicht genutzt, um ihre Website mobil zu optimieren und mussten große Einbußen in Bezug auf ihre Sichtbarkeit in Kauf nehmen. Insgesamt blieben die befürchteten Schwankungen allerdings im Rahmen.

Im Mai 2016 fand ein zweites angekündigtes Mobile Update statt, welches jedoch einen weitaus geringeren Effekt hatte. Mittlerweile sind die meisten Websites mobil optimiert, wie Daniel Furch von Searchmetrics bestätigt und auch auf moz.com vermutet wird.

Dass Google weiterhin die mobile Suche stark gewichtet, zeigt auch die anderthalb Jahre nach Ankündigung im Mai 2018 ausgerollte mobile-first Indexierung. Gestartet wurde laut Google in der ersten Welle bei der Umstellung des Indexes mit Websites, die den Best Practices für die mobile-first Indexierung entsprechen. Alle Websites, die bereits von der Desktop zur mobile-first Indexierung umgestellt wurden, haben in der Google Search Console eine entsprechende Benachrichtigung erhalten.

Hinweis in der Google Search Console, dass für eine Website die Mobile First Indexierung ausgerollt ist

Hinweis in der Google Search Console, dass für eine Website die Mobile First Indexierung ausgerollt ist

Welche Ziele verfolgt Google mit dem Mobile Update und dem mobile-first Index?

Das Ziel dieser Updates ist es, der stetig wachsenden Anzahl mobil surfender Smartphone Nutzer Suchergebnisse auszuspielen, die besonders benutzerfreundlich sind. Denn generell gilt für das Google Mobile Update: eine mobil optimierte Seite ist nicht nur gut für das Ranking, sondern bringt vor allem dem Nutzer, der eure Seite mit einem Smartphone besucht, viele wertvolle Vorteile und eine bessere Benutzerfreundlichkeit.

Wenn ihr eure mobile Seite noch detaillierter testen möchtet, dann könnt ihr dies mit Hilfe eines Google Tools tun.

Mit dem mobile-first Index wird Google außerdem beginnen, die mobile Version einer Website und deren Inhalte für die Indexierung und das Ranking in den organischen Suchergebnissen zu verwenden. Bisher wurde hierfür primär die Desktop Variante verwendet, um die Relevanz einer Seite für eine bestimmte Suchanfrage zu ermitteln.

Welche Auswirkungen hat das Mobile Update & der mobile-first Index?

Wie von Google angekündigt werden Websites mit responsive Design oder mobile Websites nach dem Update in Smartphone Suchergebnissen besser positioniert. Laut Searchmetrics haben auch Websites, die vom ersten Update betroffen waren, größtenteils nachgebessert und mittlerweile ebenfalls eine mobilfreundliche Seite. Generell ist der Anteil an Websites, die eine mobilfreundliche Seite haben, stark gewachsen. Laut Searchmetrics ist ihr Anteil an von 76% im Mai 2015 auf 98% im Mai 2016 gestiegen.

Wie sich der mobile-first Index theoretisch auswirkt hat Google in seinen Best Practices festgehalten:

Wenn ihr diesen Website Typ habt, passiert folgendes:
Nur Desktop Variante: Eure Website gibt es nur als Desktop Variante und ihr habt keine mobilfreundliche Version Keine Veränderung. Die mobile Version ist die gleiche wie die Desktop Variante.
Responsive Website: Eure Website passt sich der Bildschirmgröße des Nutzers an. Keine Veränderung. Die mobile Version ist die gleiche wie die Desktop Variante.
Kanonische AMP Website: Alle eure Seiten sind als AMP HTML erstellt. Keine Veränderung. Die mobile Version ist die gleiche wie die Desktop Variante.
Separate URLs: Jede Desktop URL hat ein Äquivalent für Nutzer von Mobilgeräten, deren URL allerdings anders lautet. Dieser Seitentyp ist auch als m-dot Website bekannt. Google bevorzugt die mobilen URLs für die Indexierung.
Dynamische Zuordnung: Eure Website bietet Nutzern unterschiedliche Inhalte an, abhängig vom Gerät, über das der Nutzer gekommen ist. Nutzer sehen allerdings alle die gleiche URL. Google bevorzugt den mobil-optimierten Inhalt für die Indexierung.
AMP und nicht-AMP: Eure Website hat sowohl AMP als auch nicht-AMP Versionen für eine Seite. Nutzer sehen zwei unterschiedliche URLs. Google bevorzugt die mobile Version der nicht-AMP URL für die Indexierung.

Wichtig: Solltet ihr also aktuell keine mobile Version eurer Website haben, so wird dennoch eure Desktop Version als Basis für die Indexierung verwendet – hier stellt Google klar, dass ihr nicht komplett aus dem Index verschwindet, weil ihr keine mobile Website habt. Trotzdem geht die Empfehlung deutlich in die Richtung Websites für die mobile Nutzung zu gestalten und auch dementsprechende Inhalte anzubieten.

Positiv ist unter anderem außerdem, dass mit dem mobile-first Index auch endlich Hamburger-Menüs und Accordions, d.h. Elemente, die auf Mobilgeräten erst nach einem Klick mehr Inhalte präsentieren, von Google erkannt werden. Der Inhalt hinter diesen Elementen fließt in die Bewertung einer Seite mit ein, wie Barry Schwartz es zusammenfasst. Bisher hat Google solche „versteckten“ Inhalte häufig nicht richtig auslesen und bewerten können.

RankBrain – Machine Learning im Google Algorithmus

Im Oktober 2015 gab Google bekannt, dass RankBrain bereits seit mehreren Monaten Teil des Algorithmus ist und nach Inhalten und Backlinks als drittwichtigster Rankingfaktor zählt.

onpage.org definiert Machine Learning wie folgt:

Machine Learning (deutsch: maschinelles Lernen) ist ein wichtiger Bereich der Computerwissenschaft und Bestandteil künstlicher Intelligenz. Computerprogramme die auf Machine Learning basieren, können mit Hilfe von Algorithmen eigenständig Lösungen für neue und unbekannte Probleme finden. Maschinelles Lernen kommt auch beim Online-Marketing und bei der Webanalyse zum Einsatz.

Der Unterschied zwischen RankBrain und allen anderen Ranking-Faktoren ist also, dass laut Google Senior Research Scientist Greg Corrado die Erkenntnisse, die die Grundlage der bisherigen Ranking-Faktoren bilden, auf interner Forschung basiert haben und RankBrain diese Erkenntnisse nun auf Basis von Machine Learning selbst gewinnt.

Google-Rank-Brain

Welche Ziele verfolgt Google mit RankBrain?

Generell verfolgt Google mit RankBrain die Absicht Suchanfragen von Nutzern so gut zu analysieren, dass auch Websites unter den Suchergebnissen angezeigt werden, die eventuell nicht dem genauen Wortlaut der Suchanfrage des Nutzers entsprechen. Vor allem bei sehr langen (Longtail-Keywords) oder generischen Suchanfragen soll RankBrain dabei helfen, diese besser zu interpretieren. (Quellen: searchengineland.com und Searchmetrics)

Kurz gefasst ermöglicht RankBrain einen einfacheren Umgang mit neuen oder sehr generischen Suchanfragen, indem es Verknüpfungen zu ähnlichen bekannten Suchanfragen herstellt und lernt, die Suchintention hinter den Suchanfragen des Nutzers basierend auf statistischen Erfahrungswerten besser zu identifizieren. Die Nutzerintention steht hier also wieder einmal im Vordergrund. Mit RankBrain können:

  • Mehrdeutige (generische) Suchanfragen besser interpretiert werden
  • Umgangssprache und Wortneuschöpfungen besser erkannt werden
  • Suchanfragen per Sprachfunktion besser interpretiert werden

Welche Auswirkungen hat RankBrain?

Da RankBrain bei jeder Suchanfrage genutzt wird, beeinflusst es die Rankings von sehr vielen Websites. Google hat bis dato offiziell nur wenige verständliche Beispiele zur genauen Funktion von RankBrain gegeben. Kai Spriestersbach hat jedoch einige gute Beispiele gesammelt. So wurde für die folgende Suchanfrage nach RankBrain ein deutlich sinnvolleres Suchergebnis ausgespielt, als vorher:

Suchergebnisse zur Suchanfrage "Why are PDFs so weak" vor RankBrain

Suchergebnisse zur Suchanfrage „Why are PDFs so weak“ vor RankBrain

Suchergebnisse zur Suchanfrage "Why are PDFs so weak" nach RankBrain

Suchergebnisse zur Suchanfrage „Why are PDFs so weak“ nach RankBrain

Auch in Deutschland hilft RankBrain dabei, Suchanfragen besser zuzuordnen wie Kai Spriestersbach zeigt. Wurde vor RankBrain zur Frage „Wer ist abs?“ nur der offensichtlichere Bezug zum Antiblockiersystem (ABS) hergestellt, spielt Google mittlerweile andere relevantere Seiten zu der Suchanfrage in den Suchergebnissen aus, da mit Hilfe von RankBrain erkannt wird, dass bei der Frage „WER ist abs?“ eher nach einer Person, als nach einem System gesucht wird.

Suchergebnisse zur Suchanfrage "Wer ist Abs" vor RankBrain

Suchergebnisse zur Suchanfrage „Wer ist Abs“ vor RankBrain

Suchergebnisse zur Suchanfrage "Wer ist Abs" nach RankBrain

Suchergebnisse zur Suchanfrage „Wer ist Abs“ nach RankBrain

Laut Kai Spriestersbach haben andere Rankingfaktoren, wie Beispielsweise Backlinks und Keywords im Title seit RankBrain an Bedeutung verloren, da Google nun basierend auf maschinell erfassten statistischen Erfahrungswerten in der Lage ist Beziehungen zwischen Suchanfragen herzustellen, die vorher nicht möglich waren. Nutzersignale und die Nutzer-Intention hinter einer Suchanfrage spielen hierbei eine zentrale Rolle.

Noch mehr Informationen zu Rankbrain findet ihr im Artikel „Künstliche Intelligenz im Einsatz oder: Was ist RankBrain?

Quality Update oder Phantom Update

Immer Mal wieder finden unerwartete und unerklärte Schwankungen in den Suchergebnissen statt, da Google Änderungen im Algorithmus testet und diese nicht wie bei den Panda oder Penguin Updates kommuniziert. Da es keinen offiziellen Namen für derartige Updates gibt, hat sich der Name Phantom Update oder Quality Update entwickelt. Generell scheint es sich bei Updates dieser Art um Änderungen im Kern des Algorithmus zu handeln, die sich laut Google auf die Qualitätssignale des Core Algorithmus beziehen. Die genaue Natur der betroffenen Ranking Signale kommentiert Google jedoch nicht. Martin Mißfeldt vermutet jedoch, dass ein Zusammenhang zwischen dem Phantom Update im Frühjahr 2015 und dem Roll-out von RankBrain besteht. Da der genaue Zeitpunkt des Roll-outs von RankBrain nicht offiziell bestätigt wurde und im Oktober 2015 nur kommuniziert wurde, dass RankBrain bereits seit mehreren Monaten Teil des Algorithmus sei, würde der Zeitpunkt des Phantom Updates im Frühjahr 2015 gut mit dem Roll-out von RankBrain übereinstimmen.

In letzter Zeit wurde vermutet, dass ein weiteres Phantom Update ausgerollt wurde (Searchmetrics und internetworld berichteten darüber). Eine offizielle Bestätigung von Google gab es bisher noch nicht.

Welche Ziele verfolgt Google mit dem Phantom Update?

Bei den Phantom Updates stehen laut Searchmetrics Qualität und Nutzerintention im Fokus. Hochwertige, relevante und einzigartige Inhalte und eine gute Website Struktur, die es ermöglicht alle Inhalte auch einfach zu erreichen, werden positiv bewertet. Laut der von Google veröffentlichen Quality Rater Guidelines liegt der Fokus bei der Bewertung von Websites vor allem auf dem Grad der Befriedigung der Nutzerintention, wie auch Kai Spriestersbach behauptet. Gerade aus diesem Grund ist eine Vermutung, dass RankBrain und die Quality bzw. Phantom Updates etwas miteinander zu tun haben einleuchtend.

Welche Auswirkungen hat das Phantom Update?

In der Kalenderwoche vom 04.05.2015 bis 11.05.2015 haben Domains weltweit laut Sistrix zwischen 20% und 60% an Sichtbarkeit verloren. Anschließend bestätigte Google eine Änderung des Core Algorithmus vorgenommen zu haben.

Das Update scheint jedoch nicht einen spezifischen Website-Typ zu betreffen, sondern verschiedene Website-Typen. Laut Searchmetrics sind vor allem Nutzersignale ausschlaggebend. Wenn der Inhalt einer Seite thematisch oder strukturell nicht auf die Intention des Nutzers abgestimmt ist, was sich durch negative Nutzersignale auszeichnet, wirkt sich dies langfristig auf die Sichtbarkeit einer Website aus.

Fred Update

Anfang März 2017 gab es erneut große Diskussionen ausgelöst von Barry Schwartz und weiteren bekannten Köpfen der Branche um ein weiteres Update des Kern-Algorithmus, das lange Zeit nicht von offizieller Google Seite bestätigt wurde. Mehr aus Spaß wurde das Update inoffiziell auf den Namen Fred getauft.

Nachdem Fred Ende März von offizieller Seite bestätigt wurde, ist die genaue Wirkungsweise des Updates noch nicht hundertprozentig klar, da auch hier seitens Google nur wenige Informationen preisgegeben werden. Gary Illyes verwies allerdings darauf, dass Seiten, die abgestraft wurden, konkret gegen aktuelle Webmaster Richtlinien verstoßen hätten.

Welche Ziele verfolgt Google mit dem Fred Update?

Sistrix hat allerdings nach der offiziellen Bestätigung des Updates eine Analyse der Auswirkungen des Fred Updates erstellt und ist zu dem Schluss gekommen, dass es sich hierbei wieder um eine Optimierung der Rankingkriterien handelt, die sich mit der Qualität der Seiteninhalte einer Website beschäftigen. Der Mehrwert der Inhalte für den Nutzer steht hier wieder einmal im Fokus.

Welche Auswirkungen hat das Fred Update?

Laut der Analyse von Sistrix sind vor allem Websites unter den Verlierern, die minderwertige Inhalte anbieten und stark anzeigenlastig sind, sprich viele Werbebanner Above-the-Fold (im direkt sichtbaren Bereich einer Seite) aufweisen. Dies bestätigen auch die Analyseerkenntnisse von Barry Schwartz. Seiten mit stark veraltetem oder sehr dünnem Content, sowie „SEO-Texte“ die mit Keywords überoptimiert wurden, werden mit Hilfe des Fred Updates negativ bewertet. Ebenso verlieren Seiten, deren Hauptziel es ist, viele Nutzer über Google mit minderwertigen Inhalten zu generieren und sich über Affiliate Programme zu monetarisieren, anstatt dem Nutzer einen Mehrwert zu bieten.

Domains, die zuvor bereits von Panda und/oder Penguin Updates betroffen waren, sind auch dieses Mal meist unter den Verlierern anzutreffen und mussten Ranking-Einbußen von 40 bis 100+ Positionen hinnehmen.

User Localization Update – Mehr Relevanz für die lokale Suche

Gegen Ende Oktober 2017 gab Google bekannt, dass es nun nicht mehr möglich sei, gezielt Suchanfragen in spezifischen Google Indexes durch die Eingabe der jeweiligen country code Top Level Domain (ccTLD) durchzuführen. Konnte man vorher noch basierend auf der eingegebenen ccTLD spezifische Suchergebnisse pro Land einsehen, auch wenn man sich physisch nicht in diesem befand, so geht das mittlerweile nicht mehr. Stattdessen wird dem Nutzer per default basierend auf seinem physischen Standort die Suchergebnisse des jeweiligen Google Indexes ausgespielt. Eine manuelle Auswahl des Google Indexes über die Domain-Eingabe funktioniert nicht mehr – sobald ich Google.fr eingebe, wird trotzdem mein Standort in Deutschland erkannt und unten links dargestellt:

Google spielt Suchergebnisse abhängig vom Standort des Nutzers aus

Google spielt Suchergebnisse abhängig vom Standort des Nutzers aus

Von nun an bestimmt also euer physischer Standort den Google Index und die Suchergebnisse. Der Name User Localization Update ist wohl auf Searchmetrics zurückzuführen – Google selbst hat diesem Update keinen konkreten Namen gegeben.

Welche Ziele verfolgt Google mit dem User Localization Update?

Laut Google wird mittlerweile eine von fünf Suchanfragen mit lokalem Bezug durchgeführt – das Update soll also dementsprechend die relevantesten Suchergebnisse pro Nutzer ausspielen und dies auf Basis des physischen Standorts. Das bedeutet konkret, wenn ihr euch in Deutschland auf der Arbeit befindet und dort etwas googelt, werden euch SERPs des deutschen Indexes (Google.de) angezeigt. Seid ihr dann allerdings im Urlaub in Frankreich und sucht dort nach dem Wetter, erhaltet ihr automatisch das relevanteste Suchergebnis, nämlich die Wettervorhersage für euren Standort im französischen Index und nicht für das Wetter bei euch zu Hause in Deutschland. Ziel von Google ist es mit diesem Update, die Relevanz der Suchergebnisse für den Nutzer zu steigern und den jeweiligen individuellen Kontext des Nutzers besser berücksichtigen zu können.

Welche Auswirkungen hat das Localization Update?

Searchmetrics hat zu diesem Thema einen interessanten Artikel verfasst und Experten der Branche zu ihren Meinungen befragt. Folgende Kernaussagen solltet ihr mitnehmen:

  • Die Bewertung von Websites ändert sich nicht, nur das Tracking der Rankings pro Land wird für Toolanbieter in diesem Bereich ggf. eine Herausforderung
  • Globale Portale werden es evtl. in Zukunft schwieriger haben bei lokalen Suchen zu erscheinen, da lokalen Ergebnissen mehr Relevanz zugewiesen wird
  • Das Update bestätigt Best Practices der Branche und ruft zu keinem grundlegenden Strategiewechsel auf
  • Internationale SEO Standards wie hreflang und die regionale Ausrichtung mit Hilfe der Google Search Console ebenso wie die Verwendung der jeweils relevanten Begriffe pro Land und Sprache sollten allerdings noch einmal überprüft werden, sofern ihr diese in eurer internationalen SEO Strategie noch nicht berücksichtigt
  • Zusätzlich unterstützt das Update die Relevanz mobiler Suchanfragen, da diese meist eh sehr häufig einen lokalen Bezug haben laut Searchengineland und Google
  • Das Update verdeutlicht außerdem noch einmal die voranschreitende Ausrichtung auf personalisierte Suchergebnisse für jeden einzelnen Nutzer und seinen individuellen Kontext

Speed Update

Das Page Speed ein wichtiger Rankingfaktor ist, war den meisten von euch wahrscheinlich schon längere Zeit bekannt. Mit dem letzten Speed Update im Juli 2018 hat Google allerdings noch einmal die Wichtigkeit dieses Faktors vor allem für die mobile Suche betont. Laut einer aktuellen Studie von thinkwithGoogle erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass mobile Nutzer die besuchte Landingpage direkt wieder verlassen um 90% bei einer Ladezeit von bis zu 5 Sekunden.

Die Ladezeit einer mobilen Seite ist kritisch mit Hinblick auf die Absprungrate

Die Ladezeit einer mobilen Seite ist kritisch mit Hinblick auf die Absprungrate

Welche Ziele verfolgt Google mit dem Page Speed Update?

Zwar war die Ladezeit einer Seite bereits seit längerer Zeit ein wichtiger Rankingfaktor, doch wurde hierbei laut Google bisher nur die Ladezeit der Desktop Version einer Seite berücksichtigt und nicht die der mobilen Version. Mit dem Fokus auf die mobile Suche ist die Anpassung dieses Rankingfaktors auf die mobile Variante einer Seite ein logischer Schluss und zeigt wieder einmal, wie hoch die Suchmaschine mittlerweile mobilen Traffic bewertet.

Welche Auswirkungen hat das Page Speed Update?

Das sogenannte Speed Update wirkt sich laut Google Webmasters nur auf die Seiten aus, die die langsamste Nutzererfahrung aufweisen und betrifft deshalb nur eine geringe Anzahl an Seiten und Suchanfragen. Unabhängig von der Technologie einer Seite wird hier nur auf die Ladezeit selbst geachtet.

Die aktuelle mobile-first Strategie von Google wirkt sich allerdings laut Experteninterviews von Searchmetrics nur auf eine geringe Anzahl an sehr langsamen mobilen Websites aus. Durch die frühe Ankündigung des Updates und die generell recht offene Kommunikation von Google, wenn es um mobile Updates geht, hatten Websitebetreiber ausreichend Zeit, um sich auf die Thematik vorzubereiten.

Um eure eigene Website Performance in Bezug auf Ladezeiten zu überprüfen, gibt es mittlerweile eine Reihe von Tools. Unter anderem gehört dazu Page Speed Insights von Google selbst. Hier könnt ihr ganz einfach die URL der zu analysierenden Seite eingeben und darauf basierend erhaltet ihr ein Reporting für Desktop und Smartphone Performance der Seite inkl. Optimierungsempfehlungen. Allerdings sind die Ergebnisse mit Vorsicht zu genießen und sollten grundsätzlich hinterfragt werden.

Ergebnis des Page Speed Insights Tests für eine URL

Ergebnis des Page Speed Insights Tests für eine URL

Fazit

Das letzte Google Update zeigt den aktuellen Trend hin zu mobile-first und betont die Wichtigkeit von mobilem Traffic wieder einmal. Neben mobile Themen fokussiert sich die Suchmaschine immer weiter auf KPIs wie die Relevanz und den Kontext des einzelnen Nutzers.

Zukünftig solltet ihr also neben technischen Aspekten wie der Ladezeit, Mobilfreundlichkeit und HTTPS Verschlüsselung auch inhaltliche Aspekte berücksichtigen. Hierzu zählen zum Beispiel die Menge der relevanten Informationen im oberen Seitenbereich (Above-the-fold), ein moderates Maß an Werbung auf euren Seiten, sowie relevante Texte mit Informationen, die einen Mehrwert für den Nutzer bieten, basierend auf seiner Suchintention.

Als Faustregel solltet ihr euch merken:

Wer SEO qualitativ hochwertig umsetzt, seriös und transparent arbeitet, Kreativität einbringt und dabei immer den Kontext des Nutzers im Blick behält, der lässt sich von Panda, Penguin, RankBrain, Fred und Co. nicht beeindrucken. Außerdem solltet ihr eure mobilen Nutzer nicht außer Acht lassen und sicherstellen, dass eure Website auch mobil eine gute Usability aufweist, relevante Inhalte präsentiert und gut performt.

 

Bildnachweis: Einige der verwendeten Bilder stammen von stramark.

growth marketing summit

growth marketing SUMMIT 2018 – Unser Recap

Am 06.09.2018 fand der growth marketing summit 2018 in Frankfurt unter dem Motto „The Customer Experience“ statt. Insgesamt war der Tag wieder einmal vollgepackt mit 11 spannenden Vorträgen von internationalen Speakern getreu dem Motto „Das Wissen einer 2-Tages Konferenz an nur einem Tag lernen“.

Maike und Nadia möchten euch natürlich einige Highlights aus den vier interessantesten Vorträgen nicht vorenthalten:

Concept! = Execution – Erin Weigel

Erin Weigel auf dem Growth Marketing Summit 2018

Erin Weigel auf dem Growth Marketing Summit 2018

Erin Weigel (Designerin bei booking.com) erinnerte uns daran, dass zum Testen auch das Scheitern dazu gehört. Bei booking.com zeigen 9 von 10 Testings zum Thema Performance Steigerung keine Erfolge. Das sollte jedoch nicht dazu führen, dass keine Testings mehr durchgeführt werden. Ganz im Gegenteil: Bei jedem Test sollten sich die Ergebnisse am Ende genau angeschaut werden, um zu erkennen warum der jeweilige Test nicht erfolgreich war.

Denn aus Fehlern lernt man und somit führen auf lange Zeit gesehen viele Fehler zu Erfolg: alle schlechten Ideen werden als diese erkannt und beiseitegelegt und die Guten können weiterentwickelt werden.

Ein weiteres wichtiges Keylearning, das Erin uns mit auf den Weg gegeben hat, ist folgendes: Wenn du etwas gelernt hast, rede darüber! Nur so ist es möglich, dass das gesamte Team / Unternehmen davon profitiert und sich langfristig weiterentwickeln kann.

Design For Happiness – Paul Marsden

Paul Marsden ist Consumer Psychologist und erzählt in seinem Vortrag, wie positive Psychologie die Nutzer beeinflusst. Daher ist es essenziell, dass die Nutzer z.B. bei einem Besuch einer Website oder bei einer Kaufabwicklung eine positive und glückliche Erfahrung haben. Hierfür nennt er 3 wichtige Faktoren, die einen Einfluss auf das Glücksempfinden haben:

1. Erwartungshaltung

Sobald etwas besser ist als erwartet, empfinden wir Glück. Um dies für Conversion Optimierung nutzen zu können, sollte versucht werden, die Erwartungshaltung von Kunden entlang der Customer Journey zu definieren und die Seiten dementsprechend zu optimieren.

2. ARC of Happines

ARC steht für Autonomy (Freiheit, Wahl und Kontrolle zu erfahren), Relatedness (Mitgefühl und Verbindung zu erfahren) und Competence (Erfolg zu erfahren und etwas zu erreichen). Diese 3 Faktoren beeinflussen ebenso das empfundene Glück. Nutzer, die alle drei Erfahrungen auf einer Website erleben, sind glücklich. Als Beispiel für Relatedness nennt Paul die Entscheidung von Nike Colin Kaepernick als Testimonial für die 30 jährige „Just Do It“ Kampagne zu verpflichten.

3. Erinnerungen (Peak End)

Paul Marsden über Positive Erinnerungen und Customer Happiness

Paul Marsden über Positive Erinnerungen und Customer Happiness

Positive Erinnerungen werden beeinflusst von dem Abschluss des Ereignisses und dem Höhepunkt eines Ereignisses. Als Beispiel hierfür nannte er eine Airline, bei der die Flugbegleiterin die Namen der Passagiere der First-Class auswendig lernte und diese dann persönlich verabschieden konnte. Somit wird die Erfahrung des Nutzers – in dem Fall, die der Passagiere, positiv beeinflusst mit der netten Geste der namentlichen Verabschiedung.

Überträgt man dies auf die Online-Präsenz von Unternehmen, sollte also darauf Wert gelegt werden, dass Nutzer gerade am Ende einer Sitzung mit einer positiven Erfahrung die Website verlassen. Ein verzweifelter / genervter Nutzer, der nicht das gefunden hat, was er sucht, wird höchstwahrscheinlich nie wieder zu euch zurückkommen.

Eating Our Own Dog Food – David Darmanin

David Darmanin über die Messbarkeit von Kundenerfahrung mit Hotjar

David Darmanin über die Messbarkeit von Kundenerfahrung mit Hotjar

Ein weiteres Highlight des Tages war der Vortrag von David Darmanin, Gründer und CEO von Hotjar, darüber wie das Unternehmen selbst mit dem eigenen Tool täglich die Kundenerfahrung mit der eigenen Website misst und verbessert. Eine Aussage, die bereits den gesamten Tag immer wieder in verschiedenen Vorträgen zu hören war, ist die folgende: Um die Kundenerfahrung eurer Website wirklich kontinuierlich zu verbessern, muss das gesamte Unternehmen und jeder Mitarbeiter „besessen“ sein vom Kunden.

Interessantes Takeaway von Davids Vortrag war sicherlich die Art und Weise wie mit Hilfe von Onsite-Surveys in verschiedenen Situationen wertvolles Feedback direkt vom Nutzer generiert werden kann, das dann die Basis für weitere Optimierungen bildet.

Folgende 6 Situationen nutzt Hotjar selbst für kurze Surveys an den Nutzer:

  • Point of Conversion

Wann? Sobald Nutzer konvertiert sind.

Fragen: Wie fühlt sich der Nutzer jetzt? Warum ist er beinahe nicht konvertiert? Wie kann die Erfahrung noch verbessert werden?

  • Proaktiver Customer Effort Score (CES)

Wann? Sobald Nutzer sich dafür entschieden haben Hotjar zu nutzen (Neukunden)

Fragen: Stimmen Nutzer damit überein, dass das Tool einfach zu nutzen ist?

  • Net Promoter Score (NPS)

Wann? Nach ca. 30 Tagen der ersten Anmeldung oder 15 Tage nachdem der Neukunde konvertiert ist. Jedes Jahr wiederholen.

Fragen: Wie geneigt bist du, Hotjar einem Kollegen oder Freund zu empfehlen? Was können wir tun, um das Tool zu verbessern?

  • Service CSAT

Wann? Wöchentliche Analyse der eingehenden Bug-Tickets

  • Kunden-Abwanderung & Loyalität

Wann? Sobald ein Nutzer sich dazu entschieden hat zu kündigen

Fragen: Was sind die Gründe für die Kündigung? Was könnte getan werden, um den Nutzer zu behalten?

  • Nutzer Feedback

Wann? On-demand

Fragen: Keine spezifischen. Offene Feedback Möglichkeit für Probleme, Rückmeldungen etc.

The Age of Disruption – Scott Stratten

Den finalen Showdown des diesjährigen Summits durfte in diesem Jahr der von der American Speaker Association als bester Keynote Speaker ausgezeichnete Scott Stratten begehen. Anhand eines Beispiels einer kanadischen Telekommunikationsfirma rüttelte der Autor und Speaker alle im Saal Anwesenden noch einmal wach und appellierte an die grundlegende Ethik, die jeder Conversion Optimierer, Growth Hacker und Marketer nie verlieren sollte. Denn: das Web basiert auf Vertrauen der Menschen und Nutzer untereinander. Wenn uns das verloren geht, erholen wir uns nie wieder davon.

Ein weiteres Learning, das wir mitgenommen haben: Metriken sind Eitelkeit ohne Aktion. Verliert euch nicht im Report und der Analyse sinnloser Metriken, sondern macht euch klar, welche Metriken tatsächlich für eure Website relevant sind und eine wichtige Aktion auf eurer Website wiederspiegeln.

Fazit

Insgesamt war der diesjährige growth marketing summit im Kap Europa ein Weckruf sich auf den Kunden zu konzentrieren, in den direkten Austausch mit ihm zu gehen (z.B. über Website Surveys wie in Hotjar verfügbar) und die Probleme, die Kunden haben, tatsächlich auch wahrzunehmen und eine Lösung hierfür zu finden. Um loyale und wertige Kunden zu generieren, sollten wir keine Angst haben Ideen zu testen, Fehler zu machen, daraus zu lernen und zu wachsen.

Unser Fazit: eine erleuchtende Konferenz mit spannenden Vorträgen und top Speakern in einer super Location. Nächstes Jahr gerne wieder!

OMT Wiesbaden 2018 – Unser Recap

Grundlagen und neue Trends rund um das Thema Online Marketing wurden letzte Woche auf dem Online Marketing Tag in Wiesbaden diskutiert. Die Konferenz von Veranstalter Mario Jung fand in diesem Jahr zum vierten Mal statt und war mit 350 Teilnehmern restlos ausverkauft. In drei parallelen Slots gab es insgesamt 21 Vorträge aus den Bereichen SEO, Social Media, Advertising, Web Analytics, Content Marketing und noch einigen mehr.

Unter anderem hielt auch lunapark Consultant Maxi einen Vortrag. Das bunt gemischte Programm richtete sich vor allem an Anfänger und Fortgeschrittene. Unsere Highlights haben wir hier für euch zusammengefasst.

Content Optimierung: Von der Keywordanalyse zur Texterstellung

Lunapark Consultant Maximiliane Mehnert feierte auf dem OMT ihre Speaker-Premiere und hielt eine Session zum Thema Content Optimierung. Sie zeigte auf,

  • wie sie bei einer Keywordanalyse vorgeht,
  • was bei dem anschließenden Keyword-Mapping zu beachten ist,
  • nach welchen Aspekten sie einen Optimierungsplan entwickelt,
  • warum man unbedingt auch ein Monitoring aufsetzen sollte und
  • wie sie schließlich an die Snippet Optimierung und Textoptimierung heran geht.
Maximiliane Mehnert referiert auf dem Online Marketing Tag in Wiesbaden über Content Optimierung

Maximiliane Mehnert referiert auf dem Online Marketing Tag in Wiesbaden über Content Optimierung

Im Detail könnt ihr das Vorgehen auch in unserem Blog Artikel „Content Optimierung für Suchmaschinen“ nachlesen.

Durch zielgruppenbezogene Anzeigentexte mehr Traffic generieren

Désirée Kellner von der Kölner Online Marketing Agentur morefire ging in ihrem Vortrag darauf ein, wie wichtig die Ansprache in Anzeigentexten in Google Ads ist und wie man diese zielgruppengerecht gestalten kann.

Zunächst zeigte sie auf, welchen Stellenwert Emotionen bei der Entscheidung für ein Produkt sind. Viele große Brands arbeiten mit Gefühlen wie Liebe, Freude, Gier, Sehnsucht nach Gewinn oder Anerkennung, Angst oder Scham, um ihre Produkte zu vermarkten. Es macht also Sinn, diese Emotionen auch beim Schreiben von Anzeigentexten zu vermitteln.

Moderatorin Daniela Malzer stellt Referentin Désirée Klenner vor

Moderatorin Daniela Malzer stellt Referentin Désirée Klenner vor

Als nächstes erklärte sie den Unterschied zwischen Features und Benefits. Oft werden in Anzeigentexten lediglich Features eines Produktes aufgezählt, also zum Beispiel bei einem MP3-Player, dass er 1 GB Speicherplatz hat. Diese Vorgehensweise wirkt relativ nüchtern und sachlich. Ein anderer Ansatzpunkt besteht darin, die Benefits für den potenziellen Käufer in den Fokus zu stellen, im Falle des MP3-Player zum Beispiel: Platz für alle deine Lieblingslieder. Diese Botschaft wirkt direkt viel persönlicher und emotionaler.

Mit diesen Gedanken im Hintergrund stellte Désirée einige Cases vor, bei denen sie durch Anpassung der Anzeigentexte auf verschiedene Zielgruppen Steigerungen in CTR und zum Teil auch im Umsatz generieren konnte.

Case 1: männlich vs. weiblich

Männer und Frauen haben unterschiedliche Ansprüche, wenn es um das Thema Shoppen geht. Und das kann man sich schon bei den Anzeigentexten zu Nutze machen. Zum Beispiel möchten Frauen tendenziell lieber eine große Auswahl haben, während Männer eher auf besonders hochwertige Produkte Wert legen (wie das im Detail aussieht, hängt natürlich auch immer vom Produkt ab).

Unterschiedliche Bedürfnisse bei Männer und Frauen

Unterschiedliche Bedürfnisse bei Männer und Frauen

Indem Désirée drei Anzeigengruppen erstellte – männlich, weiblich, unknown – und die Anzeigentexte auf die Bedürfnisse der entsprechenden Zielgruppe anpasste, konnte sie die Klickrate um 40% steigern. Und auch bei der Auswahl der Zielseiten für die jeweilige Anzeigengruppe orientierte sie sich am zugordneten Geschlecht. Durch beide Maßnahmen stieg die Conversion Rate um 96%.

Ob dieses Vorgehen sinnvoll ist, hängt vom Produkt und der Zielgruppe ab. Gibt es sehr viele unknown-User, ist der Aufwand eventuell auch zu hoch.

Case 2: jung vs. alt

Das zweite Beispiel drehte sich um eine Kampagne für Essen für Menschen mit Schluckbeschwerden. Hier gibt es zwei Zielgruppen: Betroffene, die meist altersbedingt nicht mehr richtig schlucken können, und Angehörige, die für Eltern oder Großeltern nach Produkten suchen. Beim Targeting wurde daher unterschieden zwischen Nutzern unter 65 (Angehörige) und Nutzern über 65 (Betroffene). Durch die Anpassung der Anzeigentexte auf die Bedürfnisse beider Zielgruppen konnte die Klickrate um 42% gesteigert werden.

Praxis-Übung: Akkuschrauber für Frauen

Zu guter Letzt zeigte Désirée auf, wie sie bei der Recherche und der Inspiration für Anzeigentexte vorgeht. Dafür wählte sie ein eher männlich ausgerichtetes Produkt wie den „Akkuschrauber“. Die Zielgruppe sollte nun aber weiblich sein. Sie zeigte auf, dass für Frauen Eigenschaften wie „leicht zu bedienen“, „wenig Gewicht“, „mit Tragetasche“ etc. wichtig sind. Darauf ausgerichtet gestaltete sie die Anzeigentexte.

Die Folien zum Vortrag bekommt ihr hier.

Misconceptions in SEO

Jens Fauldraht von gettraction stellte in seiner Session dar, woran SEO häufig scheitert und welche Grundlagen gegeben sein müssen, bevor man überhaupt mit SEO anfängt.

Häufig kommen Kundenanfragen zu neuen SEO Themen und wollen ein Konzept zu strukturierten Daten, PWA oder Ähnlichem. In vielen Fällen stimmen aber schon die SEO Grundlagen nicht.

Jens Fauldrath referiert auf dem Online Marketing Tag über SEO Misconceptions

Jens Fauldrath referiert auf dem Online Marketing Tag über SEO Misconceptions

Hier sind einige Basics, die stimmen müssen, bevor weiterführende Optimierungen angegangen werden können:

  • Serverkonfigurationen müssen stimmen.
  • Es gibt oft zu viele URLs, die nicht indexiert werden sollen, aber trotzdem gecrawlt werden.
  • Snippets müssen ordentlich optimiert sein.
  • Optimierung auf richtige Keywords, wird etwas nicht gesucht, bringt auch Platz 1 in Google nichts
  • Searchintent: Um Keywords abzudecken, hinter denen sich eine ganz konkrete Kaufabsicht verbirgt, sollte kein Ratgeber-Artikel erstellt werden. Die Suchintention ist in diesem Fall eine andere.
  • SERPs: Wenn ihr einen Wettbewerbsvergleich macht, schaut euch in den SERPs entsprechende Content Formate an. Shops und Ratgeber lassen sich schlecht vergleichen, da sie unterschiedliche Suchintentionen abdecken.
  • Brand schützen: Keywords und Keyword-Kombinationen rund um die eigene Brand lassen sich sehr einfach optimieren und sollten deshalb als erstes angegangen werden und auch regelmäßig kontrolliert werden. Hier sollte man überall auf Platz 1 ranken.

Häufig liegt auch ein falsches Verständnis für SEO vor und die SEO Strategie, die hinter den Maßnahmen steht, ist nicht zielgerichtet.

  • SEO sollte nicht als Reichweiten-Kanal verstanden werden. Grundsätzlich sollte man so optimieren, dass man nicht möglichst viele Nutzer anspricht, sondern vor allem die eigene Zielgruppe, die dann am Ende auch konvertiert.
  • SEO Budgets werden häufig falsch verteilt bzw. falsch eingeschätzt. Der Consultant bzw. die Agentur kostet nur einen kleinen Anteil des Budgets. Der Rest geht für IT, Lizenzkosten, Meetings, andere Abteilungen etc. drauf. Das muss man bei der Planung berücksichtigen.
  • Damit SEO überhaupt kosteneffizient ist, muss man die Möglichkeit haben, seine Maßnahmen auch umzusetzen, ansonsten bringt SEO gar nichts.
  • Monitoring ist wichtig, da sich Websites laufend verändern und man als SEO davon nur selten in Kenntnis gesetzt wird. Sinnvoll ist ein eigenes Template-basiertes Monitoring, da schwerwiegende Änderungen meist auf Template-Ebene vorgenommen werden.
  • Neue Inhalte: hier sollte man sich immer fragen, ob es überhaupt Sinn macht, immer weiter neue Inhalte zu schaffen, und vor allem, mit welchem Ziel man diese erstellt. Häufig ist es sinnvoller, bestehende Inhalte kontinuierlich zu aktualisieren, anstatt immer weiter neue zu erstellen.
  • Bei Reportings ist es wichtig, die richtigen KPIs an die richtigen Abteilungen zu kommunizieren. Ein Reporting für alle ist meist der falsche Ansatz. Zum Beispiel brauchen Redakteure ganz andere Kennzahlen als die Technik.
  • Abgleich von Rankings und Inhalten: Zu welchen Inhalten wird meine Seite gefunden, entspricht der Inhalt auch diesen Suchanfragen? Falls nicht, sollten Inhalte angepasst und erweitert werden.
  • Backend vs. Frontend: Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass das Backend auch das liefert, was das Frontend ausgeben soll. Betroffen sind davon technische Einrichtungen wie Weiterleitungen oder Index-Steuerung, aber auch ein guter Editor ist wichtig, damit Redakteure auch die ihnen zugewiesenen Aufgaben erledigen.

Im Großen und Ganzen ist klar geworden, wie vielschichtig die Gründe sein können, aus denen SEO Maßnahmen nicht umgesetzt werden oder aus denen Maßnahmen nicht den gewünschten Effekt zeigen.

„Was soll ich nur posten?“ – Selbsthilfe bei leerem Kopf

Neele Hehemann von Seokratie ging in ihrem Vortrag darauf ein, wie man Ideen für Social Media Posts finden kann.

Wichtig bei jedem Post ist es, sich zu überlegen, welches (Marketing-)Ziel damit erreicht werden kann, welche Funktionen ein Post braucht, um dieses Ziel zu erfüllen, welches Format der Inhalt haben soll und was der Anreiz für die Zielgruppe ist, mit dem Post zu interagieren. Wenn das Ziel des Posts zum Beispiel darin besteht, Traffic auf die Website zu holen, muss er auf jeden Fall einen Link zu dieser Website enthalten.

Neele stellte viele hilfreiche Inspirationsquellen und Tools vor, mit Hilfe derer man neue Ideen für Social Media Posts finden kann.

80.000+ Free organische Besucher pro Monat

Christian „Mr. Broccoli“ Wenzel von vegan.athletics hielt einen recht verstörenden Vortrag (Kann ich jetzt wirklich keine Haferflocken mehr essen?) zum Thema, wie man mehr „kostenlosen“ Traffic auf seine Website holt. Dabei konzentrierte er sich auf folgende drei Kanäle:

  • SEO
  • Pinterest
  • E-Mail

Im Bereich SEO gab Christian Vorgaben dazu, wie man einen Blog führt und Artikel optimiert:

  • Mediale Inhalte nutzen, zum Beispiel Videos
  • Inhaltsverzeichnisse verwenden, damit der Nutzer genau weiß, was auf ihn zukommt und wo er gerade ist
  • Second Reader Path berücksichtigen: Viele Nutzer scrollen schnell durch Artikel ohne sie richtig zu lesen. Durch gute Überschriften und durch eine fette Formatierung der wichtigsten Schlagwörter im Text kann der Inhalt des Textes trotzdem erschlossen werden
  • Authentisch schreiben: die besten Erfahrungen hat Christian mit Texten gemacht, in denen er klar seine eigene Meinung vertritt und nicht auf Suchmaschinen ausgerichtet schreibt
  • Gastautoren: Er gibt Gastautoren praktisch eine Plattform zur Selbstdarstellung, dadurch erhält er gute Texte von ihnen, für die andere viel Geld Wichtig sind dabei Verlinkungen zu den Social Media Profilen der Autoren, zum Beispiel zu Instagram
  • Artikel regelmäßig aktualisieren: Christian empfiehlt alte Artikel alle 6 Monate zu aktualisieren, um sie auf den neusten Stand zu bringen

Die anderen Punkte fielen leider etwas knapper aus, weil die Zeit fehlte.

Auf Pinterest lässt sich eine andere Zielgruppe ansprechen als auf Instagram: Frauen zwischen 28 und 40 Jahren. Diese haben mehr Kaufkraft als jüngere Nutzer, die sich eher auf anderen Social Media Plattformen tummeln. Pinterest sollte deshalb nicht vergessen werden. Wichtig ist hier, Boards nach bestimmten Themen zu erstellen und auch Pins von anderen Nutzern zu teilen.

Und auch über E-Mail-Marketing kann man viele Menschen erreichen und dieser Kanal sollte deshalb nicht vernachlässigt werden. Pro-Tipp von uns: Wenn man seine E-Mail-Kampagnen richtig vertaggt, laufen Nutzer, die über diese Kampagnen auf die Website gelangen, nicht als direct Traffic ein. So lässt sich der Anteil der Nutzer viel besser einschätzen.

Die Kunst digitaler … Berührung

Zu guter Letzt hielt Karl Kratz seine Keynote darüber, wie man Nutzer bzw. potenzielle Kunden richtig anspricht bzw. seine Produkte richtig vermarktet. Wichtig sind dabei zwei Punkte:

  • Der Nutzer muss sich selbst in dem Produkt wiedererkennen (Das bin ja ich!)
  • Der Nutzer muss es haben wollen (Das will ich haben!)
Karl Kratz auf dem Online Marketing Tag in Wiesbaden

Karl Kratz auf dem Online Marketing Tag in Wiesbaden

Besonders hilfreich, um dies zu erreichen, sind Emotionen. Wenn ein Produkt oder eine Marke starke Emotionen bei einem potenziellen Kunden hervorruft, ist die Wahrscheinlichkeit, dass er sich daran erinnert und es auch haben will, sehr hoch.

Schafft also Inhalte, die eure Nutzer berühren und in Erstaunen versetzen.

Organisation & Networking

Der OMT stach auch in diesem Jahr wieder durch eine unglaublich gute Organisation hervor. Mario Jung und das OMT Team waren auf alle Eventualitäten vorbereitet. Besonders gut finden wir am OMT, dass es zwischen den Vorträgen immer genug Zeit gibt, um sich mit Branchenkollegen auszutauschen. Man hetzt nicht von Raum zu Raum um bloß noch einen Platz zu erhalten, sondern kann sich in Ruhe überlegen, welchen Vortrag man sich als nächstes ansehen möchte.

Bei den Vorträgen war für jeden etwas dabei. Die Entscheidung, welcher Vortrag es ins Programm schaffte, lag wie auch im letzten Jahr, bei den Konferenz-Besuchern. Diese hatten im Vorfeld die Möglichkeit, aus den zahlreichen Bewerbern ihre Lieblingsthemen auszusuchen. Ein Konzept, dass sich in jedem Fall bewehrt hat!

Wir bedanken uns für eine tolle Konferenz mit vielen neuen Denkanstößen und freuen uns aufs nächste Jahr!

Weitere Recaps

Bilder SEO: Bildoptimierung für Suchmaschinen

Was wäre das Internet ohne Bilder? An den beliebten Foto-Sharing Plattformen Instagram und Pinterest ist gut zu erkennen, welchen Stellenwert Bilder im Web einnehmen. Auch für die Suchmaschinenoptimierung sind Bilder nicht ohne Belang. In diesem Artikel erfahrt ihr, warum Bilder SEO sich nach wie vor lohnt und welche Punkte ihr dabei beachten solltet.

Welche Vorteile bringt die Optimierung von Bildern?

Es gibt unterschiedliche Aspekte unter denen die Optimierung von Bildern sinnvoll ist. Auf der einen Seite macht es Sinn, Bilder für Suchmaschinen zu optimieren (Bilder SEO), um dort mit dem Bild gefunden zu werden. Suchmaschinen wie Google bieten neben der normalen Web-Suche auch eine Bildersuche an. Hier werden Bilder von Websites gelistet, die zum jeweiligen Suchbegriff passen.

Google Bildersuche: 29.08.2018

Google Bildersuche: 29.08.2018

Als Website-Betreiber habt ihr hierüber die Möglichkeit zusätzlichen Traffic zu generieren, wenn eure Bilder auf den vorderen Positionen ranken. Und um dies zu erreichen, könnt ihr eure Bilder entsprechend optimieren.

Gut optimierte Bilder unterstützen zudem auch das Ranking eurer Webseiten in der normalen Google Suche. Sowohl Nutzer als auch Suchmaschinen bewerten gute und zum restlichen Content passende Bilder positiv. Bei der Content Erstellung und -optimierung sollten Bilder daher nicht vergessen werden.

Ein zweiter Bereich der Bildoptimierung für das Web betrifft Bildgröße und Dateiformat. Durch eine optimal gewählte Dateigröße und das richtige Format lässt sich die Ladegeschwindigkeit eurer Website reduzieren. Dies wirkt sich nicht nur positiv auf die Nutzerfreundlichkeit eurer Website aus, sondern kann auch das Ranking verbessern. Denn die Ladegeschwindigkeit ist ein von Google bestätigter Ranking-Faktor.

In Bezug auf mobile Endgeräte wird die Wichtigkeit der Bildoptimierung noch deutlicher. Smartphones benötigen im Vergleich zu Desktop-PCs aufgrund der geringeren zur Verfügung stehenden Bandbreite und einem meist beschränkten Datenvolumen länger, um eine Webseite darzustellen. Damit eure Webseite auf mobilen Endgeräten schnell geladen wird, müssen die Bilder auch für mobile Geräte optimiert sein. Spätestens seit dem Google Speed Update gewinnt die Ladezeit auf mobilen Websites noch einmal an Bedeutung.

Bilder SEO: Ranking-Verbesserung durch Bilderoptimierung

Mit der Optimierung der Bilder eurer Website für Suchmaschinen lassen sich unterschiedliche Effekte erzielen. Auf der einen Seite ranken gut optimierte Bilder tendenziell höher in der Google Bildersuche. Bei bestimmten Suchanfragen werden Bilder auch direkt in der normalen Suche eingeblendet, zum Beispiel bei Personen:

Google Suchergebnis: 29.08.2018

Google Suchergebnis: 29.08.2018

Manchmal werden Bilder auch seitlich neben den Suchergebnissen angezeigt – zum Beispiel bei Prominenten – zusammen mit Informationen, die sich aus dem Knowledge Graph ziehen:

Google Suchergebnis: 29.08.2018

Google Suchergebnis: 29.08.2018

Bei  Suchanfragen, die sich speziell um Bilder drehen, werden diese ganz oben angezeigt:

Google Suchergebnis: 29.08.2018

Google Suchergebnis: 29.08.2018

Bei Klick auf das Bild gelangt der Nutzer dann automatisch in die Bildersuche.

Bildersuche: 04.09.2018

Bildersuche: 04.09.2018

In der Bildersuche selber hat der Nutzer dann die Möglichkeit, auf die Website zu gelangen, auf der sich das Bild befindet. Dazu muss er nur auf das Bild selber klicken oder auf den nebenstehenden Button „Besuchen“.

In der mobilen Ansicht auf dem Smartphone nehmen die Bilder und der Knowledge Graph teilweise sogar den kompletten sichtbaren Bereich ein. Um zu den anderen Suchergebnissen zu gelangen, muss man erst runter scrollen.

Mobile Ansicht der Google Suchergebnisse: 29.08.2018

Mobile Ansicht der Google Suchergebnisse: 29.08.2018

Hier kann es ein entscheidender Vorteil sein, mit einem Bild über den anderen Suchergebnissen zu ranken. Und auch so ziehen Bilder in den Suchergebnissen die Aufmerksamkeit auf sich und werden deshalb eventuell eher angeklickt als die anderen Suchergebnisse.

Auch auf dem Smartphone landet der Nutzer bei Klick auf das Bild in der Bildersuche und kann auch von hier aus wieder auf die Website gelangen, auf der sich das Bild befindet.

Bild in der Google Bildersuche: 29.08.2018

Bild in der Google Bildersuche: 29.08.2018

Neben dem Traffic, den ihr über die Bildersuche generieren könnt, wirkt sich die Optimierung aber wie oben schon erwähnt auch positiv auf die generellen Rankings aus. Die Bildoptimierung ist ein Teil der OnPage-Optimierung und gut optimierte Bilder stärken die Relevanz der Unterseite auf der sie eingebunden sind.

Suchmaschinenoptimierung für Bilder: Schritt für Schritt

Google ist eine textbasierte Suchmaschine. Bilder kann sie bisher noch nicht vollständig interpretieren. Um gute Rankings zu erzielen, ist es daher notwendig im Umfeld des Bildes entsprechende Keywords unterzubringen, zum Beispiel im Text der Seite oder im Quelltext. Aber auch Dateigrößen und Bildformate spielen bei der Optimierung eine Rolle.

Dateiname

Der erste Ansatzpunkt für die Optimierung eurer Bilder ist der Dateiname. Häufig werden Dateinamen willkürlich vergeben und haben nichts mit dem zu tun, was sich auf dem Bild befindet, zum Beispiel image04.jpg oder img15434.png. Der Suchmaschine sagt dies gar nichts über den Inhalt des Bildes.

Besser ist es, wenn ihr direkt beim Abspeichern des Bilds einen Dateinamen wählt, der thematisch zum Bild passt, zum Beispiel gelbe-sneaker.jpg oder til-schweiger.png. Einzelne Wörter sollten dabei durch einen Bindestrich getrennt werden.

Dateinamen nachträglich zu ändern ist relativ aufwändig. Zudem wertet Google Bilder komplett neu, wenn sich der Dateiname ändert. Bestehende Rankings gehen dadurch verloren. Deshalb raten wir eher davon ab. Wenn ihr neue Bilder hochladet, solltet ihr aber darauf achten, dass ihr sprechende Dateinamen wählt.

Dateigröße und Dateiformat

Ein weiterer Bereich der Bildoptimierung beeinflusst das Ranking eurer Website ebenfalls und sollte daher nicht vernachlässigt werden: Datei-Größe und Ladezeit.

Jedes Bild verzögert das Laden eurer Webseite. Wird ein Bild auf einer Seite (HTML-Dokument) eingebunden, muss dieses vom Speicherort (Webserver) angefragt werden. Wie lange die Anfrage (HTTP-Request) und das Übermitteln (HTTP-Response) zur Darstellung dauern, hängt auch von der Dateigröße des Bildes ab.

Die Dateigröße ist ein entscheidender Faktor, wenn es darum geht, die Ladezeit einer Webseite zu verringern. Der wohl häufigste Fehler, der bei der Einbindung von Bildern gemacht wird, besteht darin, dass Bilder unbearbeitet auf den Webserver geladen werden. Bilder, die mit einer Digitalkamera gemacht werden, haben meistens eine sehr hohe Auflösung und entsprechend lange Ladezeiten. Auch wenn ein solches Bild auf der Webseite nur klein dargestellt wird, lädt trotzdem das Original – in voller Größe. Anschließend wird es mittels HTML- und CSS-Formatierung auf die angezeigte Größe skaliert.

Um dies zu verhindern, solltet ihr jedes Bild vor dem Hochladen in der Größe abspeichern, in der es auf der Webseite angezeigt wird. Manche Content Management Systeme machen das auch von selbst bzw. es gibt Plugins, die dafür sorgen.

Auch die Wahl des Dateityps ist für die Dateigröße des Bildes entscheidend. Grundsätzlich sollten Bilder für Websites als .jpg (.jpeg), .png, .gif oder svg. gespeichert werden. Diese Dateitypen sind relativ klein und werden außerdem von allen gängigen Browsern unterstützt.

Wenn das Bild auf das entsprechende Format angepasst und das Datei-Volumen verkleinert wurde, gibt es eine weitere Möglichkeit die Dateigröße zu reduzieren. Viele gängige Bildbearbeitungsprogramme bieten die Möglichkeit, die Dateigröße zu komprimieren. Unter dem Menüpunkt „Für Web speichern“ ist dies zum Beispiel bei Photoshop möglich. Eine detaillierte Anleitung gibt es von t3n.

Durch Programme wie www.jpegmini.com oder www.tinypng.com lassen sich die Bilder außerdem noch einmal um rund ein Drittel verkleinern, ohne dabei zu viel an Bildqualität einzubüßen.

Bildgröße und Bildformat

Mit sehr kleinen Bildern wie Icons oder Thumbnails habt ihr es sehr schwer in der Google Bildersuche gut zu ranken. Verwendet am besten Bilder, die an einer Seite mindestens 300 Pixel groß sind. Zu groß sollten eure Bilder aber auch nicht sein, damit sie nicht unnötig die Ladezeit der Website beeinträchtigen. Speichert sie möglichst in der Größe ab, in der sie auch auf der Website ausgespielt werden.

Zudem werden Bilder im Querformat tendenziell häufiger angeklickt als hochformatige Bilder. Sie nehmen in der Bildersuche mehr Raum ein und ziehen so die Aufmerksamkeit mehr auf sich.

Hochformat vs. Querformat in der Google Bildersuche

Hochformat vs. Querformat in der Google Bildersuche

Welches Format am besten passt, hängt aber auch vom Bildinhalt und vom Aufbau der Unterseite ab, auf der das Bild eingebaut ist.

Alt-Tag und Title-Tag

Eines der wichtigsten Elemente, die ihr bei der Bildoptimierung für Suchmaschinen berücksichtigen solltet, ist das Alt-Tag. Dieses befindet sich im Quelltext und Suchmaschinen wie Google ziehen daraus Rückschlüsse über den Inhalt des Bildes. Auf der Website selber wird es nur angezeigt, wenn ein Bild nicht geladen werden kann. Dann wird anstelle des Bildes der im Quelltext hinterlegte Text angezeigt. Außerdem lesen Screenreader den Inhalt des Tags vor, wenn die Website über ein solches Gerät aufgerufen wird. Es trägt also dazu bei, dass die Website barrierefrei genutzt werden kann.

Beispiel-Bild aus unserem Blog

Beispiel-Bild aus unserem Blog

Alt-Tag im Quelltext der Website

Alt-Tag im Quelltext der Website

Im Alt-Tag sollte eine kurze Beschreibung des Bildinhaltes stehen. Idealerweise bringt ihr hier auch die Keywords unter, zu denen das Bild ranken soll. Reines Keyword-Stuffing, also das Aneinanderreihen von Keywords, solltet ihr hier aber vermeiden. Drei bis acht Wörter reichen in den meisten Fällen aus.

Ebenfalls im Quelltext befindet sich das Title-Tag. Dieses wird angezeigt, wenn ihr mit der Maus über das Bild fahrt.

Beim Überfahren des Bildes mit der Maus, wird das Title-Tag angezeigt

Beim Überfahren des Bildes mit der Maus, wird das Title-Tag angezeigt

Title-Tag im Quelltext

Title-Tag im Quelltext

Auch hier könnt ihr den Inhalt des Bildes noch einmal beschreiben. Allerdings wird das Title-Tag weniger stark gewertet als das Alt-Tag. Konzentriert euch also vor allem auf das Alt-Tag.

Pflegen könnt ihr beide Tags häufig direkt über euer Content Management System. Die meisten CMS stellen euch dafür eigene Felder zur Verfügung, die ihr beim Hochladen des Bildes befüllen könnt.

Alt-Tag und Title-Tag in WordPress pflegen

Alt-Tag und Title-Tag in WordPress pflegen

Sichtbarer Text auf der Website

Ein weiterer Aspekt, der für die Rankings von Bildern in der Bildersuche von Bedeutung ist, ist der Text, der das Bild auf der Website umgibt. Also zum Beispiel die Bildunterschrift, Zwischenüberschriften oder der Fließtext. Auch hier könnt ihr Keywords unterbringen.

Im Idealfall nutzt ihr Bilder, die zum Inhalt des Textes passen. Dann sollte diese Bedingung bereits erfüllt sein.

Strukturierte Daten

Damit Suchmaschinen Bilder besser interpretieren und richtig zuordnen können, lassen sich diese über Auszeichnungssprachen wie schema.org mit strukturierten Daten versehen. Wichtig ist dies, wenn Bilder per JavaScript nachgeladen werden. Auszeichnungsmöglichkeiten findet ihr direkt bei schema.org.

Keywordanalyse für Bildoptimierung

Um zu ermitteln auf welche Keywords ihr eure Bilder optimieren solltet, könnt ihr wie für Texte auch für Bilder eine eigene Keywordanalyse durchführen. Die Google Bildersuche hat eine eigene Suggest Funktion, die andere verwandte Suchanfragen ausspielt als die Websuche.

Wenn ihr zum Beispiel in der Websuche nach vw polo sucht, erhaltet ihr Suggest Vorschläge wie vw polo gebraucht, vw polo wiki und vw polo jahreswagen.

Google Suggest Websuche „vw polo“

Google Suggest Websuche „vw polo“

In der Bildersuche tauchen dagegen deutlich mehr Jahreszahlen und Farben auf.

Google Suggest Bildersuche „vw polo“

Google Suggest Bildersuche „vw polo“

Und auch die Verwandten Suchanfragen unterscheiden sich in beiden Suchen voneinander.

Google Bildersuche verwandte Suchanfragen „vw polo“

Google Bildersuche verwandte Suchanfragen „vw polo“

Weitere Anhaltspunkte liefert euch Pinterest. Hier werden weitere Tags vorgeschlagen, wenn ihr nach vw polo sucht.

Mit Pinterest weitere Keyword-Kombinationen finden

Mit Pinterest weitere Keyword-Kombinationen finden

Daraus könnt ihr schließen, dass ihr bei der Optimierung von Auto-Bildern grundsätzlich Baujahr, Model und Farbe des Autos in das Alt-Tag und eventuell auch in den Dateinamen mitaufnehmen solltet. Außerdem werden auch Bilder zur Innenansicht des Autos gesucht und ihr solltet sie euren Nutzern zur Verfügung stellen.

Dieses Vorgehen ist vor allem dann praktisch, wenn ihr eine große Anzahl von Produktbildern optimieren müsst und ein festes Schema dafür festlegen wollt.

Bilder-Traffic ermitteln mit der Google Search Console

Um herauszufinden, wie viel Traffic über Bilder generiert wird, könnt ihr einen Blick in die Google Search Console werfen. Unter dem Menüpunkt Suchanfragen / Suchanalyse stellt Google Daten zu den Suchzugriffen eurer Website zur Verfügung. Unter „Suchtyp“ lässt sich ein Filter aktivieren, der es euch ermöglicht, Daten auf Basis von Suchanfragen zu erhalten.

Google Search Console: Suchanalyse Suchanfragen, Suchtyp Bild

Google Search Console: Suchanalyse Suchanfragen, Suchtyp Bild

Auch URL basierte Daten werden bei der Auswahl des Punktes „Seiten“ bereitgestellt.

Google Search Console: Suchanalyse Seiten, Suchtyp Bild

Google Search Console: Suchanalyse Seiten, Suchtyp Bild

Hier könnt ihr feststellen, ob eure Optimierungen die gewünschten Ergebnisse zeigen.

Bilder Sitemaps: Zugang für Suchmaschinen erleichtern

Wie HTML-Dokumente werden auch Bilder beim Crawlen eurer Website erfasst und in der Regel automatisch in den entsprechenden Suchindex aufgenommen. Allerdings kommt es vor, dass Suchmaschinen Bilder nicht einwandfrei erkennen und deshalb nicht jedes Bild sofort in den Index gelangt. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn Bilder über JavaScript nachgeladen werden.

Um den Suchmaschinen den Zugang zu erleichtern, kann für Bilder eine separate XML-Sitemap erstellt werden. Diese enthält die Links zu allen Bildern der Website, die für die Suchmaschine interessant sein könnten, und die URLs der Unterseiten, auf denen diese Bilder eingebunden sind. Buttons und Icons müssen hier nicht eingetragen werden.

Durch die Bereitstellung wird den Suchmaschinen geholfen, nicht indexierte Bilder zu identifizieren und in den Suchindex aufzunehmen. Die Bilder-Sitemap wird wie die normalen Sitemaps in der robots.txt eingetragen und sollte anschließend auch in der Google Search Console hochgeladen werden. In der Search Console habt ihr dann die Möglichkeit nachzuvollziehen, wie viele eurer Bilder tatsächlich indexiert sind.

Indexierte Bilder in der Google Search Console

Indexierte Bilder in der Google Search Console

Fazit

Durch gezielte Bildoptimierung können Rankings und Ladezeiten einer Website verbessert werden. Über die Google Bildersuche kann zusätzlicher Traffic generiert werden. Gerade im Hinblick auf das Speed Update von Google gewinnt der Bereich der Ladezeitreduzierung zudem zunehmend an Bedeutung. Wer verhindern möchte, dass Nutzer aufgrund von langen Ladezeiten abspringen und Informationen auf anderen Websites suchen, sollte diese Faktoren bei der Bildoptimierung unbedingt beachten.

Planung von SEO gerechten Inhalten

Ein wichtiger Schritt in der Entwicklung einer Content Strategie ist die Planung und Erstellung von Inhalten. Je nach Kanal müssen eure Inhalte unterschiedlichen Anforderungen gerecht werden. Das solltet ihr bei der Planung von Anfang an berücksichtigen. In diesem Artikel erfahrt ihr, wie ihr Inhalte, die über Suchmaschinen gefunden werden sollen, richtig plant und Themengebiete identifiziert, die es sich lohnt, weiter auszubauen.

Zielgruppenrelevante Inhalte

Bevor ihr mit der Erstellung eurer Inhalte anfangt, solltet ihr diese genau planen. Das kostet euch zwar Zeit, aber am Ende habt ihr davon deutlich mehr, als wenn ihr einfach drauf los schreibt. Ihr stellt sicher, dass ihr genau die Inhalte erstellt, die eure Nutzer interessieren und verschwendet keine Ressourcen für irrelevanten Content oder nachträgliche Änderungen.

Eine entscheidende Vorarbeit für die Content-Erstellung und der Grundstein für treffende und hochwertige Inhalte ist die Zielgruppendefinition. Nur wer seine Zielgruppe kennt, kann auch auf sie abgestimmte Inhalte erstellen. Die Zielgruppenanalyse gibt euch bereits einen groben Überblick darüber, welche Themen für die Nutzer einer Website interessant sind.

Auf dieser Grundlage aufbauend könnt ihr nun weiterführende Themen entwickeln.

Holistischer Content: Themengebiete vollständig abdecken

Aber wie identifiziert ihr nun Themengebiete und vor allem wie grenzt ihr diese ein? Für welche Themen braucht ihr eine eigene Unterseite und was könnt ihr alles auf einer Unterseite zusammenfassen? Hierzu gibt es unterschiedliche Ansätze.

Vor einigen Jahren war es noch gängige Praxis, dass für jedes Keyword und für jede Keyword-Variation eine eigene Unterseite angelegt wurde. Diese sollte dann genau zu diesem Keyword ranken und das hat in der Regel auch funktioniert. Allerdings gab es dadurch viele verschiedene Unterseiten, deren Texte zwar nicht identisch aber inhaltlich gleich waren.

Dank diverser Updates ist Google inzwischen in der Lage, thematische Zusammenhänge zu erkennen. Das heißt, die Suchmaschine kann nun Synonyme und thematisch verwandte Suchbegriffe miteinander verknüpfen und spielt thematisch passende Seiten aus, auch wenn diese auf ein anderes Keyword optimiert sind. Das heißt, Unterseiten, die thematisch denselben Inhalt aufweisen, können nun bedenkenlos zusammengefasst werden. Man spricht dabei von Content-Verdichtung.

Ein anderer Trend, der sich in den letzte Jahren im SEO Bereich entwickelt hat, ist der Ansatz, Inhalte holistisch darzustellen: Themen sollen ganzheitlich abgedeckt werden. In der Praxis sieht das meistens so aus, dass ein Thema möglichst vollumfänglich auf einer Unterseite abgehandelt wird. Das Resultat sind ellenlange Texte, die völlig unfokussiert alle Aspekte eines Themas darstellen.

Es wird ein wenig der Eindruck erweckt, dass vor allem die Textlänge ausschlaggebend für gute Rankings ist. Dies entspricht aber nur bedingt der Wahrheit. Und für den Nutzer hat dies nur selten den gewünschten Mehrwert. (Mehr zum Thema holistische Inhalte und SEO könnt ihr bei Sistrix nachlesen).

Wenn ihr eure Inhalte plant, dann geht am besten immer von eurer Zielgruppe aus, also von euren Nutzern. Überlegt euch, welche Fragen eure Nutzer zu einem Thema haben, welche Aspekte eines Themas für sie interessant sind. Sind alle Aspekte, die für eure Zielgruppe interessant sind, abgedeckt, braucht ihr nicht zwangsweise noch mehr Hintergrundinformationen liefern.

Zur Veranschaulichung dient ein Beispiel: Stellen wir uns vor, es geht um einen Onlineshop für Geschenkartikel. Rechtzeitig zur Weihnachtszeit hat der Betreiber eine Unterseite zum Thema Weihnachtsgeschenke erstellt. Dieses Thema ist saisonal sehr wichtig und das Keyword Weihnachtsgeschenke hat ein hohes Suchvolumen (450.000 Anfragen im November und Dezember). Es handelt sich dabei aber um ein relativ unpräzises Keyword. Potenzielle Kunden geben meist spezifischere Suchbegriffe ein, z.B. Weihnachtsgeschenke für Frauen oder Weihnachtsgeschenke für Kunden.

Suchvolumen für Weihnachtsgeschenke

Suchvolumen für Weihnachtsgeschenke im November und Dezember

Diese Keywords haben zwar ein geringeres Suchvolumen, doch die Suchintention des Nutzers lässt sich viel einfacher bedienen. Anstatt also lediglich eine Unterseite zum Thema Weihnachtsgeschenke zu erstellen, auf der alle Keywords abgedeckt werden, ist es sinnvoller, das Thema weiter herunterzubrechen und verschiedene Landingpages zu erstellen.

An den unterschiedlichen Suchbegriffen lässt sich schon erkennen, dass es sich um unterschiedliche Zielgruppe handelt mit unterschiedlicher Suchintention. Wer nach Weihnachtsgeschenke für Frauen sucht, möchte vermutlich seiner Freundin oder Frau eine Freude machen. Das Geschenk sollte daher ganz anderen Ansprüchen gerecht werden als Geschenke, die man seinen Mitarbeitern oder Kunden macht. Entsprechend sollten auch andere Inhalte ausgespielt werden.

Ziel ist es, möglichst alle Unterthemen abzudecken, die für die definierte Zielgruppe oder Zielgruppen interessant sind. Wenn ihr bereits eine Themenanalyse gemacht habt, könnt ihr diese als Grundlage nehmen. Überprüft hier aber am besten, ob ihr nicht noch mehr ins Detail gehen könnt.

Themengebiete definieren und abstecken

Eine Keywordanalyse hilft euch dabei, Keywords zu Themengebieten zu bündeln und weitere verwandte Themen zu finden. Außerdem gibt sie Aufschluss darüber, mit welchen Suchbegriffen nach welchen Inhalten gesucht wird. Das ist wichtig, damit ihr das passende Wording für eure Zielgruppe wählen könnt und sie so auch erreicht.

1. Google Suggest und verwandte Suchanfragen

Google Suggest und die verwandten Suchanfragen der Google-Suche sind ein hilfreiches Werkzeug, um relevante Keyword-Kombinationen zu erschließen. Wenn ihr in der Google-Suche einen Suchbegriff eingebt, schlägt euch das Tool weitere ähnliche und häufig frequentierte Suchbegriffe vor.

Google Suggest für Weihnachtsgeschenke

Google Suggest für Weihnachtsgeschenke

Außerdem erscheint unterhalb der Suchergebnisse eine Liste mit weiteren verwandten Suchanfragen.

Verwandte Suchanfragen für Weihnachtsgeschenke

Verwandte Suchanfragen für Weihnachtsgeschenke

Beide Funktionen liefern Ideen für Keyword-Kombinationen und Themen. Um noch weiter ins Detail zu gehen und alle Teilgebiete eines Begriffes abzudecken, könnt ihr die vorgeschlagenen Keyword-Kombinationen wiederum in Google eingegeben. Auf diese Weise erhaltet ihr ein breit gefächertes Kontingent an verschiedenen Keywords und Keyword-Kombinationen.

Google Suggest für Weihnachtsgeschenke für Freundin

Google Suggest für Weihnachtsgeschenke für Freundin

Verwandte Suchanfragen für Weihnachtsgeschenke für Freundin

Verwandte Suchanfragen für Weihnachtsgeschenke für Freundin

Wenn euch die manuelle Eingabe in Google zu aufwändig ist, könnt ihr dazu auch verschiedene Tools nutzen, die dieselben Ergebnisse liefern. Hierzu zählen zum Beispiel Ubersuggest und HyperSuggest. Auch GoogleTrends kann hilfreiche Ideen liefern.

2. Suchintention und Wettbewerber

Für die Identifikation der richtigen Keywords hilft es auch, wenn ihr euch die aktuellen Suchergebnisse zu einem Thema anseht. Auf der einen Seite seht ihr so, auf welche Keywords sich euer Online-Wettbewerb konzentriert. Vielleicht gibt es hier noch Keyword-Variationen oder Synonyme, die ihr noch nicht berücksichtigt habt. Das bedeutet aber nicht, dass ihr Inhalte von anderen Websites kopieren sollt. Sie sollten lediglich der Inspiration dienen.

Auf der anderen Seite ist es hilfreich, sich auch die Inhalte anzusehen, die zu den jeweiligen Suchbegriffen ranken. So könnt ihr feststellen, mit welcher Intention ein Nutzer nach dem jeweiligen Suchbegriff sucht.

Zum Beispiel ranken zum Suchbegriff „Weihnachtsgeschenke für die Freundin“ auf den oberen Positionen ausschließlich die entsprechenden Produktkategorien von Onlineshops.

Suchergebnisse vom 09.08.2018

Suchergebnisse vom 09.08.2018

Komplett andere Ergebnisse erhaltet ihr, wenn ihr nach „Selbstgemachte Geschenke für die Freundin“ sucht. Hier rankt kein einziger Onlineshop, sondern vor allem kreative Seiten mit großen Bildergalerien.

Suchergebnisse vom 09.08.2018

Suchergebnisse vom 09.08.2018

Das ist nur logisch, denn Nutzer, die nach Geschenkideen zum selber machen suchen, möchten nichts kaufen. Sie suchen nach Ideen und nicht nach Produkten.

Wenn ihr Inhalte plant, solltet ihr die Suchintention immer im Hinterkopf behalten.

3. Suchvolumen prüfen

Habt ihr die Themen und Keywords recherchiert, gebt ihr sie in den AdWords Keyword Planer ein, um das Suchvolumen zu ermitteln. Dieses gibt euch Aufschluss darüber, wie häufig bestimmte Begriffe durchschnittlich im Monat gesucht werden. Ihr könnt das Tool aber auch nutzen, um weitere Keyword-Ideen zu sammeln.

Suchvolumen im Keyword Planner abrufen (September bis Dezember)

Suchvolumen im Keyword Planner abrufen (September bis Dezember)

Eine Anleitung zur Nutzung des Keyword Planers findet ihr in einem anderen Blogartikel von uns. Wer keine ordentlichen Daten im Keyword Planer ausgespielt bekommt, weil er keine AdWords Kampagnen schaltet, kann ein alternatives Keyword-Tool nutzen. Auch hier werden Suchvolumen angezeigt.

Nachdem das Suchvolumen der Keywords ermittelt ist, wisst ihr, welche Begriffe am häufigsten gesucht werden und für welche Themen es sich lohnt Inhalte zu erstellen. Bedenkt dabei aber auch, dass nicht immer das Keyword mit dem höchsten Suchvolumen die beste Option ist. Berücksichtigt auch den Wettbewerb und die Suchintention, wenn ihr entscheidet, welche Themen ihr abdecken möchtet.

So kann es für einen Onlineshop, der ausschließlich fertige Geschenkartikel verkauft, unter Umständen wenig bringen, wenn er Themen wie „Geschenke selber basteln“ in Angriff nimmt. Andere Keywords bieten sich hier eventuell eher an.

4. Themencluster und Keyword Mapping

Habt ihr alle Keywords gesammelt und entschieden, auf welche Bereiche ihr euch konzentrieren wollt, solltet ihr damit beginnen, die einzelnen Suchbegriffe nach Unterthemen zu gliedern. Also wirklich festzulegen, zu welchen Keywords ihr eigene Unterseiten anlegen wollt und welche Keywords ihr zusammen auf einer Unterseite abbilden könnt.

Am besten führt ihr dazu ein Keyword-Mapping durch. Für jede Unterseite definiert ihr dabei ein Hauptkeyword, auf das ihr diese Seite optimieren möchtet. Dabei könnt ihr euch am Suchvolumen orientieren oder ihr nehmt das Keyword, das eure Zielgruppe eher verwendet. Alle weiteren Keyword-Variationen, die zu diesem Thema passen, ordnet ihr ebenfalls der Unterseite zu. Am besten könnt ihr so eine Keyword-Map in einer Excel-Tabelle anlegen.

Zum Beispiel könnt ihr eine Unterseite zum Thema „Weihnachtsgeschenke für den Freund“ anlegen, der ihr dann Keyword-Varianten wie „Weihnachtsgeschenk Freund“, „Geschenk Freund Weihnachten“ oder „Weihnachtsgeschenk für Freund“ zuordnet. Auf den ersten Blick könnte man „Was schenke ich meinem Freund zu Weihnachten“ ebenfalls dieser Unterseite zuordnen. Werfen wir aber einen Blick in die Suchergebnisse dazu, werden ganz andere Content-Arten ausgespielt als bei den ersten drei Keyword-Kombinationen.

Bei den ersten drei Suchanfragen werden hauptsächlich Kategorieseiten von Onlineshops ausgespielt:

Suchergebnis vom 09.08.2018

Suchergebnis vom 09.08.2018

Bei der letzten Suchanfrage erscheinen dagegen vor allem Blogs und Foren.

Suchergebnis vom 09.08.2018

Suchergebnis vom 09.08.2018

Die Suchintention ist also wieder eine andere. Und ganz andere Ergebnisse erhaltet ihr, wenn ihr nach „Weihnachtsgeschenke für Freund selber machen“ sucht:

Suchergebnis vom 09.08.2018

Suchergebnis vom 09.08.2018

Wenn ihr nicht sicher seid, ob ein Keyword zu einem übergeordneten Thema gehört oder ob ihr dafür eine eigene Seite erstellen sollt, schaut also einfach mal in die Google-Suche. Werden euch für das Keyword andere Suchergebnisse angezeigt als für das übergeordnete Keyword? Dann braucht ihr eine eigene Seite.

Themenbereiche müssen klar voneinander abgegrenzt werden, damit Google besser erkennen kann, welche Unterseite zu welchem Keyword ranken soll und es nicht zu einer Kannibalisierung kommt. Im Zweifelsfall entsteht sonst das Problem, dass mal die eine Seite zu einem Keyword rankt und mal die andere. Auf Dauer ist es dann schwierig, stabile Rankings zu erhalten.

Am besten erstellt ihr das gesamte Themencluster, bevor ihr mit der Erstellung von Inhalten beginnt. Dadurch ist es später einfacher, die einzelnen Inhalte ineinandergreifen zu lassen und Artikel aufeinander aufzubauen. Besonders wichtig ist so ein Plan, wenn ihr mit unterschiedlichen Textern arbeitet.

Inhalte platzieren

Auch die Positionierung der Inhalte auf der Website spielt eine wichtige Rolle und ihr solltet diese schon bei der Planung der Inhalte berücksichtigen. Je nachdem an welcher Stelle ein Inhalt veröffentlich werden soll, muss er unterschiedliche Bedingungen erfüllen. Darauf sollte bei der Erstellung bereits geachtet werden.

In der Regel habt ihr verschiedene Möglichkeiten Inhalte auf eure Website zu platzieren. Sie lassen sich zum Beispiel auf einer eigenen Landingpage der Website veröffentlichen, auf einer Produktkategorie-Seite, einer Produkt-Seite oder in einem Blog. Je nachdem welches Content Management System oder Shop System eurer Website zu Grunde liegt, seid ihr aber häufig eingeschränkt bei der Positionierung des Contents. Manche Onlineshop-Systeme bieten zum Beispiel nicht die Möglichkeit, eigene Content-Seiten zu erstellen. Hier empfiehlt sich die Integration eines Blogs, der dann zum Beispiel über WordPress läuft.

Abgesehen von den technischen Gegebenheiten spielt auch die Art des Inhalts und die Suchintention des Nutzers eine Rolle dabei, an welcher Stelle dieser am besten integriert wird. Inhalte, die über einen langen Zeitraum interessant sind, können gut auf eigenen Content-Seiten platziert werden. Hier sind sie fest verankert und der Nutzer findet sie leicht wieder. Es bietet sich an, in diesem Fall einen Ratgeber oder Ähnliches aufzubauen.

Inhalte, die einen aktuellen Bezug haben und nach einigen Wochen oder Monaten nicht mehr von Interesse sind, lassen sich dagegen gut über einen Blog abbilden. Auf diese Weise bleibt der Inhalt zwar auch bestehen, wandert aber mit der Zeit ins Archiv und macht aktuelleren Inhalten Platz. Werden im Blog Inhalte platziert, die auch eine lange Zeit später noch interessant sind, kann auf sie z.B. per interne Verlinkung verwiesen werden. Auch dies funktioniert, wenn man es richtig angeht.

Geht es aber um ein Thema, bei dem der Nutzer hauptsächlich nach Produkten sucht, solltet ihr ihm diese auch anbieten. Die Wahrscheinlichkeit, dass ihr in diesem Fall mit einem Ratgeber oder einem Blogartikel rankt und gleichzeitig den Nutzer zufrieden stellt, ist eher gering.

Überlegt euch daher schon vor der Erstellung der Inhalte, wo ihr diese integrieren wollt und welche Art von Content sich für das Thema anbietet.

Redaktionsplan erstellen

Wenn ihr sehr viele Inhalte erstellen möchtet und/oder mit unterschiedlichen Textern arbeitet, solltet ihr einen Redaktionsplan erstellen. Überlegt euch, welches Thema wann angegangen werden soll. Themen, die für euch besonders wichtig sind, könnt ihr zuerst abarbeiten, andere später. Bei Themen wie „Weihnachtsgeschenke“, bei denen sich die Nachfrage abhängig von der Saison stark ändert, ist es wichtig, diese zur richtigen Zeit auf der Website zu präsentieren. Im Januar interessiert sich niemand mehr dafür.

Wann das Interesse an einem Suchbegriff am stärksten ausgeprägt ist, lässt sich mit Google Trends ermitteln.

Google Trends: Interesse an Weihnachtsgeschenken im zeitlichen Verlauf (2017)

Google Trends: Interesse an Weihnachtsgeschenken im zeitlichen Verlauf (2017)

Das Interesse an Weihnachtsgeschenken hat seinen Höhepunkt wie zu erwarten im Dezember. Doch schon ab Oktober ist eine Steigerung des Suchinteresses zu erkennen. Plant eure Inhalte so, dass sie bereits einige Wochen online sind, bevor das Interesse ansteigt. Im Redaktionsplan sollte das Thema Weihnachtsgeschenke deshalb bereits für September vorgemerkt werden.

Betrachten wir noch kurz zwei Unterthemen. Weihnachtsgeschenke für die Mitarbeiter werden bereits im November gesucht:

Google Trends: Interesse an Weihnachtsgeschenken für Mitarbeiter im zeitlichen Verlauf (2017)

Google Trends: Interesse an Weihnachtsgeschenken für Mitarbeiter im zeitlichen Verlauf (2017)

Das Geschenk für den Freund wird allerdings erst Anfang Dezember und das Geschenk für die Freundin erst kurz vor Weihnachten:

Google Trends: Vergleich Interesse an Weihnachtsgeschenken für den Freund und die Freundin (2017)

Google Trends: Vergleich Interesse an Weihnachtsgeschenken für den Freund und die Freundin (2017)

Fazit

Wie ihr seht, gibt es einiges zu berücksichtigen, wenn es um die Planung von Inhalten für Suchmaschinen geht. Ihr müsst euch darüber im Klaren sein, welche Themengebiete für eure Nutzer wichtig sind, welche Fragestellungen ihr behandelt wollt und wie ihr die Themen inhaltlich herunterbrecht, so dass ihr die Suchintentionen richtig bedienen könnt. Außerdem solltet ihr auch schon vor der Texterstellung überlegen, an welcher Stelle der Website ihr die Inhalte platzieren möchtet und wann ihr welche Themen angeht. Auch wenn dies auf den ersten Blick sehr aufwändig zu sein scheint, kann ich euch empfehlen, diese Vorarbeit zu leisten. Sie spart euch später viel Aufwand.

dmexco Party

dmexco Partys & Veranstaltungen 2018

In knapp 3 Wochen startet die dmexco 2018 in Köln, das Branchentreffen der digitalen Wirtschaft, unter dem Motto „Take C.A.R.E. Curiosity. Action. Responsibility. Experience.“ Neben Expo und Konferenz gibt es jedes Jahr spannende Partys, auf denen Erfahrungen mit anderen Branchen-Mitgliedern ausgetauscht werden können und das Networken großgeschrieben wird. Denn Wissenstransfer sowie Kontaktaufbau und -pflege sind wichtig in der Digital Marketing Branche. Wir haben für euch die interessantesten Event- und Party-Tipps zusammengestellt.

Warm-Up für die dmexco – 11.09.2018

Bereits einen Tag vor der dmexco erwarten euch spannende Branchen-Events und Partys, die euch auf die kommenden Messetage einstimmen.

Performance Night 2018

Seit 2005 gehört die Performance Night zu den Warm-up Partys der dmexco und stimmt euch nun schon zum 13. Mal auf zwei spannende Messetage ein. Trefft Kollegen, Freunde und Interessierte aus allen Bereichen der digitalen Wirtschaft und tauscht euch in entspannter Atmosphäre aus.

Datum 11. September 2018
Beginn: 19:00 Uhr
Veranstaltungsort: Wolkenburg Köln
Adresse: Mauritiussteinweg 59, 50676 Köln
Tickets: Tickets können kostenlos registriert werden

Online Ad Summit 2018

Ebenfalls am Vortag zur dmexco findet der Online Ad Summit statt. Hier dreht sich alles um das Thema „Zwischen Adblocking und Datenschutz: Die Digitalbranche wächst an ihren Herausforderungen“. Vorträge und der Austausch mit Experten auf dem Online Ad Summit machen euch fit im gesamten Bereich der Online-Werbebranche. Lernt von Best Practice Ansätzen und alternativen Lösungen.

Datum 11. September 2018
Einlass: 09:30 Uhr
Beginn: 10:00 Uhr
Veranstaltungsort: Hyatt Regency Köln
Adresse: Kennedy-Ufer 2a, 50679 Köln
Tickets: 299€, für BVDW-Mitglieder 239€

Pre-Party von Show Heroes und Smart AdServer

Auf der dmexco Pre-Party von Show Heroes und Smart AdServer könnt ihr bei guter Musik und vielen neuen Kontakten in die Messetage der dmexco 2018 starten. Auch hier steht das Networking in entspannter Atmosphäre im Vordergrund. Einige besondere Überraschungen warten auf euch!

Datum 11. September 2018
Beginn: 20:00 Uhr
Veranstaltungsort: Die Wohngemeinschaft
Adresse: Richard-Wagner-Str. 39, 50674 Köln
Tickets: Tickets können kostenfrei bis zum 7. September registriert werden

VIP Opening der dmexco

Das VIP Opening ist ein exklusives Event am Vorabend der dmexco in der Flora Köln. Stimmt euch auf die Messetage und den Kongress in entspannter Atmosphäre ein. Allerdings haben nur geladene Gäste Zutritt zu dem Networking-Event.

Veranstaltungen am ersten Messetag – 12.09.2018

Der erste Messetag hält die meisten Partys für euch bereit. Hierzu zählen gemütliche Standpartys direkt auf der Messe, aber auch abendfüllende Veranstaltungen.

Cologne Club – Executive Lunch auf der dmexco

Der Cologne Club ist ein exklusives Event für eingeladene Gäste. Bei einem gemütlichen Mittagessen könnt ihr euch austauschen und networken.

Webtrekk Standparty

Direkt im Anschluss an den ersten Messetag könnt ihr bei der Standparty von Webtreek weiter networken. Kollegen und Freunde sind auch eingeladen. Lasst den ersten Messetag ausklingen oder nutzt die Zeit um neue Kontakte zu knüpfen, bevor ihr in die Nacht auf einer der dmexco-Partys startet.

Datum 12. September 2018
Beginn: 18:30 Uhr
Veranstaltungsort: Messe Köln, dmexco, Halle 8, C 011/D018

Spryker Standparty

Auch Spryker lädt zu einer Standparty ein. Auf 350 qm habt ihr die Möglichkeit zu networken – Drinks & Food inklusive. Stoßt mit Freunden, Kollegen und Geschäftspartner auf einen ersten erfolgreichen Messetag an. Die ein oder andere Überraschung macht euch zudem bereit für eine lange Partynacht.

Datum 12. September 2018
Beginn: 18:00 Uhr
Veranstaltungsort: Messe Köln, dmexco, Halle 7, C21 – E24

Offizielle dmexco Party

Die offizielle Party der dmexco zum Ende des ersten Messetages findet in der Wolkenburg in Köln statt. Hier gibt es Outdoor-Bars, Dancefloor, Live Performances und DJs. Aber auch wer networken möchte, findet ein Plätzchen um mit Partnern und Kollegen ins Gespräch zu kommen. Essen und Getränke sind im Ticketpreis enthalten.

Datum 12. September 2018
Beginn: 20:30 Uhr
Veranstaltungsort: Wolkenburg Köln
Adresse: Mauritiussteinweg 59 | 5676 Köln
Tickets: 119€

OMClub

Die inoffizielle Messeparty zur dmexco findet dieses Jahr bereits zum elften Mal statt. Nach einem Tag voller guter Gespräche, könnt ihr im Anschluss an eine der Standpartys den Rest des Abends in der Halle Tor 2 zum Tag machen und das, mit einer fantastischen Show unter dem Motto „We’re all mad here!“. Die OMClub-Party im Schnapszahljahr wartet mit einigen besonderen Überraschungen auf euch.

Datum 12. September 2018
Beginn: 12:00 Uhr
Veranstaltungsort: Halle Tor 2
Adresse: Girlitzweg 30, 50829 Köln
Tickets: kein regulärer Vorverkauf, ihr habt die Möglichkeit Tickets über Gewinnspiele oder über Sponsoren zu erhalten

Rockstars Aftershow Party

Auch in diesem Jahr gibt es wieder die Rockstars Aftershow Party der Online Marketing Rockstars. Bei kühlen Getränken und guter Musik könnt ihr das Bootshaus in Köln rocken. Auch dieses Jahr sind wieder einige Special Guests wie Samy mit seinem Deluxe Soundsystem dabei.

Datum 12. September 2018
Beginn: 21:00 Uhr
Veranstaltungsort: Bootshaus Köln
Adresse: Auenweg 173 | 51063 Köln
Tickets: 135,66€

Damit ist das Party-Programm der dmexco auch in diesem Jahr wieder sehr umfangreich.

Wenn ihr uns auf der Messe selbst treffen möchtet, habt ihr jetzt noch die Gelegenheit einen Termin mit uns zu vereinbaren.

Fehlt noch eine Party auf unserer Liste? Dann sagt uns gerne Bescheid. Ansonsten viel Spaß auf der dmexco.

Infos zu weiteren Online Marketing Konferenzen

Die SEO Strategie als Grundlage für erfolgreiche Suchmaschinenoptimierung

Immer wieder stellen wir bei neuen SEO Projekten fest, dass Suchmaschinenoptimierung bisher nicht mit einer Strategie oder klaren Zielen verbunden war. Einzelne Optimierungsmaßnahmen wurden isoliert durchgeführt und nicht aufeinander abgestimmt. Doch nur wer weiß, wohin er möchte und dieses Ziel mit einer durchgehenden Strategie verfolgt, gelangt dort auch hin.

Ich möchte euch zeigen, warum eine SEO Strategie für uns in der Agentur so wichtig ist, welche Bausteine dabei berücksichtigt werden und wie Unternehmen selbstständig eine Strategie erarbeiten können.

Die SEO Strategie als Schlüssel zum Erfolg bei Google

Die SEO Strategie als Schlüssel zum Erfolg bei Google

SEO Strategie – was ist das eigentlich?

Suchmaschinen sind die Anlaufstelle Nummer 1 im Internet. Damit eure Produkte und Dienstleistungen im World Wide Web gefunden werden und um eure Marke richtig zu positionieren, solltet ihr SEO als einen wichtigen Teil eurer Online Marketing Strategie ansehen. Gute Rankings erhaltet ihr nicht über Nacht. Viele Faktoren spielen dabei eine Rolle und nur wer die einzelnen Bausteine richtig aufeinander abstimmt, wird langfristig erfolgreich sein.

Eine SEO Strategie hilft euch dabei. Sie ist für uns die Maßnahmenplanung und Herangehensweise, um definierte SEO- bzw. Website-Ziele zu erreichen.

Mögliche Ziele oder Teilziele sind zum Beispiel

  • Positionierung mit relevanten Suchbegriffen
  • Steigerung des organischen Traffics
  • Steigerung der Conversions
  • Internationale Platzierung
  • Lokale Auffindbarkeit

Bei der Entwicklung einer SEO Strategie gibt es bei uns 3 Phasen: Die Analyse, die Bewertung und die Maßnahmenplanung.

Phase 1: SEO Analyse

Bevor wir mit der Planung der SEO Maßnahmen beginnen, unterziehen wir jede Website einem SEO Audit. Mit seiner Hilfe identifizieren wir Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken des Internetauftritts. Gleichzeitig dient er dazu die Digitale Positionierung des Unternehmens und seines Wettbewerbs und Umfelds zu ermitteln. Die Analyse ist die Basis für alle weiteren Schritte. Durch sie erkennen wir, wo die Probleme eines Internetauftrittes liegen und wie wir sie beheben können. Erst wenn wir alle relevanten Daten zusammen haben, kann das Projekt effizient angegangen werden.

Um das Projekt richtig einschätzen zu können, fragen wir zunächst einige Punkte beim Kunden ab. Dazu gehören:

  • Welche Zielgruppe soll mit der Website angesprochen werden?
  • Ist eine regionale oder internationale Präsenz gewünscht?
  • Welche Themengebiete und Keywords sind besonders wichtig?
  • Welche Produkte stehen im Fokus?
  • Welche Branche soll besetzt werden?
  • Welche Wettbewerber (online & offline) gibt es?

Dies zeigt uns eine grobe Richtung, in die das Projekt gehen soll. Ob sich die Angaben später als richtig erweisen oder es zum Beispiel noch ganz andere Wettbewerber auf dem Online-Markt gibt, überprüfen wir in der Bewertungsphase.

Für die Analyse benutzen wir verschiedene Tools wie zum Beispiel die Google Search Console, Screaming Frog, Sistrix, SEMRush, Searchmetrics und Google Analytics (bzw. das Webanalyse Tool, das der Kunde gerade verwendet, z.B. AT Internet, Webtrekk, etracker oder Piwik). Diese Tools liefern uns unter anderem folgende Daten:

  • Sichtbarkeit (Desktop und Mobile)
  • Keywords und Rankings
  • Indexierte Seiten
  • Traffic
  • Backlinks
  • Technische Websitestruktur
  • Bestehende Inhalte
SEO Strategie - Bausteine Analyse / Audit

SEO Strategie – Bausteine Analyse / Audit

Wichtig ist jetzt, diese auch richtig zu bewerten, denn das bloße Sammeln von Daten bringt uns nicht weiter. Für gewöhnlich beziehen wir uns dabei auf Google. Auf Wunsch können aber auch weitere Suchmaschinen wie Bing, Yahoo, Yandex oder Baidu berücksichtigt werden.

Phase 2: Bewertung

Sind alle Daten ermittelt, folgt die Bewertung: Was läuft schon gut, was läuft weniger gut und wo besteht dringender Handlungsbedarf? In der Bewertungsphase bringen wir die Analysedaten und die zuvor benannten Ziele zusammen.

I. Zieldefinition

Was sind die „wahren Ziele“? Was soll im Zuge der Optimierung erreicht werden? Ziele bestehen aus unserer Sicht – und auch aus Sicht von Google – nicht darin mit einem vordefinierten Keywordset auf Position 1 zu stehen. Das mag kurzfristig zwar sinnvoll erscheinen, auf lange Sicht ist dies aber nicht weit genug gedacht. Ziele können unter anderem die Generierung von mehr relevantem Traffic, Leads oder Conversions sein. Top Platzierungen und eine hohe Sichtbarkeit sind Teilziele.

2. Wettbewerb

Wie steht der Internetauftritt im Vergleich zum Wettbewerb dar? Welche anderen Anbieter werden zu relevanten Keywords gefunden? Wichtig ist, dass hierbei nicht nur die klassischen Wettbewerber beachtet werden, sondern vor allem, wer bei Google auf den vorderen Plätzen rankt. Online- und Offline-Markt unterscheiden sich hier manchmal sehr stark voneinander. Vielen Unternehmen ist gar nicht bewusst, wer ihnen in Google Konkurrenz macht.

3. Onpage Faktoren

Aus der Analysephase können wir ableiten, welche technischen und strukturellen Probleme die Website aufweist. Nun geht es darum die Faktoren zu identifizieren, welche die Sichtbarkeit der Website negativ beeinflussen. Können alle Inhalte von Google richtig gelesen, interpretiert und indexiert werden? Sind zum Beispiel strukturierte Daten richtig ausgezeichnet?

Hierbei unterscheiden wir zwischen Aufgaben mit relativ geringem Aufwand, die aber schnell Resultate zeigen, und Aufgaben, die nicht von heute auf morgen behoben werden können, auf lange Sicht aber zum Erfolg führen. Zur ersten Kategorie gehört zum Beispiel die Optimierung der Meta-Snippets. Aufwändiger gestaltet sich dagegen eine Neustrukturierung der Navigation.

4. Inhalte

Welche Inhalte sind relevant und haben Potential? Und mit welchen Suchbegriffen suchen Nutzer danach? Mithilfe von Themen- und Keywordanalysen identifizieren wir relevante Themengebiete, die zu den Angeboten der Website passen. Außerdem schauen wir uns an, wer zu den entsprechenden Keywords bereits rankt und ob eine Platzierung in diesem Umfeld realistisch ist.

Durch einen Abgleich mit bestehenden Inhalten und Rankings ermitteln wir, welche Themen bereits gut vertreten sind, welche noch optimiert werden müssen und wo Inhalte fehlen. Hilfreich dabei ist auch ein Content Audit. Dieser liefert nicht nur eine Bestandsaufnahme aller Inhalte der Website, sondern auch eine Bewertung auf Grundlage des Traffics. Auf dieser Grundlage lässt sich dann eine Content Strategie entwickeln.

5. Links

Aus der Analyse wissen wir, wie viele Backlinks eine Website hat, woher sie kommen und wohin sie führen. Im Vergleich zum Wettbewerb ermitteln wir, ob eine Linkstrategie nötig ist, um neue Links aufzubauen und eventuell auch alte Links abzubauen.

6. Mobile

Laut Google werden über die Hälfte aller Suchanfragen über mobile Geräte wie Smartphones gestellt. Zudem hat Google im März 2018 damit begonnen für die Bewertungen von Websites deren mobile Version heranzuziehen. Wichtig ist daher, dass eine Website auch auf Smartphones richtig angezeigt und bedient werden kann.

Wir schauen uns an, ob es eine mobile Variante der Website gibt, ob diese technisch richtig umgesetzt und auch für mobile Geräte optimiert ist. Struktur und Aufbau einer Website unterscheiden sich häufig für mobile Geräte und Desktop. Es muss sichergestellt sein, dass auch die mobile Version richtig gecrawlt werden kann und Unterseiten richtig verlinkt sind. Ein Responsive Design allein reicht hier nicht aus.

7. Pagespeed

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Seitenladezeit einer Website. Müssen Nutzer lange warten, bis URLs geladen sind, führt dies zu einer schlechten Nutzererfahrung. Mit jeder zusätzlichen Sekunde, die verstreicht, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass der Nutzer zurück in die Suchergebnisse springt und eine andere Website aufruft. Gerade beim Surfen von unterwegs mit dem Smartphone ist die Qualität der Internetverbindungen häufig schlecht und langsame Websites sorgen für zusätzlichen Frust. Dies hat auch Google längst erkannt und erklärte die Seitenladezeit im Juli 2018 zum offiziellen Rankingfaktor für mobile Suchergebnisse.

Grund genug zu prüfen, ob die Website von der Performance her mit dem Wettbewerb mithalten kann und wo es noch Möglichkeiten gibt, die Seitenladezeiten zu verbessern.

8. Webanalyse

Mithilfe von Webanalyse Tools wie Google Analytics können wir einen noch tieferen Einblick in die Qualität der Website und ihrer Inhalte erlangen. Wie viel Traffic erhält die Internetpräsenz aktuell? Wie verhält sich der Traffic aus der organischen Suche zu den Zugriffen der restlichen Kanäle? Wie viel Traffic kommt zum Beispiel über Direktzugriffe oder Social Media? Was lässt sich über die Absprungrate sagen? Wie verhalten sich Desktop-Nutzer im Vergleich zu mobilen Nutzern?

Anhand der Datenanalyse und der Bewertung können wir einschätzen und bestimmen, wie weit die Website von den gewünschten Zielen entfernt ist und wie die Seite optimiert werden sollte.

9. Website-abhängige Sonderfälle

Abhängig vom Website-Typ gibt es noch weitere Punkte, die überprüft und bewertet werden müssen. Spezielle Fälle sind beispielsweise folgende:

Phase 3: Maßnahmenplanung

Nachdem wir in enger Abstimmung mit dem Kunden ermittelt haben, wo die Website steht, was gut ist und was schlecht ist, klären wir gemeinsam ab, wo unsere Maßnahmen ansetzen müssen. Es geht also an die Planung der konkreten Maßnahmen und die Erstellung eines Projektplans.

  • Welche Maßnahmen dienen dazu, die gewählten Ziele zu erreichen?
  • Wo liegen Schwerpunkte, was wird priorisiert?
  • Welche Punkte gehen wir wann an?

Im Projektplan legen wir die einzelnen Teilschritte fest. Dazu zählen auch die Abstimmung des Timings und die Klärung der Verantwortlichkeiten. Welche Aufgaben können wir alleine übernehmen, wo brauchen wir Feedback vom Kunden und bei welchen Bereichen sind wir auf die Unterstützung der IT angewiesen?

SEO Strategie für die Ewigkeit?

Nun könnte man davon ausgehen, dass die ausgearbeitete SEO Strategie und die damit verbundenen Maßnahmen einfach abgearbeitet werden können. Doch spätestens seit den Google Panda und Penguin Updates hat sich gezeigt, dass Google uns gerne einen Strich durch die Rechnung macht und bestimmte Maßnahmen durch entsprechende Updates ihren Zweck nicht mehr erfüllen können oder überflüssig werden. Maßnahmen müssen dann plötzlich ganz anders priorisiert werden.

Und auch das Suchverhalten der Nutzer ändert sich. Durch die verstärkte Smartphone-Nutzung werden immer mehr Suchanfragen von unterwegs gestellt. Inhalte müssen daher ganz anderen Anforderungen gerecht werden als noch vor ein paar Jahren. Und auch die Voice Search verändert die Art und Weise wie Inhalte optimiert werden müssen.

Eine regelmäßige Hinterfragung der Maßnahmen und eine Überprüfung ihres Erfolgs sind daher sehr wichtig. Erzielt eine Maßnahme nicht den gewünschten Effekt, muss man so flexibel sein, diese auch wieder rückgängig machen zu können oder abzuändern. Eine regelmäßige Qualitätskontrolle gehört deshalb für uns mit zu einer guten SEO Strategie.

Tipp: Wenn ihr euch für eine SEO Agentur entscheidet, solltet ihr besonders darauf achten, dass hinter den SEO Maßnahmen auch eine gut durchdachte Strategie steckt. Überprüft folgende Aspekte: Sind Ziele definiert? Gibt es klare Kennzahlen, die erreicht werden sollen? Wo geht es hin?

Die SEO Strategie im Marketing Mix

Was uns bei SEO Projekten immer wieder auffällt, ist, dass die SEO Aktivitäten und Maßnahmen, und damit auch die Strategie, losgelöst von anderen Marketingprozessen im Unternehmen gesehen werden. Dabei ist es für den Erfolg in Google und anderen Suchmaschinen sehr wichtig, dass alle Marketing Maßnahmen aufeinander abgestimmt sind, wie zum Beispiel Produkteinführungen, Werbemaßnahmen (auch im Offline Bereich) oder Mailings.

Die Präsenz im Internet und die dortige Ausrichtung soll das Unternehmen so widerspiegeln, wie es sich für seine Kunden präsentiert. Dazu gehören auch alle Marketing Maßnahmen. Die Abstimmung mit Marketing, IT und Geschäftsleitung ist daher sehr wichtig für uns.

Fazit

SEO und die Wichtigkeit von Google sind längst bei Unternehmen angekommen. Als SEO Berater müssen wir nicht mehr erklären, welchen Stellenwert Suchmaschinenoptimierung im Marketing einnimmt. Es geht vielmehr darum mit den richtigen Maßnahmen bessere Rankings und mehr relevante Nutzer auf die Website zu holen. Mit unserer SEO Strategie versuchen wir, eine kontinuierliche Optimierung zu erreichen, die langfristig Erfolg verspricht. Wichtig dafür ist

  • einen Internetauftritt laufend zu analysieren und zu bewerten,
  • Maßnahmen zu hinterfragen
  • und vor allem auch aktuelle Entwicklungen auf dem Suchmaschinenmarkt zu beobachten
  • und dabei trotzdem die Flexibilität zu behalten auf wichtige Trends zeitnah zu reagieren.

Content Optimierung für Suchmaschinen – SEO meets gute Inhalte

Der Begriff Content Optimierung ist in aller Munde. Renommierte Online Experten raten Webmastern dazu, ihre Inhalte für Suchmaschinen zu optimieren: seien es Bilder, Texte oder Überschriften. Aber was genau bedeutet Content Optimierung? Mit wie viel Aufwand ist sie verbunden und welchen Maßstab für guten oder schlechten Content gibt es? Im folgenden Artikel sollen diese Fragen geklärt und eine Vorgehensweise für Content Optimierung aufgezeigt werden.

Am Anfang war die Keywordanalyse

Ehe ihr euch der Optimierung eures Contents widmet, ist eine fundierte Keywordanalyse das A und O. Sie bildet die Grundlage für eure Arbeit. Plant ausreichend Zeit für diesen Arbeitsschritt ein, damit ihr das Themengebiet umfassend und, wenn es erforderlich ist, auch saisonal recherchieren könnt. Ermittelt relevante Keywords und deren Suchvolumina. Berücksichtigt neben Brandbegriffen, sofern ihr für eine Firma oder eine Marke arbeitet, auch generische Keywords und vergesst die Longtail Keywords nicht.

Es ist vor allem bei Themen, zu denen man bis dato keinen Zugang hatte, nicht immer leicht, Keywords geschickt zu recherchieren. Fragt an dieser Stelle Kollegen oder Freunde, was sie mit dem jeweiligen Thema verbinden. Zudem hilft euch bei eurer Recherche Google Suggest

Beispiel Suchanfrage zu plexiglas

Beispiel Suchanfrage zu plexiglas 

oder die ähnlichen Suchanfragen, die ihr am Ende der Suchergebnisse findet:

Beispiel Suchanfrage zu plexiglas

Beispiel Suchanfrage zu plexiglas

Der Keyword Planer von Google ist ebenfalls ein hilfreiches Tool bei der Recherche. Er ist kostenlos und zeigt nicht nur die Suchvolumina von bestimmten Keywords an, sondern liefert auch weitere Keyword Ideen, die ihr eventuell nutzen könnt.

Habt ihr ausreichend Keywords zusammen, sollten diese sinnvoll in Gruppen gegliedert werden. Eine ausführliche Anleitung, wie ihr bei einer Keywordanalyse vorgeht, findet ihr in unserem Blog.

Eine stimmige Gruppierung ist vor allem für den nächsten Arbeitsschritt sehr sinnvoll. Optimaler Weise stimmen diese Gruppen mit den Bereichen der Website überein, sodass ihr einzelnen Unterseiten schneller Haupt- und Nebenkeywords zuordnen könnt.

Zuordnung der Keywords

Im nächsten Schritt ordnet ihr euren Keywords den passenden Unterseiten zu. Bei dem sogenannten Keyword-Mapping solltet ihr auf zwei Dinge besonders achten:

  1. Sind alle wichtigen Themen und Keywords, die ihr in der Analyse ausgearbeitet habt, auf der Website vorhanden?

Ist dies nicht der Fall, solltet ihr euch für eure Content Optimierung direkt vormerken, dass ein Ausbau der jeweiligen Themen ratsam wäre.

  1. Gibt es zu jedem Keyword eine Seite oder sind mehrere Unterseiten, die dasselbe Keyword behandeln, vorhanden?
    Ist dies der Fall, solltet ihr das ebenfalls für eure Content Optimierung vormerken. Hier sind weitere Schritte erforderlich, um Duplicate Content zu vermeiden. Abhilfe leisten kann hier zum Beispiel ein Canonical Tag oder die Zusammenlegung der Inhalte.

Nach der Zuordnung habt ihr ein Dokument, in dem alle eure Unterseiten oder ausschließlich die Unterseiten, die ihr optimieren wollt, aufgelistet sind. Jeder URL ist dann ein individuelles Hauptkeyword und mehrere Nebenkeywords zugeordnet. Wie genau ihr bei einem Keyword-Mapping vorgeht, haben wir ebenfalls für euch im Blog zusammengefasst.

Mit der Keywordanalyse und dem -mapping habt ihr nun den Grundstein für eine erfolgreiche Content Optimierung gelegt. Als nächstes gilt es sich zu überlegen, mit welchen Unterseiten ihr beginnen wollt. Ein möglicher Ansatz ist zu schauen, welche Unterseiten am meisten Potential bieten. Wie hoch ist das Suchvolumen des jeweiligen Keywords? Gibt es für das Keyword bereits gute Wettbewerber oder sind die ersten Rankingplätze mit dürftigen Seiten besetzt? Ein weiterer wichtiger Faktor ist, ob das Thema der Unterseite saisonalen Schwankungen unterliegt. Bietet eine Tourismus-Website Unterseiten zu den Themen Wintersport und Freibäder, macht es durchaus Sinn, die Freibäder im Frühling und den Wintersport im Herbst zu optimieren.

Erstellt euch einen Optimierungsplan, in dem ihr euer Vorgehen für die nächsten sechs bis zwölf Monate plant und tragt hier auch eure Fortschritte ein.

Detaillierte Content Optimierung

Bei der detaillierten Optimierung betrachtet ihr folgende Faktoren auf den URLs, die ihr optimieren möchtet:

  • Meta-Daten
  • Überschriften
  • Text
  • Bilder
  • Interne Verlinkung

Dabei steht bei den unterschiedlichen Prüfpunkten stets das zuvor definierte Keyword der jeweiligen Unterseite im Vordergrund.

Meta-Daten

Der erste Berührungspunkt mit eurer Website ist für potenzielle Nutzer das Suchergebnis, das sogenannten Snippet. Dieses setzt sich aus den Meta-Daten Title und Description zusammen.

Schaut euch zunächst das bestehende Snippet an. Hierbei helfen euch unterschiedliche Tools, wie zum Beispiel das kostenlose Snippet-Tool von Sistrix. Wichtig beim Title und bei der Description ist, dass vor allem im Title das relevante Keyword erwähnt wird. Die Description bietet Platz für Nebenkeywords. Das Snippet sollte so formuliert sein, dass es zum Klicken anregt. Das Keyword sollte dabei im Title möglichst weit vorne stehen. Die Description sollte beschreiben, worum es auf der Seite geht und bestenfalls ein Call-To-Action-Element enthalten.

Snippet der lunapark Startseite

Snippet der lunapark Startseite

Auch hinsichtlich der Länge gibt es konkrete Vorgaben. Ein optimierter Title ist 55 bis 60 Zeichen inklusive Leerzeichen lang, bei der Description liegt der Richtwert zwischen 140 und 156 Zeichen. Ist das Snippet eurer Unterseite nicht optimiert, macht an dieser Stelle Vorgaben oder passt es direkt im CMS an. In unserem Blog findet ihr eine Anleitung für das Verfassen von Snippets.

Überschriften

Bei der detaillierten Content Optimierung prüft ihr auch die Überschriften. Hier könnt ihr entweder händisch vorgehen oder die Hilfe von Tools nutzen. Wenn ihr die Überschriften händisch kontrolliert, schaut euch die h-Tags im Quellcode an.

H-Tags im Quellcode überprüfen

H-Tags im Quellcode überprüfen

Alternativ gibt es Tools, die euch alle Überschriften übersichtlich zeigen. Das Website Success Tool von Ryte liefert euch folgende Informationen, wenn ihr die URL der jeweiligen Unterseite eingebt.

Website Success von Ryte

Website Success von Ryte

Hier seht ihr alle h-Überschriften geordnet, wie sie auf der Unterseite auftauchen. Neben Ryte gibt es auch kostenlose Tools, die euch eine solche Übersicht liefern. SEORCH ist ein Gratis-Tool, mit dem ihr eure Unterseiten analysieren könnt, unter anderem zeigt das Tool auch die Überschriften Hierarchie an.

Seitenanalyse mit SEORCH

Seitenanalyse mit SEORCH

Unabhängig davon, welches Tool ihr nutzt, ist es wichtig, dass auf jeder Unterseite nur eine h1-Überschrift vorhanden ist. Diese sollte nach Möglichkeit das wichtigste Keyword enthalten. Unterüberschriften sollten als h2 oder h3 formatiert sein.

Im Footer, in der Sidebar sowie in der Navigation ist die Verwendung von h-Tags nicht empfehlenswert.

Text

Der Text, der sich auf der Seite befindet, sollte zu dem jeweiligen Thema passen und informativ sein. Wichtig an dieser Stelle ist, dass er die Suchintention des Nutzers befriedigt. Der Text muss also genau die Antwort liefern, die der Nutzer haben möchte. Der Fokus liegt also auf dem Inhalt. Die Zeiten, in denen Keywordstuffing das Ranking positiv beeinflusst hat, sind längst vorbei.

Mittlerweile gibt es auch für das Texten einige Tools, die einem helfen, die richtigen Fragen zu beantworten und die richtigen Keywords zu nutzen. Wenn ihr nicht auf kostenpflichtige Tools zurückgreifen möchtet, ist ein geschicktes Vorgehen der Blick auf die Konkurrenz. Bleiben wir bei dem Beispiel Plexiglas. Wenn ihr den Begriff googlet und euch die ersten fünf Positionen anseht, bekommt ihr einen Eindruck davon, was ihr tun müsst, um besser zu ranken.

  • Welche Fragestellungen werden auf den Websites der Konkurrenz beantwortet?
  • Welche Keywords kommen vor und wie lang sind die Texte?
  • Gibt es Bilder auf der Seite?
  • Schaut euch auch das Snippet an, um hier Inspirationen zu erhaschen.

Wenn ihr die ersten vier oder fünf Positionen genau untersucht, notiert euch die Fragestellungen und die Themen, die auf der Seite behandelt werden. Daraus erarbeitet ihr eine stimmige Struktur für den Text für eure Unterseiten. Ist bereits Text auf eurer Seite vorhanden, baut diesen aus und schaut dabei, welche Fragestellungen ihr bereits beantwortet habt. Optimaler Weise ist euer Text am Ende länger, als der Text auf einer der Seiten, die auf den ersten vier oder fünf Positionen ranken.

Schaut auch, ob ihr in eurem Text relevante Keywords genutzt habt oder ob sich an der ein oder anderen Stelle noch einige ergänzen lassen. Hierbei hilft euch das Content Optimize Tool von Ryte.

Content Optimize Tool von Ryte

Content Optimize Tool von Ryte

Mit dem Tool könnt ihr entweder einen neuen Text schreiben oder einen bestehenden Text optimieren. Dazu gebt ihr in dem Feld einfach den Text ein und definiert ein Hauptkeyword. Ihr trefft eine Länder- und Sprachwahl. Das Tool liefert euch dann Vorschläge an Wörtern, die ihr häufiger, bzw. weniger häufiger benutzen solltet.

Bestehenden Text optimieren mit Ryte

Bestehenden Text optimieren mit Ryte

Lest den Text gründlich Korrektur und verlinkt andere Unterseiten an den Stellen, an denen es Sinn macht.

Bilder

Wenn ihr auf eurer Seite Bilder verwendet, prüft die Alt-Tags. Das Alt-Tag sollte grob beschreiben, worum es auf dem Bild geht.

Alt-Tags von Bildern im Quell-Code prüfen

Alt-Tags von Bildern im Quellcode prüfen

Wenn die Alt-Tags bei euch fehlen, ergänzt sie. Wenn sie nicht aussagekräftig sind, verbessert sie.

Es gibt unterschiedliche Wege, wie ihr die Alt-Tags prüfen könnt. Ihr findet sie im Quellcode der Seite, aber auch im Screaming Frog, bei Ryte oder SEORCH findet sich eine Übersicht der Alt-Tags.

Seitenanalyse mit SEORCH

Seitenanalyse mit SEORCH

Mehr zum Thema Bildoptimierung findet ihr im Artikel Bilder SEO: Bildoptimierung für Websites.

Interne Verlinkung

Ein weiteres Prüfkriterium bei der Content Optimierung ist die interne Verlinkung. Achtet hier darauf, dass ihr sowohl von der jeweiligen Unterseite aus auf andere Seiten verlinkt, als auch von anderen Seiten auf die jeweilige Unterseite.

Dabei ist es wichtig, dass der Anchortext (also der Linktext) des Links aus dem Haupt- oder den Nebenkeywords der Unterseite besteht, auf die der Link zeigt. Wichtig ist auch, dass ein Anchortext jeweils nur einer Seite zugeordnet ist und nicht auch für eine andere Unterseite verwendet wird.

Wenn ihr wissen wollt, wo die jeweilige Unterseite bereits verlinkt ist und welche Links sich auf ihr befinden, findet ihr das mit dem Screaming Frog heraus. Dazu müsst ihr zuvor einen kompletten Crawl der Website machen.

Interne Verlinkung mit dem Sreaming Frog prüfen

Interne Verlinkung mit dem Sreaming Frog prüfen

Hier könnt ihr euch die Inlinks (eingehenden Links) und die Outlinks (ausgehenden Links) einer Unterseite und auch die dazu gehörigen Anchortexte anzeigen lassen.

Besitzt eure Website eine schlecht ausgebaute interne Verlinkung, solltet ihr dies verbessern. Schaut hierzu, an welchen Stellen sich eine Verlinkung anbietet und achtet dabei darauf, dass ihr stets passende Anchortexte wählt. Übrigens: Die Suchmaschine wertet Links im Fließtext stärker, als an anderen Stellen. Achtet also besonders im Fließtext auf eine gute interne Verlinkung.

Wie kann ich überprüfen, ob meine Optimierungen etwas gebracht haben?

Eure Arbeit ist mit der Optimierung natürlich noch nicht getan. Schließlich wollt ihr ja wissen, ob eure Maßnahmen einen positiven Effekt haben. Also müsst ihr einen geeigneten Weg finden, um die Entwicklung der Unterseite zu monitoren. Hierzu ist es zunächst wichtig, dass ihr euch notiert, wann ihr die Änderung vorgenommen habt. Vor allem Textoptimierungen brauchen einige Zeit, bis sich ihre Auswirkungen zeigen. Ihr solltet euch also ein paar Wochen gedulden.

Wenn ihr ein Webanalyse-Tool verwendet, könnt ihr Fortschritte anhand des Traffics und anderen Kennzahlen nachverfolgen. Im Google Analytics Konto könnt ihr zum Beispiel unter Verhalten > Website Content > alle Seiten eure Unterseite auswählen. Wählt dann den Zeitraum aus, den ihr angezeigt bekommen wollt und stellt das Segment „organischer Traffic“ ein.

Optimierungserfolge mit Google Analytics nachvollziehen

Optimierungserfolge mit Google Analytics nachvollziehen

Wenn ihr gezielt die Keyword Rankings beobachten wollt, könnt ihr dafür bestimmte Monitoring Tools, wie Sistrix, AWR Cloud oder Keywordmonitor nutzen. Notiert euch den Traffic und die Rankings einmal monatlich, sodass ihr einen dokumentierten Verlauf erhaltet.

Fazit

Mit gezielten, auf die Wettbewerber abgestimmten Maßnahmen habt ihr die Möglichkeit, eure Rankings zu verbessern und den SEO Traffic zu steigern. Einige Maßnahmen funktionieren schneller, wie zum Beispiel die Snippet Optimierung. Andere Maßnahmen brauchen, wie oben bereits erwähnt, etwas Zeit. Natürlich ist die Content Optimierung kein Garant dafür, dass ihr irgendwann die Top Positionen in den Google Suchergebnissen erreicht. Wenn eure Seite technische Probleme oder andere Defizite aufweist, hilft auch die Content Optimierung nicht viel. Mit einem geschickt ausgearbeiteten Reporting könnt ihr die Entwicklung der jeweiligen Unterseite oder Unterseiten gut beobachten.

Daten Analyst und Chief Data Officer – Wen braucht mein Unternehmen für die Webanalyse?

Wir haben euch in unseren Artikeln „Finde das richtige Webanalyse-Tool“ und „Neues Webanalyse-Tool implementieren – Planung ist alles!“ bereits gezeigt, wie ihr das richtige Tool auswählt und wie ihr die Implementierung planen könnt. In diesem dritten Artikel möchten wir uns einem Bereich zuwenden, der häufig unterschätzt wird: Die Menschen, die mit dem Tool arbeiten.

Es reicht leider nicht, euren Mitarbeitern ein Tool aufzusetzen und diese dann mit dem Tool allein zu lassen. Um wirklich wertschöpfend mit einem Analyse-Tool zu arbeiten, braucht es ausreichend Ressourcen und eine sinnvolle Einarbeitung der beteiligten Mitarbeiter.

Dabei muss für euer Unternehmen geklärt werden, ob ein spezieller Analyst die Datenauswertung übernehmen soll, ob das Marketing die Aufgabe zusätzlich übernimmt oder ob jeder betroffene Bereich seine eigenen Daten analysiert. Dabei ist natürlich entscheidend, welche Ressourcen im Unternehmen freigemacht werden können.

Start in die Webanalyse

Was sollte ein guter Daten Analyst mitbringen?

In den letzten 1,5 Jahren hat ein Umdenken stattgefunden und den Unternehmen ist die Wichtigkeit der Datenanalyse bewusster denn je. Daher sind erfahrene Analysten heiß begehrt – aber auch schwierig zu finden. Der Aufbau von internem Know-how kann daher entscheidend sein.

Habt ihr Glück und euer Unternehmen verfügt über einen eigenen Analysten, so sollte dieser innerhalb des Unternehmens eine Schnittstellenposition einnehmen. Er arbeitet mit allen betroffenen Abteilungen zusammen und hat so eine Gesamtsicht auf das Thema. Er ist in der Lage, die einzelnen Arbeitsbereiche der Webanalyse zu bündeln – auch gegenüber der Geschäftsführung.

Was sollte ein Analyst mitbringen? Noch gibt es keine einheitliche Ausbildung zum Analysten, daher können Analysten sowohl aus der IT, als auch aus dem Marketing oder anderen Fachbereichen stammen. Technisches Basiswissen ist auf jeden Fall von Vorteil. Ein guter Analyst sollte zudem gerne und viel hinterfragen und sich mit anderen Beteiligten auseinandersetzen können – Kommunikationsbereitschaft ist daher essenziell wichtig. Oft reden einzelne Abteilungen (Technik, IT, Marketing, Vertrieb etc.) aneinander vorbei – der Analyst nimmt hier eine moderierende Rolle ein. Ein guter Analyst verfügt zudem über die Fähigkeit, Daten zu verdichten, sodass sie auch jemand versteht, der nicht so tief in den Daten steckt.

Ein guter Analyst ist also nicht auf reine Technik beschränkt. Allerdings ist die Rolle des Analysten vor allem dafür verantwortlich, aufzuzeigen, was auf der Webseite noch nicht so gut funktioniert – sicherlich nicht für jeden eine geeignete Aufgabe.

Webanalyse-Wissen intern aufbauen

Wenn euer Unternehmen intern Mitarbeiter für die Webanalyse ausbilden möchte (oder muss), ist es sinnvoll Unterstützung durch eine externe Agentur oder einen externen Berater in Anspruch zu nehmen. Wenn intern Kompetenzen fehlen, beschleunigt Hilfe von außen den Prozess, denn man profitiert von der externen Erfahrung. Muss das Wissen intern, ohne Hilfe von außen aufgebaut werden, braucht dies deutlich mehr Zeit.

Im Unternehmen muss ein Bewusstsein für die Arbeit mit Daten geschaffen werden: Das Tool ist nur Mittel zum Zweck, die eigentliche Analyse durchführen und damit Antworten auf das „Warum“ finden, können nur die Menschen hinter dem Tool.

Gerade für Personen, die noch nie mit Analytics gearbeitet haben, müssen Basics erklärt werden und es muss ein gewisses Grundvertrauen in die Daten geweckt werden. Denn: Bestehen Zweifel an der Richtigkeit der Daten, so werden auch alle Analysen in Zweifel gezogen. Grundlage muss daher sein, den Mitarbeitern zu vermitteln, wie Daten gesammelt und Metriken überhaupt berechnet werden.

Bei der Schulung der Mitarbeiter müssen alle beteiligten Personen einbezogen werden, um ein unabhängiges Arbeiten zu ermöglichen. Dafür ist wichtig, vorab genau festzulegen, wer mit den Daten arbeiten wird und dementsprechende Schulungen braucht. Es ist außerdem sinnvoll nicht nur einen einzelnen Mitarbeiter fortzubilden, damit das Wissen nicht mit dem Mitarbeiter das Unternehmen verlassen kann.

Neben Seminaren zu Grundlagen, bietet sich auch ein individuelles Coaching an. Jede Abteilung, die mit Webanalyse arbeitet, hat andere Bedürfnisse und benötigt unterschiedliche Daten und Analysen. Ganz konkrete Fragen können daher in diesem Rahmen besser beantwortet werden, als durch Seminare, die das Thema eher umfassend behandeln. Zusätzlich können externe Agenturen und Berater helfen, eine Nutzersicht einzunehmen und der natürlichen Betriebsblindheit entgegenzuwirken, die sich gerne einstellt.

Was den Mitarbeitern oft noch fehlt, selbst wenn die Bedienung des Tools bereits bekannt ist, sind die wichtigen Fragestellungen hinter der Analyse: Was kann ich mit den Daten anfangen? Was kann ich daraus lesen? Wie sieht unser Plan aus? Ziel eines sinnvollen Coachings dürfen also nicht nur technische Fragen sein, sondern auch der Blick auf das große Ganze: Wofür machen wir das überhaupt?

Die Erfahrung zeigt, dass es sich lohnt ein weiteres Coaching anzusetzen, wenn bereits einige Zeit mit dem neuen Tool gearbeitet wurde. Hier können ganz konkrete Fragen zur alltäglichen Arbeit mit dem Tool beantwortet werden, die vielleicht erst während der Nutzung aufgekommen sind.

Förderlich ist auch ein reger Austausch unter den Nutzern, beispielsweise im Rahmen eines monatlichen Meetings, in dem die aktuellen Herausforderungen oder Lösungen für angefallene Probleme besprochen werden. So wird auch der interne Wissenstransfer gefördert und wertvolle Arbeitszeit eingespart, weil sich nicht jeder einzeln mit einem Problem auseinandersetzen muss, das ein anderer vielleicht schon für sich gelöst hat.

Brauche ich einen Chief Data Officer?

In großen Unternehmen stellt sich zusätzlich zur Position des Analysten die Frage, ob ein Chief Data Officer (CDO) eingesetzt werden sollte. Gerade in Unternehmen, die viele oder besonders sensible Daten erheben, ist dies sinnvoll. Ob es sich dabei tatsächlich namentlich um einen CDO handelt, oder ob jemand anderes sich in dieses Thema einarbeitet und Verantwortung übernimmt, ist dabei zweitrangig. Wichtig ist, dass jemand im Unternehmen den Überblick behält, wo und wie Daten gesammelt und verarbeitet werden. Diese Person kann auch als Ansprechpartner fungieren, wenn Abteilungen spezielle Daten benötigen oder Fragen zur Datenerhebung haben.

Fazit

Die Webanalyse ist kein Selbstläufer, sondern benötigt Mitarbeiter, die den Sinn hinter den Daten verstehen und wissen, wie sie interpretiert werden können. Hierzu muss euer Unternehmen Ressourcen bereitstellen, um passendes Personal einzustellen oder Mitarbeiter intern weiterzubilden.