Erst der EuGH, jetzt auch der BGH: Die Gerichte sind sich einig, dass Webseitenbetreiber eine aktive Einwilligung der Besucher benötigen, wenn sie Cookies setzen wollen. Diese Einwilligung muss vom Nutzer ausgehen, eine schon vorher ausgewählte Checkbox im Cookie-Banner genügt nicht (Quelle: e-recht24)Und auch von anderer Stelle wird das Thema „Cookies: ja oder nein?“ befeuert.

Firefox wirbt mit dem Schutz vor zwielichtigen Werbetreibenden
Unsicherheit in Unternehmen
In den Unternehmen herrscht diesbezüglich Unsicherheit. Häufig wird der Fokus nun auf die bestmögliche Einbindung des Cookie Consent aus Datenschutzsicht gelegt. Das ist auf der einen Seite natürlich vernünftig. Wer möchte schon abgemahnt werden? Allerdings machen sich wenig Unternehmen Gedanken darüber, was das aus Online-Marketing-Sicht und für die Optimierung des eigenen Webauftritts bedeutet. Leider herrscht hier aktuell noch sehr viel Unwissenheit und Halbwissen darüber, was man darf und was verboten ist! Es wird verallgemeinert: „Google Analytics ist nie und nimmer datenschutzkonform!“ Je nach Sichtweise wird auf jegliches Websitetracking verzichtet, frei nach dem Motto „besser gar nichts einsetzen, bevor wir eine Strafe zahlen müssen“. Es fehlt an Transparenz und dem Bewusstsein darüber, dass es aus unternehmerischer Sicht nicht ausreicht, nur dem Datenschutz genüge zu tragen. Welche Rolle die Daten bei der Durchführung erfolgreicher Online Marketing Kampagnen spielen, ist den Entscheidern häufig nicht klar. Wenn ich nun auf meiner Website weiterhin Google Analytics oder eins der anderen Tools einsetzen möchte, benötige die Zustimmung des Nutzers. Diese wird über eine Consent-Einblendung, zum Beispiel eine Cookieleiste erteilt, die vor dem ersten Website-Besuch des Nutzers ausgespielt wird. Hier hat er die Möglichkeit dem Setzen von Cookies und der damit verbundenen Erfassung zuzustimmen oder zu widersprechen.Consent für statistische Daten ist die Grundlage – Consent für Marketing-Daten ist die Kür
Der Vorteil, den Online Werbung gegenüber anderen Werbemaßnahmen bietet, beruht auf den Daten, die über verschiedene Dienste von potenziellen Kunden gesammelt werden können. Nutzer, die sich Produkte oder bestimmte Inhalte angesehen haben, können über eine erneute passende Ansprache erreicht werden, was die Wahrscheinlichkeit eines Kaufs oder einer anderen Conversion erhöht. Durch ein solches gezieltes Targeting und eine Re-Targeting-Strategie kann man Nutzer weiter im Marketing-Funnel unterstützen, bis sie schließlich konvertieren. Dies funktioniert sowohl in der Google- als auch Facebook-Welt sehr gut. Dafür kommen so genannte Tracking-Pixel zum Einsatz, die Cookies im Browser der Nutzer setzen. Mit ihnen erfassen Webanalyse-Tools wie Google Analytics die Nutzerbewegungen auf der Website und ermöglichen es so Schwachstellen in der Nutzerführung aufzudecken und – in Kombination mit Ads-Anbietern – auch hier Nutzer, die ein bestimmtes Verhalten an den Tag gelegt haben, erneut mit Werbung zu erreichen (z.B. Warenkorbabbrecher). Damit dies funktioniert, müssen Nutzer Google und Facebook Ads/Convesions-Pixel bestätigen, um die potentiellen Nutzer zu markieren und erneut anzusprechen.
Verschiedene Tracking-Pixel im Usercentrics Präferenz Center


