Viele Unternehmen stehen auch 2026 noch vor der Herausforderung, ihre Marketingstrategie an die aktuellen Entwicklungen anzupassen. Das beobachten wir auch in unserer täglichen Kundenarbeit: Gerade wenn wichtige Grundlagen im vergangenen Jahr noch nicht vollständig umgesetzt wurden, kann sich das heute beispielsweise in einer schwächeren Performance bei Google Ads und anderen Kanälen bemerkbar machen. Auch KI ist inzwischen fester Bestandteil vieler Marketingstrategien. Gleichzeitig fällt es vielen Unternehmen schwer, daraus messbare Ergebnisse abzuleiten. Die Ursache für schwache Performance im Digital Marketing liegt weniger in einem veränderten Nutzerverhalten als vielmehr in der Qualität des eigenen Daten-, Tracking- und Kampagnen-Setups.
In diesem lunapark-Webinar ordnen Markus und Christian die zentralen Erkenntnisse der aktuellen McKinsey-Studie „State of Marketing Europe 2026“ ein und übertragen diese auf die Praxis im digitalen Marketing.
Aufzeichnung zum Webinar „Digital Marketing Trends 2026: Von KI-Hype zu messbarer Wirkung"
Das lernst du in der Webinar-Aufzeichnung
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Einordnung der McKinsey-Erkenntnisse zu Digital Marketing und KI für 2026
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Gründe, warum viele KI-Initiativen aktuell keine Wirkung entfalten
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Anforderungen an Daten, Messbarkeit und Organisation im modernen Marketing
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Überblick über zukünftige Entwicklungen in Suche, Content und KI-Systemen
Für wen die Inhalte gedacht sind
Die Webinar-Aufzeichnung richtet sich an Marketing-, Digital- und Kommunikationsverantwortliche sowie Entscheidern, die sich mit der strategischen Weiterentwicklung ihres digitalen Marketings beschäftigen.
Warum Marketingabteilungen gerade so unter Druck stehen
Die Digital Marketing Trends 2026 zeigen drei zentrale Wandlungen.
1. Die wirtschaftliche Lage: Die Entwicklung in Deutschland war zuletzt nicht besonders stark. Das ist im Marketing spürbar, denn es wird stärker auf Kosten geachtet. Gleichzeitig ist die Unsicherheit am Markt hoch.
2. Kunden suchen in genau dieser Unsicherheit verstärkt Orientierung und Vertrauen.
3. Die Marketingbudgets steigen trotzdem bei einem Großteil der Unternehmen. Damit wächst aber auch der Druck, diese Investition zu belegen: Mehr Budget bedeutet automatisch höhere Erwartungen an den Return on Invest.
Genau aus diesem Spannungsfeld heraus haben wir uns aktuelle Studie McKinsey-Studie genauer angeschaut.
Was die McKinsey-Studie „State of Marketing Europe 2026" wirklich zeigt
Für die Studie „State of Marketing Europe 2026" hat McKinsey rund 500 Marketingverantwortliche in Europa befragt, welche von 20 Themen für sie aktuell am wichtigsten sind. Das Ergebnis überrascht: Ganz oben stehen keine reinen KI- oder Automatisierungsthemen, sondern Branding, Budgetmanagement und Datenschutz.

Gleichzeitig zeigt die Studie, wie wenig Unternehmen ihre Marketingausgaben aktuell wirklich belegen können: Nur 3 % der Befragten können mehr als die Hälfte ihres Marketingbudgets nachvollziehbar erklären. Auch beim Thema KI ist noch viel Luft nach oben. Gerade einmal 6 % setzen sie bereits konsequent ein, erzielen dafür aber überdurchschnittliche Effizienzgewinne von bis zu 20 %.
Aus diesen Ergebnissen leitet McKinsey drei Cluster als Grundlage des Digital Marketings ab, die wir aus unserer Kundenarbeit wiedererkennen.
Digital Marketing Trends 2026: De drei neuen Spielregeln
1. Be trusted heißt konkret: Konsumenten suchen in einem immer schnelleren, unübersichtlicheren Medienumfeld nach vertrauenswürdigen Marken. Datenschutz ist dabei längst kein lästiges Pflichtprogramm mehr, sondern ein echtes Trust-Signal – Kunden merken, wenn sich ein Unternehmen darum kümmert, und honorieren das. Das sollte im Marketing weit vorne stehen, nicht als Fußnote am Ende des Briefings.
2. Be effective bedeutet, dass reine Reichweiten- und Klickzahlen als Erfolgsnachweis nicht mehr reichen. CFOs verlangen belastbare Beweise, und wer die nicht liefern kann, verliert im Zweifel als Erstes Budget – gerade weil die Zyklen durch KI-gestützte Prozesse immer kürzer werden und schnell umgeschichtet wird.
3. Be bold ist aus unserer Sicht der Punkt, bei dem die meisten Unternehmen noch zögern. Nicht aus Unwissen, sondern aus Vorsicht: Was, wenn andere merken, dass man mit KI arbeitet? Diese Zurückhaltung kostet aber Effizienz – die Studie zeigt es deutlich an den 20 % Effizienzgewinn bei den wenigen Vorreitern.
Prinzip
Kernaussage
Was das praktisch bedeutet
Prinzip
Be trusted
Kernaussage
Vertrauen ist Überlebensstrategie
Was das praktisch bedeutet
Datenschutz & Sichtbarkeit als Wettbewerbsvorteil statt Pflichtübung
Prinzip
Be effective
Kernaussage
Jeder Euro muss wirken
Was das praktisch bedeutet
Belastbare Nachweise für Budget und Marketing-ROI
Prinzip
Be bold
Kernaussage
KI strategisch nutzen, nicht zögern
Was das praktisch bedeutet
Technologie und Gen AI gezielt als Wachstumstreiber einsetzen
Das Datenfundament: 60–70 % aller Marketingprobleme sind Datenprobleme
Das ist eine Erfahrungszahl aus unserer eigenen Kundenarbeit, aber sie deckt sich exakt mit dem, was McKinsey zeigt: Ohne verlässliche Daten funktioniert weder eine saubere Aussteuerung von Budget noch performen KI-Modelle richtig. Garbage in, Garbage out – das gilt gerade jetzt mehr denn je, weil KI-Systeme zunehmend als Blackbox arbeiten und immer weniger manuelle Eingriffsmöglichkeiten bieten.
Praktisch heißt das: Einwilligungen über einen Consent Manager sauber erfassen, hochwertige First-Party-Daten aufbauen und die Conversion-Messung gezielt weiterentwickeln. Dazu gehören beispielsweise Enhanced Conversions, die bei Google Ads zusätzliche First-Party-Signale für die Messung bereitstellen. Auch die Erfassung relevanter Micro-Conversions und weiterer Nutzersignale kann dabei helfen, Kampagnen mit einer besseren Datengrundlage zu versorgen.
Darüber hinaus kann Server-Side Tracking ein wichtiger Baustein des eigenen Marketing-Stacks sein. Je besser diese Grundlagen zusammenspielen, desto höher ist die verfügbare Signalqualität – und desto besser lassen sich unter anderem Zielgruppen, Custom Audiences und automatisierte Kampagnenmodelle aufbauen und optimieren.
Von Klick zu Conversion: Warum Micro-Conversions und Full-Funnel-Kampagnen wichtiger werden
Viele Unternehmen definieren Conversion immer noch sehr eng: der Lead, der Abschluss, vielleicht noch das Kontaktformular. Dabei verschenken sie damit wertvolle Signale. Sobald jemand auf die Webseite kommt, ist das schon ein erster Schritt. Je kleinteiliger man den Weg dorthin in Micro-Conversions aufteilt, desto besser lassen sich Kampagnen später darauf trainieren. Wir sehen bei praktisch jedem Projekt, bei dem wir das ausbauen, dass sich die Performance spürbar verbessert.
Das passt zur zweiten Beobachtung: Der klassische lineare Funnel gilt zwar nicht mehr eins zu eins, trotzdem lohnt es sich, erst mal ein einfaches Setup über alle Phasen zu bauen – von Awareness über Programmatic, YouTube und Meta bis zu Search, Retargeting und CRM-Matching in der Loyalty-Phase. Auch Google baut das inzwischen selbst ein, etwa mit Demand Gen, Performance Max und AI Max. Wichtig ist, sich dabei vom reinen Last-Click-Denken zu lösen und stattdessen den erweiterten Conversion-Nachweis und Kennzahlen wie Customer Lifetime Value stärker mitzudenken. Letzteres ist bei den meisten Unternehmen, mit denen wir sprechen, kaum verankert.

KI & Automatisierung: Prozess statt Tool
Der Denkfehler, den wir aktuell am häufigsten sehen: KI wird als einzelnes Tool betrachtet, das man „mal ausprobiert", statt sie in bestehende Prozesse einzubauen. Die Frage ist nicht „Haben wir schon ein KI-Tool?", sondern: Welche Prozessschritte kann KI übernehmen, und wo bringt sie tatsächlich einen Mehrwert, weil sie etwas einfach besser kann als der Mensch? Testing profitiert davon zum Beispiel besonders, weil die Auswertung inzwischen direkt in Kampagnen und Tech-Stack einfließt, statt manuell und tool-gebunden zu passieren.
Klar ist aber auch: KI ersetzt kein fehlendes Datenfundament. Wenn die Signale fehlen oder die Systeme nicht richtig starten können, bringt auch das beste Modell nichts.
Was das für dein Digital Marketing bedeutet
Wenn wir die Learnings für 2026 auf den Punkt bringen müssten, wären es:
1. Fixiere dein Datenfundament, bevor du neue Tools einführst. Miss deinen echten Marketing-ROI, nicht nur Reichweite und Klicks. Und nutze KI strategisch für ausgewählte, skalierbare Anwendungsfälle, nicht spielerisch und ohne Plan.
2. Verlässliche Blaupausen für die KI-Performance-Messung gibt es noch nicht wirklich. Die Studie zeigt selbst, dass hier viel in Bewegung ist und die meisten Unternehmen noch experimentieren. Aber genau deshalb lohnt es sich, jetzt anzufangen und die eigenen Use Cases zu testen, statt zu warten, bis „der eine richtige Weg" feststeht.
Falls ihr Unterstützung beim Aufbau eines verlässlichen Datenfundaments, bei Server-Side Tracking, der Entwicklung einer Full-Funnel- und Performance-Marketing-Strategie oder der Optimierung eurer Google-Ads-Kampagnen benötigt, unterstützen wir euch gerne. Sprecht uns einfach an. Gemeinsam schauen wir, welche Maßnahmen für euer Setup und eure Ziele sinnvoll sind.
Häufig gestellte Fragen zum Thema Digital Marketing Trends 2026
Woran erkenne ich, ob ich zuerst mein Datenfundament verbessern sollte?
Ein Hinweis sind beispielsweise große Unterschiede zwischen den Zahlen verschiedener Marketing-Tools, fehlende oder unvollständige Conversion-Daten oder Kampagnen, die zwar viele Leads generieren, deren tatsächliche Qualität aber nicht bewertet werden kann. Bevor zusätzliche KI-Tools oder neue Kampagnentypen eingeführt werden, sollte deshalb geprüft werden, ob Consent, Tracking, First-Party-Daten und Conversion-Messung zuverlässig zusammenspielen.
Welche Kennzahlen sollte ich 2026 neben Klicks und Conversions betrachten?
Neben klassischen Kennzahlen wie Klicks, Leads und Kosten sollten stärker Business-KPIs berücksichtigt werden. Dazu können beispielsweise qualifizierte Leads, Umsatz, Customer Lifetime Value oder der tatsächliche Marketing-ROI gehören. Welche Kennzahlen sinnvoll sind, hängt vom Geschäftsmodell ab. Entscheidend ist, Kampagnen nicht ausschließlich auf leicht messbare Online-Conversions zu optimieren.
Wie kann ich mit einem Full-Funnel-Ansatz starten, ohne mein gesamtes Marketing neu aufzubauen?
Ein sinnvoller Einstieg ist, zunächst die wichtigsten Phasen der Customer Journey und die dazugehörigen Kanäle zu definieren. Anschließend kann geprüft werden, welche Micro-Conversions bereits messbar sind und an welchen Stellen relevante Signale fehlen. So lässt sich ein bestehendes Setup schrittweise erweitern, ohne direkt sämtliche Kampagnen, Kanäle und Messkonzepte neu aufzusetzen.


