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Was ist Ereignis-Tracking?
Wenn ein Nutzer mit einer Website interagiert, indem er verschiedene Klicks tätigt, sich Videos ansieht oder ein Dokument herunterlädt, werden diese Handlungen von Google Analytics nicht automatisch aufgezeichnet. Mithilfe von Ereignis-Tracking lassen sich diese Handlungen aufzeichnen und auswerten. Folglich zählt ein Ereignis eine beliebige Aktion auf der Website und kann mit vier unterschiedlichen Parametern übergeben werden. Somit deckt Event-Tracking Nutzeraktivitäten ab, die über die normalen Seitenaufrufe nicht messbar sind und über virtuelle Seitenaufrufe keinen Sinn machen, da sie die tatsächlichen Seitenaufrufe verwässern. Nachstehend findet Ihr Beispiele, was sich mit Event-Tracking alles messen lässt:- Klicks auf interne oder externe Links
- Download von Dateien inklusive Benennung und Forma
- Klicks in der Navigation, auf Teaser, interne Banner, Buttons
- Klicks auf Elemente des Bestellprozesses
- Tracking von Formularnutzung und Abbrüchen
- Fehlermeldungen diverser Art
Nutzeraktionen und passive Vorgänge
Ereignisse oder auch Events können somit die aktive Nutzeraktion oder auch das passive Geschehen wie bspw. das Verweilen auf der Seite ohne Interaktion tracken. Aktive Interaktionen werden durch Mausklicks, Tastatureingaben oder Bildschirmberührungen ausgelöst. Die Liste für solche Interaktionen ist lang und kann über die Newsletter-Anmeldung, das Abspielen eines Videos, den Login für Kundenbereiche über das Scrollen eines Artikels zum Ende bis hin zum Klick auf einen externen Link alles beinhalten. Ganz anders verhält sich die Messung der passiven Ereignisse, die ganz ohne jegliche Interaktion des Nutzers ausgelöst werden. Hierbei kann Event-Tracking für Server-Fehler oder automatisierte Scripts erstellt werden. Besonders vorteilhaft ist die Messung von aktiven Interaktionen sowie passiven bzw. automatisierten Vorgängen. Dadurch lässt sich nicht nur ein großer Abschnitt der Customer Journey nachbilden, sondern es können auch Rückschlüsse über die User Experience gezogen werden.Aufbau von Ereignissen
Ein Event oder Ereignis setzt sich aus mehreren Elementen wie der Kategorie, Aktion, Label und einem Wert zusammen. Wenn wir z.B. einen Download betrachten, so kann das Prospekt als PDF oder auch als ZIP-Datei dem User zur Verfügung gestellt werden. Wir wollen nun herausfinden, welches Format am meisten gedownloadet wird. Für den Aufbau des Trackings gibt es nun verschiedene Möglichkeiten:- Ereigniskategorie = event category
- Ereignisaktion = event action
- Ereignislabel = event label
- Ereigniswert = event value
- Ereignis- (nicht-) Interaktion = event non interactio
| Kategorie | Aktion | Label | |
| Prospekt-PDF | Download | Prospekt | Sommerangebote.pdf |
| Prospekt-ZIP | Download | Prospekt | Sommerangebote.zip |
Erstellung eines Ereignis-Tracking Konzepts
Wie zu Beginn eines jeden Trackings steht auch hier die Konzepterstellung. Dabei sollte genau definiert werden, welche Elemente getrackt werden sollen und in welchem Zusammenhang sie miteinander stehen. Natürlich solltet Ihr Euch auch Gedanken über Euer finales Reporting machen. Welches Ergebnis soll Euer Tracking Euch liefern? Nur ein wohldurchdachter Plan verhilft Euch später zu aussagekräftigen Analysen. Wir möchten Euch einen Leitfaden an die Hand geben und zeigen Euch im Nachgang, wie Ihr bei der Konzepterstellung vorgehen könnt. Um einen besseren Überblick zu behalten, haben wir die Konzepterstellung in zwei Teile aufgeteilt. Der erste Teil befasst sich mit all dem, was Ihr tracken möchtet und was am Ende als Ergebnis in Eurer Analyse erscheinen soll. Zum besseren Verständnis möchten wir Euch hier einige Fragen an die Hand geben, die Euch im Vorfeld Schritt 1 erleichtern sollen:- Was wollt Ihr tracken?
- Wann soll es getrackt werden?
- Direkt beim Klick auf einen Button oder erst beim Laden der Folgeseite
- Sind alle Elemente anpassbar?
- Hier ggfs. Rücksprache mit der IT zur Machbarkeit
- Wie viele Ereignisse werdet Ihr mit dem Tracking erzeugen (grobe Schätzung)?
- Wie sollen die Auswertungen aussehen? Welche Reports wollt Ihr erstellen?
- Welche Daten wollt Ihr zusammen auswerten können?
- Sollen Ereignisse als Ziele dienen?
Wie legt man Ereignisse an?
Im Gegensatz zu normalen Seitenaufrufen werden Ereignisse nicht automatisch gemessen, sondern müssen gezielt implementiert werden. Im Umkehrschluss solltet Ihr Euch überlegen, welche Events für Euer Tracking sinnvoll sind. Dies kann beispielsweise ein Website-Teaser oder externer Link sein, alles was mit einem On-Klick-Aufruf aktiviert wird. Folglich wird mit einem Klick auf diese Ereignisse ein weiterer Aufruf an Google Analytics übermittelt. Für die Implementierung des Event-Trackings in Google Analytics gibt es zwei Möglichkeiten. Die eine Möglichkeit bedient sich der JavaScript Funktionen. Dabei werden JavaScript Snippets direkt in das HTML-Element im Quelltext gesetzt. Dieser Ansatz ist eher für statische Websites zu empfehlen, da Seiten nicht dynamisch generiert werden. Allgemein ist jedoch von diesem Ansatz abzuraten, da es zum einen zu Fehlern kommen kann, wenn Änderungen vorgenommen werden müssen. Zum anderen verursachen diese Änderungen im Quelltext hohe Kosten, da Programmierkenntnisse vorausgesetzt werden. Daher empfehlen wir die Einrichtung des Event-Trackings über den Google Tag Manager, der jederzeit eine schnelle Änderung, Skalierung der Konfiguration oder Integration mit Drittanbietern zulässt. Allgemein wird das Tracking in zwei Schritte unterteilt. Als Erstes wird der Event-Trigger und das Event Tag konfiguriert. Im nächsten Schritt muss überlegt werden, ob die Werte statisch oder dynamisch sind. Für eine genauere Anleitung haben wir Euch bereits hierzu einen Leitfaden aufgestellt. Schaut gern vorbei: https://www.luna-park.de/blog/40422-event-tracking-mit-gtm/Wie wertet man Ereignisse aus?
Es gibt verschiedene Möglichkeiten Ereignisse in Google Analytics auszuwerten. Mit dem Report „Wichtigste Ereignisse“ könnt Ihr Euch einen Überblick über die verschiedenen Ereigniskategorien verschaffen. Der Pfad zu diesem Report ist einfach. Unter dem Reiter „Verhalten“ kann man in die Kategorie „Ereignisse“ eintauchen, die einem unter „Wichtigste Ereignisse“ einen allumfassenden Überblick über alle Events vermittelt. In der Vorauswahl dieses Reports befindet sich die Ereigniskategorie, die mit der Ereignisaktion oder dem Ereignislabel als sekundäre Dimension ergänzt werden kann. Weiter wird Euch die Anzahl der gesamten Ereignisse, der eindeutigen Ereignisse, des Ereigniswerts sowie der durchschnittlichen Werte angezeigt. Die Daten zum Ereigniswert sind nur dann ersichtlich, wenn bei den einzelnen Ereigniswerten ein Wert definiert wurde.Beispiel für einen Ereignisbericht in Google Analytics
Beispiel: Erzielter Umsatz und erfolgte Transaktionen nach einem Ereignis


