Inhaltsverzeichnis
- 1 Keynote: Codename: Kona. Play!
- 2 Google Data Studio Hacks & SEO Dashboards
- 3 Data-driven Technical SEO: 20+ Tipps, um das Beste aus Logfiles herauszuholen
- 4 Shop SEO: Durch Datenanalyse zu besseren Rankings
- 5 Winning Featured Snippets – Practical Insights from Sixt
- 6 Der Relevanzfaktor: Der richtige Content für dein Thema
- 7 JavaScript SEO – a guided tour
- 8 Was du von Suchmaschinen über SEO lernen kannst
- 9 Fazit
Keynote: Codename: Kona. Play!
Marcus Tandler zeigte in seiner Keynote einige Ausblicke zu den aktuellen Entwicklungen rund um Google, SEO und Co. Zunächst betrachtete Marcus am Beispiel von ryte.com die Auswirkungen des Medic-Updates. Zu Anfang verschlechterte sich die Sichtbarkeit für das gesamte Portal. Laut Marcus handelte es sich bei den aus dem Ranking gefallenen Seiten um genau jene Seiten, die zwar angezeigt aber nicht geklickt wurden. Hier legte Marcus zugrunde, dass es sich um eine qualitative Aufwertung der Top 10 Suchergebnisse handelt, weshalb Seiten ohne Klicks auf Seite 2 zurückfallen oder ganz aus dem Ranking verschwinden. Nach dem Einbruch der Sichtbarkeit ging es durch qualitativ hochwertigere Rankings jedoch schnell wieder bergauf in der Sichtbarkeit. Auch die Änderungen in der Google Search Console nahm Marcus näher unter die Lupe. So setzt die neue Search Console ein Zeichen gegen SERP Scraping durch Keyword-Monitoring-Tools. Die Tools sorgen durch viele und große Abfragen für eine verlängerte Ladezeit, weshalb Google selbst gegen das Scraping vorging und so durch eine Maßnahme einmal fast ganz Frankreich von Google gesperrt hat. Neben dieser Anekdote verdeutlichte Marcus, dass die neue Search Console in den Daten wesentlich genauer ist, als andere Tools. Je nach Tool ist die Herangehensweise anders und die Daten zu Keywords und Search Performance unterscheiden sich z.T. stark. Außerdem zeigte Marcus auf, dass die Zukunft der Sprache gehört. Google wird zukünftig zum Gesprächspartner und lernt den Nutzer zu verstehen. Um zukünftig das beste Suchergebnis liefern zu können, werden granulare Informationen immer wichtiger. Die Zukunft gehört der Optimierung von Informationen anstatt gesamter Websites, laut Marcus. Aus diesem Grund liegt der Fokus auf qualitativ hochwertigen Inhalten, die in unterschiedlichsten Formaten für den Nutzer aufbereitet sind. Auch Video-Inhalt wird Google zukünftig interpretieren können. Das Zusammenstecken mehrerer Informationsblöcke zu einem gesamten Content-Raster wird immer wichtiger. Google indexiert künftig einzelne Inhaltsfragmente (Entities) und steckt diese entsprechend der Suchanfragen zu einem Suchergebnis zusammen. Durch diese Änderung ergibt sich schließlich, dass wir keine Trennung des Indexes nach Sprachen mehr haben, sondern hier vor allem für übergreifende Suchanfragen aus z.B. dem Bereich Wetter und Events einfach die passenden Informationsfragmente zusammengetragen und dem Nutzer präsentiert werden, sodass der Nutzer eine Kombination der besten Information unabhängig von der Quelle erhält. Aber Marcus gibt im Rahmen dieser Skizze auch zu bedenken, dass aus Google-Sicht momentan die Sprache noch zu komplex ist und Google zunächst lernen muss, die einzelnen Entitäten auf den Websites zu verstehen. Was ist also zukünftig zu tun: Marcus setzt hier auf die Strukturierung von Daten (JSON-ID, schema.org) und die Erhöhung der Attraktivität von Websites. Qualitativ hochwertiger Content wird somit wichtiger denn je.Google Data Studio Hacks & SEO Dashboards
Unsere Kollegin Bernadette Hohns hat sich in ihrer Session dem Thema Google Data Studio angenommen und wertvolle Tipps und Tricks rund um das Aufsetzen und Bearbeiten von Dashboards in Google Data Studio gegeben. Als kleinen Bonus hat sie ein SEO-Dashboard mit den wichtigsten KPIs zusammengestellt. Zunächst zeigte Bernadette die Vorteile des Google Data Studio gegenüber den herkömmlichen Auswertungsmöglichkeiten auf. Neben einem visuell ansprechenden Design sind vor allem Vorteile wie das Zusammenstellen von Daten aus mehreren Quellen und die Interaktivität der Berichte nennenswert. Dabei ist das Aufsetzen eines Berichtes zunächst nicht sehr schwer: Nach der Anmeldung im Konto kann ein leerer Bericht oder ein Template angelegt werden und es muss nur noch die Datenquelle verbunden und ausgewählt werden. Schon geht es los mit der Erstellung von Berichten. Die Datenquellen können dabei ganz unterschiedlich sein: Von den gängigen Google Produkten wie Google Analytics, Google Ads und der Google Search Console, können auch Partner wie Facebook, oder Datenbanken wie Big Query verbunden werden. Jedoch gibt Bernadette zu beachten, dass bei den Umsetzungen von Berichten durch die vielfältigen Möglichkeiten auch ein paar Fallstricke lauern. Um die größten Fallstricke zu umgehen, hat sie u.a. ihre 10 Hacks zusammengestellt:- Plant euren Bericht und was ihr auswerten möchtet
- Datenzugriff gewähren – legt fest, wer bearbeiten und wer betrachten darf
- Nutzer Verlaufsdiagramme zur Visualisierung – hier fallen schnell Schwankungen auf
- Kombiniert mehrere Datenquellen in einem Dashboard um Zusammenhänge aufzuzeigen
- Nutzt die Zeitraum- und Filtersteuerung – auch Betrachter können so unterschiedliche Zeiträume und Datenbereiche betrachten
- Erstellt mehrere Seiten für umfassende Reports und clustert Auswertungen nach Bereichen – so bleibt alles übersichtlich
- Verwendet sprechende Benennungen für Dimensionen und Metriken – diese können individuell umbenannt werden, sodass sie für Betrachter eindeutig verständlich sind
- Erstellt Vorlagen – gerade was Layout und Design angeht, müsst ihr so nicht immer von vorne beginnen
- Nutzt berechnete Felder, um eure Daten zu kombinieren und so neue Auswertungsmöglichkeiten zu schaffen
- Fügt Datenquellen in einem Diagramm zusammen, um neue Sichtweisen auf Daten zu erhalten – Bsp. Kombination Analytics- und SearchConsole- Daten
Data-driven Technical SEO: 20+ Tipps, um das Beste aus Logfiles herauszuholen
In seiner Session führte Bastian Grimm seine Zuhörer in das Thema Logfile-Analyse ein. Logfiles können ein mächtiges Tool zur Bewertung von Websites sein. Während Crawling-Tools das Crawling simulieren, erhält man im Logfile die echten Daten und kann herausfiltern, welche Inhalte wann und wie oft gecrawlt wurden. Aus den Daten lassen sich Prioritäten zwischen URLs ableiten und Fehler erkennen. Außerdem können wir nachvollziehen, ob das Crawling optimal verläuft und z.B. Änderungen oder neue Inhalte schnell gefunden werden. Bastian gab hier zu bedenken, dass sich bei einem Vergleich von Daten aus Google Analytics und den Logfiles diese unterscheiden werden. Ein weiterer Tipp von Bastian: Fragt bei der Anfrage an eure IT nach den Logfiles richtig nach – ihr benötigt hier keine personenbezogenen Daten und ihr solltet die Daten aus allen Orten bekommen (serverseitig und auch aus dem Cache z.B.).
Bastian Grimm auf der SEOkomm 2018
- Gibt es Anomalien im Verlauf?
- Welche Bots besuchen die Website?
- Vergleich Smartphone vs. Desktop Crawling
- Welche Landingpages werden wie oft gecrawlt
- Status Codes
- Prioritäten ansehen und vergleichen (welche Inhalte oft, welche selten gecrawlt?)
- Crawl-Budget Nutzung und Waste (gibt es Parameter-Probleme?)
- Überprüfung Crawling index und noindex
- Gecrawlte Seiten vs. Seiten in Sitemap
- Bildoptimierung (Dateigrößen)
Shop SEO: Durch Datenanalyse zu besseren Rankings
In seiner Session gab Stephan Czysch viele wertvolle Tipps rund um Shop SEO. Um einen Shop gut optimieren zu können, muss zunächst ein Ziel für die Optimierung gesetzt und eine Strategie definiert werden. Ohne diese Basis ist es schwer, gut zu optimieren. Stephan stieg dann ein in das Vorgehen der Optimierung. Am Anfang der Optimierung stehen so die passenden Keywords, die es für den Shop und die Produkte zu platzieren gilt. Hier ist es besser je spezifischer die Keywords ausgewählt werden. Eine allgemeine Optimierung auf „Anzüge“ ist demnach nicht so erfolgreich, wie eine Optimierung auf „Nadelstreifen-Anzug“. Das Keyword muss zum Produkt passen und es möglichst genau beschreiben. Bei der Keywordanalyse kann auch eine Verknüpfung von SEO und SEA helfen. Nachdem wir alle Keywords beisammen haben, empfiehlt Stephan zu überprüfen, ob zu diesen Keywords bereits ein Ranking vorhanden ist. Anhand eines Keyword-Mapping kann so identifiziert werden, ob und wozu Keywords gefunden werden, und ihr könnt die Map nutzen, um den Überblick über die Optimierung und Zuordnung zu behalten.
Stephan Czysch über Shop SEO
- Wettbewerber als Ideengeber
- Sales Trends (was wird gut verkauft?)
- Search Suggest für Keywords
- Interne Suche für Keywords
Winning Featured Snippets – Practical Insights from Sixt
In ihrer Session warf Izzi Smith einen Blick auf die Featured Snippets, die momentan eines der aktuellen Trendthemen darstellen. Die Rankings auf der sogenannten Position Zero ermöglichen die Platzierung auf einem prominenten Platz und sorgen neben Aufmerksamkeit auch für gesteigerte Traffic-Werte. Die Ergebnisse, die hier platziert werden, sind für Google besonders wertig und treffen das Nutzerinteresse in hohem Maße. Izzi machte in diesem Zusammenhang auch darauf aufmerksam, dass man durch die Featured Snippets eine bessere Position als der Wettbewerb einnehmen kann, auch wenn dieser in der organischen Suche besser rankt als man selbst, insofern Google die Information auf der eigenen Seite als wertiger einstuft. Hier zeigte sich einmal mehr der Fokus auf wertigen Inhalt und das Optimieren von Informationen, wie es Marcus Tandler bereits in seiner Keynote aufgezeigt hat. Außerdem spielt im Rahmen der Voice Search das Featured Snippet eine wesentliche Rolle. Der Assistent liest immer das erste Ergebnis aus und somit zu vielen Suchanfragen eben das Featured Snippet. Im Fokus stehen laut Izzi hier die passenden Keywords bzw. Modifier für Keywords, die das Ranking als Featured Snippet begünstigen. Diese Keywords und Modifier sind:- Fragen (vornehmlich W-Fragen)
- Präpositionen (mit, ohne, ähnlich)
- Vergleiche (besser, schlechter)

Izzi Smith auf der SEOkomm 2018
Der Relevanzfaktor: Der richtige Content für dein Thema
In seiner Session legte Martin Höllinger den Fokus auf den Relevanzfaktor von Inhalten. So sollte immer der Nutzer im Fokus der Optimierung stehen und nicht mehr die Suchmaschine. Der Hintergrund ist dabei schnell erläutert:- Google möchte dem Nutzer relevanten Inhalt liefern
- Nutzer haben ein Problem und suchen hierzu eine Lösung
- Websitebetreiber möchten Nutzer erreichen und im Idealfall „Geld verdienen“

Martin Höllinger über relevanten Content
JavaScript SEO – a guided tour
Martin Splitt nahm uns in seiner Session mit in die Welt des JavaScript SEO. Zu Beginn des Vortrags zeigte Martin auf, welche Entwicklung JavaScript die letzten Jahre erlebt hat. JavaScript ist dabei ein Name für viele Dinge und wird vielfältig eingesetzt. Am Anfang sollte es nur serverseitig eingesetzt werden, fand sich dann aber auch im Quellcode von Websites wieder. Hier war aber zuerst der gesamte Inhalt weiterhin im Quellcode vorhanden und JavaScript diente lediglich für die Kosmetik, also um Effekte o.ä. einzubinden. Heute ist die Verwendung noch umgreifender: Über JavaScript werden ganze Inhalte auf Websites nachgeladen, sodass über den Quellcode direkt nur noch das bloße Gerüst einer Seite zur Verfügung gestellt wird und der eigentliche Inhalt über JavaScript ausgelagert ist und nachgeladen wird. Ein Beispiel für solche Umsetzungen sind dynamische Single Page Apps. Dabei gibt es Unterschiede im Rendering von Seiten. Zum einen gibt es das Client Side Rendering. Hier wird nach der Anfrage an den Server zunächst das Gerüst der Seite geladen. Nach und nach stellt dann der Client über JavaScript weitere Anfragen an den Server, sodass in mehreren Schritten über JavaScript alles geladen wird. Hierbei ist die erste Antwort zwar schnell, aber dem Client stehen durch das JavaScript abfragen und rendern erst nach und nach alle Inhalte zur Verfügung, je nachdem wie viel über JavaScript ausgelagert ist. Zum anderen gibt es das Server-Side Rendering. Hier werden alle Inhalte bereits auf dem Server geladen und bei einer Anfrage dem Client sofort komplett ausgespielt. Hier gibt es kein Nachladen und es ist alles auf einmal da. Diese Form ist sehr schnell und dem Client stehen sofort alle Daten zur Verfügung. Zudem gibt es noch eine dritte Form, die eine Mischung der beiden genannten Varianten darstellt: das so genannte Hybrid-Rendering. Mit diesem Wissen als Basis erklärte Martin nun wie Google funktioniert: Der Crawler kommt auf eine Seite und beginnt den HTML-Code auszulesen. Den Links, die er hier findet, folgt er und stellt die URLs zum folgenden Crawling hinten an. Dann schließt sich irgendwann das Rendering an und JavaScript wird ausgelöst. Sobald alles geladen ist, indexiert Google die Inhalte. Wichtig ist, dass Crawler und Renderer zwei unterschiedliche Instanzen sind. Je nachdem wie Inhalt aufbereitet ist und was an JavaScript benötigt wird, kann der Crawler schon mehr oder weniger Inhalt erfassen. Aus diesem Learning ergibt sich auch, dass Client-Seitiges Rendern schlechter ist, da der Crawler hier nur ein Gerüst der Seite erfasst und zuerst der Renderer vorbeikommen muss, um die Inhalte abzurufen. Im Gegensatz dazu kann beim Server-Seitigen Rendering bereits der Crawler alle Daten erfassen. Wichtige Inhalte sollten dem Crawler also so einfach wie möglich zugänglich gemacht werden.
Martin Splitt auf der SEOkomm 2018 in Salzburg


